DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Freiwillige der humanitäre Organisationen helfen bei der Evakuierung von Zivilisten aus der von Rebellen besetzten Stadt al-Moadhamiyeh.
Freiwillige der humanitäre Organisationen helfen bei der Evakuierung von Zivilisten aus der von Rebellen besetzten Stadt al-Moadhamiyeh.Bild: YOUSSEF BADAWI/EPA/KEYSTONE

Dutzende syrische Hilfsorganisationen stellen Arbeit mit UNO ein

08.09.2016, 21:4809.09.2016, 06:48

Aus Protest gegen die Kooperation der UNO mit Syriens Machthaber Baschar al-Assad haben dutzende syrische Hilfsorganisationen ihre Zusammenarbeit mit der UNO abgebrochen. «Es ist vielen Organisationen klar geworden, dass die syrische Regierung in Damaskus bedeutenden und substanziellen Einfluss auf das Verhalten der in Damaskus ansässigen UNO-Organisationen und ihren Partner hat».

Das hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief, der von 73 Organisationen unterzeichnet wurde. Unter den Unterzeichnern sind die Syrian American Medical Society sowie die auch als Weisshelme bekannte Syrische Zivilverteidigung, die in den Gebieten der Opposition aktiv ist.

In dem Brief an das UNO-Koordinationsbüro für humanitäre Hilfe (OCHA) kündigten die Gruppen an, sich aus einem UNO-Programm zum Informationsaustausch für Hilfslieferungen zurückzuziehen. Sie würden stattdessen ein neues Programm aufbauen, in dem es «keinen politischen Einfluss» gebe.

Die britische Zeitung «The Guardian» hatte kürzlich berichtet, dass seit Beginn des Krieges dutzende Millionen Dollar über Verträge mit der UNO an Institutionen aus dem Umfeld Assads geflossen seien.

Die UNO erklärte daraufhin, um die notleidende Bevölkerung zu versorgen, sei sie auf die Kooperation mit der Regierung angewiesen. UNO-Sprecher Stephane Dujarric bestritt am Donnerstag, dass UNO-Organisationen von der Regierung beeinflusst seien, und betonte, sie kritisierten Damaskus, wenn nötig. (sda/afp)

Syrien: Der vergessene Krieg

1 / 13
Syrien: Der vergessene Krieg
quelle: x03126 / yazan homsy
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Syrien

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Besuch an der Kriegsfront: Oksana ist der einzige Mensch, der noch im Dorf lebt
Oksana leitet Informationen an den Geheimdienst weiter, Vitali inspiziert Positionen und Sergej steuert die Aufklärungsdrohne. Die Ukrainerinnen und Ukrainer kämpfen an der Südfront bei Cherson um ihr Land, wie die aktuelle Reportage von Kriegsreporter Kurt Pelda zeigt.

Oksana ist eine Heldin. Sie wehrt sich zwar dagegen, so genannt zu werden, aber alle, die sie kennen, halten sie für einen Menschen, der bereit ist, sich aufzuopfern. Oksana ist 47 Jahre alt, sie trägt einen schwarzen Trainingsanzug, und das Gesicht wird eingerahmt von glatten, schwarzen Haaren, schulterlang.

Zur Story