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23. Oktober 2013: Im Raum Lopper bei Alpnachstad im Kanton Obwalden stürzt eine zweisitzige F/A-18 der Schweizer Luftwaffe ab.
23. Oktober 2013: Im Raum Lopper bei Alpnachstad im Kanton Obwalden stürzt eine zweisitzige F/A-18 der Schweizer Luftwaffe ab.Bild: KEYSTONE

Flugunfälle der Schweizer Armee: Über 350 Tote seit 1941

29.08.2016, 20:1030.08.2016, 16:06

Obwohl das Kampfflugzeug F/A-18 und Pilot noch immer als vermisst gelten (Stand: 20:00 Uhr), sinkt die Hoffnung. Bei einem möglichen Absturz wäre das der vierte schwere Unfall der Schweizer Luftwaffe mit einem Kampfjet vom Typ F/A-18 seit 1998. 

Flugunfälle der Schweizer Armee

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Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre
quelle: epa/keystone / ti-press / samuel golay
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Von den Tiger-Kampfflugzeugen und den inzwischen ausgemusterten Typen Mirage, Hunter und Venom zerschellten Dutzende am Boden.

Von den 110 F-5-Tiger-Kampfjets gingen zwischen 1981 und 1996 deren neun durch Abstürze verloren. Ein Pilot starb bei den Unfällen.

Zwei Tiger bei einer Flugshow in Berlin im Jahre 2014. 
Zwei Tiger bei einer Flugshow in Berlin im Jahre 2014. Bild: Michael Sohn/AP/KEYSTONE

Von den 61 Mirage-III-Abfangjägern, die von 1966 bis 2003 im Einsatz standen, erlitten zehn bei Unfällen Totalschaden. Vier Personen starben, darunter eine Frau, die im Simmental BE von abstürzenden Trümmerteilen getroffen wurde.

Fast jede fünfte Venom abgestürzt

Noch schlechter sieht die Unfallbilanz der Hunter-Kampfflugzeuge aus, die von 1958 bis 1994 im Schweizer Luftraum kreisten. 160 Maschinen dieses Typ wurden beschafft, deren 28 gingen bei Unfällen verloren. 15 Piloten erlitten den Tod.

Ein Flugzeug des Typs Hunter beim Flugplatz Emmen.
Ein Flugzeug des Typs Hunter beim Flugplatz Emmen.Bild: KEYSTONE

Gar 49 Abstürze mit 35 Toten wurden in der Venom-Flotte verzeichnet. Zwischen 1953 und 1983 standen insgesamt 250 Maschinen dieses Typs im Einsatz.

Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre

Die Schweizer Luftwaffe hat seit 1941 rund 400 Flugunfälle mit über 350 Todesopfern registriert. Nachfolgend ein Überblick über die schwersten Unfälle der letzten 20 Jahre.

  1. 23. Oktober 2013: Im Raum Lopper bei Alpnachstad im Kanton Obwalden stürzt eine zweisitzige F/A-18 der Schweizer Luftwaffe ab.
  2. 12. November 2002: Ein PC-7 kollidiert bei Bonaduz GR mit dem Seil der Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis. Zwei Milizoffiziere kommen ums Leben.
  3. 12. Oktober 2001: Beim Absturz eines Alouette-III-Helikopters oberhalb von Montana VS nach der Kollision mit einem Kabel kommen alle vier Insassen ums Leben.
  4. 25. Mai 2001: Bei einem Grenzüberwachungsflug touchiert ein Alouette-III-Helikopter bei Delsberg JU ein Kabel und stürzt ab. Der Pilot und drei Grenzwächter werden tödlich verletzt.
  5. 14. Oktober 1998: Zwei Trainingsflugzeuge des Typs PC-9 stossen in der Luft zusammen. Während die eine Maschine landen kann, zerschellt die andere bei Oberuzwil SG. Der Pilot stirbt.
  6. 7. April 1998: Beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets bei Crans VS werden beide Insassen getötet. Als Ursache wurde eine räumliche Desorientierung des Piloten angenommen.
  7. 12. November 1997: Ein Pilatus-Porter PC6 stürzt bei schlechtem Wetter in der Nähe von Boltigen BE ab. Der Pilot und vier Soldaten sterben.
  8. 20. März 1997: Eine Mirage III RS stürzt bei einem Aufklärungsflug im Raum Ste-Croix VD ab. Der Pilot kommt ums Leben.
  9. 15. April 1994: Beim Aufprall eines PC-7 Trainingsflugzeugs in der Nähe von Thun BE wird ein Werkpilot des Bundes getötet.
  10. 22. Juni 1994: Bei einem Alpenrundflug stösst ein ziviler Bell-Jet-Ranger-Helikopter am Unteren Mönchsjoch im Berner Oberland mit einem Super-Puma der Armee zusammen. Ein britisches Ehepaar und ein Pilot sterben.

(sda)

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