Schweiz
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23. Oktober 2013: Ein F/A-18 Flugzeug der Schweizer Armee stürzt am Lopper bei Alpnach Dorf im Kanton Obwalden beim Vierwaldstaettersee ab. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

23. Oktober 2013: Im Raum Lopper bei Alpnachstad im Kanton Obwalden stürzt eine zweisitzige F/A-18 der Schweizer Luftwaffe ab. Bild: KEYSTONE

Flugunfälle der Schweizer Armee: Über 350 Tote seit 1941



Obwohl das Kampfflugzeug F/A-18 und Pilot noch immer als vermisst gelten (Stand: 20:00 Uhr), sinkt die Hoffnung. Bei einem möglichen Absturz wäre das der vierte schwere Unfall der Schweizer Luftwaffe mit einem Kampfjet vom Typ F/A-18 seit 1998. 

Flugunfälle der Schweizer Armee

Von den Tiger-Kampfflugzeugen und den inzwischen ausgemusterten Typen Mirage, Hunter und Venom zerschellten Dutzende am Boden.

Von den 110 F-5-Tiger-Kampfjets gingen zwischen 1981 und 1996 deren neun durch Abstürze verloren. Ein Pilot starb bei den Unfällen.

Two Northrop F-5E Tiger II airplanes of the Swiss Patrol fly close together during an aerobatic performance   at the ILA Berlin Air Show in Berlin, Germany, Tuesday, May 20, 2014. The Berlin Air Show takes place from May 20 until May 25, 2014 .  (AP Photo/Michael Sohn)

Zwei Tiger bei einer Flugshow in Berlin im Jahre 2014.  Bild: Michael Sohn/AP/KEYSTONE

Von den 61 Mirage-III-Abfangjägern, die von 1966 bis 2003 im Einsatz standen, erlitten zehn bei Unfällen Totalschaden. Vier Personen starben, darunter eine Frau, die im Simmental BE von abstürzenden Trümmerteilen getroffen wurde.

Fast jede fünfte Venom abgestürzt

Noch schlechter sieht die Unfallbilanz der Hunter-Kampfflugzeuge aus, die von 1958 bis 1994 im Schweizer Luftraum kreisten. 160 Maschinen dieses Typ wurden beschafft, deren 28 gingen bei Unfällen verloren. 15 Piloten erlitten den Tod.

A Hunter plane on a pedestal, pictured on August 20, 2013, at the military airbase of the Swiss Air Force in Emmen, canton of Lucerne, Switzerland. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Hunter-Flugzeug auf einem Sockel, aufgenommen am 20. August 2013 auf dem Militaerflugplatz Emmen der Luftwaffe der Schweizer Armee. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Flugzeug des Typs Hunter beim Flugplatz Emmen. Bild: KEYSTONE

Gar 49 Abstürze mit 35 Toten wurden in der Venom-Flotte verzeichnet. Zwischen 1953 und 1983 standen insgesamt 250 Maschinen dieses Typs im Einsatz.

Die schwersten Unfälle der Schweizer Luftwaffe der letzten Jahre

Die Schweizer Luftwaffe hat seit 1941 rund 400 Flugunfälle mit über 350 Todesopfern registriert. Nachfolgend ein Überblick über die schwersten Unfälle der letzten 20 Jahre.

  1. 23. Oktober 2013: Im Raum Lopper bei Alpnachstad im Kanton Obwalden stürzt eine zweisitzige F/A-18 der Schweizer Luftwaffe ab.
  2. 12. November 2002: Ein PC-7 kollidiert bei Bonaduz GR mit dem Seil der Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis. Zwei Milizoffiziere kommen ums Leben.
  3. 12. Oktober 2001: Beim Absturz eines Alouette-III-Helikopters oberhalb von Montana VS nach der Kollision mit einem Kabel kommen alle vier Insassen ums Leben.
  4. 25. Mai 2001: Bei einem Grenzüberwachungsflug touchiert ein Alouette-III-Helikopter bei Delsberg JU ein Kabel und stürzt ab. Der Pilot und drei Grenzwächter werden tödlich verletzt.
  5. 14. Oktober 1998: Zwei Trainingsflugzeuge des Typs PC-9 stossen in der Luft zusammen. Während die eine Maschine landen kann, zerschellt die andere bei Oberuzwil SG. Der Pilot stirbt.
  6. 7. April 1998: Beim Absturz eines F/A-18-Kampfjets bei Crans VS werden beide Insassen getötet. Als Ursache wurde eine räumliche Desorientierung des Piloten angenommen.
  7. 12. November 1997: Ein Pilatus-Porter PC6 stürzt bei schlechtem Wetter in der Nähe von Boltigen BE ab. Der Pilot und vier Soldaten sterben.
  8. 20. März 1997: Eine Mirage III RS stürzt bei einem Aufklärungsflug im Raum Ste-Croix VD ab. Der Pilot kommt ums Leben.
  9. 15. April 1994: Beim Aufprall eines PC-7 Trainingsflugzeugs in der Nähe von Thun BE wird ein Werkpilot des Bundes getötet.
  10. 22. Juni 1994: Bei einem Alpenrundflug stösst ein ziviler Bell-Jet-Ranger-Helikopter am Unteren Mönchsjoch im Berner Oberland mit einem Super-Puma der Armee zusammen. Ein britisches Ehepaar und ein Pilot sterben.

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • cada momento 30.08.2016 00:35
    Highlight Highlight Hier wird ein tragisches ereignis einmal mehr gnadenlos ausgeschlachtet. Sollten wir nicht erst mal die profis ihre arbeit machen lassen? Sollten wir uns aus rücksicht vor den angehörigen mit solchen reisserischen artikeln zurückhalten? Der liveticker von watson zum beispiel hat minimaler newsgehalt mit maximaler dramatik. Muss das sein?
  • 7immi 29.08.2016 22:13
    Highlight Highlight die technik war (und ist) auch entsprechend. redundanz prägen die zivile luftfahrt, nicht aber die militärische. würde man das ganze grafisch darstellen, dann sähe man ähnliche kurven bei zivilen und der militärischen unfällen. diese dürften etwa ähnlich abgenommen haben. militärflugzeuge sind aber generell gefährlicher, da sie deutlich stärker beansprucht werden. so beträgt auch die lebensauer eines kampfjets 4'000-8'000 flugstunden (fa18 ca. 5'000). bei zivilflugzeugen liegt diese grenze mit 60'000-160'000 stunden deutlich höher.
    diese 350 toten sagen also nicht viel aus.
  • _kokolorix 29.08.2016 21:38
    Highlight Highlight Kampfflugzeuge gehören nicht in die Kategorie 'Sicherheit geht über alles'.
    Die Venom und Hunter waren noch absolute Pioniere des Jetzeitalters. Mit der Hunter durchstiess der erste englische Pilot die Schallmauer! Die Venom entstammt noch Entwicklungen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs und die Mirage war das erste französische Flugzeug das mehr als doppelte Schallgeschwindigkeit flog.
    Statt dieser sensationell hirnlosen Aufzählung von Flugunfällen könnte man z. B. einen Artikel über den Ausstieg mit dem Schleudersitz machen, gerne auch mit historischem über dieses Rettungsinstrument. Nur so
  • spotterlifestyle 29.08.2016 20:26
    Highlight Highlight Ez höred doch mal uf allne angst z'mache. Gid vill meh anderi todesursache...

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