DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

WM-Barrage, Hinspiel

Schweden – Italien 1:0 (0:0)

Testspiele:

England – Deutschland 0:0 
Frankreich – Wales 2:0 (1:0)
Belgien – Mexiko 3:3 (1:1)
Polen – Uruguay 0:0
Portugal – Saudi Arabien 3:0 (1:0)

Italy's Marco Verratti, left, and Sweden's Emil Krafth battle for the ball during the World Cup qualifying play-off first leg soccer match between Sweden and Italy, at the Friends Arena in Stockholm, Friday, Nov. 10, 2017. (Jonas Ekstromer/TT via AP)

Viel Kampf in der Friends Arena in Stockholm. Bild: AP/TT

Mycket Bra! Schweden schlägt Italien im Barrage-Hinspiel

Italiens Nationalmannschaft droht erstmals seit 60 Jahren eine WM-Endrunde zu verpassen. Die Italiener verloren das Playoff-Hinspiel gegen Schweden in Stockholm 0:1. Das Testspiel zwischen England und Deutschland endete torlos, Frankreich schlägt Wales 2:0.



Das musst du gesehen haben:

Schweden – Italien 1:0

Das Tor fiel nach rund einer Stunde auf in doppelter Hinsicht unerwartete Weise. In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit hatten die Italiener klar dominiert und schienen der Führung nahe zu sein. Das Tor auf der andern Seite kam auf dem Nichts und wurde überdies von einem Spieler erzielt, der in der Nationalmannschaft noch nie getroffen hatte: Der zentrale Mittelfeldspieler Jakob Johansson war eingewechselt worden und traf bei seiner ersten Ballberührung mit einem von Daniele De Rossi abgelenkten und dadurch unhaltbaren Weitschuss.

abspielen

Das entscheidende Tor im Hinspiel. Video: streamable

Die Italiener hätten zumindest ein Remis verdient. Der Ausgleich wäre nach 70 Minuten fällig gewesen, aber Matteo Darmian traf mit einem wuchtigen Weitschuss den Pfosten. Bis zum Ende des Spiels zeigten nur noch die Italiener gute Angriffe oder Ansätze dazu.

Der Match hatte sehr verheissungsvoll begonnen. Nach sechs Minuten hätte Torinos Stürmer Andrea Belotti, Schütze dreier Tore in der Gruppenphase, Italien um ein Haar in Führung gebracht. In der Mitte vor dem Tor alleingelassen, scheiterte er mit seinem Kopfball auf Flanke von Matteo Darmian wohl nur deshalb um wenige Zentimeter, weil er eine leichte Rückwärtsbewegung machen musste. Zwei Minuten später zog Stürmer Ola Toivonen, Teamkollege von François Moubandje bei Toulouse, einen Direktschuss aus beträchtlicher Distanz knapp am Pfosten vorbei. Goalie Gianluigi Buffon hätte kaum eingreifen können. Bis zur Pause gab es keine reifen Torszenen mehr.

Italy coach Gian Piero Ventura reacts during the World Cup qualifying play-off first leg soccer match between Sweden and Italy, at the Friends Arena in Stockholm, Friday, Nov. 10, 2017. (AP Photo/Frank Augstein)

War nicht zufrieden: Gian Piero Ventura. Bild: AP/AP

Für den bald 70-jährigen Gian Piero Ventura, der in 37 Jahren als Klubtrainer 18 Mal den Verein wechselte, könnte der Auftritt in Stockholm der zweitletzte Einsatz als Italiens Nationalcoach gewesen sein. Sollte er die Qualifikation verpassen, wäre sein Name für alle Zeit mit einer Blamage der Squadra Azzurra verbunden. Nur 1930 in Uruguay und 1958 in Schweden wurden WM-Turniere ohne Italien abgehalten.

England – Deutschland 0:0

Sowohl England als auch Deutschland mussten auf viele Leistungsträger verzichten. Der englische Nationalcoach Gareth Southgate brachte fünf Länderspiel-Debütanten, unter ihnen Goalie Jordan Pickford, der eine exzellente Bewerbung für weitere Einsätze abgab. Der 23-Jährige von Everton zeigte zwei starke Paraden gegen Timo Werner und strahlte auch ansonsten mehr Souveränität aus als mancher seiner Vorgänger.

England's Tammy Abraham, left, and Germany's Mats Hummels battle for the ball during the international friendly soccer match between England and Germany at Wembley stadium in London, Britain, Friday, Nov. 10, 2017. (Mike Egerton/PA via AP)

Englands Abraham im Duell mit dem Deutschen Hummels. Bild: AP/PA

Deutschland besass die besten Möglichkeiten zum achten Sieg in Serie in der ersten Halbzeit. Der starke Premier-League-Legionär Leroy Sané traf in der 21. Minute die Lattenunterkante. Der Ball landete aber klar vor der Torlinie. Überhaupt kam der Video-Assistent, der erstmals in England bereit gestanden wäre, nicht zum Einsatz. Nur gut zwei Minuten nach dem Lattenschuss von Sané erspielte sich der Weltmeister innerhalb von Sekunden gleich drei grosse Torchancen: Werner scheiterte an Pickford, Sané am Verteidiger Phil Jones und Julian Draxler an seiner Schusshaltung. Für das nach der Pause etwas passive England hätte Jesse Lingard in der Nachspielzeit den Prestigesieg sichern können.

Frankreich – Wales 2:0

Die Franzosen – mit Coman, Matuidi, Mbappé, Giroud und Griezmann in der Offensive hochkarätig besetzt – gehen im Test gegen Wales nach 18 Minuten in Führung. Griezmann verwertet eine Vorlage von Tolisso technisch versiert.

abspielen

Video: streamable

In der 71. Minute doppelt Giroud nach, der Arsenal-Legionär erwischt Englands Torhüter Hennessey im kurzen Eck.

abspielen

Video: streamable

Mehr Tore fallen nicht mehr, Frankreich entscheidet die Partie ohne Probleme für sich.

Belgien – Mexiko 3:3

Belgien braucht gegen Mexiko sogar noch eine Minute weniger lange als die Franzosen, um den ersten Treffer zu buchen. Hazard rennt über den halben Platz, spielt zu Lukaku, via Mexikos Torhüter kommt der Ball erneut zu Hazard und der braucht das Leder dann nur noch über die Linie zu drücken.

abspielen

Video: streamable

Kurz vor der Pause ist es um die Führung aber geschehen. Chicharito holt einen Penalty heraus, Guardado trifft sicher zum Ausgleich.

abspielen

Video: streamable

In der zweiten Hälfte sind erst zehn Minuten gespielt, eher Lukaku auf kuriose Art und Weise zur neuerlichen Führung trifft ...

abspielen

Video: streamable

... nur zwei Zeigerumdrehungen später folgt aber der neuerliche Ausgleich, Lozano lässt die Mexikaner jubeln.

abspielen

Video: streamable

Die Partie ist an Unterhaltung kaum zu überbieten, fünf Minuten nach dem 2:2 folgt nämlich die erstmalige Führung für die Gäste aus Südamerika. Wieder ist Lozano der Torschütze.

abspielen

Video: streamable

Na, wer sagt's denn? 70. Spielminute und es klingelt das nächste Mal, diesmal wieder im Kasten der Gäste. Lukaku erzielt seinen zweiten Treffer, die Partie ist schon wieder ausgeglichen.

abspielen

Video: streamable

Dabei bleibt es dann aber in einem sehr attraktiven Testspiel.

Die Telegramme:

Schweden - Italien 1:0 (0:0) Stockholm. - SR Çakir (TUR).
Tor: 61. Johansson 1:0.
Schweden: Olsen; Krafth (83. Svensson), Lindelöf, Granqvist, Augustinsson; Claesson, Larsson, Ekdal (57. Johansson), Forsberg; Toivonen, Berg (75. Kiese Thelin).
Italien: Buffon; Barzagli, Bonucci, Chiellini; Candreva, Parolo, De Rossi, Verratti (76. Insigne), Darmian; Belotti (65. Eder), Immobile.
Bemerkungen: Schweden ohne Lustig (gesperrt). Italien ohne Zaza (verletzt). Ekdal verletzt ausgeschieden. 70. Pfostenschuss von Darmian. Verwarnungen: 2. Berg (Reklamieren), 29. Verratti (Foul/für das Rückspiel gesperrt).

Frankreich - Wales 2:0 (1:0) Saint-Denis. - 73'000 Zuschauer. - SR De Sousa (POR).
Tore: 18. Griezmann 1:0. 71. Giroud 2:0.
Frankreich: Mandanda; Jallet (46. Pavard), Koscielny, Umtiti, Kurzawa; Tolisso (46. Nzonzi), Matuidi; Mbappé (84. Thauvin), Griezmann (62. Fekir), Coman (73. Martial); Giroud.
Bemerkungen: Frankreich u.a. ohne Pogba und Kanté.

England - Deutschland 0:0 London. - 81'382 Zuschauer. - SR Raczkowski (POL).
England: Pickford; Jones (27. Gomez), Stones, Maguire; Trippier (72. Walker), Livermore (86. Cork), Dier, Rose (71. Bertrand); Loftus-Cheek, Abraham (60. Rashford), Vardy (86. Lingard).
Deutschland: ter Stegen; Ginter, Hummels, Rüdiger; Kimmich, Gündogan (86. Rudy), Özil, Halstenberg; Sané (87. Brandt), Werner (73. Wagner), Draxler (67. Can).
Bemerkungen: England u.a. ohne Harry Kane, Alli und Sterling. Deutschland u.a. ohne Neuer, Müller, Reus, Hector, Kroos und Boateng.

Belgien - Mexiko 3:3 (1:1) Brüssel. - SR Mazzoleni (ITA).
Tore: 17. Eden Hazard 1:0. 39. Guardado (Foulpenalty) 1:1. 55. Romelu Lukaku 2:1. 56. Lozano 2:2. 60. Lozano 2:3. 70. Romelu Lukaku 3:3.
Belgien: Courtois; Ciman, Boyata, Vermaelen; Meunier, Witsel, Tielemans (46. Dembélé), Chadli; De Bruyne (46. Mertens), Eden Hazard (86. Thorgan Hazard), Romelu Lukaku (88. Origi). (sda)

Wann haben die grossen Nationen letztmals eine WM verpasst?

1 / 14
Wann haben die grossen Nationen letztmals eine WM verpasst?
quelle: ap/ap / luca bruno
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So würden die Nati-Stars in anderen Ländern heissen

Video: watson/Sandro Zappella, Lya Saxer

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

In Brasiliens erstem Länderspiel werden dem Superstar zwei Zähne ausgeschlagen

21. Juli 1914: In Rio de Janeiro beginnt die Geschichte der mit fünf WM-Titeln erfolgreichsten Fussballnation der Welt. Brasilien bestreitet gegen Exeter City sein erstes Länderspiel. Der grosse Star: Arthur Friedenreich.

Von Arthur Friedenreich wird gemeinhin behauptet, er sei einer der besten Fussballer aller Zeiten. Aber wer kann schon glaubwürdig mitdiskutieren? Schliesslich war Friedenreich vor hundert Jahren aktiv.

Unbestritten ist jedoch, dass «El Tigre» einer der besten Fussballspieler seiner Zeit ist. Und dennoch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass der Stürmer im ersten Länderspiel in der Geschichte des brasilianischen Verbands dabei ist. Denn als Sohn eines deutschen Auswanderers und einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel