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Swisscom-Chef Schaeppi verdiente 2018 «nur» noch 1.83 Millionen Franken



Urs Schaeppi, CEO Swisscom an der Bilanzmedienkonferenz zum Jahresabschluss 2018 in Zuerich am Donnerstag, 7. Februar 2019.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Urs Schaeppi. Bild: KEYSTONE

Swisscom-Chef Urs Schaeppi hat 2018 etwas weniger Lohn bezogen als im Vorjahr. Die Gesamtvergütung sank um 2.1 Prozent auf 1.83 Millionen Franken, wie dem Geschäftsbericht des Telekomunternehmens zu entnehmen ist. Der Hauptgrund dafür sei eine geringere variable Vergütung gewesen, hiess es dazu.

Die gesamte Konzernleitung, die Ende Jahr aus sieben Personen bestand, verdiente 8.02 Millionen, was ebenfalls weniger war als im Vorjahr. Der zehnköpfige Verwaltungsrat erhielt derweil insgesamt 2.29 Millionen Franken.

Gegenwind in der Schweiz

Auf dem Schweizer Hauptmarkt nimmt die Swisscom immer weniger ein. Der Telekomkonzern will deshalb weiter sparen.

Mobilfunkabos für weniger als 30 Franken pro Monat sind weit verbreitet. Telefonieren und Surfen im Ausland ist bei vielen Produkten inklusive. Und ein Festnetztelefon gehört dank Flatrate-Handys längst nicht mehr zur Grundausstattung eines Schweizer Haushalts.

Diese Entwicklungen hat die Swisscom im letzten Jahr zu spüren bekommen. Der Umsatz im Schweizer Kerngeschäft, das rund drei Viertel zum Konzernumsatz beisteuert, bildete sich um 2,7 Prozent zurück.

Marktanteile gehalten

Dies geschah, obwohl die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt ihre hohen Marktanteile verteidigte. Laut eigenen Angaben kommt sie im Mobilfunk auf einen Anteil von 60 Prozent, im Breitband auf 67 Prozent und im TV auf 35 Prozent.

Die Swisscom konnte in verschiedenen Bereichen auch Kunden gewinnen. Auch im Schlussquartal nahm etwa die Zahl der TV-Kunden (+9'000), der Mobilfunk-Abokunden (+8'000) und der Breitbandkunden (+3'000) zu. Gut laufe auch das Geschäft mit IT-Lösungen für KMU und das Cloud-Geschäft, sagte Firmenchef Urs Schaeppi am Donnerstag vor den Medien.

Doch auf der anderen Seite gingen allein im Schlussquartal erneut 58'000 Festnetzkunden verloren. Und der Preiskampf machte sich bemerkbar. So gewährte die Swisscom zum Beispiel Rabatte für Kunden, die mehrere Produkte beziehen.

Italien als Lichtblick

Deutlich besser als in der Schweiz lief es in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro um 8,2 Prozent stieg. Die Italientochter Fastweb steigerte die Kundenzahl im Schlussquartal um 29'000 im Breitbandbereich und um 108'000 im Mobilfunkbereich.

Insgesamt konnte die Swisscom damit den Gruppenumsatz stabil bei 11,71 Milliarden Franken halten. Der operative Gewinn (EBITDA) nahm hingegen um 1,9 Prozent auf 4,21 Milliarden ab. Unter dem Strich steht ein 3,0 Prozent tieferer Reingewinn von 1,52 Milliarden. Die Dividende beträgt das achte Mal in Folge 22 Franken pro Aktie.

Den Gewinnrückgang in der Gruppe erklärt Swisscom hauptsächlich mit verschiedenen Sondereffekten und der Währungssituation. Insbesondere ein Rechtsverfahren hatte im Vorjahr der Swisscom noch einen ausserordentlichen Ertrag beschert. Auf vergleichbarer Basis habe der Betriebsgewinn nur um 0,8 Prozent abgenommen, hiess es aber.

Gut 500 Stellen weniger

Somit habe der Rückgang im Schweizer Kerngeschäft mit dem laufenden Sparprogramm grösstenteils aufgefangen werden können, betonte das Unternehmen. Dessen Ziele seien sogar übertroffen worden. 2018 fielen in der Schweiz laut den Angaben 541 Vollzeitstellen weg. Rund 200 Personen erhielten eine Kündigung.

Das Sparprogramm, mit dem bis 2020 jährlich 100 Millionen eingespart werden sollen, wird wie geplant fortgesetzt. Das Unternehmen rechnet daher für 2019 mit einem leicht rückläufigen Stellenangebot in der Schweiz.

Ein konkreter Abbauplan wird jedoch im Unterschied zu früher nicht mehr genannt. Es sei schwierig, diese Zahl zu prognostizieren, sagte Firmenchef Schaeppi.

(aeg/sda/awp)

Hier wird ein Swisscom-Sendeturm gesprengt

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Video: srf/SDA SRF

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22
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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Best of 7 09.02.2019 01:56
    Highlight Highlight Diese selbsternannte Elite rechtfertigt ihre grosszügige entlöhnung immer mit ihrer grossen Verantwortung. Leider habe ich noch nie gesehen, dass einer von denen zur Verantwortung gezogen wurde, wenn alles bachab ging.

    Sauhäfeli, Saudeckeli!
  • Stefan Tarnutzer 08.02.2019 07:08
    Highlight Highlight Immer noch dreimal mehr als ein Bundespräsident!
  • Töfflifahrer 07.02.2019 20:21
    Highlight Highlight Das sind immer noch 1.7 Mio.zuviel
  • Chääschueche 07.02.2019 19:30
    Highlight Highlight Soll er das Verdienen. Stört mich nicht 🤷‍♀️
    Ich würde das was er macht auch nicht für 2 Mio. machen. Zu viel Druck und Verantwortung.



    • Stefan Tarnutzer 08.02.2019 07:15
      Highlight Highlight Wenn Hr.Schäppi einen Blödsinn macht kann er zwar freigestellt werden, aber er ist nicht haftbar!
      Zudem bekommt er noch eine ausserordentlich,grosszüge(etliche Millionen) Abfindungssumme.Der Steuerzahler muss diesen Schaden berappen.
    • Chääschueche 09.02.2019 07:15
      Highlight Highlight @Stefan
      Wenn ein normaler Arbeiter einem Blödsinn macht (Das kann je nach Beruf auch mehrere 100k kosten) kommt er auch nicht ins Gefängnis...Der Konsument (Privatwirtschaft) / Steuerzahler (beim Bund) bezahlt diesen Schaden.

      Aber ja er bekommt bestimmt keine abfindung im gegensatz zu Herr Schäppi.

      Aber eben...du darfst den CEO Posten gerne ünernehmen. Hab nix dagegen. Darfst auch gerne für 6000 pro Monat den Job ausüben mit einer Kündigungsfrist von 1 Monat sowie 0 Boni/Abfindungszahlungen.
  • Tentin Quarantino 07.02.2019 18:03
    Highlight Highlight Was soll die Aufregung? Sind ja nur rund 18‘000 Kunden mit (nur) einem inOne Mobile M Abo..
  • Katzenseekatze 07.02.2019 17:45
    Highlight Highlight Das sind Saläre, die so ja von niemandem wirklich "verdient" werden. Unmöglich.
    • Tomlate 07.02.2019 21:33
      Highlight Highlight Etwas mehr als andere leistet er sicher. Aber es muss schon enorm sein, wenn ich im Jahr 6% von dem erhalte, was er verdient (ups...jetzt habe ich meinen Lohn verraten 😱). Mit all den modernen Arbeitsmitteln bin ich öfter auch ausserhalb der regulären Arbeitszeiten aktiv (noch schnell ein Mail schreiben, eine Info lesen, usw. Bisher eher mit positiven als negativen Auswirkungen. Allerdings würde es mich freuen, wenn es sich mal positiv im Lohngespräch äussern würde.
    • Stefan Tarnutzer 08.02.2019 07:11
      Highlight Highlight Also kurz gesagt verdient Hr.Schäppi nicht wirklich ,er kriegt es einfach so für wenig Arbeitsaufwand!Kein Mensch kann soviel in einem Jahr soviel verdienen.
  • Pointer 07.02.2019 16:18
    Highlight Highlight Vielleicht kann die Glückskette einen nationalen Sammeltag für ihn durchführen.
    • Stefan Tarnutzer 08.02.2019 07:08
      Highlight Highlight Mir kommen gleich die Tränen.
  • leu84 07.02.2019 15:54
    Highlight Highlight Der arme Chef nagt nun am Hungertuch?
  • Katzenseekatze 07.02.2019 15:38
    Highlight Highlight Nur. Wäre froh, ich hätte pro Monat 3000.
    • Alterssturheit 07.02.2019 15:55
      Highlight Highlight ?? Dein Job ?? Wo verdient Mann/Frau - 100% Job vorausgesetzt - unter 3000 Stutz ??
    • Katzenseekatze 07.02.2019 16:24
      Highlight Highlight Mit AHV hast du zwischen 1100 - 2500.
    • Chääschueche 07.02.2019 19:27
      Highlight Highlight @Katzen
      Du vergleichst die AHV-Rente mit einem 100% Job? 🤔

      Des weiteren gibt es noch die PK. Auch darf jeder Pensionär (meine Mutter 2 mal Pro Woche) Arbeiten.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Hank Scorpio 07.02.2019 15:30
    Highlight Highlight Ist ein Care Team schon vor Ort?
  • wolge 07.02.2019 15:15
    Highlight Highlight Der arme Schlucker
  • Celio 07.02.2019 13:56
    Highlight Highlight Was, nur noch 1.83 Millionen Franken im Jahr? Mal schauen ob ich Urs Schaeppi auf dem RAV treffe.
    • leu84 07.02.2019 15:55
      Highlight Highlight Vielleicht ist bei der Post noch eine Stelle frei.

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