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Bhagwan-Anhänger lauschen den Worten ihres Gurus. Bild: keystone

Der schwierige Ausstieg aus dem Sekten-Gefängnis

Nach dem ersten Höhenflug folgt die Skepsis – und später die kritische Auseinandersetzung. Sektenaussteiger machen oft ähnliche Entwicklungen durch. Nicht selten ist jedoch auch der Ausstieg kein endgültiger Ausweg.

17.04.18, 08:06

Mitglieder von strenggläubigen Gruppen fallen aus allen Wolken, wenn ihre Gemeinschaft als Sekte eingestuft wird: «Ich, ein Sektenanhänger? Das ist völlig absurd», antworten sie aus tiefster Überzeugung. «Sekten sind alle anderen Bewegungen, aber doch nicht wir!»

Zur religiösen oder ideologischen Überzeugung – «wir sind auserwählt und vertreten den einzig wahren Glauben» – kommt die gefühlsmässige Konditionierung. Frisch rekrutierte Gläubige erleben in der Regel ein überwältigendes emotionales Schaumbad, oft eine wahre Euphorie.

Die vermeintliche Gewissheit, die religiöse Wahrheit und die auserwählte Gemeinschaft gefunden zu haben, lassen die Gefühlswelt explodieren. Alle Sorgen und Nöte fallen von den Missionierten ab, die rosige Zukunft schillert in den schönsten Farben und ist auf alle Ewigkeit gesichert, glauben sie. Die Glücksgefühle sind mit dem Zustand des Verliebtseins zu vergleichen.

Philipp Höhener (l.) schildert seinen Ausstieg aus den Siebten-Tags-Adventisten bei TeleZüri. Watson-Blogger Hugo Stamm (m.) nahm an dem Gespräch auch teil. Screenshot: tele züri

Dieser psychische Ausnahmezustand wird durch die grosszügige Ausschüttung von Glückshormonen hervorgerufen. Endorphine können also ein Erweckungs- oder Gotteserlebnis vorgaukeln. Der emotionale Höhenflug wird von den Gläubigen gern als Beweis für das Wirken Gottes interpretiert.

Freikirchen sagen frischen Gläubigen Sätze wie: «Jetzt hast du Jesus in dein Herz aufgenommen.» Der Glaube, der Sohn Gottes sei nun ständiger Wegbegleiter, ist für ihre Anhänger überwältigend.

Die Gläubigen werden von Zweifeln heimgesucht, wenn das Glaubensfeuer nicht mehr lichterloh brennt.

Doch das «ewige Glück» lässt sich nicht konservieren. Ein permanenter hoher Endorphinpegel wird zur Tortur oder zur Qual. Die spirituelle Abkühlung führt im Lauf der Jahre zur Verunsicherung. Die Gläubigen werden von Zweifeln heimgesucht, wenn das Glaubensfeuer nicht mehr lichterloh brennt. Hinzu kommt die Enttäuschung, dass es in der vermeintlich auserwählten Heilsgemeinschaft zu Unstimmigkeiten, Spannungen oder gar Übergriffen und Intrigen kommt.

Die Ernüchterung motiviert Gläubige und Sektenanhänger, die noch einen Rest an geistiger Autonomie bewahrt haben, Recherchen anzustellen. Dabei stossen sie auf kritische Berichte und Texte von Aussteigern, die besonders glaubwürdig wirken. Das ist meist der erste Schritt der Entfremdung und letztlich zur Ablösung.

Alle Hoffnungen fallen in sich zusammen

Dieser Prozess ist extrem schmerzhaft. Alle Hoffnungen fallen in sich zusammen, der vermeintlich befreiende Glaube zerbröselt. Die Aussteiger fallen in ein Loch und rutschen in eine Existenzkrise. Kommt hinzu, dass sie ihr Leben und ihre sozialen Beziehungen auf die Gemeinschaft ausgerichtet haben.

Die soziale Isolation wird zur Belastung. Es fehlen Beziehungen zur Aussenwelt. Die Abtrünnigen müssen in der Umgebung wieder Fuss fassen, die sie jahrelang als fehlgeleitet und feindlich wahrgenommen haben.

In dieser «National Geographic»-Doku berichten drei Sektenaussteiger von ihren Erfahrungen. Video: YouTube/Nannie Gamble

Diesen Prozess durchlief auch Philipp Höhener. Er war in eine Familie der Siebten-Tags-Adventisten hineingeboren worden, einer christlichen Freikirche. Wie schwer der Ausstieg für ihn war, schildert er in diesem Artikel:

Aufschlussreich ist auch sein Auftritt in der TeleZüri-Sendung «talk täglich» vom vergangenen Dienstag.

Der Ausstieg gelingt nicht allen Sektenanhängern so gut wie Philipp Höhener. Viele Abtrünnige erleben psychische Probleme, manche rutschen in eine Depression oder Psychose ab. Nicht selten verüben Aussteiger in ihrer Verzweiflung Suizid. Was euphorisch begann, endet oft in der Ausweglosigkeit.

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Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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153
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153Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 18.04.2018 18:59
    Highlight Es ist also wie bei einem Liebespaar. Entweder die Resozialisierung gelingt und die Verliebten gelangen zu einem sozial verträglichen Liebesverhalten oder sie misslingt und sie enden entweder in der Isolation oder in einem schmerzhaften Aus- und Abbruch.




    2 3 Melden
  • Michael Bamberger 18.04.2018 08:59
    Highlight Auch das ist Religion:

    "Vatikan-Escort packt aus: "Ich hatte Sex mit Dutzenden katholischen Priestern!". Francesco Mangiacapra hat Jahre lang als Escort in Rom gearbeitet, nun hat er seine unglaublichen Erlebnisse in einem Buch zusammengefasst. Für die Priester war die Inanspruchnahme solcher Dienstleistungen seiner Aussage nach selbstverständlich. Angeblich gingen sie davon aus, dass die anschließende Buße alles wieder ins Gleichgewicht bringen würde. In dem Buch werden von insgesamt über 40 Geistlichen Bilder und SMS-Nachrichten veröffentlicht."

    (Quelle: www.rtl.de)
    6 1 Melden
    • Oxymora 18.04.2018 22:01
      Highlight @ Michael Bamberger

      Priester sind Hirten, ohne die es keine Moral für die Schäflein gäbe.
      Toll wie sie Ihre Religion predigen und Ihr Weltbild mit der Herde teilen.

      Und nun hat da so ein Callboy, wegen einigen Dutzend Einzelfällen gleich ein Buch geschrieben.

      Ich wollte ISBN 978-8862523394 im www.kathschop bestellen, um zu gucken was mit Kirchensteuer so alles finanziert wird.

      Aber die haben “Il numero uno. Confessioni di un marchettaro“ von FRANCESCO MANGIACAPRA nicht im Programm.

      Vielleicht klappt es beim www.ref-schop.
      2 2 Melden
  • Pasionaria 17.04.2018 23:05
    Highlight lilie
    1/2
    was soll das nun schon wieder "Ihr Glaube und Ihr Vertrauen in die Wissenschaft ehrt Sie. Ich werde es deshalb vermeiden, Ihnen diesen kindlichen Glauben zu nehmen."??
    Als Akademikerin, Tochter von Akademikern...(!), traue ich Ihnen eigentlich zu, zu erkennen, wie (m)ein Glaube an die Wissenschaft gemeint ist.
    Prinzipiell dient sie, um rationale Erkenntnisse, Zusammenhaenge, Ablaeufe und Ursachen zu ergruenden. Sowie nachpruefbare Aussagen ueber die Natur und die Menschen zu bewerkstelligen.
    'Nur' schon der Medizin verdanken wir sicher alle unendlich viel.
    ...ff
    1 1 Melden
  • Pasionaria 17.04.2018 23:00
    Highlight lilie
    2/2
    .....der Medizin haben auch Sie schon viel verdankt,
    wenn nicht gar Ihr Leben, dann bestimm das Lindern von Schmerzen und das Verhindern von schwerw. Krankheitsfolgen, oder Sie sind noch ein Teenager.
    Natuerlich will ich Sie, als Agnostikerin nicht von Ihrem Weg zur Mitte (!) abbringen.
    Ihr Hinweis auf Buddha ueberraschen mich dann auch noch. Meinen Sie den relig. oder den philos., es gibt beide. Genauso wie es bei der Wissenschaft verschiedene Aspekte gibt, der eine wie oben, der andere, der sich von gesellschaftl. und wirtschaftlichen Interessen instrumentalisieren laesst.


    2 1 Melden
  • blaubar 17.04.2018 19:33
    Highlight Wenn ich so einen Stuhl hätte, würde ich auch eine Sekte aufmachen!
    4 0 Melden
  • Michael Bamberger 17.04.2018 11:33
    Highlight Auch das ist Religion:

    "Der australische Rugbyspieler Israel Folau (evangelikaler Christ) hat über soziale Medien geäußert, dass Homosexuelle in die Hölle kommen, wenn sie ihre Sünden nicht bereuen und sich zu Gott bekehren." (kath.net, 17.4.18)

    Dazu der Kommentar vom kath.net Blogger "Smaragdos":

    "Wow! Der ist mutiger als so mancher Bischof! Hut ab vor diesem Evangelikalen!"
    13 1 Melden
  • D(r)ummer 16.04.2018 13:03
    Highlight Der Prozess, der zum Ausstieg führt konnte ich letzte Woche schön beobachten.

    Am Morgen standen die Zeugen Jehovas noch mit einem lächeln da.
    Am Abend (an derselben Stelle) standen sie gelangweilt da.
    6 0 Melden
    • D(r)ummer 16.04.2018 14:16
      Highlight Am Bahnhof Emmenbrücke.
      3 0 Melden
  • Pasionaria 15.04.2018 23:31
    Highlight lilie
    " Ich finde einfach den Artikel unvollständig. Er hört mitten in der Thematik auf."
    Wie bitte? Was noch erwarten Sie von einem einzigen Blogthema?
    Wollen Sie mehr dazu erfahren, gibt es hoechst informative Buecher dazu, wie z.B.
    - „Allein gegen die Seelenfänger" > Lea Laasner (Sie beschreibt ihren Aufenthalt in der esoterischen „Ramtha"-Gemeinschaft und den Ausstieg daraus.)
    - Sekten im Banne von Sucht und Macht > Hugo Stamm
    u.v.m.
    7 1 Melden
  • rodolofo 15.04.2018 17:19
    Highlight Die Sekte ist letztlich eine Ausgeburt einer Reinheits-Ideologie, die glaubt, Harmonie und Glückseligkeit sei mit lauter ideal denkenden und handelnden Menschen zu erreichen.
    Das ist sozusagen "Nationalismus im Kleinformat".
    In der Realität kommt dann allerdings das genaue Gegenteil vom erträumten Paradies heraus:
    Maskenhafte Gleichförmigkeit, Lügen, Intrigen, "legale" Strafaktionen bei Fehlverhalten, Lieblosigkeit, Inzucht, körperliche und seelische Misshandlungen.
    Wer das mal auch nur ansatzweise miterlebt hat, der freut sich sogar an einer mürrischen, aber ECHTEN Pendler-Gemeinschaft.
    10 2 Melden
  • ...nachgedacht... 15.04.2018 11:14
    Highlight ...Religionen und Sekten sind Machwerke von klugen, machtbesessenen Menschen in Verbindung mit einer erfundenen höchsten Instanz...die Religionsmacher haben zur Unterdrückung des Glaubensvolkes Verhaltensregeln, Bestrafungsandrohungen und Tabus erfunden...es gibt aber auch ein Leben ohne Religion...in so einem Leben sind die Leitplanken natürlich gegeben und schlummern in jedem Menschen und warten nur auf die Anwendung...unverzichtbar sind… SELBSTVERANTWORTUNG für das eigene Tun und Lassen...RESPEKT gegenüber den Mitmenschen, der Natur und dem Universum...SOLIDARITÄT mit der Gemeinschaft...
    27 1 Melden
    • Edi Alpha Centauri 16.04.2018 08:15
      Highlight Richtig überlegt! Und löst sich nach dem Tod tatsächlich eine Seele von uns für ein 'Jenseits', dann sind wir auf der sicheren Seite. Ganz gleich, ob Gläubiger mit Taten oder Atheist mit Taten. Frei nach Coop: Taten statt Worte! So entstünde sogar hier bereits ein 'Paradies auf Erden!'.
      4 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 01:48
      Highlight ...so are: Social Media, Konsumprodukte (z.B. Apple), Drogen (Tabak und Alkohol at first), Sportveranstaltungen (führend: Fussball).

      Im Endeffekt geht es um Kontrolle und Macht. Denn nichts von alle dem ist 1. gratis, 2. langfristig euphorisierend und 3. keinem Gruppenzwang unterstellt.

      Wer nicht (mehr) mitgehen kann oder will, der wird ausgegrenzt oder zumindest für minderwertig gehalten. Zum Alkohol und Tabak z.B. kann man sagen, es gibt kaum "Gruppen" die sich primär als "alkohol- und tabakfrei" definieren. Aber die Jugendclique XY trifft sich jedes Wochenende um zu saufen und zu rauchen.
      1 0 Melden
  • shthfckup 14.04.2018 23:14
    Highlight Letztendlich geht es doch darum gemeinsamkeiten, statt differenzen zu finden. Denn dananach strebt das leben, nach harmonie. Wenn es gott gibt, dann können die menschen gott niemals komplett erfassen, weil das einfach unser vorstellungsvermögen um den faktor unendlich übertrifft.

    Ich kann verstehen, dass menschen das bedürfnis verspüren gott zu "erfoschen" und zu verstehen. Aber warum muss man daraus eine religion machen und nach dogmas zu leben.

    Meiner meinung mach können wir friedlich miteinander leben, auch mit religion. Allerdings brauchts einen reiferen umgang damit.



    9 5 Melden
    • Regas 15.04.2018 10:59
      Highlight Ja Harmonie Harmonie so stellt man sich die Welt vor. Keine Auseinandersetzungen keine heissen Diskussionen. Die Welt wird vor lauter Harmonie zu einem langweiligen gleich geschalteten Jammertal. Nein Danke! Anders Denkende störende Individuen braucht die Menschheit. Ohne die ist kein Fortschritt möglich!
      12 5 Melden
    • shthfckup 15.04.2018 14:25
      Highlight Regas, dein denken ist merkwürdig. Harmonie bedeutet nicht gleichschaltung. Niemand will einheitsbrei aber krieg, sekten und so weiter, das brauchen wir alles nicht nicht.
      10 0 Melden
    • shthfckup 15.04.2018 14:56
      Highlight Vorallem, das was du beschreibst wäre keine harmomie. Harmonie bedeutet vorallem gleichgewicht.
      3 0 Melden
    • Regas 15.04.2018 19:02
      Highlight Harmonie = Heuchelei! Es gibt keine freiwillige Harmonie! Individuen stehen nicht in Harmonie zueinander sonst sind es keine.
      6 6 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:15
      Highlight @ shthfckup
      Frag mal die Jazzer, was die von Harmonie halten!
      Gar nichts, denn dann müsste ihre Musik ja konsequenterweise verschwinden...
      Aber ich muss hier öffentlich gestehen, dass ich auch noch zu wenig reif bin für den Jazz.
      Afro-Jazz mag ich hingegen sehr!
      Da kann ich mich insbesondere an ein Konzert von Lacbadscha aus Nigeria erinnern, bei dem ich mich regelrecht in eine Ekstase hineingetanzt habe!
      Afro-Jazz hat halt nebst den disharmonischen Mehrklängen (die übrigens an das Hupen von Autos im Strassenverkehr erinnern) sehr viel Rhythmus und Groove!
      3 6 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 19:29
      Highlight Harmonie - nach I. Kant:
      Die Harmonie, die sich unter den Wahrheiten befindet, ist wie die Übereinstimmung in einem Gemälde.

      Mit Betonung auf > Wahrheiten!!


      1 1 Melden
    • shthfckup 16.04.2018 22:36
      Highlight @rodolofo das stimmt nur teilweise. Auch jazz folgt einer harmonie, wenn auch einzelne noten nicht harmonisch klingt, ergibt der kontext sinn. Um das gehts. Um das grosse ganze. Eine vollkommene harmonische welt, wäre nicht harmonisch. Das gleichgewicht ist essenziell. Wenn jazz also nicht einer gewisser harmonie folgend würde, könntest du diese musik nicht 1 minute ertragen. Wie auch immer, das thema ist ein sekten und nicht harmonie. Meine kernbotschaft, nicht aus allen gedanken konzepte machen und gleich ne sekte gründen.
      0 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 02:09
      Highlight @shthfckup: Ich mache seit über drei Dekaden Musik. Das mag nun zuerst etwas fehl am Platz erscheinen, aber mit Musik lässt sich Harmonie sehr gut erklären. Du kannst fortwährend stets ganz brave harmonische Musik hören/machen. Manchem mag das ein Leben lang gefallen und nie langweilig erscheinen (Millenial-Whoop!). Die gute, interessante und erfüllende Musik aber lebt von Disharmonien bzw. Dissonanzen. Selbst kleine Fehler machen Musik u.U. zu einem echten Erlebnis. Ergänzt mit Polyrhythmik, Nebengeräuschen oder gar deplaziert erscheinenden Elementen wird die Musik erst zum grossartigen Werk.
      2 0 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 02:39
      Highlight shthfckup:

      Wie lange hältst du Abul Mogard aus?

      Jazz ist jetzt wahrlich ein billiges Beispiel. Jazz hat lediglich vereinzelt disharmonische Elemente. Abul Mogard's Works ist durchgehend grösstenteils disharmonisch gehalten. Zieh mal gute Kopfhörer über und zieh's dir rein. Vollständig. Das muss übrigens alles so klingen, wie's klingt. Da ist nichts kaputt und es ist schlicht ein Meisterwerk. Auf dieses Verdikt wirst du ganz disharmonisch nicht einstimmen und womöglich sagen, das sei gar keine Musik. Der werte Herr ist übrigens pensioniert und ein gereifter älterer Mann.
      2 0 Melden
    • shthfckup 17.04.2018 10:01
      Highlight @Silent Speaker
      Halte ich sehr gut aus. Auch diese musik folgt einer harmonie. Harmonie beduetet nicht dass alle töne zueinander passen müssen, sondern das stück als ganzes keine teilaspekte.
      0 0 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 12:47
      Highlight @shthfckup: Du umgehst die Diskussion, indem du einfach Disharmonie zur Harmonie erklärst. Im Prinzip sagt die Anzahl Views schon aus, wie harmonisch die Allgemeinheit diese Stücke hält. Wir diskutieren hier nicht über die totale Disharmonie, denn dann würden wir uns nur noch zanken. Wir argumentieren, dass Disharmonien das Leben erst interessant machen. Nicht jeder mag Auseinandersetzungen, für manche aber sind sie das Salz in der Suppe. Und ein paar ganz wenige benötigen sehr viel Disharmonie, um sich wohl zu fühlen.
      Ohne Disharmonien wäre Mogard's Musik langweilig, da sonst wenig passiert.
      1 0 Melden
    • shthfckup 17.04.2018 17:08
      Highlight @Silent Speaker du sagst es ja selber
      "Wir diskutieren hier nicht über die totale Disharmonie" ich glaube du missverstehst, was harmonie bedeutet. Harmonie bedeutet gleichgewicht und genau so entwickelt sich die natur, der kosmos, musik und alles andere. Es geht nicht darum die vollkommene harmonie zu erzeugen, so etwas gibt es nicht aber in harmonie zusammen leben, bedeutet auf die umwelt achten, respekt vor einander haben, sich selbst respektieren usw. Die welt gerät deshalb aus den fugen, weil eben diese harmonie in disbalance geraten ist.
      0 0 Melden
    • shthfckup 17.04.2018 17:13
      Highlight Auch nehme ich wahr, dass man alles gesittet und geordnet haben will. Für chaos und lärm gibt es immer weniger platz. Und wenn man eben alles geisttet und geordnet haben will, ensteht halt so etwas wie nordkorea. Das ist keine harmonie. Aber wie gesagt hier geht es um das thema sekten. Und ich finde, dass gott durchaus seine berechtigung hat in unserem bewusstsein, aber was man daraus gemacht hat, ist einfach nur schrecklich. Man macht aus allen erkenntnissen konzepte und daraus enstehen wiederum sekten. Ich finde es schade, weil ich gern über gott nach denke, ohne missionieren zu wollen.
      0 0 Melden
    • pablo' 18.04.2018 01:13
      Highlight Harmonie ist, was nicht so perfekt ist, nicht gleich sofort ausradieren wollen, sondern dem anzunehmen wie es eben ist. Wenn Visionäre wie Gandhi, an der Macht der Zerstörung scheitern, dann liegt es an unserer Spezies, die weit unter den Hund gekommen ist, etwa im niedrigsten Instinkt eines Krokodil. Warum beisst ihr Euch, und fresst ihr Euch denn nicht gleich auf, wenn jeder unter ihnen, die Besseren sein wollen, als den Nächsten neben ihm. Was da noch von Geborgenheit in einer Sekte noch übrig bleibt, ist Hass und Unzufriedenheit mit kalten aufgesetzten Lächeln.
      0 0 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 18.04.2018 02:18
      Highlight @shthfckup: Du verwechselst jetzt eher Harmonie mit Homogenität. Harmonie bedeutet auf keinen Fall Gleichgewicht.

      Nur damit wir uns verstehen. ;)
      0 0 Melden
    • rodolofo 18.04.2018 07:28
      Highlight Wir suchen SOWOHL Harmonie, ALS AUCH Disharmonie!
      Im Pendeln zwischen den Polen der Extreme entstehen Schwingungen und Stimmungen!
      Technische Perfektion ermöglicht Ausdrucksstärke und Überzeugungskraft:
      Aber erst die (ganz bewusst gesetzten) Abweichungen zeigen die Gefühle, welche erst LEBEN ausmachen in einem ansonsten Automaten-haften Abspulen.
      Auch im Jazz werden Spannungen zwischen Regelmässiger Berechenbarkeit und unberechenbar bizarren Solis erzeugt.
      Die Gegensätze für sich erscheinen entweder total langweilig, oder aber total wirr.
      ZUSAMMEN in der Symbiose sind sie atemberaubend!
      1 0 Melden
  • Share 14.04.2018 19:33
    Highlight Ich lese da gerade von einer Geschichte, in welcher der Sinneswandel Kapriolen schlägt. Hat die Person die Möglichkeit eines Ausstiegs und einem Heimkommen, scheint die Entscheidung schnell getroffen. Ist der Ausstieg nicht an ein Heimkommen gebunden, wird die Entscheidung zur Tortur und der Ausstieg aus dieser Wahrnehmung heraus scheint nicht möglich und findet folglich nicht statt. Deswegen ist dieses `let`s stay friends` gar keine so schlechte Idee.
    2 1 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:19
      Highlight Du meinst das mit dem Heimat-Hafen und mit dem offenen Meer, wo heftige Stürme und zermürbende Wind-Flauten mit spiegelglatter See lauern und so...
      Ja das kenne ich!
      Mein Boot liegt die meiste Zeit fest vertäut im sturmsicheren Heimathafen, und ich schlendere an Land locker und ein Liedchen pfeifend herum.
      1 1 Melden
    • Share 18.04.2018 10:11
      Highlight Nein, es geht um eine Forscherin, die sich eine Auszeit gönnen will, aber nicht weiss, ob sie ihre Arbeit danach wieder aufnehmen kann. Auf der Forschungsscholle.
      0 0 Melden
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2018 16:51
    Highlight Teil 3: und schlussendlich noch bei den charismatisch Gruppen, wie sie ja heute noch in der CH mit dem ICF vertreten sind. Da ich mein “Hobby“ zum Beruf machen wollte, begann ich gegen das Anraten von Bekannten im religiösen Umfeld, Theologie zu studieren. Da begannen sich die Glaubenskrisen zu häufen und um nicht in ein totale Bruno zu laufen, brach ich das Studium ein Jahr vor Ende ab.
    - Für mein ehemaligen Mitstudenten, die bis heute - in erster Linie wegen des Topsalärs - weiterhin auf die Kanzel klettern und antiken und mittelalterlichen Unsinn verbreiten, empfinde ich nur Verachtung.
    17 9 Melden
    • Knäckebrot 14.04.2018 19:21
      Highlight Das ist interessant, dass sie es nur wegen des Topsalärs machten. Haben sie es so direkt gesagt oder an welchen Indizien hast du es gemerkt? Wieviel Kollegen waren es?

      (die Frage ist neutral gemeint. Also weder zynisch noch irgendeine bestimmte Antwort beabsichtigend. Nimmt mich einfach sehr wunder, da ich mich in dieser Berufssparte und deren Vertreter nicht auskenne und kaum mit solchen gesprochen habe)
      11 2 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:21
      Highlight @ Knäckebrot
      Kapitalismus und Religion haben sehr vieles gemeinsam!
      Auch der Wert von Geldscheinen basiert im Wesentlichen auf Glauben...
      3 3 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 19:36
      Highlight Danke fuer Ihren authentischen und hoffentlich leichtbeeinflussbare, labile Menschen warnenden Beitrag.

      Fazit: lass dich von Aussteigern warnen -
      nicht von Glaubens_gemein_schaften umgarnen!
      4 1 Melden
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2018 16:37
    Highlight Teil zwei zum Thema “Moralische Aufrüstung“. Mit dem Vietnamkrieg und der 68er Bewegung gind der Truppe dann die Luft aus. Zudem kam es zu massiven Geldveruntreuungen und weiteren internen Zerwürfnissen nach dem Tod der letzten Leitungsfigur Peter Howard. Bei mir sorgten die Pubertätshormone für eine zeitweise Verdrängung aller religiösen Regungen. Dummerweise finge ich mir auf einer Autostopper-Reise im Sommer unter der ewigen Sonne Nordfinnlands einen massiven Sonnenstich ein, den ich leider als Aufruf Gottes interpetierte, zu ihm zurückzukehren. Ich war dann bei evangelikale Grüppli ....
    7 4 Melden
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2018 16:26
    Highlight Ich wuchs im Umfeld der religiösen, aber nicht kirchlichen Bewegung “Moralische Aufrüstung“ auf, die ihren Hauptsitz in Caux VD hatte. Sie war vor allem angloamerikanischen inspiriert und profitierte vom Glanz
    E der damaligen Befreier Europas aus den Klauen Hitlers. - In dieser Bewegung praktizierte man eine “Stille Zeit“, in der man auf direkte Inspiration durch Gott hoffte. Die Resultate wurden dann notiert und im kleinen Kreis ausgetauscht. Oft hatten dann einzelne Mitglieder eine sogenannte “Führung“ für andere im Kreis. Logisch, dass sich so die meist männlichen Autoritären meldeten.
    11 4 Melden
    • pablo' 18.04.2018 00:39
      Highlight Das ist halt so, wenn viele religiösen fanatischer Fan-Gruppierungen gesetzlicher als der Papst, Christen, Juden, Moslems, wegen anders denkend, gleich ausgrenzen wollen, und sämtlichen Zitaten aus der Bibel streichen, was fatale Folgen hat, und als die Gewissenlosen, ihre unmoralischen Ketten aufbürden wollen, die selbst von ihnen nicht eingehalten werden, und auch die Lasten nicht zu tragen vermögen.
      1 0 Melden
  • Menel 14.04.2018 13:37
    Highlight Eine spannende Doku um Bhagwa ist "Wild Wild Country", sehr empfehlenswert.
    11 3 Melden
  • Beteigeuze 14.04.2018 12:34
    Highlight Die meisten Gläubigen schliessen sich einer kleinen Sekte deshalb an, weil sie sich da wohler fühlen als in einer grossen Gemeinde. Da geht es ihnen gut, jeder kennt jeden, man ist zuhause bei seinesgleichen.

    Aber es gibt natürlich auch andere, Leute mit psychischen Defekten wo der Psychiater nichts gebracht hat. Die flüchten dann in die Esoterik, als letzter Strohhalm sozusagen.

    Die Euphorie, wie Stamm schreibt, ist anfänglich gross. Aber das hält nicht lange an. Das "Loch" in dem sie sich befinden holt sie wieder ein. Und mit oder ohne Sekte endet das ganze fast immer im Suizid.
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    • pablo' 15.04.2018 11:14
      Highlight Für einen enttäuschten Aussteiger aus einer scheinheiligen perfiden Fangruppierung, braucht es ein begleitendes Aussteigen, das er es unbeschadet übersteht. Einfach mit Hauruckmethode aus versuchten Eigenkraft, übersteht nicht jeder, und landet schlussendlich in der Psychiatrie oder verwahrlost in der Gosse. Psychotherapeuten gibt es genug, und es wäre gut, wenn diesen zu Rate stehen, wenn es schwierig wird. Unter Infosekta, inforel, relinfo, erfährt man mehr über nötige Kontakte, oder einfach im Google unter Sektenaussteiger, Sektenberatung.
      5 0 Melden
    • Beteigeuze 15.04.2018 14:07
      Highlight Pablo

      Schöne Worte. Aber selbst wenn man es schafft solche Leute begleitend aus einer nicht mehr gewollten Verbindung zu lösen, ist das Elend anschliessend noch grösser als zuvor.

      Solche Leute kamen vor der Sekte mit ihrem Leben nicht klar und jetzt noch viel weniger. Das hat dann sehr viel mit dem Zusammenbruch einer Illusion zu tun.

      Bestenfalls endet das ganze in einer psychiatrischen Anstalt, aber heilen kann man die nicht. Denen kann man tausendmal sagen, dass sie keine Katze sind. Die Antwort wird immer die gleiche sein, nämlich: "Gut, aber ob das die Katze auch weiss?"
      0 5 Melden
    • pablo' 15.04.2018 14:58
      Highlight Infosekta berichtet aus Dottingen anno 2010, über damals gefährlichste Sekte der Schweiz.
      1 0 Melden
    • pablo' 15.04.2018 18:51
      Highlight Von Vorurteilen zum Versager verurteilt, weil jemand das Glück suchte, und in einer Lüge landet, hat noch lange nichts mit Psychopathie zu tun. Trumps Urahnen waren auch anders, weit bevor seine Vorfahren den Amerikanischen Boden unter den Füssen hatten, denn es waren gewöhnliche Europäer. Es gibt genug Trumps auf unserer Welt, die fähig wären, eine Sekte zu Gründen, und seinen Anhängern unter ihre Fittiche zu nehmen. Abhängigkeit ist der Wesenszug des Homosapiens, die den sozialen Zusammenhalt pflegen, aber auch aus Eigensucht zerstören.
      2 0 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:30
      Highlight @ Beteigeuze
      Das hättest Du wohl gerne so, was?
      Aber das ist wie bei der Wieder-Auswilderung von traumatisierten Orang Utans auf Borneo in einem der kleinen Restbestände des einst alles mit tropischer Vielfalt und Fruchtbarkeit überwuchernden Urwalds:
      Mit viel liebevoller Zuwendung durch tierfreundliche NGO's und behutsame "Freiland-Haltung" können sie es schaffen!
      (Wenigstens so lange, bis die Holzfäller kommen...)
      Sarkasmus pur, ich weiss.
      2 1 Melden
  • Ökonometriker 14.04.2018 12:03
    Highlight Viele Menschen glauben sie hätten den einzig richtigen Glauben und alle anderen liegen falsch, müssen bekehrt, gedemütigt oder gemieden werden. Ja, auch viele Atheisten sind so.

    Warum ist es so schwer eine Bezirhung mit Andersgläubigen aufzubauen und einfach zu respektieren, dass jemand eine andere Weltsicht hat?
    24 30 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 14.04.2018 14:12
      Highlight Hi, ich will dich nicht beleidigen, aber du hast mich beleidigt:

      Atheisten haben keinen Glauben.

      Falls es dir schwer fällt, mit Atheisten eine Beziehung aufzubauen, dann passiert dir das, weil du ihre Weltsicht überhaupt nicht respektierst.

      Ahteisten und die Wissenschaften wissen, dass ihre Modelle nicht der Realität entsprechen, sie verwenden sie nur, wenn die Modelle korrekte Aussagen über die Welt zulassen. So wie bei einer Landkarte. Glaubst du an eine Landkarte oder glaubst du einer Landkarte? Stimmt eine Landkarte? Ist sie die Wirklichkeit?
      19 17 Melden
    • Ökonometriker 14.04.2018 15:11
      Highlight @You: Atheismus ist ein Glaube und hat wenig mit Wissenschaft zu tun. Der Wissenschaftler hat Fragen und sucht nach Antworten.

      Der Gläubige hat Antworten die er nicht hinterfragt. Atheisten glauben es gibt keinen Gott. Doch sie haben genauso wenig Beweise für ihre These wie Theisten.

      Am Ende sollten wir doch einfach alle Respekt vor den Ansichten des Gegenübers haben und offen sein für neue Ideen. Dann klappts auch mit den Nachbarn.
      25 28 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 16:41
      Highlight @ Ökonometriker

      Echt lustig was Sie so schreiben.

      Hier noch ein Paar Andere:

      Nichtrauchen ist auch eine Sucht.

      Nichtschwimmen ist ein Wassersport.

      etc.

      45 8 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 14.04.2018 17:03
      Highlight Du zeigst aber eben gerade keinen Respekt, wenn du behauptest, mein Weltbild existiere gar nicht?

      Atheismus ist die Abwesenheit von Glauben.

      Folgendes ist nicht unbedingt meine Meinung, es ist die Umkehrung von deinem Argument:
      Man kann gar nicht glauben, es gibt sowas gar nicht. Man kann nur total überzeugt von wiederlegten Modellen sein. Das nennt sich 'einem Irrtum verfallen sein'.

      Das ist nicht Respekt vor den Ansichten des Gegenübers, sondern deren absolute Verneinung.
      14 7 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 17:06
      Highlight @Ökonometriker
      Ich habe Kontakte, ja Freundschaften zu Christen gehabt. Man kannte gegenseitig die Standpunkte. Das Problem war oft dann einfach Sätze wie z.b. "ja ich weiss du hast auch eine eine Ethik nur was für eine". Damit muss ich als Atheist dann andauernd fertig werden. Oft haben ich auch Stundenlangen Gespräche über Jungfräulichkeit oder Evolution führen müssen. Für mich keine wirklich wichtigen Themen. Und wenn jedes Gespräch dann wieder bei der Evolution endet, dann hast du es irgendwann satt. Von mir aus sollten die Frommen doch die Evolution ablehnen. Who cares?
      25 3 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 17:10
      Highlight Natürlich hat die Themenwahl halt auch Methode. Ein guter Christ missioniert, siehe Bibel. Und da sind eben Atheisten eine gute Herausforderung. Vielleicht kann man mich ja bekehren was der eigenen Seel eine Pole Position im Paradies verschafft. Und wie gesagt, hat jeder mal die ewige Missionierei satt und genug über Jungfrauen und Evolution gesprochen und da bricht dann halt der Kontakt ab...
      16 4 Melden
    • Knäckebrot 14.04.2018 19:40
      Highlight In Bezug auf Atheisten & mühsame Kontakte mit Christen: Ich erlebe nicht die eine Gruppe Mühsamer und die andere weniger oder umgekehrt.

      Ich bin sehr unflexiblen und penetranten Gläubigen begegnet, die innerlich kaum frei dazu waren, sich gewissen frei Fragen zu stellen.

      Und umgekehrt kenne ich streng Gläubige, die eine Denkschärfe haben und eine Unbefangenheit und angenehme Art in Auseinandersetzungen, welche ich bei vielen nicht-Gläubigen nicht sehe.

      Bei Ungläubigen dasselbe in beiden Sorten.

      Persönliche Reife ist daher auch ein entscheidender Faktor, meint ihr nicht?
      18 1 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 21:18
      Highlight Mein Erfahrung hat mich gelernt das die langfristige Perspektive schlecht ist in solchen Konstellationen.
      6 2 Melden
    • Heinz Nacht 15.04.2018 11:18
      Highlight Wenn Atheismus ein Glaube ist, ist Glatze eine Haarfarbe...
      Konkret: Ein Atheist glaubt an keine Götter. Nicht, weil er glaubt, es gebe keine, sondern weil die, die behaupten, es gebe sowas, in der Beweispflicht stehen und partout keine validen Beweise liefern können und wollen. Ausserdem widerspricht das Konzept eines allmächtigen und gütigen Gott jeglichen (bewiesenen!) Naturgesetzen. Ganz abgesehen davon, dass die Geschichte (wie auch die Gegenwart) eindeutig gegen diese angeblichen Eigenschaften Gottes spricht.
      15 0 Melden
    • kleiner_Schurke 15.04.2018 12:27
      Highlight @Heinz
      Aus diesem Grund bezeichne ich mich heute als agnostischen Atheisten. Einerseits glauben ich nicht, dass es einen Gott gibt (=Atheist) und andererseits bin ich überzeugt davon, dass man nicht wissen kann, ob es einen Gott gibt (= Agnostiker). Die Behauptung, dass es einen Gott gäbe, ist ebenso wenig falsifizierbar, wie die Behauptung, dass es einen Gott gibt, ergo sind beide Aussagen irrelevant. Auch die String Theorie oder selbst die Big Bang Theorie sind derzeit nicht falsifizierbar und gehören streng genommen in dieselbe Kategorie von Behauptungen.
      5 1 Melden
    • kleiner_Schurke 15.04.2018 12:32
      Highlight Geht es um harte wissenschaftlich falsifizierbare Fakten, dann landen wir bei der Quantenmechanik, der Relativitätstheorie und dem genetischen Codes, DNA und Evolution. Diese Dingen sind im Labormassstab überprüfbar, reproduzierbar und haben sich in unserem Alltag millionenfach und für jeden erfahrbar bestätigt. Bei Spekulationen über den Anfang des Universums jedoch tappen wir Wissenschaftler und genau so die Gläubigen im Dunkeln. Religion ist auf de Rückzug, weil sie im Alltag schlicht nicht überzeugt.
      7 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 15.04.2018 15:23
      Highlight Es gibt halt keine Definition von 'Gott', die nicht total wiedersprüchlich ist und Atheisten sind nicht in der Pflicht eine bessere zu liefern.

      Damit reduziert sich die Ungewissheit auf: 'Man kann nicht wissen, ob es etwas gibt, das noch nie jemand korrekt beschrieben hat'.

      Das ist im Grunde eine Tautologie und diese lässt die Forderung nicht zu, dass man beweisen muss, dass es 'etwas' nicht gibt. Dazu müsste man 'etwas' definieren.
      4 0 Melden
    • lilie 15.04.2018 19:04
      Highlight Ich muss mal wieder ein wenig Aufklärung betreiben:

      Atheismus ist NICHT die Abwesenheit eines Glaubens, sondern nur des Glaubens an einen Gott/Götter.

      Darüber hinaus können Atheisten alles mögliche und unmögliche glauben, es gibt sogar atheistische Religionen!

      So gehören Buddhisten zu den Atheisten, man könnte Scientology dazu rechnen, es gibt Richtungen des Hinduismus, welche atheistisch sind, aber auch Säkuläre, Humanisten, Kommunisten und tausend andere mögliche Weltanschauungen sind atheistisch.

      Die Bezeichnung "Atheist" ist ungefähr so genau wie "Nicht-Amerikaner".
      7 2 Melden
    • Share 15.04.2018 21:01
      Highlight Ist es nicht interessant wie nah einem dieses Thema der Gottesexistenz geht? Wie ist das zu verstehen, wenn jemand einen Gottesbeweis fordert? Könnte es mit einem Liebesbeweis gleichgesetzt werden? Wie kann man Zuneigung beweisen? Ist es ein letztes Aufbäumen menschlicher Regungen, das jegliches Rechnen auf einen Umweg über die Unendlichkeit schickt? So folgt auf dieses `Erkenne Dich Selbst` ein `Erkennt einander`, nicht?
      1 1 Melden
    • kleiner_Schurke 15.04.2018 21:47
      Highlight Nein, ein Gottesbeweis wäre wenn ein brennender Busch am UNO Hauptsitz eine Rede vor der Vollversammlung hält und sagt "Hei Leute ich bin eben jetzt dieser Gott und so" und auch noch gleich einen Beweis liefert. So geht ein objektiv nachvollziehbarer Gottesbeweis. Alles andere ist Hokuspokus.
      7 1 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:41
      Highlight Ich hatte mal einen Psychiater, der zu mir sagte:
      "Der Erfolg gibt Ihnen recht."
      Dieser Satz bringt es genau auf den Punkt!
      Es spielt keine Rolle, ob Deine Ansichten und die Diagnosen der Psychiater richtig sind, oder falsch.
      Wichtig ist dagegen, ob diese Ansichten und Diagnosen in Dir etwas bewirken, das Dich in Richtung Zufriedenheit, Glück und hohe Lebensqualität bringt!
      In Italien feiern sie ihre Heiligen mit ausgelassenen Festen und mit viel Feuerwerk.
      Was sollte daran verkehrt sein?
      Natürlich können wir solche Prozessionen auch am 1.Mai veranstalten.
      Das ist dann was für mich.
      2 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 16.04.2018 13:41
      Highlight @lilie: Ok, Atheismus ist die Abwesenheit des Glaubens an irgendeinen Gott.

      "Karma" und "Samsara" werden ausdrücklich nicht als Gott bezeichnet, weil man sich da keinen weissbärtigen Typen in den Wolken vorstellt, sondern ein Rad. Sonst sehe ich keinen grossen Unterschied.

      Humanismus und Kommunismus werden ganz ohne solche Spekulationen erklärt! Darum sind es keine Religionen.

      @Share: Mir ist das eigentlich Wurscht, ich sag das hier nicht um euch zu überreden. Was ich komisch finde, ist Respekt für *alle* Weltanschauungen zu fordern, um dann nicht zu akzeptieren, dass jemand nichts glaubt.
      0 0 Melden
    • lilie 16.04.2018 14:43
      Highlight @You will not: Atheismus bezeichnet keine Religion, sondern die Eigenschaften von Weltanschauungen, ohne ein Gotteskonzept auszukommen.

      Mich stört das einfach, wenn Leute Wörter falsch benutzen. Unsere Kirchenaussteiger benutzen oft die Selbstbezeichnung "Atheist" und glauben dann, jeder wüsse, was sie als glaubten.

      Es ist ein Trugschluss zu glauben, man glaube nichts, nur weil man den Glauben an einen Gott (oder an ein sonstiges religiöses Prinzip) ablehnt.

      Jeder Mensch glaubt etwas.

      Auch der Kommunismus macht unbewiesene Annahmen über die Welt - deshalb funktioniert er ja auch nicht...
      2 3 Melden
    • kleiner_Schurke 16.04.2018 16:11
      Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • Share 16.04.2018 16:44
      Highlight @You
      Leider habe ich das Konzept mit den Sternen noch immer nicht verstanden. Nun, der Gedanke an eine selbstverschuldete Unmündigkeit gefällt mir auch nicht.
      0 0 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 20:01
      Highlight lilie
      Etwas weniger Selbstsicherheit in Ihrer 'Aufklaerungsarbeit' waere wuenschenswert.
      Sie schreiben: "Jeder Mensch glaubt etwas."
      Das stimmt sicherlich, aber Sie wissen ganz genau, dass es zweierlei > Glauben gibt.
      Einen, gleichbedeutend mit > meinen, mutmassen, vermuten, spekulieren etc.
      Und dann noch den, des sich einbilden, traeumen, auf etwas vertrauen, glauben an etwas, das jede/r Vernunftsgesteuerte/r eigentlich weiss, das es NICHT existiert!
      2 1 Melden
    • lilie 16.04.2018 21:17
      Highlight @Pasionaria: Beide Glaubensarten treffen zu. Auch Nichtreligiöse vertrauen auf Etwas, ob bewusst oder unbewusst. Das zeigt sich spätestens dann, wenn in ihrem Leben etwas geschieht, womit sie nicht gerechnet haben, weil es ihrem Grundvertrauen zuwiderläuft.

      Ich habe zum Beispiel als Kind völlig blind darauf vertraut, dass die Natur gut ist und heil. Als ich spitz kriegte, dass es Umweltverschmutzung gibt, hat das meine Welt erschüttert - mehr als ich es jetzt noch nachvollziehen kann.
      2 3 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 22:15
      Highlight lilie
      das toent nun wieder anders, und ich kann es mehrheitlich nachvollziehen.

      Ihre Meinung "So gehören Buddhisten zu den Atheisten, man könnte Scientology dazu rechnen...." laesst sich jedenfalls nicht nachvollziehen.
      Atheisten lehnen jegliche Form von Gottesglauben ab, aber auch der Glaube an hoehere Maechte, Erleuchtete, Thetane... u.v.m., was weder beim Buddhismus noch von Scientology der Fall ist.

      ff



      2 1 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 22:41
      Highlight lilie
      2/2
      An die Wissenschaft muss man nicht glauben, was faelschlicherweise viele Glaeubige behaupten, dafuer kann man Beweisen und Argumenten nachgehen.


      3 1 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 22:42
      Highlight lilie
      1/2

      Ihr Bezug Glaube > Vertrauen ist wiederum ein eigenes Thema.
      Glaeubige vertrauen auf anderer Glaeubige, d.h. auf eine Elite von Glaeubigen. Kommt es hart auf hart bevorzugen sie den Glauben anstatt dem Wissen wollen. Sie wollen niemals Beweise....
      Nichtglaeubige hingegen sind auch mit viel Vertrauen ausgestatte, sei es an Personen, aber auch in die Wissenschaft. Das Wissen kann diskutiert und bewiesen werden. Kritik wird grossgeschrieben, neue Erkenntnisse uebernommen und angepasst. Auch Irrtuemer werden korrigiert.
      2 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 03:34
      Highlight Ich weiss oder ich weiss nicht. Was ich nicht weiss, das glaube ich nicht und glauben ist nicht wissen.

      Hoffe, es ist damit allen geholfen.
      1 0 Melden
    • lilie 17.04.2018 07:51
      Highlight @Pasionaria: Ihr Glaube und Ihr Vertrauen in die Wissenschaft ehrt Sie. Ich werde es deshalb vermeiden, Ihnen diesen kindlichen Glauben zu nehmen. Denn mein Eindruck der Wissenschaften ist ein anderer, weniger romantischer, ich habe selber eine wissenschaftliche Ausbildung genossen, beide meine Eltern waren Wissenschaftler.

      Aber da die Wissenschaft so einen guten Ruf geniesst, werde ich ihn nicht beschädigen.

      Doch etwas anderes: Kritik und Streitgespräche sind im Buddhismus Teil der Praxis. Bereits der Buddha hat seine Anhänger aufgefordert, alles zu hinterfragen, was er sagt.
      1 2 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 17.04.2018 12:52
      Highlight Niemand glaubt an den Kommunismus, an den Humanismus oder an eine wissenschaftliche Theorie.

      Ohne Gotteskonzept ist kein Glaube möglich. Wie weiter oben bereits ausgeführt, benutzt die Wissenschaft Modelle, von denen man weiss, dass sie nicht die Realität sind, die aber im Alltag helfen.

      Niemand glaubt an eine Landkarte, die meisten glauben einer Landkarte. Das zweite glauben ist nicht das spirituelle glauben wovon wir sprechen, sondern das praktische 'ich glaube was du sagst'.

      Ich glaube dir, dass du an einen Gott glaubst, glaubst du mir, dass ich nicht an etwas glaube? Das war das Thema.
      0 0 Melden
    • lilie 17.04.2018 13:16
      Highlight @you will not: Nun, wenn du glaubst (😉), dass nur der Glaube an einen Gott ein Glaube darstellt, dann werden wir uns hier ewig im Kreise drehen.

      Ich bin Agnostikerin. Google es. Ich finde die Frage nach einem Gott unerheblich, weil er mit meinen Ansichten über die Welt nichts zu zun hat. Meine Welt funktioniert mit oder ohne Gott.

      Somit ist die Prämisse, von der du ausgegangen bist, hinfällig. Was machen wir jetzt?
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    • You will not be able to use your remote control. 17.04.2018 16:24
      Highlight Zuerst stellen wir fest, dass weder Gläubige noch Agnostiker die atheistische Position respektieren können.

      Ich glaube nicht, dass man ohne Gotte nicht Glauben kann. Ich vertrete die Meinung, dass dies aus den Definitionen der Wörter folgt. Glauben ist ein Wort des Christentums. Einfach allem umganssprachlich Glauben sagen, ist kein Argument.

      Strenger Atheisums ist genau so definiert, wie ich das Wort benutze. Man spricht auch von Antitheismus.

      Ich weiss was Agnostiker für logische Probleme haben: Der Drachen in meiner Garage, das pinke Einhorn, die Teekanne von Russell uvm.
      0 0 Melden
    • lilie 17.04.2018 17:04
      Highlight @you will not: Oben schreibst du wörtlich "ohne Gotteskonzept ist kein Glaube möglich".

      Mich stört einfach diese christliche Nabelschausicht, welche auch Kirchenaussteiger haben. Der Glaube an Gott ist mitnichten der einzig mögliche Glaube, Religionskritiker haben das einfach vom Christentum übernommen und umgedreht. Es bleibt aber ein Drehen im immer gleichen Dunstkreis.

      Seit es den Menschen gibt, gibt es Glauben. Die ersten Entwicklungen waren der Glaube, dass die Natur belebt ist. Flüssen, Bäumen und Bergen wurden Opfer dargebracht. Dann kam der Ahnenkult und mit ihm Begräbnisse dazu.
      0 1 Melden
    • lilie 17.04.2018 17:12
      Highlight @you will not (2/2): Dann wurden die Gestirne angebetet. Das war entwicklungsgeschichtlich gesehen eine späte Entwicklung. Dazu waren nämlich astronomische Berechnungen notwendig.

      Die Verehrung von Göttern im eigentlichen Sinn, ist ebenfalls eine späte Entwicklung. Dazu brauchte man Tempel.

      Das Christentum war eine Weiterentwicklung des Judentums und insofern revolutionär, als nun jeder Gott in sich tragen konnte, man brauchte keinen Tempel oder Altar mehr. Der Glaube war mobil geworden.

      Auch säkuläre Entwicklungen gab es, sie haben allerdings nicht lange gehalten.
      0 0 Melden
    • lilie 17.04.2018 18:41
      Highlight @you will not: Russells Teekanne ist für meinen Agnostizismus nicht zutrefgend, da ja die Teekanne keinen Einfluss auf die Welt hat, somit auch nicht Gott symbolisieren kann. Gott kann nur etwas mit Macht sein. Es ist völlig offensichtlich, dass es Kräfte ausserhalb unserer Kontrolle gibt, ob wir das jetzt Naturgesetze, Zufall, Schicksal, Karma oder das Eingreifen Gottes nennen. Ich hab mich diesbezüglich einfach nicht festgelegt, hauptsächlich deshalb, weil mir nicht die Existenz Gottes fraglich erscheint, sondern seine Natur.
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    • Share 18.04.2018 09:59
      Highlight Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Glaube immer ein Danach ist. Zum Beispiel Stonehenge. Das Wissen um die Sonnenwende wird für die Nachwelt zum Glauben an die Sonnenwende.
      0 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 18.04.2018 13:56
      Highlight lilie: An deiner Geschichte des Glaubens gibts nichts auszusetzen. Ich dachte mit "Gotteskonzept" meinen wir alle diese ausprägungen des Glaubens. Denn alle diese religiösen und spirituellen Dinge kann man glauben, man kann aber auch nicht daran glauben.

      Weil die Wörter Gott und Glaube vom Christentum geprägt sind, passen sie nicht bei allen Religionen gleich gut. Ich meine aber alle, wenn ich sage, ich glaube nicht.

      An wissenschaftliche Theorien hingegen, glaubt man nicht (in diesem religiösen und spirituellen Sinn).
      1 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 18.04.2018 14:16
      Highlight lilie: Die Agnostische These lautet: Es gibt keinen Beweis für die Existenz oder Nichtexistenz Gottes, darum kann man nicht sagen ob er exisitiert.

      Daraus folgt, Agnostikerinnen müssten anerkennen, dass Gott und die Teekanne genau gleich exisitieren.

      Sowas wie Gravitation hingegen existiert ganz sicher, den Einfluss kann man messen.

      Wenn dir die Existenz Gottes jedoch nicht fraglich erscheint, bist du eigentlich keine Agnostikerin. Wenn dir die Teekanne von Russell keine Probleme bereitet, weil du denkst Gott hat im Gegensatz dazu Einfluss auf die Welt, bist du keine Angostikerin. huch :)
      1 0 Melden
    • lilie 18.04.2018 15:48
      Highlight @you will not: Naja, wenn du einfach alles, was als Religion bezeichnet wurde, in einen Topf wirfst, und dann sagst, ich glaube all das nicht, dann wäre es mal spannend zu erfahren, WAS du denn glaubst.

      Jedenfalls scheinst du an die Wissenschaft zu glauben. Denn ja, an die Wissenschaft kann man glauben, man muss sogar, wenn man ihre Ergebnisse akzeptieren will. Man muss die Prämissen akzeptieren, auf Grund denen die Wissenschaft zu Erkenntnissen gelangt. Diese bezieht sich auf der Messung objektiver Faktoren. Das bedeutet gleichzeitig, dass man andere Faktoren nicht messen kann. (1/2)
      0 0 Melden
    • lilie 18.04.2018 15:55
      Highlight (2/2) Daraus folgt, dass man, wie die Wissenschaft, daran glauben muss, dass subjektive Faktoren unerheblich sind.

      Die Wissenschaft kann aber selber genau diese Prämissen nicht einhalten. Hast du mal in die Welt der Wissenschaft hineingesehen? Da wird mit harten Bandagen gekämpft, recht hat nicht der, dessen Theorie am meisten erklären kann, sondern der, der seine Theorie am besten verkauft und am meisten Anhänger hinter sich sammeln kann.

      Agnostikerin: Lies es nach, es gibt verschiedene Ansätze, die als agnostisch gelten. Meine Ansicht muss ich als agnostisch einstufen.
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    • You will not be able to use your remote control. 18.04.2018 17:21
      Highlight > WAS du denn glaubst

      NICHTS, auch nicht, dass objektive Beobachtungen möglich sind.

      z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Kritischer_Rationalismus

      Ich glaube aber nicht an Karl Popper ;) und auch nicht an die Gravitation: Einige Formeln habe ich aber nachgerechnet, einige Details können anscheinend nicht geklärt werden und ich habe den Effekt, den man allgemein Gravitation nennt, am eigenen Körper gespürt.

      :) ok... Darf ich mich also als Atheisten bezeichnen und an *nichts* glauben?
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    • lilie 18.04.2018 20:51
      Highlight Klar kannst du dich als Atheisten bezeichnen! Du bist du ja einer, wenn du nicht an einen Gott glaubst. ;)

      Erwarte einfach nicht, dass andere, welche sich als Atheisten bezeichnen, ähnlich denken wie du. Der einzige gemeinsame Nenner ist, dass ihr nicht an einen Gott glaubt.

      Ich bin wahrscheinlich genau das Gegenteil von dir: Ich glaube alles. Da es kein Volk gibt, dass nicht eine Religion/Glauben entwickelt hat, nehme ich an, dass jeder dieser Ansätze eine Teilantwort auf wichtige Fragen des Menschseins liefert.

      Ich benutze, was funktioniert - allerdings auf meine Art.
      1 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 19.04.2018 16:49
      Highlight D.h. du glaubst auch all den Blödsinn, den ich hier reinschreibe? Ich glaub nicht daran :)

      Ich finde aber interessant, dass unsere Skala verschoben ist:

      * - Theisten - Agnostiker - Atheisten - **

      Ich verstehe das so:
      *'Streng Religiös' - Glauben (irgendwas aus dem Topf) - Nicht Glauben (nichts aus dem Topf, aber es gibt keine Beweise) - Nicht Glauben (braucht keine Beweise) - **gibts nicht

      Ich vermute du verstehst das so:
      *gibts nicht? - Glauben (etwas bestimmtes aus dem Topf) - Glauben (etwas unbestimmtes) - Glauben (etwas bestimmtes aus dem Topf gibt es nicht) - **Antitheisten?
      0 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 19.04.2018 16:54
      Highlight Ps: Dem zweiten Teil meiner Frage bist du gekonnt ausgewichen, den Teil, den ich extra hervorgehoben habe. Ich denke viele Atheisten glauben auch nicht an Karma oder andere Dinge.
      0 1 Melden
    • lilie 19.04.2018 18:18
      Highlight Ja, ich weiss, dass du nicht an das glaubst, was du schreibst, aber ich glaube daran und habs bereits in meine Liste aufgenommen, um es auf seine Tauglichkeit zu überprüfen.

      Ich überprüfe alles, was ich glaube. Womit ich es nicht mehr glauben muss, weil ichs ja überprüft habe. Und trotzdem komme ich darum herum, es zu glauben, weil es trotz der Überprüfung falsch sein kann... Alles immer im Wandel bei mir. 😊

      Deine Skala hab ich leider nicht kapiert, sorry. 😕

      Und welches war der zweite Teil deiner Frage? Die Frage, ob du dich als Atheist bezeichnen dürfest, hab ich ja klar beantwortet.
      1 0 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 19.04.2018 21:03
      Highlight sorry Tabellen:

      l: Theisten - Agnostiker - Atheisten - Atheisten
      Y: Theisten - Theisten - Agnostiker - Atheisten

      Wobei ich vermutlich sogar gewisse, die du als Atheisten bezeichst, als Theisten bezeiche, z.B. Buddhisten. Ich wegen dem Karma, du wegen dem fehlenden Gott. Die Skala könnte sogar zwei verschoben sein :)

      l: Theisten - Agnostiker - Atheisten - ...
      Y: Theisten - Theisten - Theisten - ...

      und beides wär begründbar. Ich denke, wir sehen die Dinge sehr ähnlich, benutzen aber Wörter anders. Darum haben wir Mühe uns zu verstehen. Immerhin haben wir jetzt beide was zum nachdenken :)
      0 1 Melden
  • Alphaaaaaaaaaaaaaaaa 14.04.2018 11:07
    Highlight wie ich es einfach lieben wenn alles gleich so veralgemeineret wird. zeit für ein altes Bauernsprichwort das Stier sieht auch fast so aus wie ne Kuh gibt aber trotzdem keine Milch.
    Kann man Freikirchen und Sekten wirklich auf die gleiche Waage legen?🤔
    19 68 Melden
    • Energize 14.04.2018 12:21
      Highlight Eine Freikirche ist eine Sekte - per Definition. Freikirche tönt einfach schöner...
      72 12 Melden
    • Fabio74 14.04.2018 12:57
      Highlight Ja kann man
      44 7 Melden
    • Abbaio 14.04.2018 13:17
      Highlight @Energize. Als Sekten gelten Gemeinschaften mit einer Offenbarungsgeschichte, die von der Bibel abweicht. Offiziell zu den Sekten zählen: Zeugen Yehova, Neuapostolen, Mormonen! Freikirchen gelten nicht als Sekten, wenn sie sich an die "offizielle" Bibel halten. Was schlimm ist, ist der Fundamentalismus und dessen Gnadenlosigkeit. Oft sind es selbsternannte Pastoren, die im Hauptberuf z.B. Handwerker sind, die den andern sagen, was richtig ist. Die Menschen werden kontrolliert, in Unfreiheit gehalten, selbstgerecht abgeurteilt. Homosexuelle und Geschiedene z.B. sind "verloren".
      21 7 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 14:46
      Highlight @ Abbaio

      “Als Sekten gelten Gemeinschaften mit einer Offenbarungsgeschichte, die von der Bibel abweicht.“

      Leider ist nicht klar welche Bibel Sie meinen.

      Katholisch? Reformiert? Orthodox? Luther? Zürcher? Genfer? Erbfelder? Schlachter? Oder eine ganz Andere?
      11 6 Melden
    • Alienus 14.04.2018 14:55
      Highlight Secte,

      ... eine Gesellschaft Mehrerer, welche sich durch gleiche Lehren und Meinungen von andern ähnlichen Gesellschaften unterscheidet … von der für wahr und ächt gehaltenen Gesellschaft ähnlicher Art … .

      … In der christlichen, evangelischen und protestantischen Kirche giebt es viele Secten, als die Herrenhuter, Gichtelianer Queker, Arminianer, Socinianer, auch Antitrinitarier und Unitarier genannt, Anabaptisten oder Wiedertäufer etc.

      Auch politische und andere Partheien werden oft Secten genannt; hierher gehören auch die Freymäurer.

      Kruenitz, Oekonomische Encyklopädie, 1773
      8 5 Melden
    • Abbaio 14.04.2018 17:03
      Highlight @Oximora. Die Bibeln, die Sie aufzählen enthalten alle die gleiche Offenbarungsgeschichte. Nein? Dann teilen Sie mir bitte mit welche der von Ihnen genannten Bibeln das Buch Mormon enthält. Oder in welcher steht, man könne fortlaufend Männer zu Aposteln erklären?
      9 0 Melden
    • pablo' 14.04.2018 23:19
      Highlight Am AAAAabgrund stehen die aus einer Sekte aussteigen, und das nicht umsonst, denn die werden abgegrenzt und ausgegrenzt. Der Begriff Sekte scheint vielen Frommen abwertend vorkommen, doch wie wäre es mit Fang-Fan-gruppe, denn das liegt dem Missionieren näher, es wäre zutreffender und objektiver.
      6 0 Melden
    • Oxymora 15.04.2018 10:18
      Highlight @Abbaio

      Die Aghoris haben keine echte Bibel und keine falsche Bibel.
      Folglich auch keine Offenbarungsgeschichte nach Ihrer Bibel und auch keine Offenbarungsgeschichte nach einer falschen Bibel.

      Ihre Sekten-Definition: “Als Sekten gelten Gemeinschaften mit einer Offenbarungsgeschichte, die von der Bibel abweicht.“

      Die Aghoris sind also keine Sekte, da Sie keine Offenbarungsgeschichte haben die von der Bibel abweicht.

      Falls Sie zu den Aghori konvertieren, kann niemand sagen, dass sie wieder in einer Sekte stecken.



      4 0 Melden
    • pablo' 15.04.2018 13:04
      Highlight Das Jahr2000eine Scheinoffenbarung vieler Sekten,totale Sonnenfinsternis2003,u. Sonnensturm2018,waren schon einen Grund für Sekten einem Weltunterhang Szenario zu verweisen,wie das Ende kommen sollte. Welchen Weltuntergang für Zeugen Jehova steht nun als nächstes bevor?Die Angst der Leichtgläubigen zu fördern,u.sich als Schutzheiligen darzustellen,der den einzigen Weg zum erlösen vor dem Gericht weisen könnte.So einen falschen Propheten gibt es zu Hauf,die sogar für die Erlösung einen Erlös verlangen,u.wenn nichts geschieht,ist das Gericht vorübergegangen,u.dank Schwindler ist nichts geschehen
      3 0 Melden
    • Pasionaria 15.04.2018 22:57
      Highlight Alienus
      "Secte,
      ... eine Gesellschaft Mehrerer, welche..."

      Fazit: mit DER Gesellschaft zu leben – welche Qual! Innerhalb einer Secten-Gesellschaft zu leben – welche Katastrophe!
      2 0 Melden
  • p4trick 14.04.2018 11:06
    Highlight Ich sehe bei Höhener mehr ein psychisches Problem da er offensichtlich mehr auf andere Menschen schaut anstatt sich selber mehr zu trauen. Bin auch sehr christlich in einer Freikirche gross geworden. Habe schnell gemerkt dass Glauben und Kirche 2 paar Schuhe sind. Ausstieg aus der Kirche war Dann auch einfach, ich ging einfach nicht mehr hin, den Kontakt zu den Menschen habe ich trotzdem nicht verloren, hat mit gegenseitigem Respekt und Toleranz zu tun. Ich finde die Abhängigkeit der Katoliken schlimmer
    15 34 Melden
    • pablo' 15.04.2018 14:47
      Highlight Patrick ist ihr Glaube der einzig wahre Glaube, oder dürfen Andersgläubigen auch die Frommen, nicht in Euren Himmel schaffen, und gibt es da vielleicht einen anderen Himmel? Wer weiss! Wie in die Himmeln, so auf Erden, dann frag ich mich, wird es da von oben, nichts besseres herunterfallen, als den Schutt den wir schon haben. Es gibt keine besseren Menschen, doch es gibt viele die es nur meinen, und es doch nicht sind.
      2 0 Melden
  • p4trick 14.04.2018 11:00
    Highlight Hallo Herr Stamm. Im Prinzip sind doch Katoliken und Reformierte genau gleich? Ich bezeichne die Kirchensteuer als Sektenabgabe und den Papst als Seken Guru. Auch all die Bischoffe etc. Eine einzige Sekte die noch vom Staat unterstützt wird. Oder etwa nicht? Was ist der Unterschied von "mit Taten in den Himmel kommen, tue Busse, beichten etc" (Katoliken) zu "du bist gerettet" (Freikirchen)
    Ich sehe den Zwang und die Steuer die offensichtlich indoktriniert auferlegt wurde Bei den Katoliken auch bedenklich. Oder ist das keine Sekte weil dieser Glaube mehr verbreitet ist?
    90 66 Melden
    • AMU 14.04.2018 11:54
      Highlight @p4trick
      Ein sehr engstirnigen Sichtweise und einfältig. Wenn sie auf die Strasse gehen oder in einer Firma arbeiten, haben sie auch Regeln. Bsp: Arbeitssicherheit - sie müssen bei gewissen Arbeiten Schutzbrillen anlegen. Es ist keine Frage ob sie wollen oder nicht, dies ist Zwang sonst werden sie nach einigen Ermahnungen entlassen - Punkt. Bitte schreiben sie nicht das sei etwas anderes, nein ist es nicht.
      7 36 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 13:15
      Highlight @AMU

      Gerne erkläre ich Ihnen den Unterschied
      zwischen Arbeitssicherheit und Kirche.

      Bei gewissen Arbeiten müssen Sie Schutzbrille tragen. Das stimmt so und ist vernünftig. Wenn Sie die Arbeit nicht erledigen müssen Sie die Brille nicht anziehen.

      Wenn Sie Kirchenmitglied sind zahlen Sie einen Mitgliederbeitrag; auch Kirchensteuer genannt.

      Wenn Sie nicht Mitglied sind, lassen die Kirchen durch das Kantonale Steueramt eine Ungläubigensteuer eintreiben.
      z.B. Kirchensteuer für juristische Personen; das ist Zwang! Vor allem wenn man/frau nichts gegen Homosexuelle, Gleichberechtigung, etc hat.
      10 5 Melden
    • TheMan 14.04.2018 13:50
      Highlight Dan ist also Jeder Staat auch eine Sekte? Man lebt im Staat, muss Zwangsabgaben bezahlen (Steuern,Billag usw) und wird Erpresst wen man nicht bezahlt. Jeder Mensch hat einen "Gott" bei manchen ist es der aus der Bibel. Für andere Geld, Besitz usw. Heute werden Smartphonemarken vergöttert. Samsung, Apple usw.
      2 21 Melden
    • pablo' 15.04.2018 06:12
      Highlight Wie sagen rel. Fangruppierungen, und Landeskirchen wenn's ums Geld geben geht, nämlich immer das gleiche; >unsere Schäflein tun es aus freien Willens. Eigentlich beschämend! Warum bekämpfen sich Christen untereinander mit infamen Gehabe, eher zerstörend statt erbauend, ist das der Glaube der die Frommen, zu glaubenden sich ausgeben??? Es ist besser den einzelnen Schwarzen Schaffe zur Verantwortung zu nehmen, statt der Ahnungslosen, die nur ihren Glauben folgen. Wenn man abwertend zueinander beschimpft wird, nur weil das Individuum des Andern nicht passt, dann ist es eine ganz Üble Sache.
      3 0 Melden
    • flaa 20.04.2018 06:52
      Highlight Der Unterschied zu einere Sekte ist, dass man bei den Katholiken ohne Probleme aussteigen kann und keine soziale Isolation gefordert wird.
      0 0 Melden
  • Franz0506 14.04.2018 10:47
    Highlight Sich von einem falschen Weltbild zu befreien, ist ein schwieriger Prozess. Diesen Weg werden auch einmal die Evolutionsgläubigen machen müssen, die von Darwin in eine billige Denkfalle gelockt wurden. Sie verdrängen alle Logik, glauben mit Inbrunst an unmögliche Zufälle, nur um nicht an Gott glauben zu müssen. Und dabei meinen Sie noch besonders intelligent und Gottesgläubigen intellektuell überlegen zu sein. Das ist heute eine der grössten Sekten. Sich von so einem sinnfreiem Weltbild zu befreien ist schwer. Aber haben Sie Mut - mit einem Gottesglauben wird Ihr Leben besser werden.
    16 97 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 12:11
      Highlight Dieser Post ist krass, das er schon schwer nach tönt. Ist Franz 0506 nur ein Prank-Poster?
      42 4 Melden
    • Energize 14.04.2018 12:25
      Highlight Beweise, das Darwin falsch lag und du wirst Geschichte schreiben.

      Evolution ist nicht zufällig, das hat Darwin nie gesagt. Lese dich in die Materie ein. Ich empfehle dazu Richard Dawkins.
      60 3 Melden
    • Padruig 14.04.2018 12:34
      Highlight sie glauben wohl auch noch die erde sei eine scheibe ?
      erklären sie doch mal uns ungläubigen wie es den war mit adam und eva , die erten menschen auf erden
      wie geht es denn weiter? inzucht ist laut bibel verboten
      41 2 Melden
    • Durolex 14.04.2018 12:37
      Highlight Das es solche Höhlenmenschen wie dich noch gibt ist echt unglaublich...
      41 3 Melden
    • Michael Bamberger 14.04.2018 13:03
      Highlight @ Energise

      "Evolution geschieht entweder durch natürliche Selektion (unterschiedliche Überlebens- und Reproduktionsrate aufgrund dieser Merkmale), durch sexuelle Selektion oder zufällig durch Gendrift (zufällige Veränderung der Allelfrequenz innerhalb des Genpools einer Population)." (Wiki)

      Das ändert aber nichts daran, dass Franz weiterhin felsenfest davon überzeugt ist, dass er auf der Gegenfahrbahn der einzig korrekt Fahrende ist und die unzähligen - ihm entgegenkommenden Fahrzeuge - alle falsch fahren.
      41 2 Melden
    • Hochen 14.04.2018 13:08
      Highlight Oh manoman! 🙈
      24 2 Melden
    • Franz0506 14.04.2018 13:28
      Highlight @kleiner Schurke
      Sie können sicher sein, dass ich von dem überzeugt bin, was ich schreibe.
      @Energize
      Richard Dawkins ist ein überzeugter Atheist und er kann die EvolutionsTHEORIE ebenso wenig wie Darwin beweisen. Ergo bleibt diese Evolutionstheorie ein Glaube, so wie Sekten eben auch ihren Glauben haben. Um zu Glauben dass die Natur mit all ihren Wundern einfach so geworden ist, muss man noch naiver als ein Mitglied der übelsten Sekte sein.
      Bitte bemüht doch euren Verstand und eure Logik, um die Komplexität der Natur zu erkennen.
      4 49 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 13:38
      Highlight @Franz0506

      Sie scheinen von Darwin besessen zu sein.

      Ich kenne Einige, die haben sich noch nie mit Darwin befasst und sind trotzdem Atheist.

      Selbst wenn es Darwin nie gegeben hätte, sollte man nicht jeden Unsinn glauben.

      Ihnen fehlen vieleicht darwinfreie Argumente
      oder schlicht solche für einen Gott.

      Ich kann das verstehen.
      22 3 Melden
    • TheMan 14.04.2018 13:52
      Highlight Ich nehm mal ein Auto auseinander und Warte. Vielleicht will es der Zufall das es sich zusammenbaut. Oder wir sperren ein Elefant und eine Ameise in ein Zimmer. Per Zufall entsteht dan eine Tonneschwere Ameise mit Rüssel 👍👍👍
      5 26 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 14:20
      Highlight Zur Bildung empfehle ich das Gen von Siddhartha Mukherjee https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-das-gen/1511933 Lesen sie und lernen sie.
      11 4 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 14:22
      Highlight Kauf lieber ein Buch und bilde dich. So würdest du wenigstens verstehen wie die Evolution funktioniert.
      22 4 Melden
    • dä seppetoni 14.04.2018 14:33
      Highlight Und was hat sich dein Schöpfer bei diesen tollen Fischen wohl gedacht lieber Franz?
      26 4 Melden
    • Tepesch 14.04.2018 15:52
      Highlight @Franz0506
      Wer die Evolutionstheorie mit dem Wort "Zufall" abstempelt, hat sich mit der Materie schlicht nicht auseinander gesetzt bzw. plappert nur irgendwelchen Fanatikern nach.
      Was glaubst du wie die ganzen Hunderassen entstanden sind? Oder Züchten allgemein funktioniert? Vermultich annerkennst du Mikroevolution und lehnst Makroevolution ob, obwohl beides genau das selbe ist...
      33 1 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 15:58
      Highlight @dä seppetoni

      Das ist eine unfaire Frage!!!!!!!!

      Bis ca. März 1606 wusste Gott gar nichts von Australien und den Gewässern rund um.

      Kängurus und der Gleichen hat er jedenfalls in seinem Buch nicht erwähnt. Und Noah hatte keine auf der Arche.

      Möglich das Neptun den Blobfisch aus einem Haifischzahn formte.


      12 2 Melden
    • littlewitch 14.04.2018 16:49
      Highlight @Franz0506 wie viel wissen Sie darüber wie Wissenschaft funktioniert? Wie versucht wird Hypothesen zu falsifizieren?
      Warum können Bakterien Resistenzen entwickeln, wenn es doch laut Ihnen keine Evolution gibt?
      13 1 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 19:38
      Highlight @littlewich
      Der Mensch denkt und Gott lenkt.
      3 1 Melden
    • TactixX 14.04.2018 20:56
      Highlight @franz0506; hoffe meinst alles krass ironisch. Wenn nicht, was rauchst denn Du für ein Zeug? Sorry an alle Gottgläubigen, die sich an einem alten Herrn festhalten. In meinen Augen seid Ihr sowas von naiv. Lieber geniesse ich mein Leben in vollen zügen als mit einem imaginären Herrn zu sprechen. Im übrigen, falls es wirklich einen Gott geben sollte, weshalb lässt dieser solch eine Kacke zu die tagtäglich auf unserer Kugel stattfindet?
      14 3 Melden
    • Pasionaria 15.04.2018 23:14
      Highlight Franzerl
      nun, Ausdauer uns zu ermueden, haben Sie. Das muss man Ihnen Lassen.
      Mit Ihnen zu argumentieren, bringt nichts, das beweisen Sie immer und immer wieder.
      So halten wir einfach fest: So wie die Monokultur in der Landwirtschaft die Vielfalt der Pflanzenarten erheblich reduziert, so schraenkt Ihr Monoglauben Ihr Denkvermoegen noch mehr ein. Ist das Ihr Lebensziel?
      Und einer wie Sie nimmt das Wort Weltanschauung in den Mund, resp. tippt es in die Tasten! Dabei bringen Sie es hoechstens zu einem Flachland-Weltbild, schade!
      4 0 Melden
  • Oxymora 14.04.2018 10:38
    Highlight Der Mensch wird geboren,
    und sofort bestimmen andere seine Sekte
    und konditionieren ihn, diese lebenslänglich zu verteidigen.

    Der Liebe Gott ist sein bester Freund und
    beim Austritt schlagartig sein prominentester Feind.

    Den imaginäreren Feind verkraftet man viel leichter als sein Bodenpersonal,
    dass je nach Situation/Ort sogar noch eine Seilschaft mit Politik, Staat und Justiz bilden kann.
    Mit dem Einzug von Ungläubigensteuern bis zur Todes Strafe auf Apostasie runden diverse Staatsgebilde die soziale Isolation noch ab.
    9 10 Melden
  • cero 14.04.2018 10:23
    Highlight Ich finde, es ist immer immer schmerzhaft, Abschied z nehmen - sich eingestehen, dass man einen falschen Weg eingeschlagen hatte.
    Andererseits geht es dem entlassenen Karrieremenschen nicht anders - auch er verliert u.U. alles (bis zum Suizid).
    Wünsche allen Aussteigern(aus 'Sekte', Karriere, Sportbesessenheit, Schönheitswahn etc.) dass sie aus der Opferrolle herausfinden und sich wieder als selbstbestimmt wahrnehmen. Ist ein schmerzhafter aber durchaus lohnender Weg auf dem ironischerweise religiöse Begriffe wie Vergebung, Selbstannahme, Neuanfang eine wichtige Rolle spielen....
    120 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 01:55
      Highlight Komisch. du erwähnst Sportbesessene, erwähnst aber keine Alkoholiker oder Raucher. Aber dann vergisst du die Sozialen Medien, die die nur durch expliziten Gruppenzwang überhaupt existieren können, zumal die verschiedenen Netzwerke untereinander völlig inkompatibel sind und gleichzeitig auch die Glaubensfrage aufkommen lassen, welches nun das beste, grösste und tollste System ist. Derzeit ist das Facebook-Imperium mit seinen drei Religionen Instagram, Whatsapp und Facebook itself weltweit gesehen führend. Die Missionierung findet statt: Wer holt sich noch den afrikanischen Kontinent ins Boot?
      0 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 17.04.2018 01:58
      Highlight PS: Jaja, ich weiss schon, man kann bei Social Media auch bei mehreren Sekten dabei sein. Das kann man sonst auch.

      Nur so für die besonders Schlauen, die mir jetzt wieder kommen wollen, die Sozialen Medien hätten nichts Sektenhaftes. Facebook suggeriert, dass der User dort die beste und grösste Community findet. Der Glaube ist damit "Facebook". Die "besten" Fotos und Community gibt's auch bei Instagram. Oder bei Whatsapp gleich alles zusammen auf einmal, sozusagen permanent intravenös verabreicht.
      0 1 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 17.04.2018 13:19
      Highlight Eine Religion erklärt die Welt mit Gott (oder sowas in der Art).

      Die Sucht nach Sport, Zigaretten oder Social Media mag teilweise sehr problematisch sein, aber wenn man es Religion oder Sekte nennt, hilft das niemandem.

      0 0 Melden
  • Mutzli 14.04.2018 10:11
    Highlight Habe gerade erst in der letzten Woche eine sehr gute Doku gesehen, die sich im Detail mit einer einzigen, der Osho-Sekte der Achtziger, auseinendersetzt. Ziemlich eindrücklich zu sehen, wie da zig-tausende Menschen ihren perönlischen Wert und Glück an eine einzelne Person festgemacht haben. Die nie redete.

    Etwas dem ich häufig bei fundamentalistischen Christen begegnet bin, der hier fehlt, ist die Überzeugung nicht nur nicht einer Sekte sondern überhaupt einer Religion anzugehören. Denn ihr Glauben ist ja der einzig richtige und Religion impliziert etwas, was kritisiert werden kann...
    6 5 Melden
  • Zeit_Genosse 14.04.2018 10:07
    Highlight In eine Gemeinschaft, die seinesgleichen stützt, eigebettet sein und die Isolation zur Aussenwelt machen es schwer in eine Welt wo niemand auf sie wartet (ausser evtl. Familie) zurückzukehren. Bei Veränderung sollte der neue Zustand etwas besseres bieten, damit man sich vom Bestehenden lösen will. Hier gelten die Changemanagement-Erkenntnisse. Wenn niemand in der Aussenwelt ein „besseres Szenario“ bietet, verharrt man in der vermeindlich besseren und sicheren Option. Jemand abzuholen heisst ihn zu erfassen, zu führen und zu begleiten bis die Selbstführung wieder greifen kann.
    7 0 Melden
  • lilie 14.04.2018 09:58
    Highlight Ok, das ist alles nachvollziehbar und verständlich.

    Was aber ist die Lösung? Sollten Sektenaussteiger besser betreut werden? Sollten Auffangorganisationen die Sekte "simulieren"? Gibt es Fälle, wo es besser wäre, jemand steigt gar nicht mehr aus, da die Destabilisierung zu heftig wäre?
    13 3 Melden
    • little.saurus 14.04.2018 10:38
      Highlight Vorallem bessere Aufklärung schon der Kinder! Erst wenn die Mitglieder merken, dass sie überhaupt in einer Sekte gefangen sind, ist es meist schon fast zu spät.
      Also neben dem Sexuallunterricht auch mal über dir verschiedenen Religionen und vorallem Sekten sprechen. Dabei soll man auch Hilfeleistungen wie Sorgentelefon etc. Erwähnen.
      18 0 Melden
    • River 14.04.2018 11:29
      Highlight Die Lösung ist das Abschaffen der Religion.
      24 15 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 12:07
      Highlight @ Ilie
      Es gibt ja Organisationen wie Infosekta http://www.infosekta.ch/ wo sich Betroffene und Angehörige oder Freunde informieren können. Für persönlich betroffene gibt es Gruppen von Aussteigern, wo sie ihre Erfahrungen aufarbeiten können. Ist fachliche Hilfe angesagt dann wissen die Psychologen von Infosekta Bescheid oder vermitteln einen Kontakt.
      15 1 Melden
    • lilie 14.04.2018 13:29
      Highlight @little.saurus: Auf jeden Fall. Allerdings frage ich mich, ob Kinder von Sektenangehörigen nicht so unter Druck geraten, mit dem sie nicht umgehen können. Und Kinder, die nicht in einer Sekte sind, unnötig Angst gemacht wird.

      @River: Völlig nutzlos. Es gibt religionsfreie Sekten.

      @kleiner Schurke: Ist mir schon klar. Ich finde einfach den Artikel unvollständig. Er hört mitten in der Thematik auf.
      3 1 Melden
    • TheMan 14.04.2018 13:55
      Highlight mini_Schurke. Infosekta ist so glaubwürdig wie Stamm. Gar nicht. Little Saurus man will Den Religionsuntericht abschaffen. Dort werden aber alle Religionen behandelt. River klar schaffen wir Religionen ab. Der Mensch macht sich dan Ersatzreligionen. Sehen wir bei Samsung/Applejünger usw. Oder Geld, Rohstoffe.
      5 10 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 17.04.2018 13:12
      Highlight Religionsuntericht gehört abgeschafft. Dort werden Kinder indoktriniert und ihnen unnötig Angst gemacht. Sie werden unter Druck gesetzt, dem Irrtum zu verfallen, dass alle etwas glauben. Damit dies dann auch stimmt, werden sie Geld und Apple als Religion bezeichnet, obwohl das nicht stimmt.

      Zum Glück durfte ich mich von Anfang an dagegen entscheiden. Der soziale Druck der anderen Kinder war aber trotzdem da: 'Ja aber du musst doch an Gott glauben, sonst kommst du in die Hölle etc.' oder 'alle glauben etwas, du weisst nur noch nicht was'.

      Ich kenne dieses perfide Spiel seit der Primarschule.
      2 1 Melden
    • lilie 17.04.2018 17:33
      Highlight @you will not: Ach so, daher kommt deine Abneigung! Nun, das verstehe ich natürlich.

      Ich bin hingegen in einem ultratoleranten reformierten Umfeld aufgewachsen. Im Religionsunterricht haben wir uns über Entwicklungshilfe unterhalten (auch darüber, welchen Schaden der christliche Glaube dabei anrichten kann). Das Wort "Sünde" ist nicht einem Religionslehrer, Pfarrer oder Diakon jemals über die Lippen gekommen.

      Als ich aus der Kirche austrat, hat mich der Kirchenpräsident zu sich nach Hause eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen hab ich ihm meine Gründe erklärt.

      Ich finde, so sollte es sein.
      0 0 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 14.04.2018 09:50
    Highlight Sind das nicht die, die Eltern anweisen ihre zu schlagen als Befehl Gottes? Oder verwechsle ich sie mit der Sekte der 12 Stämme? Nur so eine Frage.
    11 3 Melden
    • kleiner_Schurke 14.04.2018 12:09
      Highlight Nein das waren die Bhagwan Shree Rajneesh Bewegung. Da stand vor allem Gruppensex im Volldrogenrausch auf dem Programm.
      8 2 Melden
  • Alphaaaaaaaaaaaaaaaa 14.04.2018 09:37
    Highlight Danke Hugo für ein weiteres rumhacken auf den Frommen lass die doch einfach glauben was sie wollen
    16 84 Melden
    • äti 14.04.2018 10:16
      Highlight .. es geht nicht um die paar Frommen, sondern um die Mitgefangenen ..
      49 4 Melden
    • Hochen 14.04.2018 13:13
      Highlight Ihr könnt glauben was ihr eollt aber lasst die unschuldigen und Naiven da raus und nehmt Sie nicht aus!
      8 3 Melden
    • TheMan 14.04.2018 13:56
      Highlight Alpha was soll Stamm sonst machen? Er als Sektenchef muss das tun. An anderen Kirchen/Sekten herumhacken. Er ist der Beste. Er weiss alles und hat alles gesehen. Auch wen nur von Aussen.
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    • pablo' 15.04.2018 10:24
      Highlight Eines hat Hr. Stamm auf sich, er bringt uns auf Themen, dessen Fragen in uns schon immer beschäftigt hat, um dann andern Meinungen im Blog diskret teilnehmen. Es muss nicht als Angriff getaxt werden, wenn Hr. Stamm etwas in den Blog stellt, denn er will einfach dass darüber, andere Ansichten gegenseitig ausgetauscht werden.
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Ein Aussteiger erzählt, warum es so schwierig ist, aus der Freikirche auszutreten

Freikirchen sind beliebt. Doch wer nicht mehr mitmachen will, riskiert, Freunde und sogar die eigene Familie zu verlieren. Philipp Höhener erzählt, wie es ihm bei seinem Ausstieg den Boden unter den Füssen weggezogen hat.

Philipp Höhener glaubte sein halbes Leben lang an etwas, das er heute mit Vehemenz ablehnt. Er kannte es nicht anders, seine Grosseltern väterlicherseits und die Eltern, seine Schwester und die Freunde; sie alle waren Teil dessen, das er nie auch nur anzuzweifeln gewagt hätte. Bis zu diesem einen Tag, dem 11. April 2012 – das Datum hat sich ihm ins Gedächtnis gebrannt – als sein Leben und seine Glaubensgrundsätze begannen, wie ein Kartenhaus in sich zusammen zu fallen und er den …

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