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Bhagwan Shree Rajneesh, right, speaks with his disciples in this undated photo in Rajneeshpuram, Ore. Patrons of 10 restaurants in The Dalles, Ore., became ill in Sept. 1984, after being poisoned by members of the fringe religious cult who sprayed lab-cultured salmonella bacteria onto salad bars over a two-week period. (AP Photo/Jack Smith)

Bhagwan-Anhänger lauschen den Worten ihres Gurus. Bild: keystone

Der schwierige Ausstieg aus dem Sekten-Gefängnis

Nach dem ersten Höhenflug folgt die Skepsis – und später die kritische Auseinandersetzung. Sektenaussteiger machen oft ähnliche Entwicklungen durch. Nicht selten ist jedoch auch der Ausstieg kein endgültiger Ausweg.



Mitglieder von strenggläubigen Gruppen fallen aus allen Wolken, wenn ihre Gemeinschaft als Sekte eingestuft wird: «Ich, ein Sektenanhänger? Das ist völlig absurd», antworten sie aus tiefster Überzeugung. «Sekten sind alle anderen Bewegungen, aber doch nicht wir!»

Zur religiösen oder ideologischen Überzeugung – «wir sind auserwählt und vertreten den einzig wahren Glauben» – kommt die gefühlsmässige Konditionierung. Frisch rekrutierte Gläubige erleben in der Regel ein überwältigendes emotionales Schaumbad, oft eine wahre Euphorie.

Die vermeintliche Gewissheit, die religiöse Wahrheit und die auserwählte Gemeinschaft gefunden zu haben, lassen die Gefühlswelt explodieren. Alle Sorgen und Nöte fallen von den Missionierten ab, die rosige Zukunft schillert in den schönsten Farben und ist auf alle Ewigkeit gesichert, glauben sie. Die Glücksgefühle sind mit dem Zustand des Verliebtseins zu vergleichen.

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Philipp Höhener (l.) schildert seinen Ausstieg aus den Siebten-Tags-Adventisten bei TeleZüri. Watson-Blogger Hugo Stamm (m.) nahm an dem Gespräch auch teil. Screenshot: tele züri

Dieser psychische Ausnahmezustand wird durch die grosszügige Ausschüttung von Glückshormonen hervorgerufen. Endorphine können also ein Erweckungs- oder Gotteserlebnis vorgaukeln. Der emotionale Höhenflug wird von den Gläubigen gern als Beweis für das Wirken Gottes interpretiert.

Freikirchen sagen frischen Gläubigen Sätze wie: «Jetzt hast du Jesus in dein Herz aufgenommen.» Der Glaube, der Sohn Gottes sei nun ständiger Wegbegleiter, ist für ihre Anhänger überwältigend.

Die Gläubigen werden von Zweifeln heimgesucht, wenn das Glaubensfeuer nicht mehr lichterloh brennt.

Doch das «ewige Glück» lässt sich nicht konservieren. Ein permanenter hoher Endorphinpegel wird zur Tortur oder zur Qual. Die spirituelle Abkühlung führt im Lauf der Jahre zur Verunsicherung. Die Gläubigen werden von Zweifeln heimgesucht, wenn das Glaubensfeuer nicht mehr lichterloh brennt. Hinzu kommt die Enttäuschung, dass es in der vermeintlich auserwählten Heilsgemeinschaft zu Unstimmigkeiten, Spannungen oder gar Übergriffen und Intrigen kommt.

Die Ernüchterung motiviert Gläubige und Sektenanhänger, die noch einen Rest an geistiger Autonomie bewahrt haben, Recherchen anzustellen. Dabei stossen sie auf kritische Berichte und Texte von Aussteigern, die besonders glaubwürdig wirken. Das ist meist der erste Schritt der Entfremdung und letztlich zur Ablösung.

Alle Hoffnungen fallen in sich zusammen

Dieser Prozess ist extrem schmerzhaft. Alle Hoffnungen fallen in sich zusammen, der vermeintlich befreiende Glaube zerbröselt. Die Aussteiger fallen in ein Loch und rutschen in eine Existenzkrise. Kommt hinzu, dass sie ihr Leben und ihre sozialen Beziehungen auf die Gemeinschaft ausgerichtet haben.

Die soziale Isolation wird zur Belastung. Es fehlen Beziehungen zur Aussenwelt. Die Abtrünnigen müssen in der Umgebung wieder Fuss fassen, die sie jahrelang als fehlgeleitet und feindlich wahrgenommen haben.

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In dieser «National Geographic»-Doku berichten drei Sektenaussteiger von ihren Erfahrungen. Video: YouTube/Nannie Gamble

Diesen Prozess durchlief auch Philipp Höhener. Er war in eine Familie der Siebten-Tags-Adventisten hineingeboren worden, einer christlichen Freikirche. Wie schwer der Ausstieg für ihn war, schildert er in diesem Artikel:

Aufschlussreich ist auch sein Auftritt in der TeleZüri-Sendung «talk täglich» vom vergangenen Dienstag.

Der Ausstieg gelingt nicht allen Sektenanhängern so gut wie Philipp Höhener. Viele Abtrünnige erleben psychische Probleme, manche rutschen in eine Depression oder Psychose ab. Nicht selten verüben Aussteiger in ihrer Verzweiflung Suizid. Was euphorisch begann, endet oft in der Ausweglosigkeit.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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116Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 18.04.2018 18:59
    Highlight Highlight Es ist also wie bei einem Liebespaar. Entweder die Resozialisierung gelingt und die Verliebten gelangen zu einem sozial verträglichen Liebesverhalten oder sie misslingt und sie enden entweder in der Isolation oder in einem schmerzhaften Aus- und Abbruch.




    4 4 Melden
  • Michael Bamberger 18.04.2018 08:59
    Highlight Highlight Auch das ist Religion:

    "Vatikan-Escort packt aus: "Ich hatte Sex mit Dutzenden katholischen Priestern!". Francesco Mangiacapra hat Jahre lang als Escort in Rom gearbeitet, nun hat er seine unglaublichen Erlebnisse in einem Buch zusammengefasst. Für die Priester war die Inanspruchnahme solcher Dienstleistungen seiner Aussage nach selbstverständlich. Angeblich gingen sie davon aus, dass die anschließende Buße alles wieder ins Gleichgewicht bringen würde. In dem Buch werden von insgesamt über 40 Geistlichen Bilder und SMS-Nachrichten veröffentlicht."

    (Quelle: www.rtl.de)
    9 1 Melden
    • Oxymora 18.04.2018 22:01
      Highlight Highlight @ Michael Bamberger

      Priester sind Hirten, ohne die es keine Moral für die Schäflein gäbe.
      Toll wie sie Ihre Religion predigen und Ihr Weltbild mit der Herde teilen.

      Und nun hat da so ein Callboy, wegen einigen Dutzend Einzelfällen gleich ein Buch geschrieben.

      Ich wollte ISBN 978-8862523394 im www.kathschop bestellen, um zu gucken was mit Kirchensteuer so alles finanziert wird.

      Aber die haben “Il numero uno. Confessioni di un marchettaro“ von FRANCESCO MANGIACAPRA nicht im Programm.

      Vielleicht klappt es beim www.ref-schop.
      4 2 Melden
  • Pasionaria 17.04.2018 23:05
    Highlight Highlight lilie
    1/2
    was soll das nun schon wieder "Ihr Glaube und Ihr Vertrauen in die Wissenschaft ehrt Sie. Ich werde es deshalb vermeiden, Ihnen diesen kindlichen Glauben zu nehmen."??
    Als Akademikerin, Tochter von Akademikern...(!), traue ich Ihnen eigentlich zu, zu erkennen, wie (m)ein Glaube an die Wissenschaft gemeint ist.
    Prinzipiell dient sie, um rationale Erkenntnisse, Zusammenhaenge, Ablaeufe und Ursachen zu ergruenden. Sowie nachpruefbare Aussagen ueber die Natur und die Menschen zu bewerkstelligen.
    'Nur' schon der Medizin verdanken wir sicher alle unendlich viel.
    ...ff
    2 1 Melden
  • Pasionaria 17.04.2018 23:00
    Highlight Highlight lilie
    2/2
    .....der Medizin haben auch Sie schon viel verdankt,
    wenn nicht gar Ihr Leben, dann bestimm das Lindern von Schmerzen und das Verhindern von schwerw. Krankheitsfolgen, oder Sie sind noch ein Teenager.
    Natuerlich will ich Sie, als Agnostikerin nicht von Ihrem Weg zur Mitte (!) abbringen.
    Ihr Hinweis auf Buddha ueberraschen mich dann auch noch. Meinen Sie den relig. oder den philos., es gibt beide. Genauso wie es bei der Wissenschaft verschiedene Aspekte gibt, der eine wie oben, der andere, der sich von gesellschaftl. und wirtschaftlichen Interessen instrumentalisieren laesst.


    3 1 Melden
  • blaubar 17.04.2018 19:33
    Highlight Highlight Wenn ich so einen Stuhl hätte, würde ich auch eine Sekte aufmachen!
    6 0 Melden
  • Michael Bamberger 17.04.2018 11:33
    Highlight Highlight Auch das ist Religion:

    "Der australische Rugbyspieler Israel Folau (evangelikaler Christ) hat über soziale Medien geäußert, dass Homosexuelle in die Hölle kommen, wenn sie ihre Sünden nicht bereuen und sich zu Gott bekehren." (kath.net, 17.4.18)

    Dazu der Kommentar vom kath.net Blogger "Smaragdos":

    "Wow! Der ist mutiger als so mancher Bischof! Hut ab vor diesem Evangelikalen!"
    15 1 Melden
  • D(r)ummer 16.04.2018 13:03
    Highlight Highlight Der Prozess, der zum Ausstieg führt konnte ich letzte Woche schön beobachten.

    Am Morgen standen die Zeugen Jehovas noch mit einem lächeln da.
    Am Abend (an derselben Stelle) standen sie gelangweilt da.
    8 0 Melden
    • D(r)ummer 16.04.2018 14:16
      Highlight Highlight Am Bahnhof Emmenbrücke.
      4 0 Melden
  • Pasionaria 15.04.2018 23:31
    Highlight Highlight lilie
    " Ich finde einfach den Artikel unvollständig. Er hört mitten in der Thematik auf."
    Wie bitte? Was noch erwarten Sie von einem einzigen Blogthema?
    Wollen Sie mehr dazu erfahren, gibt es hoechst informative Buecher dazu, wie z.B.
    - „Allein gegen die Seelenfänger" > Lea Laasner (Sie beschreibt ihren Aufenthalt in der esoterischen „Ramtha"-Gemeinschaft und den Ausstieg daraus.)
    - Sekten im Banne von Sucht und Macht > Hugo Stamm
    u.v.m.
    8 1 Melden
  • rodolofo 15.04.2018 17:19
    Highlight Highlight Die Sekte ist letztlich eine Ausgeburt einer Reinheits-Ideologie, die glaubt, Harmonie und Glückseligkeit sei mit lauter ideal denkenden und handelnden Menschen zu erreichen.
    Das ist sozusagen "Nationalismus im Kleinformat".
    In der Realität kommt dann allerdings das genaue Gegenteil vom erträumten Paradies heraus:
    Maskenhafte Gleichförmigkeit, Lügen, Intrigen, "legale" Strafaktionen bei Fehlverhalten, Lieblosigkeit, Inzucht, körperliche und seelische Misshandlungen.
    Wer das mal auch nur ansatzweise miterlebt hat, der freut sich sogar an einer mürrischen, aber ECHTEN Pendler-Gemeinschaft.
    12 2 Melden
  • Share 14.04.2018 19:33
    Highlight Highlight Ich lese da gerade von einer Geschichte, in welcher der Sinneswandel Kapriolen schlägt. Hat die Person die Möglichkeit eines Ausstiegs und einem Heimkommen, scheint die Entscheidung schnell getroffen. Ist der Ausstieg nicht an ein Heimkommen gebunden, wird die Entscheidung zur Tortur und der Ausstieg aus dieser Wahrnehmung heraus scheint nicht möglich und findet folglich nicht statt. Deswegen ist dieses `let`s stay friends` gar keine so schlechte Idee.
    2 1 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:19
      Highlight Highlight Du meinst das mit dem Heimat-Hafen und mit dem offenen Meer, wo heftige Stürme und zermürbende Wind-Flauten mit spiegelglatter See lauern und so...
      Ja das kenne ich!
      Mein Boot liegt die meiste Zeit fest vertäut im sturmsicheren Heimathafen, und ich schlendere an Land locker und ein Liedchen pfeifend herum.
      1 1 Melden
    • Share 18.04.2018 10:11
      Highlight Highlight Nein, es geht um eine Forscherin, die sich eine Auszeit gönnen will, aber nicht weiss, ob sie ihre Arbeit danach wieder aufnehmen kann. Auf der Forschungsscholle.
      0 0 Melden
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2018 16:51
    Highlight Highlight Teil 3: und schlussendlich noch bei den charismatisch Gruppen, wie sie ja heute noch in der CH mit dem ICF vertreten sind. Da ich mein “Hobby“ zum Beruf machen wollte, begann ich gegen das Anraten von Bekannten im religiösen Umfeld, Theologie zu studieren. Da begannen sich die Glaubenskrisen zu häufen und um nicht in ein totale Bruno zu laufen, brach ich das Studium ein Jahr vor Ende ab.
    - Für mein ehemaligen Mitstudenten, die bis heute - in erster Linie wegen des Topsalärs - weiterhin auf die Kanzel klettern und antiken und mittelalterlichen Unsinn verbreiten, empfinde ich nur Verachtung.
    17 9 Melden
    • Knäckebrot 14.04.2018 19:21
      Highlight Highlight Das ist interessant, dass sie es nur wegen des Topsalärs machten. Haben sie es so direkt gesagt oder an welchen Indizien hast du es gemerkt? Wieviel Kollegen waren es?

      (die Frage ist neutral gemeint. Also weder zynisch noch irgendeine bestimmte Antwort beabsichtigend. Nimmt mich einfach sehr wunder, da ich mich in dieser Berufssparte und deren Vertreter nicht auskenne und kaum mit solchen gesprochen habe)
      11 2 Melden
    • rodolofo 16.04.2018 08:21
      Highlight Highlight @ Knäckebrot
      Kapitalismus und Religion haben sehr vieles gemeinsam!
      Auch der Wert von Geldscheinen basiert im Wesentlichen auf Glauben...
      3 3 Melden
    • Pasionaria 16.04.2018 19:36
      Highlight Highlight Danke fuer Ihren authentischen und hoffentlich leichtbeeinflussbare, labile Menschen warnenden Beitrag.

      Fazit: lass dich von Aussteigern warnen -
      nicht von Glaubens_gemein_schaften umgarnen!
      4 1 Melden
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2018 16:37
    Highlight Highlight Teil zwei zum Thema “Moralische Aufrüstung“. Mit dem Vietnamkrieg und der 68er Bewegung gind der Truppe dann die Luft aus. Zudem kam es zu massiven Geldveruntreuungen und weiteren internen Zerwürfnissen nach dem Tod der letzten Leitungsfigur Peter Howard. Bei mir sorgten die Pubertätshormone für eine zeitweise Verdrängung aller religiösen Regungen. Dummerweise finge ich mir auf einer Autostopper-Reise im Sommer unter der ewigen Sonne Nordfinnlands einen massiven Sonnenstich ein, den ich leider als Aufruf Gottes interpetierte, zu ihm zurückzukehren. Ich war dann bei evangelikale Grüppli ....
    7 4 Melden
  • TheRealSnakePlissken 14.04.2018 16:26
    Highlight Highlight Ich wuchs im Umfeld der religiösen, aber nicht kirchlichen Bewegung “Moralische Aufrüstung“ auf, die ihren Hauptsitz in Caux VD hatte. Sie war vor allem angloamerikanischen inspiriert und profitierte vom Glanz
    E der damaligen Befreier Europas aus den Klauen Hitlers. - In dieser Bewegung praktizierte man eine “Stille Zeit“, in der man auf direkte Inspiration durch Gott hoffte. Die Resultate wurden dann notiert und im kleinen Kreis ausgetauscht. Oft hatten dann einzelne Mitglieder eine sogenannte “Führung“ für andere im Kreis. Logisch, dass sich so die meist männlichen Autoritären meldeten.
    11 4 Melden
    • Agnos ~ 18.04.2018 00:39
      Highlight Highlight Das ist halt so, wenn viele religiösen fanatischer Fan-Gruppierungen gesetzlicher als der Papst, Christen, Juden, Moslems, wegen anders denkend, gleich ausgrenzen wollen, und sämtlichen Zitaten aus der Bibel streichen, was fatale Folgen hat, und als die Gewissenlosen, ihre unmoralischen Ketten aufbürden wollen, die selbst von ihnen nicht eingehalten werden, und auch die Lasten nicht zu tragen vermögen.
      2 0 Melden
  • Menel 14.04.2018 13:37
    Highlight Highlight Eine spannende Doku um Bhagwa ist "Wild Wild Country", sehr empfehlenswert.
    11 3 Melden
  • Beteigeuze 14.04.2018 12:34
    Highlight Highlight Die meisten Gläubigen schliessen sich einer kleinen Sekte deshalb an, weil sie sich da wohler fühlen als in einer grossen Gemeinde. Da geht es ihnen gut, jeder kennt jeden, man ist zuhause bei seinesgleichen.

    Aber es gibt natürlich auch andere, Leute mit psychischen Defekten wo der Psychiater nichts gebracht hat. Die flüchten dann in die Esoterik, als letzter Strohhalm sozusagen.

    Die Euphorie, wie Stamm schreibt, ist anfänglich gross. Aber das hält nicht lange an. Das "Loch" in dem sie sich befinden holt sie wieder ein. Und mit oder ohne Sekte endet das ganze fast immer im Suizid.
    6 16 Melden
    • Agnos ~ 15.04.2018 11:14
      Highlight Highlight Für einen enttäuschten Aussteiger aus einer scheinheiligen perfiden Fangruppierung, braucht es ein begleitendes Aussteigen, das er es unbeschadet übersteht. Einfach mit Hauruckmethode aus versuchten Eigenkraft, übersteht nicht jeder, und landet schlussendlich in der Psychiatrie oder verwahrlost in der Gosse. Psychotherapeuten gibt es genug, und es wäre gut, wenn diesen zu Rate stehen, wenn es schwierig wird. Unter Infosekta, inforel, relinfo, erfährt man mehr über nötige Kontakte, oder einfach im Google unter Sektenaussteiger, Sektenberatung.
      5 0 Melden
    • Beteigeuze 15.04.2018 14:07
      Highlight Highlight Pablo

      Schöne Worte. Aber selbst wenn man es schafft solche Leute begleitend aus einer nicht mehr gewollten Verbindung zu lösen, ist das Elend anschliessend noch grösser als zuvor.

      Solche Leute kamen vor der Sekte mit ihrem Leben nicht klar und jetzt noch viel weniger. Das hat dann sehr viel mit dem Zusammenbruch einer Illusion zu tun.

      Bestenfalls endet das ganze in einer psychiatrischen Anstalt, aber heilen kann man die nicht. Denen kann man tausendmal sagen, dass sie keine Katze sind. Die Antwort wird immer die gleiche sein, nämlich: "Gut, aber ob das die Katze auch weiss?"
      0 5 Melden
    • Agnos ~ 15.04.2018 14:58
      Highlight Highlight Infosekta berichtet aus Dottingen anno 2010, über damals gefährlichste Sekte der Schweiz.
      User Image
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 14.04.2018 12:03
    Highlight Highlight Viele Menschen glauben sie hätten den einzig richtigen Glauben und alle anderen liegen falsch, müssen bekehrt, gedemütigt oder gemieden werden. Ja, auch viele Atheisten sind so.

    Warum ist es so schwer eine Bezirhung mit Andersgläubigen aufzubauen und einfach zu respektieren, dass jemand eine andere Weltsicht hat?
    24 30 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 14.04.2018 14:12
      Highlight Highlight Hi, ich will dich nicht beleidigen, aber du hast mich beleidigt:

      Atheisten haben keinen Glauben.

      Falls es dir schwer fällt, mit Atheisten eine Beziehung aufzubauen, dann passiert dir das, weil du ihre Weltsicht überhaupt nicht respektierst.

      Ahteisten und die Wissenschaften wissen, dass ihre Modelle nicht der Realität entsprechen, sie verwenden sie nur, wenn die Modelle korrekte Aussagen über die Welt zulassen. So wie bei einer Landkarte. Glaubst du an eine Landkarte oder glaubst du einer Landkarte? Stimmt eine Landkarte? Ist sie die Wirklichkeit?
      20 17 Melden
    • Ökonometriker 14.04.2018 15:11
      Highlight Highlight @You: Atheismus ist ein Glaube und hat wenig mit Wissenschaft zu tun. Der Wissenschaftler hat Fragen und sucht nach Antworten.

      Der Gläubige hat Antworten die er nicht hinterfragt. Atheisten glauben es gibt keinen Gott. Doch sie haben genauso wenig Beweise für ihre These wie Theisten.

      Am Ende sollten wir doch einfach alle Respekt vor den Ansichten des Gegenübers haben und offen sein für neue Ideen. Dann klappts auch mit den Nachbarn.
      25 30 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 16:41
      Highlight Highlight @ Ökonometriker

      Echt lustig was Sie so schreiben.

      Hier noch ein Paar Andere:

      Nichtrauchen ist auch eine Sucht.

      Nichtschwimmen ist ein Wassersport.

      etc.

      47 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alphaaaaaaaaaaaaaaaa 14.04.2018 11:07
    Highlight Highlight wie ich es einfach lieben wenn alles gleich so veralgemeineret wird. zeit für ein altes Bauernsprichwort das Stier sieht auch fast so aus wie ne Kuh gibt aber trotzdem keine Milch.
    Kann man Freikirchen und Sekten wirklich auf die gleiche Waage legen?🤔
    19 68 Melden
    • Energize 14.04.2018 12:21
      Highlight Highlight Eine Freikirche ist eine Sekte - per Definition. Freikirche tönt einfach schöner...
      72 12 Melden
    • Fabio74 14.04.2018 12:57
      Highlight Highlight Ja kann man
      44 7 Melden
    • mogad 14.04.2018 13:17
      Highlight Highlight @Energize. Als Sekten gelten Gemeinschaften mit einer Offenbarungsgeschichte, die von der Bibel abweicht. Offiziell zu den Sekten zählen: Zeugen Yehova, Neuapostolen, Mormonen! Freikirchen gelten nicht als Sekten, wenn sie sich an die "offizielle" Bibel halten. Was schlimm ist, ist der Fundamentalismus und dessen Gnadenlosigkeit. Oft sind es selbsternannte Pastoren, die im Hauptberuf z.B. Handwerker sind, die den andern sagen, was richtig ist. Die Menschen werden kontrolliert, in Unfreiheit gehalten, selbstgerecht abgeurteilt. Homosexuelle und Geschiedene z.B. sind "verloren".
      21 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 14.04.2018 11:06
    Highlight Highlight Ich sehe bei Höhener mehr ein psychisches Problem da er offensichtlich mehr auf andere Menschen schaut anstatt sich selber mehr zu trauen. Bin auch sehr christlich in einer Freikirche gross geworden. Habe schnell gemerkt dass Glauben und Kirche 2 paar Schuhe sind. Ausstieg aus der Kirche war Dann auch einfach, ich ging einfach nicht mehr hin, den Kontakt zu den Menschen habe ich trotzdem nicht verloren, hat mit gegenseitigem Respekt und Toleranz zu tun. Ich finde die Abhängigkeit der Katoliken schlimmer
    15 34 Melden
    • Agnos ~ 15.04.2018 14:47
      Highlight Highlight Patrick ist ihr Glaube der einzig wahre Glaube, oder dürfen Andersgläubigen auch die Frommen, nicht in Euren Himmel schaffen, und gibt es da vielleicht einen anderen Himmel? Wer weiss! Wie in die Himmeln, so auf Erden, dann frag ich mich, wird es da von oben, nichts besseres herunterfallen, als den Schutt den wir schon haben. Es gibt keine besseren Menschen, doch es gibt viele die es nur meinen, und es doch nicht sind.
      2 0 Melden
  • p4trick 14.04.2018 11:00
    Highlight Highlight Hallo Herr Stamm. Im Prinzip sind doch Katoliken und Reformierte genau gleich? Ich bezeichne die Kirchensteuer als Sektenabgabe und den Papst als Seken Guru. Auch all die Bischoffe etc. Eine einzige Sekte die noch vom Staat unterstützt wird. Oder etwa nicht? Was ist der Unterschied von "mit Taten in den Himmel kommen, tue Busse, beichten etc" (Katoliken) zu "du bist gerettet" (Freikirchen)
    Ich sehe den Zwang und die Steuer die offensichtlich indoktriniert auferlegt wurde Bei den Katoliken auch bedenklich. Oder ist das keine Sekte weil dieser Glaube mehr verbreitet ist?
    98 69 Melden
    • Oxymora 14.04.2018 13:15
      Highlight Highlight @AMU

      Gerne erkläre ich Ihnen den Unterschied
      zwischen Arbeitssicherheit und Kirche.

      Bei gewissen Arbeiten müssen Sie Schutzbrille tragen. Das stimmt so und ist vernünftig. Wenn Sie die Arbeit nicht erledigen müssen Sie die Brille nicht anziehen.

      Wenn Sie Kirchenmitglied sind zahlen Sie einen Mitgliederbeitrag; auch Kirchensteuer genannt.

      Wenn Sie nicht Mitglied sind, lassen die Kirchen durch das Kantonale Steueramt eine Ungläubigensteuer eintreiben.
      z.B. Kirchensteuer für juristische Personen; das ist Zwang! Vor allem wenn man/frau nichts gegen Homosexuelle, Gleichberechtigung, etc hat.
      10 5 Melden
    • TheMan 14.04.2018 13:50
      Highlight Highlight Dan ist also Jeder Staat auch eine Sekte? Man lebt im Staat, muss Zwangsabgaben bezahlen (Steuern,Billag usw) und wird Erpresst wen man nicht bezahlt. Jeder Mensch hat einen "Gott" bei manchen ist es der aus der Bibel. Für andere Geld, Besitz usw. Heute werden Smartphonemarken vergöttert. Samsung, Apple usw.
      3 21 Melden
    • Agnos ~ 15.04.2018 06:12
      Highlight Highlight Wie sagen rel. Fangruppierungen, und Landeskirchen wenn's ums Geld geben geht, nämlich immer das gleiche; >unsere Schäflein tun es aus freien Willens. Eigentlich beschämend! Warum bekämpfen sich Christen untereinander mit infamen Gehabe, eher zerstörend statt erbauend, ist das der Glaube der die Frommen, zu glaubenden sich ausgeben??? Es ist besser den einzelnen Schwarzen Schaffe zur Verantwortung zu nehmen, statt der Ahnungslosen, die nur ihren Glauben folgen. Wenn man abwertend zueinander beschimpft wird, nur weil das Individuum des Andern nicht passt, dann ist es eine ganz Üble Sache.
      4 0 Melden
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  • Franz0506 14.04.2018 10:47
    Highlight Highlight Sich von einem falschen Weltbild zu befreien, ist ein schwieriger Prozess. Diesen Weg werden auch einmal die Evolutionsgläubigen machen müssen, die von Darwin in eine billige Denkfalle gelockt wurden. Sie verdrängen alle Logik, glauben mit Inbrunst an unmögliche Zufälle, nur um nicht an Gott glauben zu müssen. Und dabei meinen Sie noch besonders intelligent und Gottesgläubigen intellektuell überlegen zu sein. Das ist heute eine der grössten Sekten. Sich von so einem sinnfreiem Weltbild zu befreien ist schwer. Aber haben Sie Mut - mit einem Gottesglauben wird Ihr Leben besser werden.
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    • Energize 14.04.2018 12:25
      Highlight Highlight Beweise, das Darwin falsch lag und du wirst Geschichte schreiben.

      Evolution ist nicht zufällig, das hat Darwin nie gesagt. Lese dich in die Materie ein. Ich empfehle dazu Richard Dawkins.
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    • Padruig 14.04.2018 12:34
      Highlight Highlight sie glauben wohl auch noch die erde sei eine scheibe ?
      erklären sie doch mal uns ungläubigen wie es den war mit adam und eva , die erten menschen auf erden
      wie geht es denn weiter? inzucht ist laut bibel verboten
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    • Durolex 14.04.2018 12:37
      Highlight Highlight Das es solche Höhlenmenschen wie dich noch gibt ist echt unglaublich...
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  • Oxymora 14.04.2018 10:38
    Highlight Highlight Der Mensch wird geboren,
    und sofort bestimmen andere seine Sekte
    und konditionieren ihn, diese lebenslänglich zu verteidigen.

    Der Liebe Gott ist sein bester Freund und
    beim Austritt schlagartig sein prominentester Feind.

    Den imaginäreren Feind verkraftet man viel leichter als sein Bodenpersonal,
    dass je nach Situation/Ort sogar noch eine Seilschaft mit Politik, Staat und Justiz bilden kann.
    Mit dem Einzug von Ungläubigensteuern bis zur Todes Strafe auf Apostasie runden diverse Staatsgebilde die soziale Isolation noch ab.
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  • cero 14.04.2018 10:23
    Highlight Highlight Ich finde, es ist immer immer schmerzhaft, Abschied z nehmen - sich eingestehen, dass man einen falschen Weg eingeschlagen hatte.
    Andererseits geht es dem entlassenen Karrieremenschen nicht anders - auch er verliert u.U. alles (bis zum Suizid).
    Wünsche allen Aussteigern(aus 'Sekte', Karriere, Sportbesessenheit, Schönheitswahn etc.) dass sie aus der Opferrolle herausfinden und sich wieder als selbstbestimmt wahrnehmen. Ist ein schmerzhafter aber durchaus lohnender Weg auf dem ironischerweise religiöse Begriffe wie Vergebung, Selbstannahme, Neuanfang eine wichtige Rolle spielen....
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    • You will not be able to use your remote control. 17.04.2018 13:19
      Highlight Highlight Eine Religion erklärt die Welt mit Gott (oder sowas in der Art).

      Die Sucht nach Sport, Zigaretten oder Social Media mag teilweise sehr problematisch sein, aber wenn man es Religion oder Sekte nennt, hilft das niemandem.

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  • Mutzli 14.04.2018 10:11
    Highlight Highlight Habe gerade erst in der letzten Woche eine sehr gute Doku gesehen, die sich im Detail mit einer einzigen, der Osho-Sekte der Achtziger, auseinendersetzt. Ziemlich eindrücklich zu sehen, wie da zig-tausende Menschen ihren perönlischen Wert und Glück an eine einzelne Person festgemacht haben. Die nie redete.

    Etwas dem ich häufig bei fundamentalistischen Christen begegnet bin, der hier fehlt, ist die Überzeugung nicht nur nicht einer Sekte sondern überhaupt einer Religion anzugehören. Denn ihr Glauben ist ja der einzig richtige und Religion impliziert etwas, was kritisiert werden kann...
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  • Zeit_Genosse 14.04.2018 10:07
    Highlight Highlight In eine Gemeinschaft, die seinesgleichen stützt, eigebettet sein und die Isolation zur Aussenwelt machen es schwer in eine Welt wo niemand auf sie wartet (ausser evtl. Familie) zurückzukehren. Bei Veränderung sollte der neue Zustand etwas besseres bieten, damit man sich vom Bestehenden lösen will. Hier gelten die Changemanagement-Erkenntnisse. Wenn niemand in der Aussenwelt ein „besseres Szenario“ bietet, verharrt man in der vermeindlich besseren und sicheren Option. Jemand abzuholen heisst ihn zu erfassen, zu führen und zu begleiten bis die Selbstführung wieder greifen kann.
    7 0 Melden
  • lilie 14.04.2018 09:58
    Highlight Highlight Ok, das ist alles nachvollziehbar und verständlich.

    Was aber ist die Lösung? Sollten Sektenaussteiger besser betreut werden? Sollten Auffangorganisationen die Sekte "simulieren"? Gibt es Fälle, wo es besser wäre, jemand steigt gar nicht mehr aus, da die Destabilisierung zu heftig wäre?
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    • little.saurus 14.04.2018 10:38
      Highlight Highlight Vorallem bessere Aufklärung schon der Kinder! Erst wenn die Mitglieder merken, dass sie überhaupt in einer Sekte gefangen sind, ist es meist schon fast zu spät.
      Also neben dem Sexuallunterricht auch mal über dir verschiedenen Religionen und vorallem Sekten sprechen. Dabei soll man auch Hilfeleistungen wie Sorgentelefon etc. Erwähnen.
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    • River 14.04.2018 11:29
      Highlight Highlight Die Lösung ist das Abschaffen der Religion.
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    • lilie 14.04.2018 13:29
      Highlight Highlight @little.saurus: Auf jeden Fall. Allerdings frage ich mich, ob Kinder von Sektenangehörigen nicht so unter Druck geraten, mit dem sie nicht umgehen können. Und Kinder, die nicht in einer Sekte sind, unnötig Angst gemacht wird.

      @River: Völlig nutzlos. Es gibt religionsfreie Sekten.

      @kleiner Schurke: Ist mir schon klar. Ich finde einfach den Artikel unvollständig. Er hört mitten in der Thematik auf.
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  • NWO Schwanzus Longus 14.04.2018 09:50
    Highlight Highlight Sind das nicht die, die Eltern anweisen ihre zu schlagen als Befehl Gottes? Oder verwechsle ich sie mit der Sekte der 12 Stämme? Nur so eine Frage.
    11 3 Melden
  • Alphaaaaaaaaaaaaaaaa 14.04.2018 09:37
    Highlight Highlight Danke Hugo für ein weiteres rumhacken auf den Frommen lass die doch einfach glauben was sie wollen
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    • äti 14.04.2018 10:16
      Highlight Highlight .. es geht nicht um die paar Frommen, sondern um die Mitgefangenen ..
      49 4 Melden
    • Hochen 14.04.2018 13:13
      Highlight Highlight Ihr könnt glauben was ihr eollt aber lasst die unschuldigen und Naiven da raus und nehmt Sie nicht aus!
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    • TheMan 14.04.2018 13:56
      Highlight Highlight Alpha was soll Stamm sonst machen? Er als Sektenchef muss das tun. An anderen Kirchen/Sekten herumhacken. Er ist der Beste. Er weiss alles und hat alles gesehen. Auch wen nur von Aussen.
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