Wissen

Gamen macht dich doch nicht dumm, faul und zum Amokläufer – sagt die Wissenschaft

10.08.16, 11:15

Vorurteile über Gamer halten sich hartnäckig. Du wirst wahlweise faul...

... dumm...

... aggressiv...

... zum Nerd...

... oder gar ein Amokläufer.

Alles Unfug, sagen die watson-Leser schon lange:

Manche Kommentare zu solchen Vorurteilen sind schlicht grossartig!

Alles Unfug, sagt nun auch die Wissenschaft:

«Das Klischee vom faulen und dummen Zocker haben australische Forscher jetzt in einer Studie widerlegt. Das Gegenteil ist der Fall: Gamer lernen oft schneller.»

Welt Kompakt

Forscher des Royal Melbourne Institute of Technology in Australien untersuchten über 12'000 High-School-Schüler. Ihr Fazit: Die 15-jährigen Schüler, die regelmässig Online-Games zockten, waren im Durchschnitt wesentlich besser in Mathe, Lesen und Naturwissenschaften, als die, die nicht spielten.

Die Wissenschaftler vermuten, dass Online-Spiele Problemlösungstechniken trainieren und so das analytische Denken verbessern. Das könne sich dann positiv auf das schulische Lernen auswirken.

Umgekehrt haben Schüler mit anderen Internetvorlieben Pech gehabt. Viel Zeit auf Facebook, Snapchat, Instagram und Co. zu vertrödeln, macht definitiv nicht klüger.

Die Studie lässt darauf schliessen, dass Schüler, die besonders viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen, deutlich schlechtere Noten haben, als die, die soziale Netzwerke nur gelegentlich oder gar nicht nutzen. 

«Wenn du Facebook benutzt, wirst du nicht wirklich Probleme lösen.»

Studienleiter Alberto Posso

Also, ran an die Controller – und das Lernen trotzdem nicht vergessen. 

Die komplette Studie gibt es hier zu lesen.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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29
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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • whoisanny 10.08.2016 16:41
    Highlight Aber blicken wird doch ser Tatsache ins Auge. Sämtliche Amokläufe in den letzten 30 Jahren wurden von Menschen ausgeführt, die gerne und oft Brot assen. Ich bin für ein Verbot von sämtlichem Brotsorten, da es offensichtlich Menschen dazu bewegt Amol zu laufen.
    15 0 Melden
  • StealthPanda 10.08.2016 13:55
    Highlight Durch Gamen wurde ich ein besserer Mensch. Ich trinke nur noch sehr wenig Alkohol, Rauche weniger, sehe Frauen und Männer gleichberechtigt und erschiesse beide, mein Sozialverhalten hat sich verbessert durch Kommunikation ( TeamSpeak), Ich bin ein besserer Teamplayer geworden, Tiere sind für mich nicht mehr nur zum Essen da ich benutze sie auch um die Reichweite meines Gewehrs rauszufinden, Logikrätsel beruhigen mich nun und meine Koordination hat sich massiv verbessert...ich kann die Rechtshänder Maus mit Links bedienen damit sich die andere weiterbeschäftigen kann.
    33 0 Melden
    • Hayek1902 10.08.2016 16:30
      Highlight + Ich verliere nie die Fassung, weil ich mir den Trashtalk von den schlimmsten Communities gewohnt bin.
      + Dank Onlinegames kann ich mich rudimentär mit Russen unterhalten.
      + Ich weiss, dass ich auf dem falschen Weg bin, wenn sich mir nichts entgegenstellt.
      17 0 Melden
    • Matrixx 10.08.2016 17:20
      Highlight + Wenn ich mich verlaufe, kann ich kurz auf der Minimap nachschauen.
      + im Bunnyhop hinter einen Felsen zu springen ist die beste Möglichkeit zu überleben.
      + Flashs (Blengranaten) direkt auf den Gegner werfen kann ihn töten, ohne dass er es merkt.
      + Maschendrahtzaun lässt sich während einem Sprint mit einem einfachen Messerstich kaputt machen.
      8 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.08.2016 18:08
      Highlight + Ich sammle unnützliche herumliegende Dinge ein um etwas nützliches daraus zu bauen...
      3 0 Melden
  • rYtastiscH 10.08.2016 13:00
    Highlight Bewegungswahrnehmung, Reaktion, logisches Denken, vernetztes Denken, Hand-Augen-Koordination u.v.m. Sind alles Eigenschaften, die bei einem Shooter essentiell sind um darin gut zu sein.

    Für mich ist das also keine Überraschung!

    Aber natürlich ist es, wie mit allem im Leben, eine Frage des Masses.
    28 1 Melden
    • PuRpLE_KusH 10.08.2016 15:59
      Highlight Ach was, ich merke immer, wie meine Intelligenz auch noch nach 5-6h Zocken stetig steigt.

      Manchmal kommen mir mit dem zunehmenden Intellekt so viele neuen Erkenntnisse, das es mich einfach überwältigt und ich nur noch weine.
      6 0 Melden
    • rYtastiscH 10.08.2016 17:04
      Highlight Fünf bis sechs Stunden ist doch auch noch im Mass oder? :P

      8 0 Melden
  • Padi Engel #Kanngarnix 10.08.2016 12:56
    Highlight Lustig, dass ihr bei dumm den kampjet simulator-piloten reingenommen habt ;)
    12 0 Melden
  • Matrixx 10.08.2016 12:35
    Highlight Ja. Man lernt schneller. Früher wurde ich im Spiel 20 mal vom gleichen Camper erschossen. Heute find ich ihn nach dem 7. Mal!
    55 0 Melden
    • wololowarlord 10.08.2016 15:19
      Highlight Dann aber knife'n und teabagen 😁😄
      3 0 Melden
    • maxi 10.08.2016 16:15
      Highlight 😂😂😂
      3 0 Melden
  • SuicidalSheep 10.08.2016 12:13
    Highlight Kann der Studie nur zustimmen :)
    15 0 Melden
  • Hayek1902 10.08.2016 12:04
    Highlight Naja, cum hoc ergo propter hoc. Ich kann mir vorstellen, dass Jugendliche, die viele Spiele spielen tendenziell technikaffiner sind und technikaffiner Leute wiederum tendenziell besser in Naturwissenschaftlichen Fächern sind. Computerspiele hätten dann generell kaum einen Einfluss auf die Leistung. Natürlich gäbe es Unterschiede, je nach dem, was man spielt z. B.: Strategiespiele könnten das Abwägen, Gewichten & Entscheiden fördern, anspruchsvolle Rätsel / Adventure-Spiele das logische Denken, historischer Kontext das Geschichtswissen etc.
    27 6 Melden
    • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 10.08.2016 12:11
      Highlight Du berufst dich doch auf das klischee, dass gamer nerds sind.
      Es ist wirklich so, dass man mit gamen schneller lernt
      21 2 Melden
    • Hayek1902 10.08.2016 12:39
      Highlight Man lernt spielerisch schneller, das stimmt. Aber ich glaube nicht, dass dies wirklich einen Einfluss auf die schulischen Leistungen hat, wenn man nicht sehr spezielle Spiele spielt. Und du darfst mich gerne darüber aufklären, wo du da das Klischee siehst...
      13 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 10.08.2016 12:44
      Highlight Apropos Spiele, die Hirnschmalz erfordern: Probiert Factorio, ist aus meiner Sicht eine Art Strategie- und Extrem-Puzzle/Logik Spiel - je nach dem, ob man es übertreibt. Doch man wird es ziemlich übertrieben haben, wenn man das Spiel zu Ende gespielt hat:
      https://www.factorio.com/
      5 0 Melden
    • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 10.08.2016 12:44
      Highlight " dass Jugendliche, die viele Spiele spielen tendenziell technikaffiner sind und technikaffiner Leute wiederum tendenziell besser in Naturwissenschaftlichen Fächern sind. "
      7 0 Melden
    • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 10.08.2016 12:45
      Highlight Was hat gamen mit naturwissenshaftlichen fächern zu tun?
      8 1 Melden
    • Hayek1902 10.08.2016 13:06
      Highlight Nun, wer viele spiele spielt, interessiert sich öfters mehr für technische komponenten (Mainbords, CPUs, GPUs, etc.) und wie die funktionieren, informatik an sich oder beispielsweise programmieren. Das wiederum könnte dazu führen, dass man sich ein grösseres Wissen dafür aneignet oder eine Ausbildung in diese Richtung anstrebt, was sicher naturwissenschaftslastiger ist. Finde ich jetzt nicht so abwegig, ich habe ja auch auf diesem Weg sehr viel gelernt.
      10 3 Melden
    • S.Fischer 10.08.2016 13:33
      Highlight @Hayek1902

      Ich bin selbst noch Gymnasiast und leidenschaftlicher Gamer in meiner Freizeit.

      Naturwissenschaften sind mit Abstand meine besten Fächer (abgesehen von Englisch, was stark durch Youtube, Online-Games, etc. geschult wird).

      Besonders Technikaffin bin ich aber bei bestem Willen nicht. Wie CPU, GPU, etc. funktionieren? Keine Ahnung, ich sehe es auch nicht wirklich als immens wichtig an, dies zu wissen. Programmieren kann ich genau so wenig.

      Ich spiele hauptsächlich: Battlefield 4 & Arma 3 (Shooter), Wargame Air land battle (Taktik) und ein paar kleinere Indiegames (meist Sandbox).
      5 0 Melden
    • Matrixx 10.08.2016 13:35
      Highlight Hayek, das stimmt zum Teil. Hardcore-Gamer werden irgendwann ihre Hardware ihren Lieblingsspiele anpassen bzw. Diese fürs Spiel optimieren. Ist aber keine Voraussetzung. Eher ein "Nebenbei-Hobby".
      Aber statistisch gesehen machen das Gamer wohl am häufigsten.
      5 0 Melden
    • Hayek1902 10.08.2016 13:49
      Highlight Ich sage nicht, dass jeder Gamer zum Programmierer oder Hardwarespezialist wird. Ich sage bloss, dass die Chance deutlich höher ist, dass dies das Interesse daran weckt, wenn man sich viel mit Games beschäftigt. Weiter gehe ich deshalb davon aus, dass diese Gamer im Schnitt naturwissenschaftlich besser sind, weil sie sich für Themen interessieren, die damit verwandt sind (Programmieren => Mathematik; Hardware => Physik, Chemie, ....). Ich halte den Effekt von den beliebtesten Spiele auf die Noten für sehr beschränkt, aber man lernt spielend besser und sie können diverse Kompetenzen fördern.
      8 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 10.08.2016 11:56
    Highlight die studie kam doch schon 2009 oder so. hab das selbe 1:1 schon mal gelesen ^^
    15 0 Melden
  • guby 10.08.2016 11:34
    Highlight Vielleicht ists aber auch einfach umgekehrt und "intelligentere" 15 Jährige beschäftigen sich lieber mit Computerspielen, da man dabei die Geschehnisse aktiv beeinflussen kann, als nur passiv z.B. vor dem Fernseher zu sitzen.
    60 1 Melden
  • Der Tom 10.08.2016 11:33
    Highlight Glaube ich nicht. Wie wäre ich denn sonst dumm und faul geworden?
    26 15 Melden
    • Too Scoop 10.08.2016 11:50
      Highlight Das sind die Gene Tom, die Gene!
      33 0 Melden
    • Der Tom 10.08.2016 13:34
      Highlight Gene? Ich hab keine! Ich esse nur bio Mais 🤓
      19 1 Melden
    • Money is everything 10.08.2016 16:19
      Highlight Der Tom: Du hast einen genialen Humor :D
      4 0 Melden

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