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Von wegen Spiritualität – den Tantra-Urvätern ging es um Fleisch, Alkohol und Sex

Tantra soll uns den Weg zur Erleuchtung ebnen. Doch letztlich ist das Ganze wesentlich profaner, als uns die westlichen spirituellen Sucher verklickern wollen.



Tantra. Allein schon der Begriff regt die Fantasie an. Tantra ist nicht nur «mechanischer» Sex, bei dem es primär um die individuelle Befriedigung sexueller Bedürfnisse geht. Nein, Tantra ist mehr.

Tantra ist ein spirituelles Ritual, das uns helfen soll, den Weg zur Erleuchtung zu ebnen. Also eine Art Transformation, eine Verschmelzung von Sinnlichkeit und Spiritualität.

Und ja: Tantra ist eine alte, eine uralte Tradition, die ihre Wurzeln in der fern östlichen Mystik hat, im Buddhismus und Hinduismus.

Tantra

Den alten Indern ging es mehr um Kamasutra der handfesten Art und weniger um den spirituellen Höhenflug. Bild: shutterstock.com

Bei so vielen überwältigenden Attributen ist es verständlich, dass Tantra die Königsdisziplin der spirituellen und esoterischen Sucher ist. Spirituelle Banausen, die Sex einfach nur als Liebesbezeugung und körperliche Befriedigung benutzen, könnten neidisch werden und denken, ihre Libido sei amputiert.

Doch es ist immer ratsam, skeptisch zu bleiben, wenn eine Prozedur als Heilsweg und Erlösungsritual angepriesen wird. 

Profaner als gedacht

So ist es einmal mehr wenig überraschend, dass man beim näheren Hingucken rasch auf Widersprüche stösst. Denn das fernöstliche Tantra ist wesentlich profaner, als uns die westlichen spirituellen Sucher verklickern wollen.

Denn der gern propagierte spirituelle Orgasmus, der angeblich nur im Kopf stattfinden soll, hat mit dem traditionellen Tantra wenig zu tun. Denn es ging den alten Indern mehr um Kamasutra der handfesten Art und weniger um den spirituellen Höhenflug. Der körperliche Höhepunkt war wichtiger als der Blick in die kosmischen Sphären.

Gegen alle Regeln

Tatsächlich waren die ursprünglichen Tantriker vor 2000 und mehr Jahren Rebellen, die sich gegen den asketischen Lebensstil des Hinduismus auflehnten.

Sie wehrten sich gegen die Unterdrückung des Sinnlichen. Sie wollten den verteufelten Genuss ausleben und Tabus brechen. Sie assen genussvoll Fleisch, tranken Alkohol und lebten ihre Sexualität aus. Gegen alle Normen und Regeln. Die tantrischen Yogi waren Tabubrecher und wollten das Religiöse mit dem Sinnlichen verbinden.

So können sich theoretisch spirituell hoch entwickelte Paare übersinnlich «vereinigen», ohne Sex miteinander zu haben.

Im Buddhismus gibt es allerdings Tantra-Formen, die dem Ideal der westlichen Sinnsucher eher entsprechen. Dabei geht es vor allem darum, die Sexualität zu transformieren. Nicht die Sinnlichkeit steht im Zenrum, vielmehr geht es um spirituelle Rituale.

Diese Transformation der körperlichen Sexualität ist quasi die Meisterschaft der Spiritualität und der Höhepunkt der spirituellen Entwicklung. So können sich theoretisch spirituell hoch entwickelte Paare übersinnlich «vereinigen», ohne Sex miteinander zu haben.

The Bhagwan Shree Rajneesh tells a news conference on Monday, Sept. 17, 1985 in Rajneeshpuram, Oregon, that his former personal secretary and spokeswoman, Ma Anand Sheela and six other former commune leaders mismanaged operations and left the city $55 million in debt. The seven have left the Oregon commune. (AP Photo/Jack Smith)

Bhagwan bei einer Pressekonferenz im Jahr 1985.  Bild: AP

Doch diese Entwicklungsstufe erreichen angeblich nur aussergewöhnliche begabte und hingebungsvolle Sinnsucher nach jahrzehntelangem Üben. Die vielen Berichte über sexuelle Übergriffe durch buddhistische Mönche zeigen jedenfalls, dass es bei diesen nur um die sehr grobe Form der sexuellen Befriedigung geht.

Und so wurde in den Bhagwan-Kommunen querbeet gebumst, dass sich die Balken bogen.

Etliche Gurus nutzen denn auch die spirituelle Verbrämung von Tantra bei den westlichen Sinnsucherinnen schamlos aus. Sie gaukeln den verblendeten Frauen vor, sie persönlich in die tantrische Meisterschaft einzuführen. Das Ritual endet meist mit einer handfesten, unsaften Penetration.

Von wegen «spirituellem Sex»

Tantra ist im Westen eine junge Disziplin. Importiert hat den «spirituellen Sex» primär der indische Sex-Guru Bhagwan, der sich später Osho nannte. Er lockte die hedonistischen Wohlstandsmenschen mit dem Slogan nach freier Liebe an. Und so wurde in den Bhagwan-Kommunen querbeet gebumst, dass sich die Balken bogen. Der Guru forderte von den Sannysasins, sich sexuell zu befreien. Mit «spirituellem Sex» hatte sein Tantra nichts zu tun.

Osho lag denn auch richtig, wenn er die freie Liebe als Tantra bezeichnete. Denn in seinem Land war Tantra ursprünglich – wie bereits erwähnt – ebenfalls eine Methode der Überwindung der sexuellen Unterdrückung.

Image

Der kürzlich verstorbene Psychiater Samuel Widmer und seine Frau Danièle, die nun die Kirschblütengemeinschaft führt.

Wie Tantra bei uns oft praktiziert wird, hat die grosse Kirschblütengemeinschaft des kürzlich verstorbenen Psychiaters Samuel Widmer demonstriert. Die Gemeinschaft hatte – zumindest vor der spektakulären Razzia durch die Polizei – Tantraseminare in Grossgruppen durchgeführt.

Um schön locker zu werden, gab es als Vorspiel psychoaktive Substanzen wie Ecstay (MDMA) oder LSD. Aussteigerinnen berichten, dass vor allem die Männer die enthemmende Wirkung der Drogen benutzt hätten, ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Schliesslich war das Angebot an Yonis verlockend gross.

Tantra-Seminare werden landauf und landab angeboten. Streng nach dem ökonomischen Prinzip von Angeot und Nachfrage.

Auch in der spirituellen Welt gilt: Sex sells.

Verräterisch sind denn auch die Ausschreibungen zu den Seminaren. Drei Beispiele.

Das Seminarhaus Witebach verkündet:

«Erst im zweiten Schritt geht es um die Begegnung und die Berührung mit dem Du, mit deinem Gegenüber. Wir erkunden wie du dich in der Gruppe nähren kannst … Wir erforschen Wege um deine Lebensenergie zu steigern, dein sinnliches Erleben in dir zu wecken und dein natürlicher Ausdruck zu entfalten … In der Gruppe kommt viel Energie zusammen und dies unterstützt jeden in seiner Entwicklung.» (Originalton inklusive Orthographiefehler).

Das Aruna Institut schreibt:

«Wochenendseminare sind darauf ausgerichtet, eine tiefe, körperlichen Erfahrung des Lebendig-Seins, sowie kraftvolle Impulse in Liebe und Sexualität zu vermitteln….Unsere Seminare für Paare unterstützen engagierte Liebespaare dabei, die vollen partnerschaftlichen und sexuellen Möglichkeiten ihrer Beziehung auszuloten.»

Bei «Befree-Tantra» klingt es so:

«Bereichern Sie Ihr Wissen um Massagen und heilende Ganzkörperberührungen, und nehmen Sie die tantrische Brust-, Yoni-, und Lingamheilmassage, sowie den Umgang mit Hilfsmitteln und Sinnesgegenständen, wie Ölen, Federn etc. mit in Ihren Alltag.»

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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80Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alienus 29.05.2018 20:25
    Highlight Highlight ?

    Blogger, die Fehlgedanken lenken,
    und in diesem Blog für uns denken,
    und mit selbstgerechten Vertrauen
    uns den Spaß an Religion versauen.

    Fanden sie den göttlich Geschmack,
    ausgelutscht am religiösem Wrack,
    durch Gurus, die bekifft verstanden,
    Lösungen aus jeder Richtung fanden.

    Ob dies und jenes Heil versprachen,
    wir aber über diesen Mist nur lachen,
    da nun trotz fehlend Kunst und Fleiß,
    der Guru sich als Genie zu geben weiß.

    Des Gurus Kunst ist aber krank,
    man sieht es bestens gottseidank,
    da hilft kein göttlich Wunderpflaster,
    vor diesen gottvergessen Kritikaster.

    Nach L. Thoma
    • Pasionaria 29.05.2018 23:10
      Highlight Highlight Fazit:
      Wer sich in die Haende eines Gurus begibt, betritt den Garten des Wunschdenkens, worin das Unkraut kraeftig wachsen kann und Deine Sinne ueberwuchert!
    • Alienus 30.05.2018 00:35
      Highlight Highlight Pasionaria

      Erstaunt bin ich immer wieder, dass doch so viele Blogger meinen, Hugo Stamm würde hier eine Kampagne für eine religiöse / antireligiöse Sache treiben.

      Aber eine Gewissheit (?) kann man haben: Kritiker werden hier von den religiösen oder sich so gebenden Machtgewaltigen nicht mehr auf den Scheiterhaufen getrieben.

      Aber man kann (HS tut es) ein kleines Feuerchen für Diskussionsanstoß, Erkenntnis, Standortzweifel entfachen und in der noch dunklen Düsternis den Nachdenklichen möglicherweise ein Lichtlein als Signal senden.

      Halleluja. und Amen.
    • Pasionaria 31.05.2018 06:01
      Highlight Highlight @ Hallelujalienus
      Bist Du eigentlich ein Fazit-Kreationist mit Deinen kecken Inputs?

      Fazit zu Deinem 30.5. - 00.35h:
      Skeptizismus = Zuenden eines Feuers
      Religión/Esoterik = Anbetung der Asche.
  • Ramon-Dominik 29.05.2018 19:08
    Highlight Highlight Es ist sehr traurig wie Oberflächlichkeit hier über das Thema Tantra geschrieben wurde. Die Bemühung zu Urteilen und Kritisieren scheint sehr viel wichtiger, als sich ernsthaft mit dem auseinanderzusetzen was eine bewusste Sexualität und das wirkliche kennenlernen des eigenen Körpers, Gefühlen und Ängsten bewirken kann. Tantra auf die ökonomische Nachfrage und Sex Sells zu degradieren hat etwas kindisches. Auf jedenfalls nichts ernsthaftes und erwachsenes. Auch Tantra ist nur ein Wort und kann von egozentrischen Personen leicht missbraucht werden. Tantra kann so positiv sein, wie du es willst.
    • Pasionaria 29.05.2018 22:56
      Highlight Highlight "s ist sehr traurig wie Oberflächlichkeit hier über das Thema Tantra geschrieben wurde."
      Dann aber bitte schleunigst tiefgruendig ueber das Thema zu schreiben. Sie haben x Mal 600 Anschlaege…. aber langweilen Sie uns bitte damit nicht!


      P.S. Bitte verwechseln Sie Substantive mit Adjektiven nicht, sonst liest's sich bei Ihnen als oberflaechlich_keit.
    • Alienus 30.05.2018 00:53
      Highlight Highlight Ramon-Dominik

      Nun, mit größtem Interesse würde man Ihre Schreibe bezüglich Tantra und Sex lesen, um die eigene unterstellbare Oberflächlichkeit zu durchbrechen und in die Tiefe der höchstinteressanten Materie einzutauchen.

      Denn man hat doch ein Vorurteil (?), dass Tantra auch nur eine Facette eines uralt wirkenden Bündels an Themen ist, welches da lautet: Fleisch, Alkohol und SEX!

      Damit man Sie dann richtigerweise neu benennen kann: Roman-Dominik.
    • Ramon-Dominik 30.05.2018 01:35
      Highlight Highlight Ich gebe es zu, ich bin nicht der Typ der schriftliche Arbeiten von anderen korrigiert. Kann dir aber ein Abendessen kochen, welches dir in Erinnerung bleibt :)
      Die "Oberflächlichkeit" ist ein hässlicher Fehler und ist tatsächlich bei einer unachtsamen Word Korrektur entstanden.

      Weiter zum Thema...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 29.05.2018 12:52
    Highlight Highlight Im Hinduismus ist der Untergang des Hinduismus (und damit auch des Tantra) inbegriffen.

    Darum sollte man sich über Tantra nicht allzu viele Sorgen machen. 😀
  • My Senf 29.05.2018 11:37
    Highlight Highlight Uii

    Jetzt hat der Hugo mal was nicht Christliches kritisiert und kriegt von allen in die Fresse.

    Herrlich erleuchtend diese Reaktionen
    • Pasionaria 29.05.2018 18:41
      Highlight Highlight In meiner untenstehenden Aufzaehlung habe ich Sie ja voellig vergessen, ein grosses sorry! Wie konnte ich auch.

      Haben Sie heute ev. keinen Hotdog 'erleuchten' koennen, deshalb so ketchupig?


      Bitte um Argumente, bei Eurer dermassen schwachen Kritik!
    • Alienus 30.05.2018 01:07
      Highlight Highlight Senf

      Hm, ne Anmerkung.

      „Alle“: ???

      ạl•le, Pronomen. Verwendet, um auszudrücken, dass die genannten Personen oder Dinge die Gesamtheit von etwas darstellen.

      Also kann Ihr Schreibe somit nicht stimmen.

      Denn es gibt Wurstfresser, die keinen Senf, aber dafür Ketschup essen. Ich mag sogar Majo dazu. Oder Sojasoße, oder Curry, oder Pfeffer und auch Nix.
  • Pasionaria 29.05.2018 06:24
    Highlight Highlight @ die staendigen, bis zur Langeweile wiederholenden Blogautoren-Kritiker, resp. Glaubens-, sowie Esoterik-Angehauchten, wie Ueli der Knecht, lilie, Anneler u.a., merkt Euch:
    Immunitaet (gegen Kritik/Aufklaerung) ist, was uebrigbleibt, wenn man den Realitaeten nicht in die Augen schauen mag.
    Aberglauben ist, was uebrigbleibt, wenn man sich straeubt den Verstand einzuschalten.
    Und darauf geht man (frau) am liebsten auf den Skeptiker los.
    Nicht doch ein wenig schwach?
    Wo bleiben denn Eure Argumente (lilie da sind Sie nicht wirkl. gemeint, wenn diese auch oft an den Haaren herbeigezogen!)
    • Alienus 29.05.2018 07:16
      Highlight Highlight Pasionaria

      !
    • rodolofo 29.05.2018 10:22
      Highlight Highlight @ Pasionaria
      Heisst das, dass die jetzt Alle eine schlechte Prüfungs-Note kriegen?
    • Share 29.05.2018 16:50
      Highlight Highlight @Aria
      Skeptisch macht mich eigentlich nur deine Berechnung. Kennst du dieses Zitat? Quelle unsicher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 28.05.2018 23:23
    Highlight Highlight Schon genug von Tantra?
    Falls nicht:
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Aghori]
  • Spooky 28.05.2018 20:41
    Highlight Highlight Yoga, wie es heute im Westen gelehrt wird, hat absolut rein gar nichts zu tun mit dem hinduistischen Yoga.

    Tantra, wie es heute im Westen gelehrt wird, hat absolut total rein gar nichts zu tun mit dem hinduistischen Tantra.

    Ich finde aber den Artikel von Hugo Stamm super: als Einstieg für Leute, die sich damit näher befassen möchten.
  • DaBoong 28.05.2018 08:28
    Highlight Highlight Herr Stamm... ich lese ihren kommentar immer sehr gerne. Bisweilen spüre ich jedoch vermehrt eher ein ventil für ihren lebensfrust anstelle einer kritischen auseinandersetzung mit ihren noch so spannenden themen. Aber wie sex "sellt" auch das "bashing"... ansonsten ein tipp von mir gegen den alltagsfrust: bumsen, dass sich die balken biegen! 😊
  • Pasionaria 28.05.2018 00:04
    Highlight Highlight 1/2
    Lilie
    Cc Sophia​
    Irgendetwas muessen Sie pers. gegen den Blogautoren haben. ​
    Nicht das erste Mal - obwohl ich nicht darán zweifle, dass Sie recht belesen sind -, leiden Sie in diesem Blog oft an Textunverstaendnis. Komisch oder perfid?​
    Wie koennen Sie schreiben "HS, woher haben Sie Ihre Kenntnisse über das Ur-Tantra? Ich fürchte, Sie haben das komplett falsch verstanden."​

    Es scheint, dass SIE im Ur-Tantra stecken geblieben sind, denn HST berichtet nicht darueber, sondern ueber die Widerspruechlichk. des propagierten fernoestl. zum westlichen Tantra. Lesen Sie den Blog doch nochmals!
    .
  • Pasionaria 28.05.2018 00:01
    Highlight Highlight 2/2….
    Uebrigens erscheint es offensichtlich, dass HS u.a. durch seine unzaehligen Reisen durch Indien 'beinahe' so gute Kenntnis ueber die spirituelle Gepflogenheiten und deren Urspruenge hat, wie Sie, Madame lilie.
    Ihre eso-spirituelle Neigung sollte Sie gegen Skeptiker nicht so aufgebracht (ich sag jetzt nicht, agressiv) machen.
    In der Ruhe liegt doch Ueberlegenheit, oder?

    Sophia
    Ich verstehe Ihre Einwaende nur allzu gut.
  • Beteigeuze 27.05.2018 20:36
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • Alienus 28.05.2018 00:17
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Spooky 27.05.2018 18:47
    Highlight Highlight Weiterführende Infos über Tantra:
    ⬇︎☟⬇︎
    [https://de.wikipedia.org/wiki/Tantra]
  • Share 26.05.2018 19:39
    Highlight Highlight Rekapitulieren wir mal. Sinnsuche, Meisterschaft und Disziplin. Gefällt mir nicht.
    • rodolofo 27.05.2018 08:49
      Highlight Highlight Das glaube ich sofort!
      Ich entwickle mich da in eine ähnliche Richtung, wie Du, bin auf diesem Weg aber noch nicht so weit fortgeschritten, wie Du.
      Meine zwei unerreichbaren Idole sind beide Klavierspieler und extrem freche Anarchisten.
    • Share 27.05.2018 17:38
      Highlight Highlight @rod
      Du meinst ein Anachronismus, nicht? Weisst du übrigens, wo Aufzeichnungen vom Konzert von Alicia Keys und Will.i.am zu finden sind? Eine unglaubliches Live-Set.
    • rodolofo 28.05.2018 08:57
      Highlight Highlight @ Share
      Mit meiner eingeschränkten Phantasie fallen mir da nur die Begriffe "Google" und "YouTube" ein.
      Enttäuschend konventionell...
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Origin Gra 26.05.2018 18:13
    Highlight Highlight Tja, Sex Sells 😁Auch im alten Indien 😏
  • Michael Bamberger 26.05.2018 14:59
    Highlight Highlight Frage:

    Welche sind die zwei gemeinsamen Faktoren, die diese Länder verbinden?

    - Afghanistan
    - Kongo
    - Pakistan
    - Indien
    - Somalia

    Antwort:

    1. Es sind stark religiös geprägte Länder.

    2. Es sind die fünf gefährlichsten Länder weltweit für Mädchen und Frauen.

    Quelle:

    https://www.welt.de/politik/ausland/article13430936/Diese-Laender-sind-fuer-Frauen-die-gefaehrlichsten.html

    und

    "Als gefährlichstes Reiseland für Frauen gilt Indien. Alle 20 Minuten wird in Indien eine Vergewaltigung gemeldet."

    Quelle: Fokus online 5.3.2015
    • Ökonometriker 26.05.2018 16:55
      Highlight Highlight Korrelation ist nicht gleich Kausalität und eine Stichprobengrösse von fünf nicht repräsentativ ausgewählten Ländern ist hanebüchen.
    • Waldorf 26.05.2018 17:16
      Highlight Highlight Und was impliziert diese Aussage denn nun?
    • rodolofo 26.05.2018 20:27
      Highlight Highlight Ist ja auch logisch: Wo es gefährlich ist, da hilft nur noch Gottvertrauen, locker zu bleiben und sich nicht in Angst vor dem Gefährlichen zu verkrampfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 26.05.2018 12:24
    Highlight Highlight Ich würde jeder Frau mit Orgasmusproblemen empfehlen mit ihrem Partner einen Tantraworkshop zu besuchen, wo der Mann lernt, die Erektion lange zu halten, sich im Einklang mit der Partnerin zu bewegen. Und die Frau lernt Hemmungen abzubauen, ihre eigenen Bedürfnisse zu spüren und über den Körper mitzuteilen. Man kann da gerne auf den spirituellen Ueberbau verzichten.
  • RiiseHolzchopf 26.05.2018 11:41
    Highlight Highlight Versteh nicht ganz, was dieser Artikel aussagen soll bzw. was die Beweggründe dafür waren? Ich glaube nicht viele hier haben behauptet, dass Tantra ein super spirituelles Ding ist. Für die meisten wird das definitiv mit physischem Genuss verbunden.
  • J.P. aus S. 26.05.2018 11:40
    Highlight Highlight Ich konnte die Europäerinnen mit Punkt auf der Stirn noch nie ernst nehmen. Die müssen sich, wenn sie bei einen indischen Guru landen, auch nicht wundern wenn sie von dem nur sexuell ausgenutzt werden. Natürlich ganz im Zeichen der spirituellen Reinigung.
    • Waldorf 26.05.2018 17:19
      Highlight Highlight Ich konnte Südamerikanerinnen mit einem Kreuz um den Hals auch nie ernst nehmen. Die müssen sich auch nicht wundern, wenn ihre Priester... ach, du weisst was ich meine.
    • rodolofo 27.05.2018 08:57
      Highlight Highlight @ Waldorf
      Was hast Du gegen Südamerikanerinnen mit Kreuz-Schmuck am Hals?
      Die sind doch in der Regel sowohl mit- als auch ohne Kreuz-Schmuck umwerfend sexy!
      Ein SOLCHES Kreuz würde ich jedenfalls gerne tragen!
      Und ich trage ja auch ein solches Kreuz.
      Anfänglich glaubte nämlich, die Frau sei aus Peru.
      Dann stellte sich beim näheren Kennenlernen heraus, dass sie aus den Philippinen kam.
      Aber in den Philippinen geht es ungefähr so zu und her, wie in Mexiko.
      Also passt es doch mit meiner heutigen Ehefrau.
  • Oxymora 26.05.2018 10:44
    Highlight Highlight Tantra Fans habt ihr

    The Great Tantra Challenge

    von Sanal Edamaruku, der im TV zeigt,
    wie die Tricks der Gurus funktionieren
    schon an geguckt?
    Mit ganz viel Ur-Tantra der alten Inder.

    https://www.rationalists.net/videos



    Leider musste Sanal Edamaruku aus Indien flüchten weil er auch gezeigt hat warum der katholische Jesus in Mumbai saftet.


    Situation ums Grüselfix Mumbai

    Play Icon




    Situation von Sanal Edamaruku

    Play Icon


    .
  • Lümmel 26.05.2018 10:02
    Highlight Highlight Hugo Stamm, aka "der die Weisheit mit Löffeln frass"
    • Ueli der Knecht 26.05.2018 13:35
      Highlight Highlight "Weisheit"?
    • Lümmel 26.05.2018 16:17
      Highlight Highlight Weisheit.
    • Ueli der Knecht 26.05.2018 17:00
      Highlight Highlight Das scheint mir eher ein Etikettenschwindel zu sein. Vermutlich ein Fall für den Kassensturz. Da hat wohl jemand irgendwas anderes umverpackt und als Weisheit verkauft, und dann wurde Hugo Stamm mit diesem Fakefutter gelöffelt.
  • Herbert Anneler 26.05.2018 09:44
    Highlight Highlight Spiritualität ist viel älter als Tantra - und Sex ist auch nicht immer schädlich😉 Ja, und auch den Sex haben die Tantriker nicht als Erste erfunden...
    • Sophia 26.05.2018 11:22
      Highlight Highlight Da dürftest du mal Recht haben Anneler, denn ohne Sex hätte es wohl nie Tantra gegeben! Ach ja, auch uns beide nicht, sieh mal an!
  • bcZcity 26.05.2018 09:37
    Highlight Highlight Sexuelle Erregung schüttet viel Chemie im Körper aus, man wird geil. Manche versuchen dies zu halten, hinauszuzögern, auch über Tage, um dann explosiv gut „zu kommen“.

    Aber man sollte es sehen wie es ist, Sex ist auch nichts anderes wie ein Drogenrausch, hat die Natur geschickt gemacht um die Reproduktion anzukurbeln. Bumst weiter, ihr Junkies der Lüste 😎
  • dracului 26.05.2018 09:30
    Highlight Highlight Wir leben in einer oversexed und underfucked Gesellschaft und unsere Bedürfnisse bewegen uns. Sexualität ist, trotz Ausbruchversuch der Hippiebewegung, weiterhin das Tabuthema schlechthin! Solange wir das Thema todschweigen, in hippe Pornografie flüchten oder es gar in den Schoss der hiesigen Bischöfe legen, treiben wir Menschen rudelweise in die Hände der Yonilingammassierer, religiösen Abstinenzbewegungen und vielen anderen Scharlatanen. Drum wehret den (Sekten-) Anfängen: Let‘s talk about sex!
  • Gummibär 26.05.2018 09:19
    Highlight Highlight Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.
    Den Begriff "Tantra" über die abstrusen Praktiken einiger Scharlatane und Abzocker erklären zu wollen ist etwa so wertig wie die Indische Küche über die gelbe Knorr Curry-Sauce zu definieren.
    Uns auf diese Weise zu erzählen, was die "Alten Inder" im Sinne hatten ist nun wirklich allzu oberflächlich.
    Schuster bleib bei deinen Leisten / Stamm bleib bei deinen Christen und Sekten.
    • Sophia 26.05.2018 11:28
      Highlight Highlight Ist doch völlig irrelevant, deine Geschichtskenntnisse dürften auch nicht weiter reichen, als jene Stamms. Fast alles in der Vorzeit ohne Schrift geschehene ist Spekulation und immer irgendwie durch die heutige Zeitbrille gesehen. Wenn dem Ganzen dann noch ein Zauberschleier überzogen wird, wirds doch erst so richtig interessant. Meist war alles viel porfaner, als uns die Historiker weiss machen wollen. Hier dürfte der Stamm also völlig richtig liegen.
    • Heinz Nacht 26.05.2018 12:06
      Highlight Highlight Da du, Gummibär, die Geschichte des Tantra ja offenbar viel besser als Hugo Stamm kennst, erklär es uns doch mal! Einfach nur über Stamm zu maulen, ist noch nicht mal die gelbe Knorr Currysauce gekocht...
    • lilie 26.05.2018 15:17
      Highlight Highlight @Gummibär: Danke für den tollen Vergleich! Wie treffend! 😁👍

      @Sophia: Wenn man keine Ahnung hat von Geschichte, kann man auch keine Ahnung haben: Die tantrischen Ideen wurden nicht nur aufgeschrieben (u.a. im Kamasutra), sondern war seinerseits eine Gegenbewegung zu den vedischen Schriften, die nochmals etwa 1000 Jahre älter sein dürften.

      Zumindest das, was die dort aufgeschrieben haben, könnte man kennen. Man kann aber auch einfach das nehmen, was Osho und seine Anhänger behauptet haben und das zum Fakt erheben wie Herr Stamm das tut...

      #Heinz: Kürzestabhandlung von mir weiter unten. ;)
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  • lilie 26.05.2018 09:00
    Highlight Highlight Herr Stamm, woher haben Sie Ihre Kenntnisse über das Ur-Tantra? Ich fürchte, Sie haben das komplett falsch verstanden.

    Es ging im Ur-Tantra überhaupt nicht darum, seine Sinnlichkeit auszuleben. Das Ur-Tantra diente viel mehr dazu, durch mystische Rituale eine Verschmelzung mit dem Göttlichen zu erreichen, um deren "Macht" in sich aufzunehmen.

    Das Übrigbleibsel aus der urtantrischen Tradition ist das Yoga.

    Sexuelle Befreiung hingegen ist eine Erfindung des Westens zur Hippiezeit. Die oben erwähnten Institute sind alle von ehemaligen Schülern von Osho, der auf diesen Zug aufgesprungen ist.
    • rodolofo 26.05.2018 10:44
      Highlight Highlight Mit irgendwas Aufregendem MUSS ein Guru seine Anhänger ja ködern!
      Die Realität sieht dann wesentlich schwieriger aus, als wie sich das Osho-Hippies, oder andere "Kommunarden" vorgestellt haben.
      Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ein Ehemann und Vater einer Baghwan-Familie Höllenqualen durchlitt, als seine Frau sich mit einem anderen Mann am verlustieren war und sie sich das gegenüber ihrem Ehemann mit der grössten Selbstverständlichkeit herausnahm.
      Ich musste damals bis tief in die Nacht hinein als "Trostkissen" herhalten und mich intensiv umarmen und drücken lassen...
    • Sophia 26.05.2018 11:21
      Highlight Highlight Ja, und, Lilie, ist doch eines so doof wie das andere!
    • lilie 26.05.2018 11:41
      Highlight Highlight @rodolofo: Die "freie Liebe" stellen sich viele fantastisch vor, aber in der Realität funktioniert das nur selten.

      @Sophia: Die Entwicklung des Urtantras diente einem Zweck. Es ging nämlich darum, Herrscher, die nicht aus der höchsten Kaste kamen, mit "göttlicher Macht" zu legitimieren.

      Aus heutiger Sicht mag das archaisch erscheinen, aber zur damaligen Zeit war es eben revolutionär, dass so jemand überhaupt König werden konnten.

      Die ersten Tantriker WAREN also Revoluzzer. Aber komplett anders als von Herrn Stamm dargestellt.
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  • amRhein 26.05.2018 08:29
    Highlight Highlight Ich habe fast den Eindruck, Hugo Stamm möchte uns Tantra näher zu bringen:

    „Tantra. Allein schon der Begriff regt die Fantasie an. Tantra ist nicht nur «mechanischer» Sex, bei dem es primär um die individuelle Befriedigung sexueller Bedürfnisse geht. Nein, Tantra ist mehr.“

    Warum auch sollte man sich den schönen Genüssen entsagen und versuchen das Schöne auf vielfältigste Weise geniessen zu können.
  • Diagnose: Aluhut 26.05.2018 08:24
    Highlight Highlight Hey, nichts gegen Fleisch, Alkohol und Sex! 😅🙈
    • mogad 26.05.2018 12:29
      Highlight Highlight Na ja. Auf das Fleisch könnt ich ja verzichten. Dafür vom Andern ein bisschen mehr bitte.
    • HerrLich 29.05.2018 15:49
      Highlight Highlight @Graustufe Rot:
      Tägliches erwähnen meiner fleischlosen Ernährung: Check !
      Machst Du vielleicht noch Crossfit?
  • rodolofo 26.05.2018 08:23
    Highlight Highlight An Hugo Stamms Texten über "Spirituelle Sucher" stört mich immer wieder dieser griesgrämig nörgelnde Unterton des anspruchsvollen Kritikers, der seine Geault Millot-Punkte verteilt, ohne selber kochen zu können.
    Als ich einmal an Veranstaltungen von Tantrikern (unter ihnen sehr viele Sozial-TherapeutInnen) ging, wie "5 Rhythmen", war es mir zuerst, als wäre ich im Paradies gelandet! Lauter wild und hemmungslos tanzende Leute, die -im Gegensatz zu den elitären Disco-Snobs- AUFEINANDER ZU TANZTEN!
    Mit der Zeit kam ich dann dahinter, dass hier genau das gleiche Leistungsdenken herrschte.
    • Share 28.05.2018 21:18
      Highlight Highlight Das waren nicht etwa die wilden Zwanziger Jahre? Das erinnert mich an Dada.

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