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Sexistische Kackscheisse! Google-Entwickler sagt, warum MĂ€nner bessere Programmierer sind

07.08.2017, 20:09

Ein Entwickler bei Google hat den geringen Anteil von Frauen in der Technologiebranche mit «biologischen» Unterschieden der Geschlechter erklĂ€rt und damit fĂŒr heftige Aufregung gesorgt. In einem SchriftstĂŒck von rund 3000 Wörtern schreibt ein anonymer mĂ€nnlicher Entwickler bei Google, die Vorlieben und FĂ€higkeiten von MĂ€nnern und Frauen unterschieden sich teils aus biologischen GrĂŒnden.

Diese Unterschiede könnten erklĂ€ren, warum Frauen in der Technologiebranche und in FĂŒhrungspositionen unterreprĂ€sentiert seien. Frauen seien «offener gegenĂŒber GefĂŒhlen und gegenĂŒber Ästhetik», sie zögen daher die Arbeit in sozialen oder kĂŒnstlerischen Branchen vor. MĂ€nner hingegen verfĂŒgten ĂŒber «natĂŒrliche FĂ€higkeiten», die sie zu besseren Programmierern machten.

Das interne SchriftstĂŒck gelangte am Sonntag an die Öffentlichkeit. Danielle Brown, die neue Google-Managerin fĂŒr DiversitĂ€t, zustĂ€ndig also fĂŒr die Vielfalt der Belegschaft auch im Hinblick auf die Geschlechter, wies die Ansichten unverzĂŒglich zurĂŒck: In einer E-Mail an die Angestellten erklĂ€rte sie, diese Äusserungen wĂŒrden weder von ihr noch vom Konzern «unterstĂŒtzt, gefördert oder ermutigt».

Ein «Kulturwechsel» sei schwer und oft unbequem. Brown fĂŒgte jedoch auch hinzu, dass es möglich sein mĂŒsse, unterschiedliche Ansichten, auch politischer Art, zu Ă€ussern.

Das zehnseitige Dokument zirkulierte am Wochenende unter den Google-Mitarbeitern und wurde von Gizmodo veröffentlicht.

«Today's rage-read (at work): doc essentially saying that women are unsuited for tech because they like people, whilst men like things.»
Aimee (@aimeeble) 4, August 2017
«Write a doc about how inferior women are, then try to be a hero by offering help to save the *vulnerable*  Still shaking in anger.»
Jaana B. Dogan  (@rakyll) 4. August 2017

Die US-Technologiebranche ist von MĂ€nnern dominiert. In letzter Zeit sind vermehrt Frauen an die Öffentlichkeit gegangen, die sich wegen Diskriminierung beschwerten. Der GrĂŒnder des Fahrtenvermittlers Uber, Travis Kalanick, trat kĂŒrzlich sogar unter dem Druck von Investoren zurĂŒck, nachdem die VorwĂŒrfe gegen Uber wegen einer aggressiven und sexistischen Unternehmenskultur zu heftig geworden waren.

Um den Tech-Chauvinisten den Kampf anzusagen, braucht es vor allem eins: mehr Informatikerinnen. Derzeit betrÀgt der Frauenanteil im Informatikstudium in der Schweiz nur sechs bis sieben Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland sind es immerhin 17 Prozent.

«Why can't girls code?» (Untertitel verfĂŒgbar)Video: YouTube/luna fernandes

(oli/sda/afp)

5G lÀsst Herzen der Mobil-Technologie-Fans höher schlagen

Video: reuters

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