DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Der Feind ist gebrochen» – Iraks Sicherheitskräfte nehmen wichtige Brücke in Mossul ein

27.02.2017, 14:2827.02.2017, 14:38

Iraks Sicherheitskräfte drängen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul weiter zurück. Einheiten der Polizei brachten am Montag nach eigenen Angaben auch den westlichen Zugang zu einer der wichtigsten Brücken über den Tigris unter ihre Kontrolle.

Den Ostteil der nordirakischen Grossstadt hatte die irakische Armee bereits vor rund einem Monat erobert. Die Truppen hätten nun das Viertel Al-Dschusk erobert und kontrollierten auch den westlichen Zugang zu der teilweise zerstörten Brücke im Süden von Mossul, sagte Militärsprecher Jahja Rasul am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Der beschwerliche Kampf um Mossul

1 / 22
Der beschwerliche Kampf um Mossul
quelle: ap/ap / felipe dana
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dies bedeute, dass die irakische Armee die Brücke auf beiden Seiten kontrolliere. Die sogenannte vierte Brücke von Mossul ist die südlichste der fünf Brücken in der irakischen Stadt. Sämtliche Brücken sind durch die Kämpfe mit der Terrormiliz IS beschädigt und können nicht genutzt werden.

Ingenieurseinheiten sollen nun eine Pontonbrücke bauen, um die Soldaten an der Front auf der westlichen Seite mit den bereits eroberten Stadtteilen im Osten zu verbinden.

Nach Angaben Rasuls haben Eliteeinheiten des Innenministeriums zwei Viertel am westlichen Ufer vollständig erobert. Ein weiteres Viertel hätten die Anti-Terror-Einheiten unter Kontrolle gebracht. Die Strassenkämpfe seien «sehr intensiv», sagte Rasul. «Aber unsere Truppen sind tief im Westen, der Feind ist gebrochen.»

Die Offensive der irakischen Sicherheitskräfte läuft seit Mitte Oktober. Mossul ist die letzte Hochburg des IS im Irak. Sollten die sunnitischen Extremisten die Grossstadt verlieren, wären sie im Irak militärisch weitestgehend besiegt. (sda/dpa/afp)

Islamischer Staat

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Frust im Irak: Beteiligung bei Parlamentswahl sinkt auf Rekordtief

Der Frust vieler Iraker über die politische Elite des Landes hat die Beteiligung bei der Parlamentswahl am Sonntag auf ein Rekordtief fallen lassen. 42 Prozent der Wähler gaben ihre Stimme ab, wie die irakische Wahlkommission in der Nacht zum Montag nach Medienberichten mitteilte. Das ist bei insgesamt fünf Wahlen die geringste Beteiligung seit dem Sturz von Langzeitherrscher Saddam Hussein 2003. Bereits 2018 war sie mit 44.5 Prozent auf den bis dahin niedrigsten Stand gesunken.

Der ölreiche …

Artikel lesen
Link zum Artikel