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6 Fakten, die zeigen, dass Saudi-Arabien keinen Deut besser ist als der «IS» – aber die Schweiz liefert weiterhin Waffen

Auch in der Schweiz war der Aufschrei nach den Anschlägen in Paris gross. Man distanzierte sich in aller Form von den Gräueltaten des «IS». Mit Saudi-Arabien geht der Handel derweil munter weiter.



Das Ereignis füllte in den meisten Zeitungen nicht mehr als ein, zwei Spalten: Ein Transportflugzeug der saudi-arabischen Armee landete am vergangenen Mittwoch am Flughafen Zürich und verliess Kloten am Freitag Nachmittag wieder – vollbepackt mit Munition für Flugabwehrgeschütze.

Eigentlich keine grosse Meldung: Die Schweiz exportiert jährlich Kriegsmaterial im Wert von mehreren Hundert Millionen Franken. Aber seit im Jemen ein bewaffneter Konflikt ausgebrochen ist, hat der Bund ein Export-Moratorium für involvierte Staaten verhängt. Darunter fällt auch Saudi-Arabien, das die aufständische schiitische Huthi-Miliz mit durchschnittlich mehr als 125 Luftangriffen pro Tag von der Macht wegbomben will. Das Seco erklärte die Munitionslieferung an das saudische Königshaus im «Landboten» so: Geschäfte, die bereits vor Inkrafttreten des Moratoriums getätigt wurden, sind nicht von der Ausfuhrsperre betroffen.

ZUM WECHSEL VOM DEUTSCHEN EX-MINISTER DIRK NIEBEL ZU RHEINMETALL STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -Huelsenproduktion anlaesslich der Praesentation der Standortverlagerung von Zuerich nach Altdorf des Waffenherstellers Rheinmetall Defence RWM Schweiz AG am Freitag, 1. Maerz 2013, in Altdorf. Der fruehere deutsche Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel wechselt zum Ruestungskonzern Rheinmetall. Er soll den Konzernvorstand in allen Fragen und Aufgaben der internationalen Strategieentwicklung und beim Ausbau der globalen Regierungsbeziehungen unterstuetzen.(KEYSTONE/Urs Flueeler)

Patronenhülsen aus der Produktion von Rheinmetall Defence: Die fragliche Luftabwehr-Munition stammt aus den Waffenschmieden des deutschen Rüstungsunternehmen.
Bild: KEYSTONE

Die Schweiz macht Geschäfte mit Saudi-Arabien, die USA macht Geschäfte mit Saudi-Arabien, die halbe Welt macht mit dem Königshaus am Golf Geschäfte.

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Lockheed C-130 Hercules: Bereits vor einem Jahr machte ein Transportflugzeug der saudischen Luftwaffe in Kloten Halt.
YouTube/SchmidProductions

Auch im Kampf gegen den sogenannten «Islamischen Staat» ist Saudi-Arabien an vorderster Front dabei – angeblich. Seit September 2014 ist die Golfmonarchie Teil der internationalen Koalition gegen die Schlächter mit der schwarzen Fahne. Zum G-20 Treffen vergangene Woche, zwei Tage nach den Anschlägen von Paris, war auch der saudische König Salman Bin Abdulaziz al-Saud geladen.

Was man dem «Islamischen Staat» vorwirft, das kann man, in ähnlicher Form, auch Saudi-Arabien vorwerfen. Der einzige Unterschied: Saudi-Arabien gilt als unerlässlicher Partner des Westens: Wegen seines Ölreichtums und weil es Stabilitätsgarant in einer notorisch instabilen Weltgegend ist.

Ein Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem «Islamischen Staat» und Saudi-Arabien zeigt: Die Terrororganisation und die absolutistisch-salafistische Golfmonarchie sind Brüder im Geiste.

Pressefreiheit

«Die ‹IS›-Terroristen köpfen Journalisten.»

Und Saudi-Arabien?

Bild

bild: screenshot/reporterohnegrenzen

Freie Meinungsäusserung? Fehlanzeige: Saudi-Arabien belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit Platz 164 von 180. Die NGO «Reporter ohne Grenzen» beschreibt den Zustand der Medienwelt in der Golfmonarchie so:

«Das Königreich betrachtet Medien als Propaganda- und Erziehungsinstrument; Zensur ist in Saudi-Arabien alltäglich. Verboten sind etwa Kritik an Religionsführern und ungenehmigte Berichte über Gerichtsverfahren. Lange Haftstrafen, Veröffentlichungs- und Reiseverbote sind häufig. Bestraft werden beispielsweise Berichte über die Proteste der schiitischen Minderheit oder Kritik an der Diskriminierung von Frauen. Bei Gotteslästerung – die sehr weit ausgelegt wird – droht die Todesstrafe. Rund 400'000 Internetseiten sind gesperrt.»

Der prominenteste Fall in jüngster Zeit ist derjenige des Bloggers Raif Badawi. Badawi wurde zu zehn Jahren Haft und zu 1000 Stockschlägen verurteilt. Zusätzlich droht eine Verurteilung wegen Abkehr zum islamischen Glauben. Das hätte die Todesstrafe mit Köpfung zur Folge. Am 17. November wurde zudem der Dichter Ashraf Fayadh zum Tode verurteilt.

ROG-Geschäftsführer Christian Mihr fordert. «Saudi-Arabien muss endlich alle Medienschaffenden und Aktivisten freilassen, denen nichts als öffentliche Kritik an den Behörden oder kontroverse Meinungsäusserungen zur Last gelegt werden. Vorher sollte kein ausländischer Politiker zum Tagesgeschäft mit dem Königreich übergehen.»

Justiz

«Der IS wendet archaisches Scharia-Recht an: Köpfungen, Steinigungen, Amputationen.»

Und Saudi-Arabien?

Bild

bild: screenshot/middleeasteye

Die obige Grafik zeigt: Das saudi-arabische Rechtssystem unterscheidet sich nur unwesentlich von demjenigen des «Islamischen Staates»: Auf Verrat, Blasphemie, ausgelebte Homosexualität und Mord steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Ehebruch hat den Tod durch Steinigung zur Folge. Raub führt zur Amputation einer Hand und eines Fusses, Diebstahl zur Amputation der rechten Hand. 2014 wurde ein Mann gar wegen Hexerei zum Tod verurteilt. 

In einem Punkt unterscheiden sich der «Islamische Staat» und Saudi-Arabien allerdings: Das Terror-Kalifat verbreitet Aufnahmen von Hinrichtungen und Steinigungen gezielt im Netz, Saudi-Arabien vollstreckt die Gerichtsurteile zwar auch in der Öffentlichkeit, verbietet aber Aufnahmen.

Frauenrechte

«Frauenrechte werden im ‹IS› mit Füssen getreten.»

Und Saudi-Arabien?

FILE - In this Nov. 15, 2006, file photo, Saudi women walk along a suburban street in Riyadh, Saudi Arabia. A video uploaded online in July 2015 that shows two young Saudi women being harassed by several young men on a seaside promenade in the coastal city of Jiddah has sparked a rare public debate on the rights of women in this ultra-conservative Muslim country that imposes a strict segregation of the sexes. (AP Photo/Hasan Jamali, File)

Verhüllte Frauen in Saudi-Arabien: Die Golfmonarchie beschneidet die Rechte seiner Bürgerinnen drastisch.
Bild: Hasan Jamali/AP/KEYSTONE

2015 hat Saudi-Arabien seinen Bürgerinnen das erste Mal in der Geschichte des Landes das (kommunale) Wahlrecht zugestanden. Das ist aber nicht viel mehr als ein Feigenblatt. Ohne die Zustimmung eines Mannes kann die Frau keinen Pass ausstellen lassen, nicht reisen, nicht heiraten, keine höhere Ausbildung machen. Ausserhalb der eigenen vier Wände sollen Frauen den Kontakt mit Männern aufs Nötigste beschränken. Zudem verbietet der Golfstaat seinen Bürgerinnen nach wie vor, Auto zu fahren: Notabene als einziges Land der Welt. Auch in der Arbeitswelt sind Frauen auf ihre Männer, Brüder, Onkeln oder Söhne angewiesen. 

Verfolgung von Minderheiten

«Der IS verfolgt Minderheiten wie die Jesiden und gesteht ihnen keine Rechte zu.»

Und Saudi-Arabien?

FILE - In this Wednesday, Nov. 13, 2013 file photo, Saudi security forces watch Ethiopians gather as they wait to be repatriated in Manfouha, southern Riyadh. Saudi Arabia says it has deported “more than a quarter million” foreign migrant workers from the kingdom over the past three months. (AP Photo, File)

Somalier warten in einem Lager auf ihre Deportation: Zwischen Dezember und März 2014 deportierte Riad 38'164 Somalier.
Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

9 Millionen Gastarbeiter zählt die Golfmonarchie. Gewalt und Ausbeutung sind für viele von ihnen an der Tagesordnung. Verantwortlich dafür ist das Kafala-System, das den ausländischen (ungelernten) Arbeitnehmer an einen sogenannten Sponsoren bindet, ohne dessen Zustimmung der Arbeitnehmer weder den Arbeitgeber wechseln, noch das Land verlassen darf. Faktisch kommt das Kafala-System der Leibeigenschaft gleich. Der Sponsor darf den Pass des Gastarbeiters behalten und kann ihn so unter Druck setzen. Auch das Zurückhalten von Löhnen ist üblich.

Werden Gastarbeiter für schuldig befunden, das restriktive Arbeitsgesetz verletzt zu haben, so droht ihnen die Zwangsdeportation: Laut einem Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) wurden zwischen Juni 2013 und Juni 2014  458'911 Jemeniter des Landes verwiesen und deportiert. Das selbe Schicksal widerfuhr zwischen November 2013 und März 2014 163'018 Äthiopiern. Und zwischen Dezember und März 2014 deportierte Riad 38'164 Somalier in ihr Heimatland. Berichte über überfüllte Lager, Hungersnöte und systematische Missbräuche machen immer wieder die Runde.

Religion

«Die Islamisten beim ‹IS› folgen einer brutalen und altertümlichen Auslegung des Korans.»

Und Saudi-Arabien?

A general view shows Muslim pilgrims circling the Kaaba inside the Grand mosque in Mecca, Saudi Arabia, Friday, Dec. 5, 2008. Muslim pilgrims flooded into the holy city of Mecca in preparation for the annual hajj, beginning on Saturday. (AP Photo/Hassan Ammar)

Grosse Moschee: Jährlich pilgern Millionen von Muslime zur Hadsch nach Mekka.
Bild: AP

In Saudi-Arabien ist der ultra-konservative Wahabismus Staatsreligion. Die puristisch-traditionalistische sunnitische Strömung lehnt alle anderen islamischen Religionsströmungen als unislamisch ab. Der sogenannte «Islamische Staat», al-Kaida und andere extremistische sunnitische Gruppierungen ähneln in vielen Aspekten dem wahabitischen Islam. Kein Wunder, dass die Terrororganisationen in Saudi-Arabien viele Anhänger findet: Die Golfmonarchie, bzw. Privatpersonen innerhalb des Herrschaftszirkels sowie klerikale Kreise gehören zu den grössten Förderern und Geldgebern des «IS».

Der Autor Kamel Daoud hat in einem Beitrag für die New York Times den Einmarsch der US-Amerikaner im Irak als Mutter des «IS» bezeichnet. Der Vater aber, so Daoud, ist Saudi-Arabien und seine religiös-industrielle Propaganda. Saudi-Arabien, folgert der algerische Autor weiter, ist das, was der «Islamische Staat» zu werden hofft. 

Kriegsverbrechen

«Der ‹IS› tötet unschuldige Menschen im Ausland.»

Und Saudi-Arabien?

Smoke rises after a Saudi-led airstrike hits an army base in Sanaa, Yemen, Monday, Sept. 14, 2015. Saudi Arabia is leading a coalition of mainly Gulf nations fighting Shiite Yemeni rebels known as the Houthis, who are allied with army units loyal to former President Ali Abdullah Saleh. (AP Photo/Hani Mohammed)

Eine Rauchsäule steigt nach einem saudischen Luftangriff über der jemenitischen Hauptstadt Sanaa auf: Bombardements der saudischen Luftwaffe forderten Hunderte zivile Opfer.
Bild: Hani Mohammed/AP/KEYSTONE

Im Frühling dieses Jahres begann Saudi-Arabien, zusammen mit neun verbündeten Staaten, eine Militärkampagne gegen die aufständische schiitische Huthi-Miliz im Nachbarland Jemen. Bei den Luftangriffen kamen nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) mehrere Hundert Zivilisten ums Leben. Dabei kommen unter anderem verbotene Streubomben zum Einsatz. Die von Saudi-Arabien eingeführte Seeblockade führte zu einer humanitären Katastrophe im Jemen. 

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Saudi-Arabien setzt bei den Bombardements in Jemen umstrittene Waffen ein. 
YouTube/Amnesty International

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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tmeeezzz 18.06.2016 19:28
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht. Endlich mal jemand der die Eier hat über das offensichtliche zu berichten :)
    Weiter so!
  • Margi Noser 26.11.2015 18:54
    Highlight Highlight Das sind die sauberen Damen und Herren :-(
    Benutzer Bild
    • RETO1 31.05.2016 10:32
      Highlight Highlight wiedermal die ausgelutschte, billige SVP-Bashing Tour
      pfui
    • Christian Gerber 30.09.2016 08:20
      Highlight Highlight @ RETO1:
      Nichts von Bashing, das sind Fakten. Pfui!
  • Daniel Caduff 26.11.2015 18:39
    Highlight Highlight In der Schweiz sind die gleichen pol. Kreise, die über Flüchtlinge motzen an vordester Front dabei, wenn es darum geht Handel (nicht nur Waffen) mit S.A. zu treiben. Diese Doppelmoral steht am Anfang des ganzen Dillemmas. Zur Erinnerung: Lange vor 9/11 und Afghanistan war Al-Qaeda eine saudische "Rebellentruppe", die das " verräterische“ saudische Königshaus loswerden wollte. Durch die Unterstützung von König Saud machte sich die USA (~ der Westen) Bin Laden zum Feind. Der Rest ist Geschichte. Glaubwürdigkeit würde bedeuten: S.A. gleichermassen isolieren und ächten wie Nordkorea.
  • Bulwark 26.11.2015 14:56
    Highlight Highlight DANKE! Hab mich schon gewundert weshalb dieses Thema von keiner Zeitung aufgegriffen wird... Dabei wäre Saudi Arabien ja nahe dran & Platz wäre auch zur genüge vorhanden.
  • mauchmark 26.11.2015 12:58
    Highlight Highlight Ein Waffenexportverbot der Schweiz wird nichts bringen, solange die Saudis mit unserem Geld - das wir ihnen fürs Oel bezahlen - dann einfach bei anderen Ländern Waffen einkaufen - ein solches Waffenexportverbot beruhigt höchstens unser Gewissen... Uns ist günstiges Oel aus Terrorstaaten offenbar wichtiger als das leiden der Menschen in diesen Ländern...
    • demokrit 26.11.2015 15:06
      Highlight Highlight Ganovenlogik.
    • mauchmark 26.11.2015 15:23
      Highlight Highlight Inwiefern? Dass die Saudis und andere arabischen Staaten mit dem Oelverkauf in den Westen, ihre vielen Waffen finanzieren? Oder die Wirkungslosigkeit von Waffenexportverboten? Nur um nicht missverstanden zu werden - ich bin kein Befürworter von Waffenexporten in Muslimische Länder. Ich bin nur gegen jegliche Symptombekämfung, wenn das Problem auch bei der Wurzel gepackt werden könnte!
    • demokrit 26.11.2015 16:37
      Highlight Highlight Irgendwer muss immer den ersten Schritt tun. Der Satz der Andere mache es auch, entbindet auch einen Verbrecher nicht vor seiner moralischen Verantwortung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maxi 26.11.2015 12:57
    Highlight Highlight schon komisch überall wo der konservative islam gelebt wird, pasiern solch schreckliche dinge. aber die religion ist natürlich nicht schuld!
    • kunubu 26.11.2015 16:37
      Highlight Highlight überall wo ideologien pervertiert werden passieren schreckliche dinge. Nordkorea und Sovjetunion z.B...
    • müüüsli 26.11.2015 16:38
      Highlight Highlight genau! danke fürs aussprechen!
      ein wunder das dich noch niemand als fremdenfeindlich bezeichnet hat.
    • Nick Name 26.11.2015 16:45
      Highlight Highlight 1. Ist es tatsächlich so: Es sind nun mal einfach Menschen, die Hände und Köpfe abhacken. Oder hast du schon mal "die Religion" dabei beobachten können? Ok, wir (die Menschen) machens vielleicht im Namen einer Religion. Aber die Religionen kommen ... woher? Vom Himu obenabe? Aus der Natur? Eher nicht, würd ich sagen.
      2. Nehmen wir doch mal an, es wäre "die Religion".
      Und dann? Wie ginge es weiter?
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  • Monti_Gh 26.11.2015 12:49
    Highlight Highlight Danke watson, dass ihr die vorherrschende Heuchelei und Doppelmoral aufzeigt.
  • pedrinho 26.11.2015 12:27
    Highlight Highlight Ein guter anfang. Dabei kommt die schweiz bzw. die verantwortlichen noch gut weg.

    Kein skandal in der welt, wo nicht irgend eine "schweizer" firma sich ihre finger in unschuld zu waschen versucht. Chemie, pharma, industrie und allen voran die banken welchen immer noch jeden gauner mit offenen haenden empfangen, wenn nur die summe gross genug ist.

    • ZHighlander 26.11.2015 12:59
      Highlight Highlight Banken? Sie haben ja keine Ahnung, bzw. Ihr Wissen aus James Bond Filmen der 80. Jahre
    • pedrinho 26.11.2015 14:48
      Highlight Highlight ach.....
      Dann beschaeftigen Sie sich mal ganz kurz mit dem aktuellen "lava jato" in brasilien. Erklaeren mir dabei wie "gewoehnliche" vorarbeiter zu einem ch-bankkonto mit +3 mio usd kommen, wie duzende politiker zu ch-bankkonten von mehrern hundert mio usd kommen. (geschehen im 2007 - 2014)

      Das gute daran, die schweizer regierung und behoerden geben den BR untersuchungsrichtern schnell und detailliert auskunft sofern diese die richtigen fragen stellen.

      Die banker ? Haben laengst den bonus fuer die aquisitionen erhalten und machen froehlich weiter.

  • Kenner 26.11.2015 12:26
    Highlight Highlight Solange Frau und Herr Schweizer profitieren, ist die Wahrnehmung der Zusammenhängen diverser Konflikte getrübt. Man blendet einfach mal aus, dass wir eine Teilschuld mittragen. Sobald jedoch Frau und Herr Schweizer angeblich den kürzeren ziehen, sieht man das wahre Gesicht der Opportunisten. Unsere Meinungsbildung beruht auf das Lesen der Titel und Überschriften der profitorientierten Medien, welche nur ein Interesse verfolgen, Leser und Klicks zu generieren. Wir sind zu faul und zu bequem die komplexen Zusammenhänge verstehen zu wollen. Es lebe die Neutralität!
    • Kenner 26.11.2015 16:31
      Highlight Highlight @thotha Ich bin absoulut deiner Meinung! Wollte die Zeilen Beschränkung ebenfalls nicht sprengen. Also stellt sich allgemein die Frage: Ist die Direkte Demokratie noch die richtige Politische Form, angesicht der beschriebenen Umstände und Indikatoren für die objektive Wahrnehmung? Meiner Meinung nach gibt es ein paar Möglichkeiten, die Problemarik der Meinungsbildung zu optimieren:
      1. Alle Medien zu NPO machen, indem sie vom Staat finanziert werden ohne auf die Berichterstattung Einfluss nehmen zu dürfen.
      2. Für alle Parteien das gleiche Wahlkampf Budget.
      3. Das absolute Mehr auf 60% anheben
  • sheshe 26.11.2015 12:26
    Highlight Highlight Liebes Watson Team, danke für den Bericht. Nun geht aber einen Schritt weiter und sucht Leute um eine entsprechende Initiative zu lancieren. Nur Fehler aufzeigen hilft niemandem. Wir als einfache Person des öffentlichen Lebens können leider nicht viel machen. Ich würde sofort, mir fehlt aber das Geld und das Netzwerk. Go for it!
    • RatioRegat 26.11.2015 13:08
      Highlight Highlight Hier die Vorlage:

      Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

      Art. 107 Abs. 2 (gestrichen)

      Art. 107a Kriegsmatierial
      Abs. 1
      Der Verkauf von Kriegsmatierial und entsprechenden Fertigungslizenzen sowie jede anderweitige Ausfuhr ist verboten, sofern der Empfänger:
      a. an einem bewaffneten Konflikt teilnimmt;
      b. in schwerwiegender Weise Menschenrechte verletzt;
      c. terroristische Gruppierungen unterstützt oder finanziert.
      Abs. 2 Der Bund erlässt weitere Bestimmungen über die Herstellung, die Beschaffung und den Vertrieb sowie über die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Kriegsmaterial.
    • RatioRegat 26.11.2015 13:14
      Highlight Highlight ferner:
      Abs. 3
      Wer vorsätzlich gegen das Verbot gem. Abs. 1 verstösst, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.
      Abs. 4
      In schweren Fällen kann auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr erkannt werden.
      Abs. 5
      Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.
      Abs. 6
      Immunität steht der Anwendung dieser Strafbestimmung nicht entgegen. Dies gilt insbesondere für Parlamentarier, Bundesräte und Diplomaten.
    • sheshe 26.11.2015 13:43
      Highlight Highlight Abs. 6 finde ich seeeeehr wichtig! Come on Watson, mach was draus! *ermutigend in die hände klatsch*
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  • demokrit 26.11.2015 12:26
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ein korruptes Land. Danke für diesen Artikel, den sich insbesondere diejenigen zu Gemüte führen sollten, die damals für Waffenexporte gestimmt haben.
  • maddiepilz 26.11.2015 12:20
    Highlight Highlight Saudiarabien übt zumindest keine Anschläge aus. Von dem her leichte Übertreibung, hm? Abgesehen davon glaub ich kaum dass in Sachen Waffenhandel Saudiarabien ein Einzelfall ist. Könnt euch also alle wieder abregen:)
    • RatioRegat 26.11.2015 12:53
      Highlight Highlight Saudi Arabien finanziert und unterstützt djihadistische Gruppierungen in Syrien, die kaum weniger schlimm sind als Daesh. Zudem ist es der weltweit grösste Exporteur djihadistischer Ideologien.
    • Rahel Soumaya 26.11.2015 13:37
      Highlight Highlight Saudi Arabien übt keine Anschläge aus? Da steht's doch schwarz auf weiss – die Saudis bombardieren den Jemen. Aber das zählt wohl nicht, weil's ja Menschen zweiter Klasse sind die da sterben, was? Kotz.
    • corsin.manser 26.11.2015 14:02
      Highlight Highlight Schau dir sonst nochmal dieses Video an. Gemäss UNHCR wurden in den vergangenen Monaten im Jemen über 400 Kinder getötet.
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  • christianlaurin 26.11.2015 12:03
    Highlight Highlight Danke endlich wird es gesagt in der presse.
  • andy y 26.11.2015 11:42
    Highlight Highlight Der Mensch macht nun einfach alles für Geld. Regierungen auch. Da rücken Moral, Gewissen, Rechtschaffenheit, Solidarität usw. weit in den Hintergrund. Wegen Geld ist die Menschheit blind und wird sich schlussendlich selbst vernichten.
  • C0BR4.cH 26.11.2015 11:28
    Highlight Highlight Kommt noch dazu, dass sie einen Berater für die UN-Menschenrechtskomission haben, der diese "berät". Mit viel Expertenwissen.
  • HerrGerold 26.11.2015 11:15
    Highlight Highlight Tja es gab mal eine Zeit da durften die Schweizer Waffenhersteller kein Kriegsmaterial an Staaten verkaufen, die Menschenrechte verletzen. Aber ich glaube das wurde vor ein paar Jahren aufgehoben damit die RUAG bessere Zahlen schreibt. Schöne Schweiz :-\
    • René Obi 26.11.2015 12:15
      Highlight Highlight Tja bukowski... Die Schweizer sind aufgestanden. An der Wahlurne. Und sie haben klar und deutlich gezeigt, was ihnen wichtiger ist. Sogar der Bigler, durfte nachrücken.
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  • The Box 26.11.2015 11:00
    Highlight Highlight Oh nein! Das heisst doch nicht etwa es könnte vielleicht eventuell doch etwas mit der Religion zu tun haben, dass diese beiden Staaten so ähnlich operieren?!
    Mind blown!
    • Knut Atteslander 26.11.2015 11:27
      Highlight Highlight Wenn man in "The Box" denkt, hat man immer ne Wand vor dem Kopf ;)
    • The Box 26.11.2015 11:44
      Highlight Highlight Zu meiner Verteidigung; due Box ist offen. Ich kann also zumindest den Himmel sehen.😄
      Man hört doch immer wieder IS hätte nichts mit dem Islam zu tun. Wie kann es den sein das Saudi Arabien, das offenbar ähnlich gestrickt ist, sich als Gralshüter des Islam versteht?
    • saukaibli 26.11.2015 12:25
      Highlight Highlight @The Box: In Arabien war es vor dem Islam nicht anders, die Kultur existierte bereits vor Mohammed und war keinen Dreck besser als jetzt. Religion passt sich immer der Kultur an, umgekehrt vielleicht in ganz kleinem Mass. Und da der Islam in Arabien erfunden wurde, sind halt die Gesetze dieser Kultur angepasst worden. In anderen muslimischen Ländern intressieren sich die Menschen nicht dafür. Wir halten uns hier ja auch nicht an die 10 Gebote, nur zwei davon wurden in unsere Gesetze übernommen.
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  • thedarkproject 26.11.2015 10:43
    Highlight Highlight Alles richtig was ihr schreibt. Die Frage ist nur, wieso scheint es niemanden zu kümmern? Weder Medien, noch Staaten scheint es zu stören, dass KSA öffentlich den IS unterstützt. Das selbe bei der Türkei. Die Antwort ist zugleich naheliegend und traurig.

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 156'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Manchester 2017.

Zusammenfassung: In den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2015 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Hauptsächlich aufgrund der Attentate in Paris und Nizza stieg die Opferzahl zuletzt wieder auf rund 150 Menschen pro Jahr, sprich auf das Niveau der 80er-Jahre. Weltweit nimmt der Terrorismus seit 2005 zu …

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