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Presserechts-NGO erhält keinen UNO-Status, weil (surprise, surprise) China und Russland dagegen sind



Dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) bleibt eine engere Kooperation mit der UNO verwehrt. Der zuständige UNO-Ausschuss stimmte am Donnerstag gegen eine Aufwertung auf den Status einer mit der UNO assoziierten Nichtregierungsorganisation.

Unter anderen China und Russland stellten sich gegen das Ersuchen der in den USA ansässigen Organisation zum Schutz der Pressefreiheit. Das Komitee hatte sich in einem vierjährigen Bewerbungsverfahren darum bemüht, den Assoziierten-Status zu erlangen. Dieser Status verschafft nicht nur erleichterten Zugang zu allen UNO-Gebäuden. Vor allem sind solche NGOs von den Vereinten Nationen als offizielle Vertreter der Zivilgesellschaft anerkannt.

Zehn zu sechs

From left, EU correspondent for the Committee to Protect Journalists, Jean-Paul Marthoz, Advocacy Director for the CPJ, Courtney Radsch, Board member and former chairperson for the CPJ, Kati Marton and Central Asia Program Coordinator for the CPJ, Nina Ognianova address a media conference  in Brussels on Tuesday, Sept. 29, 2015. The New York-based Committee to Protect Journalists said in a report on Tuesday’s that the 28-nation bloc was struggling to match its lofty human rights standards with its day-to-day actions in protecting journalists around the world. (AP Photo/Virginia Mayo)

Mitglieder des CPJ bei einer Pressekonferenz in Brüssel: Der Nichtregierungsorganisation bleibt ein begehrter UNO-Status verwehrt.
Bild: Virginia Mayo/AP/KEYSTONE

Gegen den Antrag des CPJ stimmten im NGO-Ausschuss der UNO insgesamt zehn Länder. Neben China und Russland waren dies Aserbaidschan, Burundi, Kuba, Nicaragua, Pakistan, Südafrika, Sudan und Venezuela. Sechs Länder stimmten dafür, drei enthielten sich.

CPJ-Exekutivdirektor Joel Simon kritisierte, dass eine kleine Gruppe von Staaten «mit schlechten Bilanzen bei der Pressefreiheit» die Anstrengungen sabotierten, volle Aufmerksamkeit auf ihre Verstösse zu richten.

Die UNO-Botschafterin der USA, Samantha Power, kündigte an, im Juli wolle sie den Antrag zur Aufwertung des CPJ in den aus 54 Staaten bestehenden UNO-Wirtschafts- und Sozialrat einbringen. Der Rat ist dem NGO-Ausschuss übergeordnet. (trs/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mr. Holmes 27.05.2016 09:09
    Highlight Highlight Naja zehn gegen sechs bei drei Enthaltungen ist ja jetzt nicht wirklich knapp. Deswegen sind nicht nur China und Russland die Schuldigen. Aber es schreibt sich halt besser so ;-) Es ist auch keine kleine Minderheit von Staaten die sich dagegen gewehrt hat. Es ist einfach ein kleiner Ausschuss indem nur 19 Staaten vertreten sind. Nun sind jetzt leider einfach die "falschen" Staaten im Ausschuss. Aber immerhin hat sich der Iran nur enthalten oder vielleicht sogar zugestimmt...

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