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Israel rettet Hunderte syrische Weisshelme

22.07.18, 11:55 22.07.18, 15:19
epa06903802 (FILE) - Volunteers of White Helmets search for survivors after an explosion in the city of Idlib, Syria, 09 April 2018, (reissued 22 July 2018). Media reports on 22 July 2018 state that around 800 White Helmets personnel and their families have been evacuated to Jordan via Israel, The Israel Defense Forces said. The White Helmets are a Syrian Civil Defence volunteer organisation.  EPA/MOHAMMED BADRA *** Local Caption *** 54254232

Mitglieder der syrischen Zivilorganisation Weisshelme (White Helmets) bei einer Bergungsaktion in Idlib im Norden Syriens. Bild: EPA/EPA



Israel hat in einem humanitären Schritt hunderte Mitglieder einer syrischen Zivilorganisation – der so genannten Weisshelme – und deren Familien aus einem Kampfgebiet im Süden Syriens gerettet.

Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, die Menschen seien in unmittelbarer Lebensgefahr gewesen. Ihre Rettung sei auf Anweisung der israelischen Regierung und auf Bitten der USA und mehrerer europäischer Länder erfolgt.

Die Mitglieder der 2012 in Grossbritannien gegründeten – und dort auch ansässigen – privaten Hilfsorganisation der syrischen Weisshelme kümmern sich im Kriegsgebiet vor allem um die Bergung von Menschen aus Gebäuden, die durch die Kampfhandlungen zerstört wurden.

Die Weisshelme werden – ausser von Organisationen – auch von verschiedenen Regierungen finanziell mit Millionenbeträgen unterstützt, darunter Grossbritannien, Deutschland, Dänemark und Kanada. Einer der grössten Geldgeber ist USAID, eine unabhängige Behörde unter Aufsicht des US-Aussenministeriums.

Die syrische Regierung und Russland werfen den Weisshelmen vor, die Rebellen zu unterstützen und aus dem Ausland gesteuert zu sein. Die Organisation betont dagegen ihre Neutralität.

800 Helfer gerettet

Einen Bericht der «Bild»-Zeitung, demzufolge es sich um 800 gerettete Mitglieder der «Weisshelme» handelt, konnte eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv am Sonntag nicht bestätigen.

«Der Transfer der syrischen Flüchtlinge durch Israel ist eine aussergewöhnliche humanitäre Geste», hiess es in der Mitteilung der Armee. «Die Zivilisten sind in ein Nachbarland (Israels) gebracht worden.»

Die jordanische Nachrichtenagentur «Petra» berichtete, es handle sich um 800 syrische Zivilisten. Jordanien habe ihre Durchreise genehmigt. Sie sollen von drei Monaten von Deutschland, Grossbritannien und Kanada aufgenommen werden. Die Betroffenen hätten in der syrischen Zivilverteidigung gearbeitet und seien aus Gebieten geflohen, die syrische Regierungstruppen erobert hätten.

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas bestätigte die Aufnahme von syrischen Weisshelm-Rettern in Deutschland. «Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, dass viele dieser mutigen Ersthelfer nun Schutz und Zuflucht finden, einige davon auch in Deutschland», sagte Maas der «Bild»-Zeitung.

Mit dem Vormarsch der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in dem Bürgerkriegsland drohe vielen Weisshelmen «Gefahr für Leib und Leben», sagte Maas.

Flucht vor Assads Truppen

Regierungstruppen hatten im Juni im Süden Syriens eine Offensive begonnen und in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Orte übernommen. Viele Menschen flohen in das Gebiet nahe der israelischen Grenzlinie auf den besetzten Golanhöhen.

Israel hat in den vergangenen Jahren Tausende verletzter Syrier ärztlich behandelt, ist aber nicht bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen. (wst/sda/dpa)

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54
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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 22.07.2018 18:09
    Highlight Eine tolle Leistung der Israelis, sie helfen ihren Nachbarn.

    Man sieht, dass sie bereit sind, ihren Nachbarn zu helfen, wenn Vereinbarungen respektiert werden. Ganz zu schweigen von der humanitären Hilfe über die Grenze von sie die Zivilbevölkerung mit Medizin und Lebensmitteln versorgen. Das können auch die grössten Kritiker nicht wegriefen, wenn sie ehrlich sind.
    30 29 Melden
    • Astrogator 23.07.2018 02:58
      Highlight @Smeyers: Und trotzdem hat Israel gerade ein Apartheidsgesetz verabschiedet - da hilft Image-Pflege auch nichts. Ich staune auch, dass niemand darüber spricht, dass das oberste Gericht Folter ausdrücklich erlaubt, ein einmaliger Vorgang in einem angeblich liberalen und demokratischen Staat.
      11 7 Melden
    • Smeyers 23.07.2018 08:08
      Highlight @Atrogator; Das Gesetz ist vielleicht streng, aber fast alle Länder dieser Welt geben sich eine Grundreligion in die Verfassung. Auch in Europa. Ausserdem solltest du die Verfassung der Palästinser lesen, zB der Hamas die zur Zerstörung von Israel aufrufen und den Verkauf von Land any Juden unter Strafe stellt. Da ist diese Gesetz ziemlich harmlos. Und wenn du jemals in Israel warst, dann weist Du das Nenschen dort nicht diskriminiert werden wie in anderen Ländern siehe Beispiel:
      6 9 Melden
    • Echo der Zeit 23.07.2018 09:03
      Highlight @Astrogator: Das SRG hat ausführlich darüber berichtet, das Watson nichts darüber gebracht hat könnte an den Ressourcen liegen.
      4 4 Melden
  • Juliet Bravo 22.07.2018 17:52
    Highlight Hier ein paar Fragen und Antworten zu den Weisshelmen (Anfrage im Deutschen Bundestag).

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/029/1902946.pdf

    15 7 Melden
  • ezclips 22.07.2018 14:14
    Highlight Die Menschen kommen zurück und die Söldner verlassen das Land.
    53 29 Melden
    • Echo der Zeit 22.07.2018 15:24
      Highlight @ezclips - Ach und wer Bemüht sich das die Menschen wieder nach Syrien zurück können - dort wo sie mal gewohnt haben ? Zurzeit verhandelt das IKRK mit Syrien über Möglichkeiten Menschen wieder zurückzuführen - Wahnsinn was das IKRK für die Menschen Leistet.

      https://www.srf.ch/play/radio/echo-der-zeit/audio/geplante-enteignung-von-fluechtlingen-in-syrien?id=cabc1b92-07c0-4cc6-ab88-6854700dfa0e
      12 3 Melden
    • ezclips 22.07.2018 19:16
      Highlight Guter Punkt „Echo der Zeit“ Warum muss eigentlich der IKRK / Rothalbmond nicht flüchten? Warum waren die Weisshelme nur in den von den sogenannten Rebellen/ ISIS (Halab) gehaltenen Gebieten aktiv und nicht wie sie immer wieder behaupten neutral. Warum wurde der Chef Raed al-Saleh anfangs 2016 während dem Überflug in die USA mit einem Einreisverbot belegt? Warum nehmen die USA und die reichen Golfstaden keine „W-Helmets“ auf?
      16 8 Melden
    • Echo der Zeit 22.07.2018 23:14
      Highlight "Warum muss eigentlich der IKRK / Rothalbmond nicht flüchten? Warum waren die Weisshelme nur in den von den sogenannten Rebellen/ ISIS (Halab) gehaltenen Gebieten aktiv und nicht wie sie immer wieder behaupten neutral" - IKRK muss Knallhart verhandeln mit dem Regime wenn die irgendwo Zugang wollen um zu Helfen. Lernen sie die Farbe Grau kennen - dann kommen sie selber drauf.
      8 2 Melden
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  • elias776 22.07.2018 14:11
    Highlight Russland ist ein Grund warum die Humanitäre Katastrophe in Syrien noch andauert und wir haben während der WM in Russland gefeiert und getanzt. Ich boykottiere Russland wo es geht . Russland ist ein Mörderregime.
    51 117 Melden
    • Cachesito 22.07.2018 15:13
      Highlight Dann Frag ich mal anders. Wer von den grossen Playern nicht?
      20 5 Melden
    • Apireon 22.07.2018 16:27
      Highlight In welchem Paralleluniversum leben Sie?
      22 13 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 22.07.2018 16:42
      Highlight Achja? Dank Russland und der syrische Armee wurde Aleppo und Ghouta befreit. Die Bewohner kehren zurück, Kinder gehen wieder zur Schule und die Christen in Aleppo konnten letzten Dezember seit 4 Jahren wieder Weihnachten feiern.
      38 16 Melden
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  • blaubar 22.07.2018 12:54
    Highlight Die Weisshelme stehen ganz klar im Dienst der IS und der Rebellen. Von neutral kann keine Spur sein. Die WH sind eine Propagandaorganisation. Ich habe einen Link zu einem Video, in dem der IS und die WH gemeinsam einen Mann liquidieren in Syrien. Trotzdem ist es menschlich, dass sie gerettet werden.
    108 85 Melden
    • WStern 22.07.2018 14:29
      Highlight @blaubar: Das sind Behauptungen, die keiner Überprüfung standhalten. https://www.theguardian.com/world/2017/dec/18/syria-white-helmets-conspiracy-theories
      82 74 Melden
    • Echo der Zeit 22.07.2018 14:57
      Highlight @blaubar - Hinterfragen sie sich - was ihre Leitmedien ihnen erzählen ?
      23 10 Melden
    • cgk 22.07.2018 15:01
      Highlight @blaubar(t), diese Behauptungen sind nichts als Zynismus pur. Die Weisshelme haben dort, wo das Rote Kreuz oder Roter Halbmond schon lange weg waren, tausende von Menschenleben gerettet. Die Propaganda Syriens und Russlands widerspricht diesen Tatsachen, weil es ja durch die angeblich kaum Opfer gegeben hat.
      34 22 Melden
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  • rodolofo 22.07.2018 12:08
    Highlight Tolle humanitäre Aktion!
    Danke Israel!
    Das Giftgas-Nazi Regime von Assad wird behaupten, Israel gebe Terroristen eine Zuflucht...
    Aber das soll uns jetzt nicht weiter kümmern.
    Freuen wir uns einfach über einen menschlichen Lichtblick in einer Weltregion, in der es sonst sehr düster aussieht!
    (siehe auch die katastrophale Situation im Yemen!)
    114 126 Melden
    • Astrogator 22.07.2018 13:16
      Highlight Ja, tolle Aktion, lenkt ein wenig vom Apartheidsgesetz ab das in Israel gerade verabschiedet wurde.
      41 40 Melden
    • The IT Guy 22.07.2018 13:16
      Highlight Weshalb soviele Blitze?
      19 30 Melden
    • Dong 22.07.2018 13:19
      Highlight Also ich seh das eher so:

      Die Weisshelme, Al Qaida, Saudi-Arabien, USA, Israel, EU und die Türkei, das sind die Blauen.
      Und die kämpfen gegen die Roten, die da wären Assad, Iran, Hisbollah und Russland.

      Wer glaubt, es kämpfen die Guten gegen die Bösen, sollte weniger Hollywood-Filme schauen. Oder sich ordentlich informieren.
      39 21 Melden
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«Wir haben eine Mission: Die Verbreitung der Wahrheit» 

Wie ist es, als Journalistin in einem arabischen Land zu arbeiten? Die jordanische Reporterin Rana Sabbagh über den Zustand der Medienfreiheit, Trumps Journalisten-Bashing und den Fall Jamal Khashoggi.

Rana Sabbagh ist eine der bekanntesten Journalistinnen im arabischen Raum. Die 56-Jährige war die erste weibliche Chefredaktorin einer jordanischen Zeitung, arbeitete mehr als 10 Jahre für die Nachrichtenagentur Reuters und gründete 2005 Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ) – eine unabhängige Plattform zur Ausbildung von Investigativjournalisten.

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