Leben
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bild: watson/ shutterstock

Wann ist es okay geworden, sein Wort nicht mehr zu halten?

«Ich komm dann später. Vielleicht.»



Letztens auf Instagram hab ich sie wieder gesehen: die grafisch einwandfreie Aufforderung, freitagabends doch einfach zuhause zu bleiben nach einer anstrengenden Woche. «Selfcare first» lautet die ungeschriebene Regel des Instaversums.

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In etwa so. bild: montage watson

Hauptsache, man tut sich selbst etwas Gutes, während man ein Klatschheft im Schaumbad liest. Hinter mir die Schaum, äh, Sinnflut! Und was die anderen wollen: auch egal.  

So sehr ich diese Einstellung auch begrüsse – langsam hat sie spürbar negative Auswirkungen auf meinen Alltag. Eines von vielen Beispielen: Am Samstag war ich zum 29. Geburtstag eines Bekannten eingeladen. Ein gemütliches Zusammenkommen in einer Bar sollte es werden. Zusagen auf Facebook: 13. Interessiert: 10.

Als ich saloppe anderthalb Stunden nach Beginn der Feier gegen 22:30 antanzte, war ich gemeinsam mit zwei anderen Menschen die einzige Person im Raum. An einem Freitagabend. Obwohl ich das Geburtstagskind nicht einmal gut kannte.

Eine peinliche Situation? Ganz bestimmt. Aber nicht unbedingt für das Geburtstagskind, sondern für uns.

Wann ist das passiert, dass sich Zusagen nicht mehr anfühlen wie Zusagen, sondern jederzeit platzbare Seifenblasen? Dass wir auf «interessiert», statt «zusagen» klicken – selbst, wenn wir nichts Besseres vorhaben? Dass wir es in einer zunehmend digitalisierten Welt nicht schaffen, ehrlich abzusagen, obwohl unsere Hand mit dem Handy verschmolzen ist? Beteuern, wie gerne wir uns doch sehen würden und uns Bierkrüge und Emoji-Herzen schicken, nur, um dann im Falle des Falles nicht aufzukreuzen?  

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Ein Klick und du bist dabei – oder eben doch nicht.

Später, auf dem Weg zum Club, frage ich den Gastgeber vorsichtig, was die Ausreden der Menschen sind, die nicht gekommen waren. «Lisa hatte leichtes Halsweh, Henry war müde von der Arbeit», sagt er. Müde von der Arbeit also, als ob es sich dabei um eine seltsame Erkrankung handeln würde.  

Ich kann mich an Zeiten erinnern, da ging es mir alles andere als gut und doch habe ich mein Wort gehalten. Weil es etwas bedeutet, sein Wort zu halten, sich selbst auch mal nicht an erste Stelle zu setzen und «Me Time» zu schreien, wie das gerade in jeder x-beliebigen Self-Love-Kampagne propagiert wird. Egoismus ist notwendig, klar, aber muss er ausgerechnet dort in Anspruch genommen werden, wo uns andere mit ihren liebgemeinten Plänen «im Weg» stehen? 

Die Menschen, die wir doch eigentlich schon «so lange» wieder sehen wollten?

Ich habe mein Wort an diesem Abend gehalten, weil es etwas bedeutet, einen gewissen Effort in Kauf zu nehmen, um Zeit miteinander zu verbringen, und nicht nur aus Bequemlichkeit aufzutauchen, weil die Location drei Meter zu Fuss entfernt ist.  

Den meisten Menschen, so scheint es meinem Bekannten und mir, ist ihr Grundbedürfnis nach Ruhe und Netflix inzwischen wichtiger, als sich mal wieder persönlich und nicht nur auf Instagram oder im Messenger zu «hören».  

Die Geburtstagsfeier meines Bekannten ist kein Einzelfall.

Ich kenne unzählige Storys, meine eigenen und die enger Freunde. 28-jährige Männer, die gar nicht mehr feiern, weil sie sich die Enttäuschung am Abend selbst nicht antun möchten. 25-jährige Frauen, die mir auf Instagram schreiben, sie hätten keine richtigen Freundschaften mehr.  

Mein Bekannter und ich versichern uns gegenseitig auf dem Taxirücksitz, dass es nicht persönlich gemeint war, dass jeder Mensch andere Prioritäten setzt – und doch kommen wir nicht darüber hinweg, wie unzuverlässig unser ähnlich zusammengesetztes Umfeld ist. Manchmal frage ich mich, ob diese Entwicklung mit dem Älterwerden oder unserer Generation zu tun hat. Dem Aufkommen der Smartphones, oder dem Aufkommen der niemals endenden Erschöpfungserscheinung.

«Den Gipfel aller Unzuverlässigkeit bilden jene Leute, die gar nichts schreiben und dann um 1 Uhr vor deiner Wohnung aufkreuzen, wenn schon alle weiterziehen wollen», sagt er und ich stimme ihm zu. «Das nächste Mal wird es keine Einladung mehr geben, so einfach.»   

So wird die Liste von Jahr zu Jahr kürzer, um die Enttäuschung nicht weiterwuchern zu lassen in der Darmgegend, wo sie sich zu einer hässlichen Brühe von Menschenverachtung und Gleichgültigkeit vermischt, die alles Neue schon im Anfangsstadium killt. Gibt es dieses Ding namens Zuverlässigkeit überhaupt noch – oder ist das Konzept eines treuen Freundes im Jahre 2018 überholt? 

Und: dürfen wir später alleine im Bett über Einsamkeit schimpfen, wenn wir uns selbst am nächsten sind?

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Wie die Knöpfe eigentlich aussehen sollten.

Einerseits möchte der moderne Mensch seine Ruhe haben von sozialen Interaktionen, andererseits veranstaltet er private Veranstaltungen, die er auf Facebook bewirbt. Ein Ort, den die meisten Menschen meiner Altersgruppe ohnehin meiden, soll also dafür herhalten, Termine auszumachen. Fehlversagen vorprogrammiert.  

Bis uns keine bessere Alternative einfällt – und damit meine ich nicht Doodle – sollten wir trotzdem besser wieder damit anfangen unsere «Zusagen» und «Interessiert’s» auf Facebook genauso ernstzunehmen wie jene, die wir per WhatsApp versenden.  

Ansonsten muss jeder für sich selbst entscheiden, wen er künftig in sein Leben lässt. Ob er sich weiter den Arsch aufreisst und Zeit freischaufelt für Menschen, die ihn jederzeit guten Gewissens im Regen stehen lassen würden. Oder die Lari-Fari-«Schauen wir mal»-Charaktere konsequent von der nächsten Einladung eliminiert.

21 Comics, die zeigen, wie das Smartphone unser Leben verändert hat

Hoffen wir, dass du keine solchen Freunde hast …

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Klischee 04.09.2018 16:20
    Highlight Highlight Kenne das Problem sehr gut.

    An meinem 18. Geburtstag habe ich ein paar Klassenkameraden und einige alte Freunde eingeladen. Da der Platz sehr beschränkt war habe ich nur circa 10 Leute eingeladen.

    Von allen hatte ich eine zusage und alle wussten von dem Platz Problem.

    Am Ende waren es 2 die gekommen sind. 3 Absagen und von den restlichen "Freunden" habe ich erst nach der Feier wieder gehört. Und zwar nur ein kurzes Sorry..

    An meinem 21. Geburtstag - Bar Tour durch St. Gallen. Es war zu schlechtes Wetter. es kamen 4 Leute.

    Etwas für die anderen Planen? Nein Danke!

  • ~°kvinne°~ 04.09.2018 13:11
    Highlight Highlight Entschuldige aber: seit wann ist Facebook verbindlich? Ich glaube: das wars noch nie. Einladungen gehen über SMS / Whatsapp aber nicht per Facebook.

    Von dem her: diesee Text war schön zu lesen aber halt nix neues :-)
  • lilagreen 04.09.2018 12:10
    Highlight Highlight toller text. ich hoffe, er regt viele menschen zum denken an. solche situationen gibts in meinem umfeld zur genüge.
    verrückt finde ich auch die herablassenden raktionen, wenn jemand enttäuscht ist, wenn die verabredung nicht zustande kommt. «tue jez ned sooo...»
  • Edgar Much 04.09.2018 10:53
    Highlight Highlight ... alles selektive Wahrnehmung ...
  • Trouble 04.09.2018 09:48
    Highlight Highlight Ich verstehe das Wortspiel mit Sinnflut/Sintflut nicht 😩

    Dieses Problem der krassen Unverbindlichkeit kenne ich nicht wirklich. Ich lade halt einfach nur mein engsten Freunde ein. Mit jemandem, den ich nicht gut kenne, will ich ja gar nicht feiern.
    Nur wenn mir Leute eine Stunde vor einer Verabredung schreiben, sie würden sich verspäten, nervt mich das. Milde Unverbindlichkeit.

    Auch empfehlenswert: "Quo vadis, Verbindlichkeit?" (Yonni Meyer, Watson)
  • Follower 04.09.2018 07:55
    Highlight Highlight Super Artikel. Verbindlichkeit und Freundschaft neu überdenken. Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wort.
  • Spacefrog 04.09.2018 06:54
    Highlight Highlight Sich alle Optionen offen halten und schauen ob es nicht noch was besseres gibt. Zuverlässigkeit und Ehrgefühl werden immer weniger. Es ist schlicht mangelnder Respekt gegenüber dem, mit dem man sich verabredet.
  • ThomasHiller 04.09.2018 00:44
    Highlight Highlight Das ist ja nicht nur bei solchen Einladungen so, Verbindlichkeiten zählen halt nichts mehr. Ist mit Verträgen genau so, es ist doch heute unüblich, welche einzuhalten.
    So ist halt unsere Zeit, alle wollen zwar alles haben, aber keiner wil mehr etwas leisten.
  • salamikoenig 03.09.2018 21:45
    Highlight Highlight Danke
  • 's all good, man! 03.09.2018 20:05
    Highlight Highlight Ich selber halte sehr viel von «Me time» und es ist wichtig, zu sich selber zu schauen und halt auch mal irgendwo nicht dabei zu sein. Das sollte man sich aber vorher überlegen und nicht überall mit einem unverbindlichen «mal schauen» zusagen.

    Wenn ich merke, dass ich drei aufeinanderfolgende Wochenenden immer was los habe, blockiere ich für das vierte halt alles und nehme mir die Zeit für mich. Die Leute in meinem Umfeld verstehen das, weil ich klare Ansagen mache. Und wenn ich für etwas zusage, gehe ich dann auch. Eigentlich recht einfach.
  • 's all good, man! 03.09.2018 19:59
    Highlight Highlight Mir wird in dieser Diskussion etwas zu sehr auf dem Beispiel Facebook herumgeritten. Es geht doch nicht alleine darum - es ist die Haltung, dieses Unverbindliche, das so viele wie selbstverständlich an den Tag legen. Sich alle Optionen offenhalten, immer in der Angst, man könnte sonst ja etwas verpassen. Das prangert die Autorin meiner Ansicht nach hauptsächlich an.

    Und: so wie ich das verstanden habe, war die Einladung auf FB persönlich, also nicht «öffentlich». Wenn das in einer so geschlossenen Gruppe geschieht, darf man ja annehmen, dass eine Zusage eine Zusage ist.
  • Natürlich 03.09.2018 19:55
    Highlight Highlight Also ein paar Worte dazu.
    Für einen Geburtstag würde ich jetzt nie Fb benutzen, wenn dann Whatsapp.
    Es ist einfacher kurz mit dem Finger zu tippen, als zu schreiben dass man kommt.
    Wenns aber um Konzerte geht dann finde ich Fb schon eine gute Option. (Selber in einer Band) Und da klicke auch ich manchmal auf interessiert, auch wenn ich wahrscheinlich eher nicht gehe. Durch den Klick auf diesen Button steigt die Reichweite einer Veranstaltung.
    (Meine Freunde sehen dass ich mich für diese Veranstaltung interessiere)
    Wenn ich aber Zusagen klicke bei Fb dann geh ich da auch hin.
  • Delgado 03.09.2018 18:31
    Highlight Highlight Wie wär's damit die Leute einfach persönlich einzuladen? Warum sollen Leute die man im richtigen Leben nie sieht plötzlich an einer Geburtstagsfeier auftauchen?
  • Barracuda 03.09.2018 18:02
    Highlight Highlight Erstens kommt das ganz auf den "echten" Freundeskreis an, und zweitens selber schuld, wenn du Termine über Facebook und Instagram abmachen willst ;-) Aber vielleicht ist das eine Frage der Generationen. Bin froh, dass das in meinem Freundeskreis meistens noch ganz gut klappt und ein Wort noch ein Wort ist. Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass alle weit ü30 sind und die genannten "sozialen" Plattformen dabei keine Rolle spielen...
    • Phrosch 03.09.2018 18:51
      Highlight Highlight Ich frage mich gerade, ob es nur mit dem Alter zu tun hat? Vielleicht spielt auch eine Rolle, wie man aufgewachsen ist, welche Werte einem vorgelebt wurden, in welchem Umfeld man sich bewegt. Auch in der ganzen Jungmannschaft meiner Familie ist ein Wort ein Wort.
  • DerRaucher 03.09.2018 17:01
    Highlight Highlight Diese „müde von der Arbeit“ Absager sind eh die grössten Waschlappen. Man kann ja wenigstens für 2-3h vorbeischauen. Das tötet auch niemanden der arbeiten war.
    • Waldorf 04.09.2018 09:28
      Highlight Highlight Ausserdem ist sozialer Kontakt erwiesenermassen entspannender als alleine TV zu schauen. Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass solche Absgager TV schauen.
    • Blitzmagnet 04.09.2018 13:24
      Highlight Highlight Für Sie und die vielen sozial orientierten Menschen vielleicht.. na gut, ich bin wenigstens ehrlich genug, gar nicht erst zuzusagen.
  • Safster 03.09.2018 16:47
    Highlight Highlight Etwas beunruhigend ist, dass Ausgang mit Freunden schon fast als altruistischer Akt gewertet wird. Immerhin werden sich diese Leute nie MotherTheresaism vorwerfen lassen müssen. Immerhin.
  • Knäckebrot 03.09.2018 16:47
    Highlight Highlight Im Moment ist Selbstbestimmung, Individualismus etc. ziemlich in.

    Jedes mal, wenn ich länger in einem nicht europäischen Land lebte und zurück komme, kommt es mir vor, wie jeder ein König wäre.

    Das ändert sich dann wieder, wenn die Leute genug unter dem eigenen Ich gelitten haben.

    Aber dennoch habe ich viele Freunde, mit denen ich einen Termin in 70 Tagen abmachen kann und sie erscheinen.
    Vielleicht kennst du einfach die falschen?
    • Blitzmagnet 04.09.2018 13:25
      Highlight Highlight Vielleicht auch einfach der Unterschied, ob ich 3-5 Leute einlade, diese persönlich und auf ihre Zusagen warte.. oder ob ich 20 einlade, die ich teilweise kaum selber kenne.
  • haegipesche 03.09.2018 16:24
    Highlight Highlight Kenne den Unterschied
    User Image
  • nomoney_ nohoney 03.09.2018 16:07
    Highlight Highlight Ich drehe den Spiess mal um:

    Warum sendet mir ein Freund keine persönliche Einladung? Bin ich ihm nicht wichtig genug bzw. die Zeit nicht wert?
  • Janis Joplin 03.09.2018 15:40
    Highlight Highlight Es ist nie OK geworden, nur dank Ghosting und einfachem Ausschalten und falls nötig zukünftig ignorieren / blockieren / sperren viiiel einfacher und feiger.
    Ich als alte Schachtel halte mich daran: Ist es wichtig? Dann Telefon in die Hand nehmen. Nix da "schriftlich" via FB / Instagramm / Twitter weiss der Henker...
  • Kilgore 03.09.2018 15:30
    Highlight Highlight Ich finde eineinhalb stunden verspätung auch etwas viel, dies ist ein ganz ähnliches phänomen
    • Aglaya 03.09.2018 18:46
      Highlight Highlight In meinen Augen hängt es davon ab, wie die Einladung formuliert war. Wenn es heisst, Party UM XX Uhr, dann versuche ich, möglichst um diese Zeit dort zu sein. Bei einer Einladung AB XX Uhr erachte ich es nicht als Verspätung, wenn ich später auftauche.
    • Picker 03.09.2018 19:09
      Highlight Highlight Das habe ich mir ehrlich gesagt beim Lesen des Artikels auch gedacht.
      Wir wissen die genauen Details natürlich nicht, aber man kann darüber diskutieren, ob dies ein wirklich sinnvolles Beispiel war.

      Bin weiss Gott nicht der soziale Schmetterling, aber wenn ich bei einer Einladung zusage, dann bin ich da, wenn der Anlass anfängt und nicht "saloppe" 1.5h später.
      Die ganze Thematik fängt mMn schon dort an.
  • Darth Unicorn #Häschtäg 03.09.2018 15:12
    Highlight Highlight Naja nicht nur ein Problem von Social Media.. Habe jedem Persönliche Einladungen versendet via WhatsApp oder Anruf und SMS mit dem Text dass man doch Zu- oder Absagen soll damit ich dann für Essen, Getränke und co Einkaufen kann. ( Zu oder Absagen konnte man demnach bis einen Tag vor der Party) Manche besassen dann die Frechheit nach dem festen Zusagen, 5 Min vor Veranstaltungsbeginn eine billige Ausrede zu bringen obwohl man genügend Zeit hatte abzusagen.

    Die landen dann direkt auf der Asshole-Liste
    • mxpwr 03.09.2018 16:45
      Highlight Highlight Stimmt. Nur ist das Problem meines Erachtens eben, dass es nicht nur "Assholes" sind die das betreiben. Idioten gab es schon immer. Neuerdings betreiben das aber Leute so, die ansonsten eigentlich ganz in Ordnung sind. Es scheint - wie auch der Titel dieses Artikels sagt - eben "okay geworden zu sein". Meine Freundesliste wäre zumindest sehr kurz, wenn ich alle, die sich einmal so verhalten haben, davon streichen würde.
  • Paddiesli 03.09.2018 14:57
    Highlight Highlight Und ich dachte beim Titel zuerst, es ginge um den "nicht Wort-Einhalter" schlechthin: Trump 😄
  • KeksloseKeksdose 03.09.2018 14:49
    Highlight Highlight Das geschieht leider nicht nur auf Facebook, sondern auch frisch-fröhlich bei Whatsapp-Gesprächen, usw.

    Ich habe genau dieses Wochenende einen Termin am Freitag schweren Herzens abgesagt, weil ich am Wochenende bereits viel los hatte. Nur dass mir die Tagesausflüge am Samstag und Sonntag abgesagt wurden. Gründe: Müde, Kopfweh, es ist kalt draussen.
    Hätte im Nachhinein also doch mehr als genug Zeit gehabt, schade...

    Darum: Danke danke für diesen tollen Text! Er beschreibt/unterstreicht mein momentanes Empfinden komplett!
    An alle Sitzengelassene: Kopf hoch, es kommen bessere Zeiten :)
  • Unclemitch 03.09.2018 14:47
    Highlight Highlight Ich wünschte mir dass mein Chef mal sein Wort hält... Ist wohl kein Generationen Problem
  • Mitsch 03.09.2018 14:35
    Highlight Highlight Wenn man WILL, das jemand weiss, dass seine Anwesenheit wirklich erwünscht ist, dann sollte man das der Person auch auf eine Art und Weise mitteilen, die der der Wichtigkeit gerecht wird. Und nicht mit einem Massenmail an alle drölf Millionen FB-"Freunde".

    Ich gehe ja auch nicht an jede Veranstaltung, von der ich irgendwo an einer Wand einen Flyer gesehen habe... und für mich ist eine unpersönliche FB-Einladung nicht mehr als das. Ein Flyer. Kann man beachten, muss man nicht (ausser natürlich es handelt sich um irgendwas aus dem sehr nahen persönlichen Umfeld)...
  • Snowy 03.09.2018 14:34
    Highlight Highlight Teile grundsätzlich die Meinung der Autorin.

    Aber für ein Geburtstagsfest (nur) via FB einzuladen halte ich dann doch für sehr gewagt.



    User Image
    • Paddiesli 03.09.2018 16:12
      Highlight Highlight Den Yes-Schnitz musst du aber differenzieren:
      Yes (aber da gangi sicher nöd ane)
      Yes (mal luege was uf Netflix lauft)
      Yes (na klar, gangi)
      Yes (intressiert eh niemer)
      Yes (nur wenn min heimliche Schwarm au döt isch)
      Yes (wott ja niemer verletze)

      Dann bleibt nicht mehr viel vom Tortenstückli.
  • eBart! 03.09.2018 14:30
    Highlight Highlight Nutze (gelegentlich) Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat und Konsorten habe ich noch nie benutzt.

    Eine Geburi- Anfrage/Einladung auf Facebook... in etwa dasselbe wie eine Einladung für irgendein Online-Game (Candy Saga oder wie das heisst). Wenn ich eine Party mache, lade ich die Leute persönlich ein. FB ist nicht wirklich persönlich.
    • honesty_is_the_key 03.09.2018 15:41
      Highlight Highlight Bin ganz deiner Meinung eBart. Ich lade die Menschen die ich dabei haben möchte persönlich ein, und dann kommen sie auch (oder haben einen wirklich triftigen Grund und sagen schon vorher ab). Und vice versa.

      Facebook ist manchmal gäbig (die anderen Social Medias nutze ich nicht), aber total unpersönlich, und lädt geradezu zur Unverbindlichkeit ein. So auf jeden Fall meine Meinung.
    • Alnothur 03.09.2018 16:48
      Highlight Highlight Ich weiss, das ist jetzt komplett off-topic, aber: zwischen Facebook und Instagram würde ein Semikolon perfekt hinpassen :)
    • eBart! 03.09.2018 17:16
      Highlight Highlight Danke Alnothur - hatte ich auch vor. Aber manchmal tippe ich zu schnell.
  • Herr Je 03.09.2018 14:30
    Highlight Highlight Genau deshalb beteilige ich mich weder an facebook noch whatsapp oder anderem Kinderkram!
  • saukaibli 03.09.2018 14:22
    Highlight Highlight Ich denke, das hat nichts mit dem älter Werden zu tun, sondern ist eine Generationenfrage (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und wenn, ist es eher so, dass man mit dem Alter zuverlässiger wird, weil man weiss wie viel eine gute Freundschaft wert ist. Ich musste nur sehr wenige Leute aus meiner Freundesliste streichen, weil sie so egoistisch und unzuverlässt waren, wie hier beschrieben. Für meine Generation 40 plus scheint eine Abmachung noch eine Abmachung zu sein. Jemandem eine Freude zu bereiten, und sei es nur durch Anwesenheit, ist doch etwas Schönes und auch mal eine Anstrengung wert.
  • H. L. 03.09.2018 14:15
    Highlight Highlight Woher weisst du, dass die scheinbar Interessierten den Abend tatsächlich zu Hause verbrachten? Die wollten sich einfach möglichst viele Optionen freihalten, aus Angst, etwas zu verpassen.

    Ich selbst nutze Facebook, Instagram und Co. nicht und mein Freundeskreis umfasst 3 Personen. Und das ist gut so.

    Zu meinen, man könne sich auf sogenannte Facebook-Freunde verlassen, ist jedenfalls ein gewaltiger Irrtum.
    • HansDampf_CH 03.09.2018 16:47
      Highlight Highlight Facebook hat etwa so viel mit echter Freundschaft zu tun, wie ein segelflieger mit einem Weltallflug
    • Scrj1945 04.09.2018 06:27
      Highlight Highlight Auf facebook freunde kann man sich nur verlassen, wenn man alle im realen leben gut kennt und befreundet ist.
  • N. Y. P. 03.09.2018 14:14
    Highlight Highlight Via Facebook würde ich schon gar nicht zum Geburtstag einladen. Kann man aber machen, weil es sehr einfach geht. Aber sowas kommt tatsächlich unverbindlich rüber.

    Und überhaupt : 3 - 6 gute Freunde sind mir jetzt wertvoller, als ein 70 köpfiger unverbindlicher Bekanntenkreis.

    Heisst : Wenn ich die 3 - 6 Leutchen persönlich einlade, klappt es auch immer. Alte Schule halt. Sei es ein Geburtstag, ein Ausflug zum Schäfler oder sei es auch nur ein kurzer Tripp auf den Mond.
    • Magenta 03.09.2018 15:26
      Highlight Highlight Ich lade seit Jahren meine ca. 20 besten Freunde und Kollegen via Facebook (private Veranstaltung) zu meinem Geburtstagsfest ein, und es ist weder unverbindlich noch unpersönlich. Meiner Meinung nach ist das keine Frage der Form, sondern eine Frage des Anstands und des Charakters.
    • N. Y. P. 03.09.2018 18:12
      Highlight Highlight Das ist doch eine tolle Sache, dass es bei Dir so gut klappt.

      Ich schätze Dich Ü40..
  • JaneDoe 03.09.2018 14:13
    Highlight Highlight Sprichst mir aus der Seele... Ist mir gleich dieses Wochenende passiert. Eine Freundin und ich planten seit Wochen, dass wir am Samstag zusammen ausgehen. Um 20.00 Uhr dann kurzfristig: "Ich fühl mich nicht gut, ich kann trotzdem nicht kommen" (tolle Ausrede). Zurück blieb ein geschminktes Gesicht, frisierte Haare und eine rieeesen Enttäuschung... Ich verstehe nicht wie Menschen so unzuverlässig sein können.
    • Christof1978 03.09.2018 16:41
      Highlight Highlight ist sie denn jetzt noch deine freundin?
    • JaneDoe 03.09.2018 17:11
      Highlight Highlight Ich denke nach dieser Aktion nicht mehr. Lieber alleine als in schlechter Gesellschaft ^^
  • JasCar 03.09.2018 14:07
    Highlight Highlight Generationenproblem 🤷🏼‍♀️
    Dieses Jahr wurden zwei Freundinnen von mir 50ig.
    Beide haben eine grosse Party geschmissen.
    Beide haben altmodische schriftliche Einladungen verschickt.
    Beide hatten +/- die Gäste an der Party, welche sich angemeldet haben. Und beide hatten eine richtig tolle Feier mit guten Freunden ❤
    Ich glaube, Facebook und andere Socialmedias verleiten einen dazu, die Dinge nicht mehr so Ernst zu nehmen.
    Ich habe daraus gelernt, dass ich dann zu meinem 50igsten auch auf dem Postweg einladen werde. Falls es die Post dann noch gibt 😄
    • fant 03.09.2018 15:52
      Highlight Highlight Ja genau! "altmodische schriftliche Einladungen" mit "u.A.w.g bis ...".
  • Raphael Stein 03.09.2018 14:05
    Highlight Highlight Falsche Gesellschaft?

    Jeder seines eigenen Glückes Schmied.
    Das kann jetzt tatsächlich nicht "outsourcen".
  • Madison Pierce 03.09.2018 14:05
    Highlight Highlight Ist mir jetzt noch nie passiert. Also sicher muss sich mal jemand kurzfristig abmelden, aber unentschuldigt fehlt eigentlich niemand.

    Wir planen unsere Treffen aber auch nicht über Facebook, sondern "altmodisch" über Doodle. Leute, die es nicht so ernst meinen, sind da wohl zu faul, sich einzutragen.
  • Toerpe Zwerg 03.09.2018 14:04
    Highlight Highlight Verbindlichkeit auf Facebook?
    • Urs-77 03.09.2018 14:56
      Highlight Highlight Wohl ein typisches Oxymoron. :-)
    • Blair 04.09.2018 17:51
      Highlight Highlight Ob man nun eine geschlossene Gruppe gründet auf FB und gewählte Personen hinzufügt oder eine whatsapp-gruppe erstellt oder sonst was, es geht hierbei um das primäre Problem - die leute fühlen sich nicht verpflichtet und halten eben nicht mehr ihr wort. Find ich v.a. bei geburtstagsfeiern mehr als unanständig.
  • Matti_St 03.09.2018 14:03
    Highlight Highlight Mit solchen "Mitmenschen" habe ich keinen Kontakt mehr. Ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend. Es ist auch eine Frage des Respekts dem anderen gegenüber, seine Zusage einzuhalten.
    Aber gab es nicht schon ein Artikel hier über die Generation, nichts verbindliches eingehen?
  • Scaros_2 03.09.2018 14:00
    Highlight Highlight Wie wäre es wenn man das zeug NICHT über social media plannt? Es ist zwar nervig aber ich mache immer whatsapp gruppen, (yeeeah noch me gruppe) wer nicht kann soll von sich aus die gruppe verlassen, der rest kommt. Erhöht zudem den gruppendruck und siehe da, es kommen immer rund 90%.

    Events auf SM und zusagen sind ein witz, ehrlich

«Der König der Löwen» kommt als Realfilm – einen ersten Eindruck gibt's im neuen Teaser

25 Jahre nach dem legendären Trickfilm «Der König der Löwen» wird Disney die Geschichte als Realfilm erneut in die Kinos bringen. Nun hat der Mauskonzern den ersten Teaser zum 2019 erscheinenden Megablockbuster veröffentlicht. Darin dürfen wir nicht nur einen ersten Blick auf Rafiki und Simba werfen, sondern auch auf die beeindruckende, computergenerierte Tierwelt Afrikas.

Interessant ist, dass Disney sich beim Teaser des Realfilms fast eins zu eins am Teaser des Trickfilms von 1994 orientiert …

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