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42 Extremismus-Verdächtige bei der Armee gemeldet



ZUR ARMEEBOTSCHAFT 2018, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 20. MAERZ 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Grenadier recruits carry Minimis (light machine guns, LMg 05), pictured during an exercize within the framework of the explosives training of the Swiss Armed Forces grenadier recruit school in Isone, canton of Ticino, Switzerland, on September 30, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Grenadier-Rekruten tragen Minimis (Leichtes Maschinengewehr 05, LMg05), aufgenommen bei einer Uebung im Rahmen der Sprengstoffausbildung der Grenadier-Rekrutenschule der Schweizer Armee in Isone, Kt. Tessin, am 30. September 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Bei der Fachstelle Extremismus der Armee sind im vergangenen Jahr 42 Meldungen und Anfragen eingegangen. Das sind etwas weniger als im Vorjahr, aber etwas mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Im Vordergrund stand Rechtsextremismus.

Rund zwei Drittel der Meldungen mit Bezug zu Extremismus erfolgten wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) am Montag mitteilte. Insgesamt waren es 21 Meldungen. Im Vorjahr machte Rechtsextremismus rund die Hälfte aus.

Dass Streitkräfte eine gewisse Anziehungskraft auf rechtsextremistisch gesinnte Personen ausübten, sei ein bekanntes Phänomen, schreibt die Fachstelle im Jahresbericht. Die Armee sei sich dieser Umstände bewusst und wende die vom Gesetzgeber vorgesehenen Mittel konsequent an.

Weniger Dschihadismus-Meldungen

Zurückgegangen sind die Meldungen wegen des Verdachts auf dschihadistisch motivierten Extremismus. Die Fachstelle Extremismus zählte noch 8 Meldungen. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl um fast die Hälfte ab. 3 Meldungen betrafen ethno-nationalistischen Extremismus. Meldungen mit Bezug zu Linksextremismus wurden nicht verzeichnet. 10 Meldungen wiederum hatten keinen direkten Bezug zu gewalttätigem Extremismus.

Überprüft wurden 49 Personen. Bei 9 Angehörigen der Armee wurden vorsorgliche Massnahmen eingeleitet. Im Vorjahr waren es 13 Personen gewesen. Die Massnahmen reichen von der Einleitung einer Personensicherheitsprüfung über die Sistierung der Aufgebote bis hin zur Abnahme der Waffe.

Keine gefährlichen Vorkommnisse

Vorwiegend seien Einzelpersonen gemeldet worden, bei welchen es Hinweise auf extremistische Aktivitäten im zivilen Leben oder auf eine mögliche Radikalisierung gegeben habe, schreibt das VBS. Offensichtliche Diskriminierung oder sicherheitsgefährdende Vorkommnisse seien nicht verzeichnet worden.

Dass die Meldungen tendenziell zunehmen, erklärt sich die Armee mit der gestiegenen Sensibilität der Bevölkerung für das Thema. Hinzu komme, dass radikale Meinungen oder extremistische Affinitäten im Internet öffentlich preisgegeben würden. Viele Meldungen seien aufgrund von Einträgen in sozialen Netzwerken erfolgt.

Die Fachstelle Extremismus führte auch Sensibilisierungs- und Schulungsanlässe durch. Rund 1000 Kader der Armee und Mitarbeitende des VBS nahmen daran teil. (sda)

Die Armee will neue Jets

Video: srf/SDA SRF

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mnemonic 23.04.2018 16:57
    Highlight Highlight Jeder Einzelne von diese Spinnern ist zuviel...
  • Watson - die Weltwoche der SP 23.04.2018 16:53
    Highlight Highlight 49 Personen wurden gemeldet, bei 9 wurden Massnahmen ergriffen. Gibts hier jetzt auch einen Aufschrei wegen Unverhältnismässigkeit, wie bei den IV-Detektiven?
    • Hierundjetzt 23.04.2018 17:29
      Highlight Highlight Hä? Komplett falsch.

      Hier ist der STAAT der Massnahmen ergreift.

      Die Detektive von der KK, Unfall usw. werden von PRIVATEN Börsennotierten Konzernen beauftragt. Nach Gefühl. Ohne das Du Rechtsmittel dagegen ergreifen kannst.

      Im Gegensatz zum Staat.

      Was auch immer Du mit Deiner „IV“ meinst, versuche doch ein wenig überlegter zu argumentieren. Merci
    • Watson - die Weltwoche der SP 23.04.2018 21:35
      Highlight Highlight Seit wann sind Krankenkassen bitte börsenkotiert..
    • Watson - die Weltwoche der SP 24.04.2018 10:55
      Highlight Highlight @Blitzer, nennt mit eine Krankenkasse, die an der Börse gehandelt wird. (Und nein, nicht jede AG wird an der Börsr gehandelt.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • ARoq 23.04.2018 16:32
    Highlight Highlight Keine Linksextremen?
    SCNR
    • Watson - die Weltwoche der SP 24.04.2018 10:09
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