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Sind Gelb und Schwarz die neuen Meisterfarben? Die Chancen sind intakt.
Sind Gelb und Schwarz die neuen Meisterfarben? Die Chancen sind intakt.
Bild: Martin Meienberger/freshfocus

Zum Glück spielt Basel in der Bundesliga: Die Super League ist die spannendste Liga der Welt

Wie haben es wir Schweizer Fussballfans gut! Weil der FC Basel seit diesem Sommer berechtigterweise in der Bundesliga mittut, ist die Super League ausgeglichen wie nie. Gleich drei Mannschaften liegen nach dem ersten Saisonviertel gleichauf an der Spitze.
26.09.2016, 19:04
Donat Roduner
Donat Roduner
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Falschmeldung
Satire - (fast) kein Wort ist wahr!

Trotz den heftigen Diskussionen hat es sich nach dem Ende der vergangenen Saison als absolut richtig erwiesen, dem Gesuch von Basel Folge zu leisten und dem Serienmeister den Eintritt in die deutsche Bundesliga zu gewähren. Unterstrichen wird das von dem Fakt, dass die «Bebbi» dort wesentlich freundlicher empfangen wurden als Aufsteiger RB Leipzig.

Dass sich das Wagnis für die Super League gelohnt hat, ist mit einem einfachen Blick auf die Tabelle bestätigt. Die Liga ist nach acht Runden ausgeglichen wie nie – es bahnt sich ein hochspannendes Meisterrennen an. An der Spitze gleichauf liegen mit je 14 Punkten die Young Boys, Lugano und Lausanne. Man macht sich also in sämtlichen Sprachregionen der Schweiz Hoffnungen, das Erbe des FCB anzutreten.

Ein Genuss: Die aktuelle Tabelle der Super League.
Ein Genuss: Die aktuelle Tabelle der Super League.
bild: sfl/watson

YB trotz Querelen auf Kurs

Richtigerweise von der Tabellenspitze grüsst der neue Ligakrösus YB. Dass der Abstand zur Konkurrenz (noch?) nicht grösser ist, hat aber intern für viel Aufregung gesorgt. Anders ist nicht zu erklären, dass bei den Bernern Sportchef Fredy Bickel ausgerechnet drei Tage nach dem Sieg gegen den damaligen Leader Luzern seinen Sessel räumen musste.

Neu lenkt Christoph Spycher die sportlichen Geschicke bei Super-League-Tabellenführer YB.
Neu lenkt Christoph Spycher die sportlichen Geschicke bei Super-League-Tabellenführer YB.
Bild: KEYSTONE

Dass den Young Boys der langersehnte erste Meistertitel nach 1986 (der zwölfte insgesamt) nicht jetzt schon garantiert ist, hat viel mit den «L»-Vereinen zu tun. Erstaunlicherweise haben sich Lugano und Lausanne, die Aufsteiger der letzten beiden Saisons, im YB-Nacken festgebissen. Die Tessiner haben dem grossen Favoriten in der zweiten Runde gar eine empfindliche 1:2-Heimniederlage zugefügt.

Das von Trainer Fabio Celestini orchestrierte Lausanne hält sich ebenfalls wacker und musste nach dem 0:2 gegen GC im Startspiel nur noch einmal als Verlierer vom Platz (2:7 gegen YB). Ziehen die Waadtländer das so durch, könnten sie sogar das Aarauer Meistermärchen von 1993 in den Schatten stellen. 

Constantins Chance?

Ins Straucheln geraten ist der FC Luzern, der nach dem bärenstarken Start mit vier Siegen zu Beginn des Championats in den letzten vier Spielen nur noch einen Punkt gewinnen konnte. Die Zentralschweizer haben allerdings lediglich einen Punkt Rückstand auf das Führungstrio.

Die Luzerner mit Simon Grether (l.) und Jahmir Hyka lagen nach vier Runden an der Tabellenspitze, bauten danach aber merklich ab.
Die Luzerner mit Simon Grether (l.) und Jahmir Hyka lagen nach vier Runden an der Tabellenspitze, bauten danach aber merklich ab.
Bild: Martin Meienberger/freshfocus

Nicht nach Wunsch verlaufen ist das erste Meisterschaftsviertel für GC und Sion. Der Rekordmeister aus Zürich, der dem FCB natürlich keine Träne nachweint (und den Anschluss an die Bundesliga Gerüchten zufolge gar aktiv mitermöglicht haben soll), hat zwar eine makellose Heimbilanz, dafür in der Fremde noch keinen Punkt geholt.

Im Wallis hat sich der Trainerwechsel von Didier Tholot auf Peter Zeidler gelohnt. Der FC Sion spielt seither engagierter, disziplinierter und folglich auch erfolgreicher – der Rückstand auf die Spitze konnte merklich verringert werden und beträgt aktuell nur noch drei Punkte, einer mehr als GC. Christian Constantin wittert die grosse Chance auf den ersten Meisterschafts-Gewinn der Walliser seit 1997 und dürfte im Winter auf dem Transfermarkt mächtig zuschlagen.

Unter dem neuen Trainer Peter Zeidler ist der FC Sion noch ungeschlagen.
Unter dem neuen Trainer Peter Zeidler ist der FC Sion noch ungeschlagen.
Bild: Martin Meienberger

Albtraum Challenge League

Aktuell absteigen würde der FC Thun. Die Berner Oberländer haben den Meisterschaftsstart verschlafen und sind immer noch nicht richtig aufgewacht. Verordnet Jeff Saibene seinen Spielern nicht bald eine wirksame Koffein-Kur, dann droht in der kommenden Saison die Challenge League.

Darüber lacht die Super League: Die Challenge-League-Tabelle mit dem FCZ vorneweg.
Darüber lacht die Super League: Die Challenge-League-Tabelle mit dem FCZ vorneweg.
bild: sfl

Und in der aktuellen Konstellation ist das Schweizer Unterhaus für die Superligisten ein grösserer Albtraum denn je: Im Gegensatz zum Oberhaus ist nicht nur das Niveau tiefer, es herrscht auch praktisch keine Spannung. Auch wenn sich die Konkurrenz nach Kräften wehrt, marschiert der FC Zürich durch und steht nach neun Runden noch ohne Niederlage und mit überdeutlichen vier Punkten Vorsprung auf Verfolger Xamax auf Platz 1.

Zum Glück ist das in der Super League anders! Denn nur hier gibt es das spannendste Meisterrennen Europas!

Wie findest du die neue Super League?

Für lange (?) Zeit zum letzten Mal: Der FC Basel feiert den Meistertitel 2016 auf dem Barfüsserplatz

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Der FC Basel feiert auf dem Barfüsserplatz
quelle: fc basel 1893 pool / uwe zinke
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