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Italian referee Paolo Silvio Mazzoleni, right, gives a red card to Swiss forward Haris Seferovic, center, in front of Swiss midfielder Valon Behrami. left, during an international friendly test match between the national soccer teams Switzerland and Belgium, at the stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Saturday, May 28, 2016. Switzerland and Belgium national soccer teams prepare for the UEFA Euro 2016 that will take place from June 10 to July 10, 2016 in France. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Ungläubige Gesichter bei Behrami und Seferovic nach der roten Karte. Bild: KEYSTONE

Seferovic bangt nach der roten Karte um die EM-Teilnahme: «Ich habe gegen mich geflucht»

Nach dem 1:2 der Schweiz im Testspiel in Genf gegen Belgien gab vor allem die Rote Karte von Haris Seferovic zu reden. Sie wird wohl eine Sperre nach sich ziehen. Doch nur wenn diese massiv ausfällt, könnte Seferovics EM-Teilnahme in Gefahr sein.



Der Nationaltrainer Vladimir Petkovic nannte es eine Unbesonnenheit, der Stürmer Haris Seferovic sprach von einem Missverständnis und der Schiedsrichter Paolo Silvio Mazzoleni empfand es als Beleidigung. Der Schweizer Captain Valon Behrami stand ganz in der Nähe, als sich die umstrittene Szene in der 81. Minute ereignete. «Haris hat den Schiedsrichter ins Pfefferland gewünscht», sagte Behrami. Dafür gibt es die Rote Karte. «Bei einem Schiedsrichter aus Italien sowieso. Die reagieren auf Beleidigungen empfindlich», so Behrami.

«Haris hat den Schiedsrichter ins Pfefferland gewünscht.»

Valon Behrami

Seferovic hat also geflucht. Aber hat er es wirklich gegen den Schiedsrichter getan? Der Täter verneinte. «Ich habe mich über mich geärgert. Die Beleidigung war gegen mich gerichtet», verteidigte er sich. Es sei ein Missverständnis gewesen, so der Stürmer. «Aber die Sache ist geklärt. Ich war nach dem Spiel in der Kabine des Schiedsrichters und habe mich entschuldigt und gesagt, dass ich es nicht gegen ihn gesagt habe.»

Nun hofft Seferovic, dass Mazzoleni die Beleidigung im Rapport als Marginalie abtut und darauf, «dass ich nur für das Spiel am nächsten Freitag gesperrt werde.» Dannzumal absolviert die Schweiz den letzten EM-Test in Lugano gegen Moldawien.

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Der Abgang von Seferovic.
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Droht sogar das EM-Aus?

Doch was passiert, wenn die mögliche Sperre zwei oder sogar drei Spiele umfasst und Seferovic den Anfang der EM-Endrunde verpasst? «Er wird die Konsequenzen alleine tragen müssen und dafür bezahlen», sagte Petkovic. «Man muss sich bewusst sein, dass man mit einer solchen Aktion an einem Turnier eine ganze Generation um den verdienten Lohn bringen kann.»

«Er wird die Konsequenzen alleine tragen müssen und dafür bezahlen.»

Petkovic über Seferovic

Petkovic ärgert sich über solche Dinge. Und man kann denken, dass es womöglich Seferovics Glück ist, dass der personelle Spielraum von Petkovic in der Offensive eng begrenzt ist. Josip Drmic ist seit langem verletzt, Renato Steffen fehlt an der EM ebenfalls. Breel Embolo gehört zwar zum Aufgebot, aber sein Fitness- und Formstand wird bis zuletzt ungewiss sein.

28.05.2016; Genf; Fussball Testspiel - Schweiz - Belgien;
Trainer Vladimir Petkovic (SUI)
 (Urs Lindt/freshfocus)

Petkovic muss sich noch überlegen, wen er zur EM mitnimmt.
Bild: Urs Lindt/freshfocus

Und Eren Derdiyok schied gegen Belgien noch vor der Pause aus (Schlag gegen den Kopf). Im Sturm kann es keine Härtefälle geben. Seferovic wird nicht um seinen Platz bangen müssen, wenn Petkovic am Montag das definitive 23-Mann-Kader bekannt gibt.

Zu den Wackelkandidaten gehört dafür Nico Elvedi. Der Zürcher Verteidiger, der in der Bundesliga-Rückrunde bei Borussia Mönchengladbach zum Stammspieler aufgestiegen ist, kam gegen Belgien erstmals für die Schweiz zum Einsatz. «In diesen 30 Minuten und in den Trainings unter der Woche konnte ich mich beweisen. Ich wäre bereit für die EM», so Elvedi. Am Montag weiss er, ob er nach Frankreich mitreist. «Die Hoffnung ist gross, aber im Fussball weiss man nie. Wenn es nicht klappt, muss ich mit dem Entscheid des Trainers leben.» (zap/sda)

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