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«Was hab ich den getan?», fragt sich wohl Marco Verratti nach seiner Verwarnung.
«Was hab ich den getan?», fragt sich wohl Marco Verratti nach seiner Verwarnung.

Verwarnung für Verrattis Kopfball-Rückpass – gelbe Karte sorgt für rote Köpfe

Bei dieser gelben Karte für Marco Verratti kommt wohl jeder zuerst einmal ins Grübeln. Wie kommt der Schiedsrichter nur dazu, den Spieler zu verwarnen? Weil es eine entsprechende Regel gibt, die aber Fragen aufwirft. 
23.01.2017, 11:5123.01.2017, 13:49
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald
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Im Fussball kann man über viele gelbe Karten diskutieren. War das jetzt ein Handspiel? Trifft der Spieler mit seiner Grätsche den Gegner? Seit diesem Wochenende gibt es ein weiteres, doch etwas kurioses Diskussionsthema. Es geht um diese Szene mit PSG-Spieler Marco Verratti im Spiel gegen Nantes:

Für diese Aktion sah Verratti die gelbe Karte.Video: streamable

Der 24-jährige Italiener spielt den Ball ohne Druck des Gegners am Boden liegend mit dem Kopf zum Torhüter zurück. Der Goalie könnte den Ball in die Hand nehmen, macht es aber nicht und spielt den Ball wieder zu Verratti. Wenig später erfolgt ein Pfiff und Schiedsrichter Johan Hamel zeigt dem PSG-Wirbelwind die gelbe Karte. Nantes erhielt zudem einen indirekten Freistoss.

Die Regel gibt's tatsächlich

Verrattis Teamkollegen reagieren nach der Partie mit totalem Unverständnis: 

«Die Gelbe Karte war unverdient. Wir kannten die Regeln nicht, selbst der Schiedsrichter hat gezögert.»
Blaise Matuidi, PSG
«Ehrlich gesagt ist das ein wenig seltsam. Ich habe das noch nie gesehen.»
Lucas Moura, PSG

Der Unmut ist nachvollziehbar. Dass die Rückpassregel bei einer Rückgabe mit dem Kopf aufgehoben ist, weiss ja eigentlich jeder Fussballer. Oder etwa doch nicht.

Marco Verratti versteht nach seiner Verwarnung die Welt nicht mehr.
Marco Verratti versteht nach seiner Verwarnung die Welt nicht mehr.Bild: REGIS DUVIGNAU/REUTERS

Was also war mit dieser Aktion nicht in Ordnung? Der Schiedsrichter entschied auf unsportliches Verhalten von Verratti, wie er später erläuterte. Zu Recht? Ja, wie folgender Punkt aus dem FIFA-Regelbuch 2016/17 beweist:

«Ein Spieler ist wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen, wenn er ...

  • «... absichtlich einen Trick nutzt (auch bei einem Freistoss), um den Ball mit dem Kopf, der Brust, dem Knie etc. zum Torhüter zu passen und so die Rückpassregel zu umgehen, egal ob der Torhüter den Ball mit den Händen berührt oder nicht.»

Was ist nun ein Trick?

Spätestens seit dieser Aktion kennt jetzt also die ganze Welt diesen Absatz im FIFA-Reglement. Die Wortwahl lässt aber einen gewissen Spielraum offen. Wann genau eine Aktion als «Trick» gilt, ist nicht ganz klar. Mit seiner Entscheidung hat Johan Hamel zumindest für den Krabbel-Kopfball ein Exempel statuiert.

War das ein Trick?

Entschuldigung, wie sehen Sie denn aus? Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots

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Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots
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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Raembe
23.01.2017 12:24registriert April 2014
Beste Begründung: Wir kannten die Regel nicht. 😂😂😂😂

Sag ich bei der nächsten Busse auch.
643
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Pasch
23.01.2017 12:47registriert Oktober 2015
Die Regel macht nur auf den ersten Blick keinen Sinn, auf den zweiten merkt man das ohne diese solche Aktionen öfters vorkommen würden um dem Goalie die Möglichkeit zu geben den Ball per Hand und dann ins Mittelfeld zu kicken.
Gute Regel, verdiente Karte.
408
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Fairness_3
23.01.2017 12:02registriert Februar 2016
Diese gelbe Karte ist korrekt. Verrati war ja nicht mal in Not, um einen Rückpass zu umgehen. Sein Verhalten ist lächerlich.
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