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benjamin luethi lüthi grasshopper club zuerich gcz fc thun

Benjamin Lüthi (rechts) erklärt mir: «Beim Fussball ging es selten um die Freude».  bild: watson/Laurentaeberli

Interview

«Fuck, ich kann nicht mehr» – warum Ex-Fussballer Benjamin Lüthi mit 28 alles hinschmiss

Benjamin Lüthi lebte den Traum von tausenden Jugendlichen: Er war Fussballprofi. Mit 28 spielte er bei Rekordmeister GC – und gab freiwillig, topfit und völlig überraschend seinen Rücktritt. Wieso eigentlich? Ein Gespräch über Freude im Fussball, seinen neuen Job und sein eigenartiges Abschiedsgeschenk von GC.



Benjamin Lüthi, das wird er hier selber noch sagen, hat gut verdient. Er war regelmässig in Restaurants anzutreffen. Nicht nur in den günstigen. Und er lebte in einer ziemlich schicken Wohnung. Jetzt kurvt Lüthi mit seinem Velo um die Ecke, schwingt sich vom Rad und begrüsst uns mit einem breiten Grinsen. Wir sind im Zürcher Kreis 4, hier wohnt Lüthi in einer WG im vierten Stock, einen Steinwurf von der Langstrasse entfernt. Hier hat vor einem halben Jahr sein Leben nach dem Fussball begonnen.

Statt vor tausenden Fans Fussball zu spielen servierst du jetzt Kaffee und studierst an der Universität Zürich. Ist das dein neues Leben?
Benjamin Lüthi: Tatsächlich. Neben meinem BWL-Studium, das ich noch während meiner Zeit als Profi begann, arbeite ich nun im Service im Café Lang.

Vom Millionär zum Tellerwäscher, könnte man fast sagen.
Millionär war ich nie. Aber es ist schon richtig, als Fussballer verdient man mehr als genug. Ich habe aber irgendwann gemerkt, das brauch' ich nicht. Ich brauche das viele Geld nicht, ich kann auch so leben und etwas anderes arbeiten. Ich hole mir die Glücksmomente an anderen Orten, das war sowieso schon immer so.

«Es wurde immer schwieriger, den Fussballfrust auszublenden.»

Benjamin Lüthi

Du bereust deinen Schritt nicht ...
Der Entscheid, vom Fussball zurückzutreten, war richtig, das wusste ich schon vorher. Man muss sich sowas gut überlegen, denn es ist einmalig. Danach bist du weg. 

Gab es denn dieses eine Erlebnis, wo du gemerkt hast: Es reicht! 
Es war eine Entwicklung über mehrere Jahre. Der Entscheid kam dann in Kombination mit anderen Frusterlebnissen. Es wurde für mich generell immer schwieriger, den Fussballfrust auszublenden. Letztes Jahr im Juni habe ich mich dann in Reykjavík entschieden. 

Grasshopper Club Zuerich's Benjamin Luethi is pictured during a press conference one day prior to the UEFA Europa League playoff soccer match between Fenerbahce Istanbul (Turkey) and Grasshopper Club Zuerich (Switzerland) held at the Sukru Saracoglu Stadium in Istanbul, Turkey, on Wednesday, August 17, 2016. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der nachdenkliche Benjamin Lüthi während einer Pressekonferenz im August 2016. Damals hatte er den Entscheid, vom Fussball zurückzutreten, schon getroffen. Bild: KEYSTONE

Du warst damals während der Europa-League-Qualifikation mit GC in Island. Was war geschehen? 
Ich sass da in meinem Hotelzimmer in einem schönen Land, konnte aber nichts unternehmen, sondern wartete nur auf den nächsten Fixpunkt. Du isst, schläfst und trainierst nur noch. Es klingt von aussen vielleicht cool, ist aber gar nicht so lustig, wenn du noch andere Ansprüche ans Leben hast. Ich dachte irgendwann nur noch: Fuck, ich kann nicht mehr.

Steckbrief Benjamin Lüthi

Geburtsdatum: 30.11.1988
Geburtsort: Thun
Karriere:
2006–2014: FC Thun
2014–2016: Grasshoppers
Hauptposition: Linksverteidiger
Profispiele: 
Super League: 161
Challenge League: 50
Europa League: 10
Schweizer Cup: 24
Job heute: BWL-Student und Serviceangestellter

Bei den Fussballern geht es fast nur noch um Kleider und Aussehen, hast du in einem vielbeachteten Interview dem «Blick» gesagt. Du hattest wirklich einfach die Schnauze voll von gegelten Fussballern und dem Fussball-Business?
Die Liebe für den Fussball ging verloren. Für mich stand die Freude sowieso selten im Vordergrund. Ich hoffe, das kommt irgendwann wieder. Bisher war das nicht der Fall, ich habe seit meinem Rücktritt nie mehr Fussball gespielt. 

Du wurdest mit 17 Profi. Hast du da schon gemerkt, dass das nicht deine Welt ist?
Ich kannte nichts anderes, für mich war Profifussball halt einfach so. Ich war 17, ging zur Schule und durfte Fussball spielen. Alles war super und ich machte mir keine Gedanken.

Und auf einmal bist du in dieser Fussballer-Bubble.
Genau. Dann hast du auf einmal so viel Zeit. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Ich hab' Eistee gesoffen und Fernsehen geschaut. Ich hatte keine Ahnung mehr, was machen. Ich war komplett am Schwimmen, war jetzt Profi, aber keiner half mir. Es fehlte die Struktur.

Du hast dir damals trotzdem nie überlegt, einen anderen Weg einzuschlagen?
Ich hatte in erster Linie Freude, dass mein Bubentraum in Erfüllung ging. Es gab jedoch schon damals Momente, als ich mich fragte: Ist das jetzt Profifussball? Aber du verdienst halt deine 3000–4000 Franken pro Monat und findest es geil. Wir haben zwar selten gewonnen, ich kannte jedoch die andere Seite gar nicht. Eine Saison später sind wir mit Murat Yakin aufgestiegen. Dann ging es steil aufwärts. Ich durfte in Thun fünf schöne Jahre als Fussballer erleben.

Wir haben Benjamin Lüthi nach «Drei Dingen» gefragt

Drei ...

... Dinge, die du vom Profifussball vermisst:
- die Kabine. Diese Einfachheit habe ich sehr gemocht.
- das Geld, nein eigentlich nicht
- die Struktur, der Tagesablauf. 
- Die Bestätigung, die direkte Rückmeldung bekommst du an der Uni viel weniger. 

... Dinge, die du im Profifussball gehasst hast:
- Das Wochenende war wegen den Spielen immer verplant.
- Poulet mit Pasta.
- vorgegebene Ferien.

... Spieler, die zu richtigen Freunden wurden:
- Christian Schneuwly. 
- Joël Mall.
- nur diese zwei, viele andere sind gute Bekannte, Kollegen.

... Fussballer, die du bewunderst:
- Ronaldo, wegen seiner Exklusivität für den Fussball, für ihn gibt es nichts anderes, als dem Erfolg alles unterzuordnen.
- Andres Gerber, er war mein Vorbild, ich habe ihm viel abgeschaut.
- Kim Källström.

... Themen, die im Fussball tabu sind:
- Homosexualität, das ist schon krass. Ich habe es mal versucht anzusprechen im Stil von «Was wäre, wenn dein Kind schwul wäre?» Die Antwort war: «Ich würde es weggeben.» Das ist aber schon ein extremes Beispiel. 
- Liebe, es wird nicht darüber gesprochen. Da wird eher mal gesagt: «Geile Sau, die hab' ich gebumst.» 
- Schwächen.

Danach folgte der Wechsel zu den Grasshoppers. Was war anders?
Bei Thun war der Zusammenhalt viel grösser. Wir sind zusammen Mittag essen gegangen oder golfen. Bei GC waren wir vielleicht zwei bis drei Leute, die mal etwas unternommen haben. In Thun war es die halbe oder sogar ganze Mannschaft. 

«Spieler, die dem Druck standhalten können, sind entweder mental sehr gefestigt oder machen sich lieber einen Gedanken weniger als einen zu viel.»

Benjamin Lüthi

Bei Thun war es also viel familiärer?
Genau. In Thun kannte jeder Spieler den gesamten Verwaltungsrat. Bei den Grasshoppers wussten einige der Ausländer nicht mal, wer der Präsident ist. Dass sich solche Sachen auch auf den Teamgeist und die Leistungen auswirken, haben sie nicht begriffen.

Freude scheint im Fussball-Business sowieso relativ bescheiden vorhanden zu sein. Ryan Giggs, ehemaliger Star-Spieler von Manchester United, sagte erst kürzlich, dass er die Spiele nie wirklich geniessen konnte. Und Ex-Liverpool-Profi Jamie Carragher gestand: «Ich habe die Angst vor dem Versagen mit in jedes Spiel genommen. Ich habe mich selbst einem enormen Druck ausgesetzt. Geniessen konnte ich nie, in meinem Fall würde ich sagen, ich habe es ertragen.» Kannst du das nachvollziehen?
Absolut. Das war in meiner Karriere auch so. Es ging eigentlich nie um die Freude. Ich habe mit vielen anderen Spielern gesprochen, bei den meisten ist es genau gleich. Schlussendlich geht es nur darum, die Leistung abzuliefern und Kohle zu scheffeln, damit man später nicht mehr so viel arbeiten muss. Man will das Geschenk, gut Fussballspielen zu können, umsetzen.

Es geht den Profis also nur darum, Geld zu scheffeln?
Nein, natürlich nicht. Aber bei vielen Spielern ist die Angst vor Fehlern immer da – die Angst ersetzt zu werden. Und da nach der Profi-Karriere oft eine Zeit ohne Einkommen ansteht, geht es darum, möglichst viel Geld auf der Seite zu haben.

Hast du als Spieler nicht realisiert, dass Fussball für dich relativ wenig mit Freude zu tun hat?
Nein, man kann sich das während der Karriere gar nicht eingestehen. Du weisst genau: Wenn keine Leistung kommt, wirst du sofort ausgetauscht. Irgendwann wollte ich einfach keine Abstriche mehr machen im Leben, für etwas, das mir keine Freude mehr bereitet.

benjamin luethi lüthi grasshopper club zuerich gcz fc thun

Heute glücklich und bemerkenswert ehrlich: «Um mal laut zu werden, dafür war ich bei GC einfach zu schlecht.»  bild: watson/laurentaeberli

Wo liegt denn das Kernproblem des Fussballer-Daseins?
Du machst dir selbst einen riesigen Druck. Spieler, die dem Druck standhalten können, sind entweder mental sehr gefestigt oder machen sich lieber einen Gedanken weniger als einen zu viel. Die können das Ganze dann ausblenden, auch wenn sie mal einen Fehler machen. 

«Ich hatte keinen Bock mehr, mir von Leuten die Kappe füllen zu lassen, die mich gar nicht kennen.»

Benjamin Lüthi

Warst du mental zu schwach?
Ich habe sicher zu viel überlegt, war zu sensibel. Ja, vielleicht auch zu schwach. Die äusseren Einflüsse sind riesig, ich wollte mich denen entziehen, aber das geht nicht. 

Welche Einflüsse?
Immer von einem Trainer oder Verein abhängig zu sein. Das alltägliche Unter-Beobachtung-Stehen. Sich nach dem Spiel von Medien oder Fans die Kappe füllen lassen, von Leuten, die einen gar nicht kennen. Ich hatte keinen Bock mehr darauf.

«Einige Fans haben das Gefühl, wir sind ihnen etwas schuldig. Fast schon ein Sklavendenken.»

Benjamin Lüthi

Fans reagieren emotional. Konntest du das nicht ausblenden?
Man kann es versuchen auszublenden, aber ganz geht das nicht. Die Fans sehen natürlich nicht, was hinter dem Fussballer steckt. Sie müssen und können aber auch gar nicht in das Innenleben der Profis schauen. Was mich störte, war sowieso etwas anderes.

Was?
Einige Fans haben das Gefühl, wir sind ihnen etwas schuldig. Fast schon ein Sklavendenken. Sie haben aber selbst entschieden, ans Spiel zu kommen.

Fans erwarten in erster Linie, dass die Profis alles geben.
Ich habe immer alles gegeben. Es ist ein Trugschluss, wenn Fans denken, Spieler würden das nicht tun. Ich hatte jedenfalls immer das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen.

Benjamin Luethi of GC reacts during the UEFA Europa League second third qualifying round soccer match between Grasshopper Club Zuerich (Switzerland) and Apollon Limassol (Cyprus) held at the kybunpark in St. Gallen, Switzerland, Thursday, July 28, 2016. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Lüthi hatte oft das Gefühl, sich vor den Fans rechtfertigen zu müssen. Bild: KEYSTONE

Es gibt Spieler, die schützen sich bewusst von der Aussenwahrnehmung, indem sie keine Medien mehr konsumieren und sich, so gut es geht, isolieren.
Auch wenn du es selbst nicht liest, du bekommst es immer mit. Du erhältst Nachrichten von Freunden wie «Beni, nimm's nicht so ernst, was die schreiben», und denkst dann so: Danke, ich hab's nicht gelesen, aber jetzt weiss ich, dass es schlimm sein muss. Du kannst nicht ausweichen. Dein Umfeld kümmert sich um dich und wenn sie dich dann versuchen aufzubauen, bestätigt es dein Gefühl, dass du scheisse warst. 

Mergim Brahimi, Benjamin Luethi, and Nikola Gjorgjev,  from left, of GC celebrate the goal during the UEFA Europa League third qualifying round soccer match between Apollon Limassol (Cyprus) and Grasshopper Club Zuerich (Switzerland) held at the GSP-Stadium in Nicosia, Cyprus, Thursday, August 4, 2016. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Lüthi (Mitte) bejubelt mit Brahimi und Gjorgjev ein Tor in der EL-Quali gegen Limassol. Bild: KEYSTONE

Wie geht man damit um?
Wenn du dich mit deinen eigentlichen Problemen auseinandersetzt, wird es eine «Never Ending Story». Wenn du dir eingestehst, dass du mentale Probleme hast, begibst du dich in den freien Fall. Fussballer dürfen sich gar nicht dahin begeben.

«Ob es dir allgemein gut geht als Mensch, das ist egal.»

Hattest du psychologische Unterstützung?
Ich habe Bücher gelesen. Gelernt, positive Gedanken zu visualisieren. Zum Teil hat mir auch Meditation geholfen.

Der zweite Teil von «Drei Dinge» mit Benjamin Lüthi

Drei ...

... Dinge, die du dir dank dem Fussballergehalt geleistet hast:
- die schöne Wohnung und nun auch diese WG.
- Ich war gerne gut essen in feinen Restaurants.
- mein voller Kleiderschrank – aber mit alten Kleidern. Ich war schon lange nicht mehr shoppen.

... Dinge, die Fussballer besser können:
- Verzichten. Das hat man immer gelernt.
- mit Kritik umgehen. Das muss man automatisch können. Als «normaler» Mensch ist man dem nicht immer ausgesetzt.
- einen leeren Tag gestalten.

... Klischees über Fussballer, die wahr sind:
- Der Spiegel ist sehr wichtig, um die Frisur zu machen etc.
- der Preis der Kleider. Fussballer sind nicht unbedingt gut gekleidet, aber sicher teuer.
- Viele Spieler bekommen früh Kinder. Sie haben halt genug Zeit. Die einen gehen studieren, die anderen machen Kinder.

... Dinge, die du nach dem Rücktritt wieder lernen musstest:
- diese fixen Sportsachen zu organisieren. Sonst machst du ja nichts und bekommst ein Ränzli.
- weniger essen.
- das Wochenende zu füllen. Diese Sachen zu machen, die ich vorher nicht konnte. Städtetrip, Wanderwochenende etc. 

... Bücher, die du empfehlen würdest:
- «Steve Jobs» (du lernst etwas).
- «The Hundred-Year-Old Man Who Climbed Out the Window and Disappeared» (sehr gut und witzig).
- «Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg» (als philosophischer Ansatz über verschiedene Themen des Lebens).

... Gegenstände in deiner WG, die dich an deine Fussballer-Zeit erinnern:
- der Fernseher, du hattest am Samstag vor dem Spiel nicht viele Möglichkeiten, da hast du halt meist Bundesliga geschaut.
- die vielen Adidas-Schuhe.
- Blackroll.

Du warst dennoch einer der Leader bei GC.
Ja, ich konnte mich gut in andere hineinversetzen, bin auf alle etwas anders eingegangen. Darum war ich wichtig als Leader in der Mannschaft. Aber um mal laut zu werden, dafür war ich bei GC einfach zu schlecht. Es nimmt dir keiner etwas ab, wenn du den Chef spielst, aber die Leistung nicht bringst. Ich war mit meiner Leistung bei GC nie zufrieden, habe aber auch das Vertrauen des Trainers nicht gespürt. 

Grasshopper's Benjamin Luethi, left, in action against Fenerbahce's Miroslav Stoch, right, during the UEFA Europa League Play-off second leg match between Swiss Club Grasshopper Club Zurich and Turkish Club Fenerbahce Istanbul, at the Letzigrund stadium in Zurich, Switzerland, Tuesday, August 25, 2016.(KEYSTONE/Walter Bieri)

Benjamin Lüthi war bei GC eine der Leaderfiguren – hauptsächlich neben dem Feld. Bild: KEYSTONE

Apropos Trainer: Der hatte keine Freude, als du ihm sagtest, dass du studieren würdest ...
Ja, das ist so. Der Trainer ist so unter Druck, der will nicht, dass sich Spieler weiterbilden, sondern dass Woche für Woche die Resultate stimmen.​

Du hast dennoch während deiner Profi-Karriere mit Studieren begonnen.
Ja, aber keiner hat es gemerkt, oder wollte es merken. 

Das hat geklappt?
Es war zwar emotional eine weitere Belastung, aber ich habe es richtig genossen, weg vom Fussball zu sein. Ich war froh um ein Umfeld ausserhalb des Fussballs. Ich wurde ja nur auf den Fussball reduziert, das wollte ich nie. Ich wollte auch als Mensch wahrgenommen werden.

GC Trainer Pierluigi Tami, Mitte, spricht neben Spieler Benjamin Luethi, links, und Mediensprecherin Soraya da Fonseca, rechts, an der Pressekonferenz des Grasshoppers Club zur Saison 2015/16 am Freitag, 17. Juli 2015, auf dem GC Campus in Niederhasli. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Pierluigi Tami war von Lüthis Studiumsplänen nicht gerade begeistert.  Bild: KEYSTONE

Wie ist eigentlich dein Abschied bei GC abgelaufen?
Sie haben mir zum Abschied am Weihnachtsessen einen Stein geschenkt.

Bitte, wie?
Einen riesigen, schweren Stein. Ich glaub', da war noch ein Grashüpfer eingraviert. Ich habe ihn am Weihnachtsessen erhalten und direkt im Restaurant hingestellt und noch irgendwas wie «ich war hier» draufgekritzelt. Es war für mich sowas wie der sinnbildliche Abschluss. Den schweren Stein, welcher der Fussball manchmal für mich war, zurückzulassen.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wurstundbier 03.06.2017 08:15
    Highlight Highlight Chapeau! Tolles Interview, danke! Lior Etter vom FC Luzern hat circa 2010~11 einen ähnlichen Weg gewählt
  • walsa 02.06.2017 23:13
    Highlight Highlight Chapeau!
  • Beggride 02.06.2017 20:23
    Highlight Highlight Ein wirklich gutes Interview und eine sympathische Persönlichkeit. Ich kenne zwar die anderen Spieler nicht, aber wenn du dich nicht mal für deinen eigenen Club interessierst und nicht viel mit den anderen Spielern zu tun hast, dann ist es klar, dass bei einigen die Leistungen fehlen.... Schade für GC
  • Luca Brasi 02.06.2017 18:39
    Highlight Highlight Traurig, was GC mit intelligenten Menschen anstellt...
    • Paul_Partisan 02.06.2017 19:56
      Highlight Highlight i lol'd :D
  • Sir_Saku 02.06.2017 17:15
    Highlight Highlight Wenn du für den Rekordmeister spielst hat nichts mit Sklavendenken zu tun, weder bei den Fans noch sonst wo, da wird sich grundsäzlich einfach der ar*** aufgerissen und alles gegeben!!!

    Ansonsten sehr gutes interview, wenigstens einer der sich getraut etwas zu sagen...
    • Cpt Halibut 02.06.2017 17:38
      Highlight Highlight Rrrrrreccckkkordmeister!
    • Pitlane 03.06.2017 07:07
      Highlight Highlight En Institution!

      Play Icon
    • Micha Moser 03.06.2017 11:41
      Highlight Highlight CHLI RESPECKKT
    Weitere Antworten anzeigen
  • aladin79 02.06.2017 16:36
    Highlight Highlight Wow, ich bin tief beeindruckt von der Reife und Offenheit!!! Respekt!
  • Ranfield 02.06.2017 15:54
    Highlight Highlight Ich war nie ein Fan von Benjamin Lüthi als er für GC gespielt hat. Ich war der Meinung er ist nur Fussballer geworden dank des Einflusses von seinem Vater.
    Aber was ich jetzt sagen muss, als Mensch ist er mir sehr sympathisch. Sehr ehrliches und gutes Interview. Hut ab!! ein solcher Entscheid braucht Eier!
    • bcZcity 02.06.2017 23:17
      Highlight Highlight Nö, nur die Erkenntnis dass man es nicht aus dem SL Durchschnitt schaffen wird und daher besser auf eine sichere Karriere setzt. Mit 28 ist man im Fussball ja schon bald bei den Pensionären und nur als überdurchschnittlicher Spieler noch interessant.

      Und wenn einem Fussball keinen Spass (mehr) macht, dann war dies doppelt richtig und logisch!
  • Herbert Anneler 02.06.2017 14:24
    Highlight Highlight Freue mich für jeden Menschen, der entdeckt, dass es im Leben mehr Freiheitsgrade gibt, als man zunächst denkt!, und die den Mit finden, neue Wege zu gehen!
  • Neruda 02.06.2017 13:34
    Highlight Highlight Einem Leader schenkt man aber keinen Stein zum Abschied 😉
    Hat zwar teilweise wirklich recht, aber das was er anspricht, ist einem schon mit 17 klar, dann wird man halt nicht Profi, wenn man nicht der Typ dazu ist. Ist ja auch nicht so, dass erst seit kurzem immer am Wochenende gespielt wird 😉
    • Datsyuk * 02.06.2017 14:08
      Highlight Highlight Mit 17?
    • Mia_san_mia 02.06.2017 15:09
      Highlight Highlight Mit 17 hast Du doch noch keine Ahnung...
    • Kupetzky 02.06.2017 16:30
      Highlight Highlight Zum Glück ist ja alles so einfach im Leben. Du scheinst noch jung zu sein. Alles klar? Schon alles erreicht was du wolltest - ohne fehl und Tadel? Die bundesratskandidatur schon in Sichtweite?
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  • Mia_san_mia 02.06.2017 13:24
    Highlight Highlight Sehr interessantes Interview!
  • TodosSomosSecondos 02.06.2017 13:07
    Highlight Highlight Das Vorbild ist ziemlich sicher Andres und nicht Andreas Gerber...
    • Raphael Bühlmann 02.06.2017 13:34
      Highlight Highlight Danke, habs korrigiert.
  • Fly Boy Tschoko 02.06.2017 13:03
    Highlight Highlight Also völlig überraschend war es nicht. So sehr ich ihn als Mensch schätze, wenn er auf dem Feld stand hatte ich Panik.
    • Mia_san_mia 02.06.2017 16:37
      Highlight Highlight War der so schlecht?
    • Fly Boy Tschoko 02.06.2017 16:43
      Highlight Highlight Seine Leistungen waren wirklich unterirdisch. Gegen vorne nichts gebracht und hinten extrem unsicher.
      Ich war nicht mal wütend auf ihn, er hat mir richtig leid getan. Wenn die Gegner nur noch über deine Seite angreifen dann ist das doch nur deprimierend.
      Wenn das Studium nun läuft und ihm Spass macht mag ich ihm das von ganzem Herzen gönnen.
    • Fly Boy Tschoko 03.06.2017 12:15
      Highlight Highlight Unterirdisch schlecht bis inexistent. Antonov hat damals sehr schlecht gespielt, der war auch erst 19/20, und das wäre die ganze Konkurrenz gewesen.
  • Datsyuk * 02.06.2017 12:56
    Highlight Highlight Interessanter Mensch und interessantes Interview!
  • hoidas 02.06.2017 12:52
    Highlight Highlight Interessantes Interview. Viel Glück auf dem neuen Lebensweg
  • Max Dick 02.06.2017 12:47
    Highlight Highlight Die Fans haben das Gefühl man schulde ihnen etwas...ist aber unerhört von denen, dass sie den (sehr guten) Lohn von Kickern finanzieren und dann noch etwas erwarten...im Ernst: gut hat der Lüthi eingesehen - wenn auch spät - dass er für Leistungssport eine völlig falsche Mentalität hat. Bezweifle aber, dass als Betriebswirt etwas aus ihm wird: denn da erwarten Kunden auch etwas für ihr Geld, denen kann er dann nicht einfach sagen, sie sind freiwillig hier.
    • Schreiberling 02.06.2017 12:55
      Highlight Highlight Die fans finanzieren wohl nur einen kleinen Teil vom Lohn der Spieler. Da ist die Erwartungshaltung, die gewisse Fans haben schon ziemlich überrisse .
    • phreko 02.06.2017 13:04
      Highlight Highlight @Max Dick, was ist für dich ein "sehr guter Lohn"?
    • HerrBircher 02.06.2017 13:10
      Highlight Highlight Fans sind tatsächlich Kunden. Sie kaufen mit einem Ticket, die Berechtigung eine Dienstleistung in Form einer sportlichen Darbietung zu konsumieren. Das Recht die Qualität dieser Darbietung beeinflussen zu können haben sie aber nicht!
      Sind sie unzufrieden, können sie zu demjenigen Anbieter wechseln, dessen Programm besser den eigenen Wünschen entspricht.
      Zum guten Glück für die Klubs, besteht bei den meisten Fans eine emotionale Barriere diesbezüglich. So sichern sie dem Stammverein Einnahmen und vergeben gleichzeitig ihre Möglichkeit zur Einflussnahmen.
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