Unvergessen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

So berichtete die NZZ über das erste Weltcuprennen. quelle: nzz/smd

Unvergessen

Der Ski-Weltcup wird 50: Ein Blick zurück auf bisher unerreichte Bestleistungen 

5. Januar 1967: Erstmals überhaupt findet ein Weltcuprennen im Ski statt. Seither ist viel passiert. In der noch heute wichtigsten Rennserie hat es schon manch denkwürdige Leistung gegeben.

Donat Roduner
Donat Roduner



Ein Slalom der Männer stand am Ursprung. In Berchtesgaden in den bayrischen Alpen setzte sich am 5. Januar 1967 überraschend Heinrich Messner vor dem Franzosen Jules Melquiond und dem Schweizer Dumeng Giovanoli durch. Der Österreicher machte sich also zum ersten Ski-Weltcupsieger aller Zeiten, es blieb aber sein einziger Triumph in der neu gegründeten Serie.

Bild

Die erste Weltcup-Piste in Berchtesgaden. quelle: berchtesgadener Land blog

Ins Leben gerufen hat den Weltcup der französische Sportjournalist Serge Lang mit der Unterstützung der Franzosen und Amerikaner. In der ersten Saison gab es zur Unzufriedenheit vieler immer wieder Überschneidungen mit anderen Skirennen, was den Internationalen Skiverband auf den Plan rief. Die FIS fand an ihrem Kongress im Mai 1967 zu einer pragmatischen Lösung: Sie übernahm die Rennserie kurzerhand.

Der Journalist und Begruender des Skiweltcups Serge Lang, rechts, bespricht sich im Januar 1986 in Wengen mit  dem ehemaligen Skirennfahrer Karl Schranz, links, und Fredy Fuchs, Mitte, Rennleiter der Lauberhornrennen.  (KEYSTONE/Str)

Weltcup-Gründer Serge Lang (r.) bespricht sich im Januar 1986 am Lauberhorn mit dem Österreicher Karl Schranz (l.) und Rennleiter Fredy Fuchs. Bild: KEYSTONE

So werden die wichtigsten Skirennen neben der WM und den Olympischen Spielen als Weltcup zusammengefasst. Und dieser hat bis heute schon einige grosse Leistungen und Ski-Persönlichkeiten hervorgebracht. Hier eine kleine Auswahl:

Ingemar Stenmark

Ingemar Stenmark of Sweden walks by a flag which says all about him - Legend in our time - after the Swedish ace skier finished fourth in the World Cup Men's Giant Slalom Thursday, March 9, 1989, at Shiga Heights, 180 Kilometers north of Tokyo, Japan. This was Stenmark's last participation in a World Cup Giant Slalom during his career. (AP Photo/Shizua Kambayashi)

Bild: AP

Es gibt keinen erfolgreicheren Weltcup-Athleten als Ingemar Stenmark. Der heute 60-jährige Schwede entscheidet unerreichte 86 Rennen für sich (46 Slaloms, 40 Riesenslaloms). Dies hat auch den Gewinn von 19 Kristallkugeln zur Folge, drei Mal für den Gesamtweltcup und je acht Mal in seinen Spezialdisziplinen Slalom und Riesenslalom. Dazu stellt Stenmark in der Saison 1978/79 mit 13 Siegen den Rekord bei den Männern auf.

Annemarie Moser-Pröll

Annemarie Moser-Proell bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften in St. Moritz nach ihrer Siegesfahrt in der Abfahrt im Ziel, aufgenommen am 7. Februar 1974. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

In den 1970er Jahren wird der Weltcup bei den Frauen von Annemarie Moser-Pröll dominiert. Die Österreicherin gewinnt insgesamt 62 Rennen und sichert sich sechs Mal die grosse Kristallkugel – alleinige Bestmarke. Daneben gewinnt sie sieben Mal die Disziplinenwertung in der Abfahrt und drei Mal jene im Riesenslalom (der Super-G wurde erst nach Abschluss ihrer Karriere eingeführt).

Marc Girardelli

Marc Girardelli shows his World Cup overall cristal globe, March 27, 1993, in Are, Sweden. (KEYSTONE/AP Photo/Stefano Rellandini)

Bild: AP

Marc Girardelli hat Vorfahren aus Italien, stammt aus Österreich, startet im Weltcup aber für Luxemburg. Und dies sehr erfolgreich: Der Allrounder ist einer der wenigen, der in allen Disziplinen zuoberst auf das Treppchen steigt und verpasst nur im Super-G den Gewinn der kleinen Kristallkugel. Dafür gewinnt er die grosse insgesamt fünf Mal, ein Bestwert den er unterdessen zusammen mit Marcel Hirscher teilt.

Vreni Schneider

Am 18. Dezember 1984 konnte Vreni Schneider, Mitte, in Santa Caterina, Italien, ihren ersten Weltcup-Sieg vor der US-Amerikanerin Tamara McKinnley, links, und der Deutschen Irene Epple, rechts, feiern. (KEYSTONE/Str)

Vreni Schneider (Mitte) nach ihrem ersten Weltcup-Sieg 1984 in Santa Caterina. Bild: KEYSTONE

Die stolze Skination Schweiz darf in einer Weltcup-Aufzählung natürlich nicht fehlen, allen voran Vreni Schneider. Die Glarnerin dominiert in den 80er Jahren, insbesondere in der Saison 1988/89 als sie gleich zwei Rekorde setzt: Schneider gewinnt 14 Rennen und acht davon in Serie. Man muss aber anfügen, dass sie davon profitiert, dass in dem Zeitraum keine Abfahrten stattfinden.

Pirmin Zurbriggen

Der Schweizer Skirennfahrer Pirmin Zurbriggen wird im Maerz 1984 nach seinem Sieg am Weltcup im Flughafen Kloten, Schweiz, von einer Menschenmenge empfangen. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Pirmin Zurbriggen überragt in der Saison 1986/87 alles und jeden. Der Walliser gewinnt neben dem Gesamtweltcup auch die Disziplinenwertungen im Riesenslalom, Super-G, Abfahrt und in der Kombination. Das ist bis heute niemandem mehr gelungen. Am nächsten kommt der Dominanz Zurbriggens Lindsey Vonn, die zwei Mal je vier Kristallkugeln gewonnen hat.

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei. 
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

Ski alpin: Schweizerinnen und Schweizer mit mehr als 10 Weltcupsiegen

Unvergessene Wintersport-Geschichten

13.02.1998: Trotz seinem Jahrhundert-Sturz wird Hermann Maier noch Doppel-Olympiasieger

Link zum Artikel

23.01.1994: Vreni Schneider steht noch nicht für den Kafi am Pistenrand, sondern ist der Evergreen im Stangenwald

Link zum Artikel

16.02.2002: Der krasse Aussenseiter Steven Bradbury schreibt das schönste Olympia-Märchen überhaupt 

Link zum Artikel

17.01.2010: Füdligate in St.Moritz – Bob-Weltmeisterin Gillian Cooke platzt am Start die Hose

Link zum Artikel

03.02.2005: Bode Miller fährt die Kombi-Abfahrt auf einem Ski und wird Weltmeister der Herzen

Link zum Artikel

20.03.2005: Nach einer Kiste Bier und mit ganz viel Alkohol im Blut fliegt Janne Ahonen weiter als jemals ein Mensch vor ihm

Link zum Artikel

21.12.1998: Nie passt der Fan-Song «Immer wieder Österreich» besser als beim Ösi-Neunfachsieg

Link zum Artikel

14.02.1988: «Eddie The Eagle» begeistert die Welt: Mithüpfen ist wichtiger als gewinnen

Link zum Artikel

12.02.2006: Die Ösi-Reporter reiben schon gierig die Hände – da klaut ein Franzose doch tatsächlich noch «ihr» Abfahrts-Gold

Link zum Artikel

17.02.2006: Tanja Frieden freut sich schon über den silbernen «Plämpu», als Lindsey Jacobellis ihr Gold schenkt

Link zum Artikel

10.01.2007: Rainer Schönfelder rast am Lauberhorn die längste Abfahrt der Welt nackt hinunter

Link zum Artikel

17.03.2012: Schiebermütze auf den Kopf, Holzlatten an die Füsse – Didier Cuche verabschiedet sich mit Stil

Link zum Artikel

25.02.1994: Am Ende strahlt die Schöne Nancy Kerrigan und das Biest Tonya Harding vergiesst bittere Tränen

Link zum Artikel

15.01.2012: Biathlon-Göttin Magdalena Neuner verliert komplett den Überblick und ballert vier Schüsse auf die falsche Scheibe

Link zum Artikel

06.03.1994: Heidi Zeller-Bähler stürzt sich aus dem Starthaus, wie vor und nach ihr nie mehr eine Skifahrerin

Link zum Artikel

14.12.1997: Weil Hermann Maier falsch jubelt, erbt Mike von Grünigen den Sieg des Österreichers

Link zum Artikel

31.01.1987: So wie in Crans-Montana haben wir die Österreicher nie mehr paniert

Link zum Artikel

09.03.2012: Ambrosi Hoffmann verkündet seinen Abschied und wir erinnern daran mit dem witzigsten Ski-Video der Welt

Link zum Artikel

18.12.2004: Abfahrer Kristian Ghedina kollidiert auf den letzten Metern beinahe mit einem Reh

Link zum Artikel

01.02.1997 Nur Schweizer auf dem WM-Podest – aber diese Party endet im Fiasko

Link zum Artikel

29.01.2011: Im allerletzten Wettkampf setzt Sarah Meier ihrer Karriere die Krone auf

Link zum Artikel

07.01.2007: Marc Berthod beendet beim Slalom von Adelboden mit Startnummer 60 und mit dem Lauf seines Lebens die grosse Schweizer Ski-Misere

Link zum Artikel

06.02.1989: Eine deutsche Eintagsfliege vereitelt in Vail einen Schweizer Vierfach-Triumph und wird Abfahrts-Weltmeister

Link zum Artikel

04.03.2011: Northug vernascht die Schweden mit dem frechsten Zieleinlauf aller Zeiten

Link zum Artikel

13.03.2008: Défago ist zwei Hundertstel zu langsam, Albrecht fährt zu schnell – und Cuche verliert die Super-G-Kugel um einen einzigen Punkt

Link zum Artikel

10.02.2002: Simon Ammann, der voll geile Harry Potter der Lüfte, wird Olympiasieger

Link zum Artikel

02.02.2008: In ihrer ersten Abfahrt stürzt Lara Gut mit dem Sieg vor Augen – und wird Dritte

Link zum Artikel

20.02.2014: Ein Sturz produziert das beste Fotofinish aller Zeiten – zumindest für Profiteur Armin Niederer

Link zum Artikel

29.12.2005: «Grüni» fehlen 100 Meter zur Sensation – nach einem Sturz beim Zielsprung rutscht er knapp an seinem ersten Weltcupsieg vorbei

Link zum Artikel

12.03.2010: Carlo Janka schafft den Hattrick und holt sich nach WM-Gold und dem Olympiasieg auch den Gesamtweltcup

Link zum Artikel

09.01.1954: Wie die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen zu ihrem Österreicherloch kam

Link zum Artikel

06.01.2002: Sven Hannawald knackt in Bischofshofen seinen eigenen Schanzenrekord und holt sich als bisher einziger Springer den Tournee-Grand-Slam

Link zum Artikel

17.12.1993: Liechtensteiner gewinnt mit der 66 die verrückteste Abfahrt der Weltcup-Geschichte

Link zum Artikel

18.11.2006: Biathlet Björndalen, der Kannibale der Loipe, lässt das Gewehr daheim und triumphiert auch im Langlauf-Weltcup

Link zum Artikel

18.01.1987: Pirmin Zurbriggen kommt zum billigsten Weltcupsieg – er ist der einzige Starter

Link zum Artikel

Der Horrorsturz in Kitzbühel verändert das Leben von Dani Albrecht für immer

Link zum Artikel

27.02.2010: Alles scheint nach dem Sturz verloren – da schwimmt sie einfach übers Eis und rettet Deutschland in den Final

Link zum Artikel

15.03.2012: Die grosse Kristallkugel liegt für Beat Feuz bereit – doch er stürzt und Marcel Hirscher ist da, um zu erben

Link zum Artikel

Die Geburtsstunde einer Legende: Jamaika hat 'ne Bobmannschaft!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Unvergessen

Als Caitlyn Jenner noch Bruce heisst, wird sie in Montreal Zehnkampf-Olympiasieger

30. Juli 1976: In Montreal krönt sich der Amerikaner Bruce Jenner zum König der Leichtathleten. Vier Jahrzehnte nach dem Zehnkampf-Triumph ist er immer noch in aller Munde: Weil er jetzt eine sie ist und zum Kardashian-Clan gehört.

Vor fünf Jahren gab es Caitlyn Marie Jenner noch gar nicht. Heute ist sie eine Figur der Popkultur: Mit eigener Fernsehserie und als Bestandteil der Kardashian-Familie, einer bunten Mischung Prominenter. Stieftochter Kim Kardashian rückte den Clan einst mit einem Sex-Video ins Rampenlicht, seither begleiten uns sie und ihre Schwestern und Halbschwestern mit seichten News durch den Alltag.

Das Leben im Scheinwerferlicht kennt Caitlyn Jenner jedoch schon seit Jahrzehnten – obwohl sie erst seit …

Artikel lesen
Link zum Artikel