Kommentar
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John William Waterhouse «The Lady of Shalott» Frau Opfer

Schön blöd: Die Lady of Shalott aus der Artussage hatte Liebeskummer, doch anstatt sich einen andern zu suchen, war sie lieber ein Opfer, legte sich ohne Essen in ein Bötchen und liess sich damit treiben ... Bild: wikimedia

Kommentar

Hallo Frau, sei doch einfach mal KEIN OPFER! Plädoyer gegen den wehleidigen Intim-Feminismus



Der Feminismus frustriert mich gerade total. Weil in seinem Namen Horden von Frauen in einen Opferfuror verfallen, der klingt, als befänden wir uns in den grauen 70er- und 80er-Jahren. Als Feministinnen lila Wollkissen in Vaginaform strickten und Bücher lasen, in denen die Frau zu einer einzigen, grossen, gesellschaftlich zugerichteten Problemzone und irgendwann wahnsinnig wurde.

Also: Natürlich hat die Welt riesige geschlechterspezifische Probleme. Es ist grässlich, dass in Russland häusliche Gewalt neu wieder straffrei ist. Dass in der Türkei Sex mit Minderjährigen wieder erlaubt sein soll. Dass es der Täter von Salez ganz klar auf Frauen abgesehen hatte. Es grenzt an Irrsinn, dass 2016 in Italien bereits 76 Frauen von ihren Männern grausam ermordet wurden, erschlagen, erstochen, vergiftet, verbrannt, mit Säure übergossen. Und, und, und. Das sind Backlash-Erscheinungen vom Schlimmsten. Das muss uns Sorgen machen.

Wir sagen: Ich bin ein Opfer der Medien, der Männer, irgendwelcher Mechanismen. 

Aber was tun wir? Also wir privilegierten, weissen, mitteleuropäischen Feministinnen mit Bildungshintergrund? Helfen wir den Opfern echter Geschlechtergewalt? Natürlich nicht. Wir problematisieren und therapieren lieber uns selbst. Machen auf Rückzug ins Allerprivateste. In die Intimzonen unserer Psyche.

Wir sagen: Ich bin ein Opfer, weil mir ein übler Sexist nachgepfiffen hat/ der Chef ein Kompliment gemacht hat/ mich die Bikiniwerbung vor 20 Jahren in die Magersucht getrieben hat/ ich zufälligerweise einen Mann beim Masturbieren in einem Wald gesehen hab/ ich als Mädchen zu viele phallische Würste essen musste/ mich die Gesellschaft davon abhält, mich in meinem Körper wohl zu fühlen/ die sozialen Medien so böse sind/ ich ohne Make-up Scheisse ausseh.

Walter Crane «The Lady of Shalott» Frau Opfer

... bis sie so endete. Bild: wikimedia

Wir sagen das gern in endlosen Blogs und auf vielen Zeitungsseiten. Gerne auch ganz ohne Humor. Todernst, wie uns das als Opfern zusteht. Denn: Wir haben ein anhaltendes Therapiebedürfnis. Und unser Lieblings-Analytiker ist die Öffentlichkeit.

Der Backlash da draussen ist real. Backen wir uns also nicht noch einen inneren Backlash.

Ich sage: Bullshit. Hören wir auf damit. Werden wir laut und direkt, wenn wir was zu beanstanden haben, nicht kleinlaut und verschüchtert. Vielleicht sollten wir besser ab und zu jemanden anschreien als ewig lang über unsere Probleme zu schreiben. Wahrscheinlich wären sie dann schneller aus der Welt, die Ungleichheiten (nein, der Lohnausgleich zum Kollegen kommt nicht einfach von selbst geflogen wie eine heilige Taube) effizienter behoben.

Der Backlash da draussen ist real. Backen wir uns also nicht noch einen inneren Backlash. Machen wir uns nicht selbst zum Opferhuscheli. Denn wer sich als Opfer fühlt, ist automatisch schwach. Und: nehmen wir unsere Probleme nicht allzu ernst. Sie sind klein, sehr klein. Sparen wir uns unsere Argumente für die grossen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Greet 19.08.2016 00:05
    Highlight Highlight Toller Kommentar. Danke Simone.
  • leed 18.08.2016 13:30
    Highlight Highlight wir sind schon eine Wohlstandsgesellschaft mit Opferbedürfnis geworden
    Benutzer Bild
  • Eljham 17.08.2016 20:27
    Highlight Highlight Zeitgleich ein Artikel in der NZZ zum Thema:
    "Der neue Opferautoritarismus"
    http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/diskriminierung-und-viktimisierung-der-neue-opferautoritarismus-ld.110624
    "Rekapitulieren wir darum kurz: Diskriminiert fühlen sich in der verwöhnten Wohlstandswelt weiterhin die Frauen – und längst auch die Männer. Die Homosexuellen, die Bisexuellen, die Asexuellen, die Transsexuellen – und auch die Heterosexuellen. Die Ausländer – und die Inländer. Die Muslime, die Christen, die Agnostiker – und die Atheisten. Die Alten – und die Jungen. Die arbeitenden Mütter..." etcetc
  • Hans -würkli- Nötig 17.08.2016 19:35
    Highlight Highlight Warum auch nicht Opfer sein wenn es sich lohnt?

    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/milde-strafe-fuer-mutter-die-sich-am-eigenen-sohn-verging/story/24770574

    "Andererseits stand sie unter dem Einfluss eines indischen Sektengurus."

    Zum Glück wurde der wahre Täter - ein Mann - gefunden....
  • formerly known as 17.08.2016 14:55
    Highlight Highlight Das Problem am Feminismus (dieses Wort wird viel zu inflationär benutzt) ist doch, dass er mittlerweile in die gleiche Richtung geht wie das klassische Patriarchat. Musste früher ein Mann zugegen sein um die Differenzen einer Frau zu lösen weil ihr Wort nicht gleich viel wog, so muss ich heute Ohrfeigen an notgeile Kühe verteilen weil sie die Finger auch nach mehrmaliger Warnung nicht von den Ärschen meiner männlichen Freunde lassen können (Motto: Männer finden alles geil) Würden sie sich selber wehren, gäbe es ein riesen Geschrei.Ist das etwa Gleichberechtigung?
  • dracului 17.08.2016 07:38
    Highlight Highlight Beim Wollkissen in Vaginaform liegt genau der Ursprung der Welt. Die Vagina ist und war das zentrale Organ für den weiblichen Erfolg! Ohne Vagina werden Männer eigenartig und zogen früher sogar frustriert in Kriege. Männer denen man regelmässig die Brust und Kontakt zur Vagina gibt, sind glücklich (und auch beeinflussbar). Die Verweigerung der Vagina führt zu Opfern und zu unglücklichen Menschen. Und jetzt spüre ich wie viele Frauen verständnisvoll lächeln, während andere entsetzt sind. Den Letzteren empfehle ich sich nackt auf einen Spiegel zu setzen und ihre Stärke wirklich mal zu erkunden.
  • Matrixx 17.08.2016 06:23
    Highlight Highlight Ich kenne eigentlich nur 2 Arten von Frauen:
    Die "Feministin", die ihren Mund aufreisst, ohne jemals wirklich Opfer gewesen zu sein. Und die Frau, die wirklich Opfer von sexueller Belästigung ist und schweigt.

    Und beude finde ich nicht gut. Wenn eine Frau belästigt wird, hat sie das zu sagen und ernst genommen zu werden.
    • kliby 17.08.2016 08:50
      Highlight Highlight Symptomatisch hat Alice Schwarzer einmal in einer Talkshow über Prostitution einer Prostituierten das Reden verweigert mit den Worten: "Halt die Klappe, was weisst du Nutte schon."
      Das ist Feminismus.
    • Nordpol 17.08.2016 10:38
      Highlight Highlight Den Feminismus auf einen verunglückten Auftritt von Schwarzer zu reduzieren, ist etwa so dumm, wie alle Forderungen von Männern auf René Kuhn und seine peinlichen Aktionen zu reduzieren.
    • Nick Name 17.08.2016 10:59
      Highlight Highlight @kliby:
      Nein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pirat der dritte 16.08.2016 23:52
    Highlight Highlight ...und wo ist die freie Liebe?
  • Firefly 16.08.2016 23:00
    Highlight Highlight Die Schweiz hat ein neues - männliches - Opferhuscheli, Andreas Thiel, in der NZZ
  • kaiser 16.08.2016 22:10
    Highlight Highlight Frauen sind Opfer. Männer sind Täter. Das ist die Schwarz/Weiss-Sicht. Die Welt ist zum Glück in Farbe. Trotzdem stimmt etwas nicht. Ich habe Frauen kennengelernt welche Angst vor mir hatten. Ich bin grösser und stärker als die meisten Frauen (wie oft höre ich: ich brauche einen starken Mann und damit ist genau eine Person gemeint). Wenn ich also an einem Tag grimmig reinschaue, dann bin ich trotzdem ganz nett und nicht gleich ein Vergewaltiger. Bei aller Gleichheit und Ungleichheit will ich nicht als potentieller Täter behandelt werden. Würde ich laut werden, bin ich schon abgestempelt.
  • bangawow 16.08.2016 21:41
    Highlight Highlight Interessant wäre eine Umfrage, wieviele Männer hier kommentieren, hui ^^
  • Anam.Cara 16.08.2016 21:39
    Highlight Highlight Da die Lady of Shalott als beispielhaftes Opfer erwähnt wurde, habe ich beim Lesen eines meines Lieblingslieder von Loreena McKennit gehört. Für mich eine sehr sanfte und wunderschöne Vertonung des dramatischen Gedichts

    Play Icon
  • Macke 16.08.2016 19:14
    Highlight Highlight Herzlichen Dank, dass hier mal wieder das Wort "Opfer" missbraucht und mit "Heulsusi" gleichgesetzt wird. Wird eine Person gegen ihren Willen am Hintern angefasst, ist diese Person ein Opfer sexueller Belästigung. Als Opfer sexueller Belästigung kann ich den Mund aufmachen, der betreffenden Person eine scheuern oder eingreifen, wenn eine Person eine andere zusammenschlägt. Mein Status als Opfer und wie ich diesen sehe, hat nichts mit meinem Verhalten zu tun.
    • koks 17.08.2016 00:07
      Highlight Highlight Opferhuscheli
      (Sage ich als Mann, dem schon etliche Frauen belästigend an den Hintern gefasst haben, chch)
    • Maett 17.08.2016 14:51
      Highlight Highlight @Macke: dann wäre ich ja auch ein Opfer, gestern gerade zum letzten Mal. Gut dass mir das gesagt wird, ich hab selbst nicht eine Sekunde daran gedacht.

      So, und nun bin ich empört.
    • Greet 19.08.2016 00:09
      Highlight Highlight Zafee, nur weil du es geil findest, wenn dir eine Frau an den Hintern fasst, heisst nicht dass das alle Männer/Frauen geil finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • David P. Oesch 16.08.2016 18:05
    Highlight Highlight Bravo. Genau das gemacht, was man kritisiert.

    Von sich selber auf andere schliessen und rumheulen statt sich in andere Menschen reinzuversetzen.

    Aber gibt sicher ganz viele coole Clicks - so ein Artikel.

  • El Schnee 16.08.2016 17:56
    Highlight Highlight Yeah! Back to the Flash!
  • fiodra 16.08.2016 17:32
    Highlight Highlight Danke Frau Meier, dass Sie das als Frau sagen. Würde ich als Mann das sagen, wäre ich ein übler Sexist und die Frauen wiederum Opfer.

    Leider ist die Opferrolle sehr attraktiv, da man mit dieser Moralkeule ziemlich viel erreichen kann. Darum wird sie wohl nicht so schnell aufgegeben, sie hat zu viele Vorteile.
  • ElendesPack 16.08.2016 17:01
    Highlight Highlight Ich glaube, dass das Opfer-Phänomen sich nicht nur im Feminismus breit macht, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Hier kann man auch auf Frau Freitags neuesten Blogbeitrag verweisen.
    Opfer zu sein ist halt so bequem, weil man dann nicht mehr handelndes Subjekt sein muss, sondern hilfloses Objekt sein darf, das von Anderen Hilfe einfordern kann/muss/darf.
    Und andere notorisch als Opfer zu sehen, gibt einem das Gefühl der Überlegenheit und befriedigt das innere Bedürfnis nach Heldentum.
  • wydy 16.08.2016 16:48
    Highlight Highlight Als vor bald mal einem Jahr eine Satellit auf einem Kometen gelandet ist, hat ein Typ ein etwas unpassendes Hemd angezogen. Und anstatt, dass man diesen Typen für seine Leistung gratuliert hat, habt ihr sogenannten Feministinnen über ihn hergezogen. Der Typ hat etwas erreicht, er dürfte stolz darauf sein. Aber dank euch brach er zusammen. Und genau deswegen kann ich eurer Bewegung absolut nichts mehr abgewinnen. Richtige Feministinnen hätten sich für so ein Verhalten geschämt und bei ihm entschuldigt. Wer sich nicht mehr daran erinnert googelt mal nach "Matt Taylor"
    • Jokerf4ce 16.08.2016 17:39
      Highlight Highlight Wenn ich das beispiel richtig deute ist da wohl jemand Abonnent von the amazing atheist... Peace the fuck out
    • wydy 17.08.2016 09:16
      Highlight Highlight Na klar gibt es auf beiden Seiten Idioten. Aber hätten hier nicht anständige Feministinnen aufstehen können und sagen: "Leute regt euch ab." Ich habe das ganze verfolgt, weil mich das Thema interessierte und einen riesen Respekt vor diesen Leuten hatte. Umso mehr hat mich das Verhalten der sogenannten Feministinnen genervt. Wie gesagt, ihr hättet aufstehen können und euren idiotischen Frauen auf die Finger hauen. Dann hättet ihr gezeigt, dass es euch im Gleichberechtigung geht. Aber ihr habt still zugeschaut wie der Typ wegen seiner Kleiderwahl aufs übelste fertig gemacht wurde.
    • wydy 18.08.2016 11:23
      Highlight Highlight Nein und ich finde es auch sehr löblich, dass du dich dafür einsetzt.
      Aber es ist in letzter Zeit leider so, dass die Bewegung immer umso mehr in Richtung alles männliche ist böse tendiert. Es gibt immer mehr Frauen, die sich mit dem Argument Feminismus zuviel herausnehmen.
      Darum mein ich auch. Frauen steht auf, setzt euch solchen Aussagen entgegen und zeigt, dass ihr euch für Gleichberechtigung einsetzt und dass solche Personen nicht zu eurer Bewegung gehören.
      Aus meiner Sicht wird das Bild vom Feminismus langsam immer umso schlechter.
  • Ohniznachtisbett 16.08.2016 15:56
    Highlight Highlight Da triffts ja wohl mal jemand gar nicht schlecht auf den Punkt. Das schlimme, obenbeschriebene "Ich-bin-ein-Opfer-Phänomen" fängt in unseren Breiten ja bereits an auf die Männer abzufärben. Diese "Ich-bin-der-ärmste-weil-mich-keine-Frau-will-Volltrottel" sind ja genauso erbärmlich. Diese "Männer" die dann Selbsthilfegruppen bilden, um sich gegenseitig zu erzählen wie arm sie sind, weil sie bei der Scheidung über den Tisch gezogen wurden. Vielleicht sollte man diese Opfer Männlein und Weiblein allesamt zusammen verkuppeln :-)
    • formerly known as 17.08.2016 15:09
      Highlight Highlight Ich glaube das hängt auch stark vom Charakter und der eigenen Stärke ab ob man sich ewig in der Opferrolle suhlt oder auch mal aufsteht und sich versucht da raus zu kriegen. Je nachdem was passiert ist, ist es schwieriger oder einfacher.
      Das ist einfach sehr subjektiv. Was ich aber absolut nicht ausstehen kann sind narzisstische "Jammeris" die einfach ALLES als Anlass nehmen sich selbst zu bemitleiden und immer die Verantwortung abgeben. Da verliere ich dann auch schnell mal die Geduld und empfehle einen Therapeuten. Oder einen Fussmarsch durch die Mongolei.
  • AndreaHadorn 16.08.2016 15:48
    Highlight Highlight Zwei grundverschiedene Dinge im gesellschaftlichen Leben gilt es zu unterscheiden: Opfer sein und ignoriert werden. Das zweite ist in unserer Gesellschaft viel häufiger, bildet aber die soziale Grundlage für Taten gegen dannzumalige Opfer. Deshalb ist es feministisch wichtig, Ignoranz zu benennen, wo sie vorkommt, denn das wirkt sensibilisierend und präventiv. - Ihr Punkt, Simone Meier, ist der gegen Wehleidigkeit, und den unterschreibe ich hiermit schon auch. Diese ist aber nach meinem Empfinden nicht sooo geschlechtsspezifisch.
  • lilie 16.08.2016 15:48
    Highlight Highlight Soll ich jetzt polemisch werden? Soll ich sagen, dass das genau so ein Artikel darüber ist, was in der Gesellschaft falsch läuft, anstatt selber was zu tun?

    Und soll ich jetzt auch noch überheblich werden? Und zugeben, dass ich heute in einer Sitzung meinen Mund aufgemacht habe, um ein Problem anzusprechen, das mir schon länger auf dem Magen liegt?

    Und soll ich noch weitergehen? Und berichten, dass ich ausgerechnet von einem Mann Unterstützung bekam, den das Gleiche gestört hat - der sich aber nichts zu sagen getraute?

    Einige Probleme sind viel grundmenschlicher als wir wahrhaben wollen.
  • Peter Pulverschnee 16.08.2016 15:47
    Highlight Highlight Danke, dies ist ein guter Artikel! Keine Frage ist Gleichberechtigung sehr wichtig. Ich habe mich oftmals schon gefragt wieso nicht mehr bspw. in der Entwicklungsarbeit auf die Rolle der Frauen geachtet wird. Viele Projekte scheitern, weil nur die Männer an den Verhandlungen teilnehmen. Hingegen wird bei uns (zu) viel, mit dieser von Ihnen angesprochenen Opferrolle, gearbeitet. Da argumentiere ich bspw. auch bei der Lohnfrage oft damit, dass es auch Männer gibt, denen eine erfolgreiche Verhandlungsmethode nicht im Blut liegt, und diese sich das halt einfach auch aneignen müssen.
    • Peter Pulverschnee 16.08.2016 16:00
      Highlight Highlight Nachtrag: Wieso arbeitet man in diesem Bereich nicht auch ein wenig ökonomisch und probiert dort etwas zu verändern, wo man viel bewirken kann?!
      Meiner Meinung nach wird zu viel im Bereichen gearbeitet, wo schon viel gut ist (nicht alles!!), und man daher auf viel Gegenwehr stösst. Sowas kann doch nicht "produktiv" sein. Das Ziel muss doch eine positive Veränderung sein.
      Meine böse Vermutung geht da eben auch in die Richtung, dass die Opferrolle halt immer einfacher ist. Und die Situation so ganz komfortabel ist.
  • Failai 16.08.2016 15:43
    Highlight Highlight Bin deiner Meinung. Dem priviligierten, weissen, westlichen Feminusmus fehlt die Intersektionalität, fehlt der Einsatz für die grossen Probleme, die Probleme die nicht uns westliche Frauen betreffen! Aber bin nicht ganz deiner Meinung, dass nur weil wir nicht mehr grosse Probleme haben, wir die kleinen Probleme nicht thematisieren sollten. Ich persönlich sehe mich nicht als Opfer, trotzdem darf ich auch auf die Schwachstellen unserer Gesellschaft hinweisen. http://n
  • bernd 16.08.2016 15:38
    Highlight Highlight Ähnliche Gedanken habe ich mir vor einigen Tagen zu dieser Geschichte der jungen Frau gemacht, der an einem Festival an den Hintern gegriffen wurde. Sie hat darauf nicht direkt reagiert, dafür später im Internet einen umso gehässigeren Kommentar verfasst. Ich (als Mann) kann mir vorstellen, dass man in diesen Situationen nicht immer direkt reagieren und womöglich überfordert sein kann. Allerdings denke ich, dass es mehr gebracht hätte, wenn sie dem Typen eine gescheuert hätte, anstatt genau den Sexisten, die sie bekämpfen möchte in den Kommentaren zu ihrem Post noch ein Plattform zu bieten.
    • bernd 16.08.2016 17:10
      Highlight Highlight Es muss ja auch nicht zwingend eine Ohrfeige sein, aber es würde doch einfach mehr bringen, wenn Frauen sich in diesen Situationen wehren würden, anstatt sich später im Internet zu beschweren. Natürlich kann sie das auch machen, nur bringt das halt einfach recht wenig und die ganzen Sexisten können mit ihren neunmalklugen Ratschlägen wie "geh halt nicht hin" oder "dann zieh was an" die Kommentarspalte kapern.
    • Macke 16.08.2016 19:25
      Highlight Highlight "Ich (als Mann) kann mir vorstellen, dass man in diesen Situationen nicht immer direkt reagieren und womöglich überfordert sein kann." Wenn du dir das vorstellen kannst, dann kannst du den Ratschlag bleiben lassen. Ich gehe auch nicht zu Opfern eines Einbruchs hin und sage: "Nächstes Mal solltest du besser Zuhause bleiben." Sie macht ein Problem sichtbar. Und das nützt meist, denn andere Belästigungsopfer sehen, dass sie nicht allein sind.
    • Citation Needed 16.08.2016 21:06
      Highlight Highlight Die Frau war jung, man lernt erst nach ein paar schlechten Erlebnissen, sich effektiver zu wehren. Mit 14-15 ist man noch entrüstet, mit 19 steht man hin und lässt den Kerl alt aussehen. Problem: man ist nicht immer super drauf. Und um auf einen Übergriff gut zu reagieren muss man schnell, frech und treffsicher sein. An einem miesen Tag gelingt das nicht und man nervt sich danach doppelt!
  • Sprudli 16.08.2016 15:32
    Highlight Highlight Teilweise bekommt man hier langsam das Gefühl die "Brigitte" oder "Bild der Frau" oder sonst was zu lesen :-D
    • bangawow 16.08.2016 18:38
      Highlight Highlight Sie sind ein gutes Beispiel. Warum keine Artikel über Frauen?
    • Sprudli 17.08.2016 10:21
      Highlight Highlight @bangawow wofür bin ich ein gutes Beispiel? Ich bin sehr wohl für Artikel über Frauen und Missverstände bei der Gleichberechtigung etc. Ich als Mann bin mir dieser sehr wohl bewusst.

      Jedoch lese ich hier auf Watson doch ausserordentlich viele Artikel zu dem Thema. Gefühlt 1x wöchentlich wird hier mittlerweile die Frauenrechtskeule geschwungen.

      Wiso kann dies nicht ausgeglichener gestaltet werden?
  • LordEdgar 16.08.2016 15:31
    Highlight Highlight "Dass in der Türkei Sex mit Minderjährigen wieder erlaubt sein soll."

    Das ist kein geschlechterspezifisches Problem, sondern ein grosses geschlechter unspezifisches Problem.
    • Jakal 16.08.2016 16:17
      Highlight Highlight Richtig. Die Opfer sind keinesfalls nur Frauen bzw. Mädchen. Ich kenne da keine Statistik, aber ich denke da halten sich die Geschlechter die Waage. Tatsache ist, sexueller Missbrauch an Kindern wird hauptsächlich von Männern begangen; aber nicht nur, und dieses "nicht nur" sollte halt auch mal thematisiert werden, nicht wahr?
  • Str ant (Darkling) 16.08.2016 15:19
    Highlight Highlight Geiler Beitrag wenn man das equivalent als Mann sagt ist man ja gleicher ein Pöser Sexist
    • Macke 16.08.2016 19:26
      Highlight Highlight Auch Frauen können Sexistinnen sein und das durchaus auch Frauen gegenüber.
    • Greet 19.08.2016 00:10
      Highlight Highlight Macke, aber dann ist auch wieder eine Frau Opfer, und wir sind wieder beim Opferhuscheli.
  • RobertQWEC 16.08.2016 15:05
    Highlight Highlight Gerade bei der Lohnungleichheit bin ich immer noch sehr skeptisch. Meine Freundin z.B. fragt beim Chef nicht mal nach. Wer sich auf die Lohnverhandlung nicht mit Fakten vorbereitet, ist selber schuld. Mich nähme mal wunder, wie vielen Frauen ins Gesicht gesagt werden würde, dass selbige halt ein Risiko darstellen, welches zu ungunsten des Saläres geht. Von so einem Fall habe ich noch nie gehört. Nur das Jammern ist unüberhörbar.
    • Stellklaus 16.08.2016 15:42
      Highlight Highlight Es gibt auch ganz andere Unterschiede, zum Beispiel Intelligenz, Ehrgeiz etc. Für diese Faktoren, egal zu welchem Teil sie biologisch oder durch Sozialisierung entstanden sind, kann der einzelne Mensch nichts.
      Wie wollen Sie diese Unterschiede, die ja im Prinzip auch Benachteiligungen sind, aufwiegen? Mit politischen Interventionen? Das würde dann das Ende des liberalen Marktes und wohl auch des Wohlstandes bedeuten.
      Mal ganz nebenbei, es gibt auch Männer die schlecht verhandeln, diese würde man aufgrund durchschnittlicher Geschlechtervorteile von Männern zusätzlich diskriminieren...
    • Maragia 16.08.2016 15:51
      Highlight Highlight Weniger intelligente Menschen werden zum Teil in der Jobsuche auch benachteiligt.
    • Sprudli 16.08.2016 15:55
      Highlight Highlight @Petrarca Mit Ihrem Kommentar bezwecken Sie genau das Gegenteil von dem was der Artikel sagen wollte. Das Frauen stark sein sollten und für Ihre Sache einstehen und kämpfen.
      Mit Ihrem Kommentar "mimimimi wir sind doch die armen schwachen biologisch und sozialischtisch benachteiligten Schutzbedürftigen, gebt uns einfach mehr Lohn" schüren Sie nur das schwache 50er Jahre Frauenbild ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fumo 16.08.2016 14:47
    Highlight Highlight aha hier wo man keine Querellen zu befürchten hat kann man mit Gesicht und Namen dazu stehen. Wenig überraschend, dafür um so ärmer ;)

    Get some balls.
    • Simone M. 16.08.2016 14:51
      Highlight Highlight Du kommst echt draus: Promikram zusammenschreiben = keine grosse Eigenleistung = Kürzel. Arbeit investieren = Eigenleistung = Namen. Und: Die Opfer, die ich rief, fangen schon an zu ranten. Aber nicht in dieser Spalte ... ;-)
    • Fumo 16.08.2016 14:56
      Highlight Highlight Keine grosse Eigenleistung? Diese Ausrede bringst du jedes mal. Dabei bestehen die Artikel gegen die von dir gehassten Promis nur und ausschliesslich aus deiner Meinung. Es ist reine Eigenleistung.
      Wenn Hugh Grant einen Preis für sein Lebenswerk bekommen wird und ganz Zürich auf ihn wartet, dann ist es nur deine Meinung und Leistung das Gegenteil auszudrücken. Aber dafür fehlt echt den Mut zur Meinung zu stehen. Oder ist es Anweisung von Oben um Klagen zu vermeiden?
    • Simone M. 16.08.2016 15:00
      Highlight Highlight Wie dem Artikel unschwer zu entnehmen ist, bin ich wider jede Vernunft Fan von Hugh Grant. Du musst deinen Ironie-Sensor vielleicht mal wieder putzen. Dann werden wir gerade in Sachen Hugh ganz harmonisch zueinander finden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Electric Elephant 16.08.2016 14:35
    Highlight Highlight Uiuiui Simone! Wenn Bettina Weber von SoZ das sieht gibts aber eine Kollegenschelte der Extraklasse! In Deckung! 😁
    • Simone M. 16.08.2016 14:52
      Highlight Highlight Schlammcatchen!
    • EvilBetty 16.08.2016 14:54
      Highlight Highlight Wenn ich dabei zugucken will bin ich ein Sexist, oder? 😂
    • Electric Elephant 16.08.2016 14:59
      Highlight Highlight @simone: Au ja - sehen will! 😂Obwohl ich vermute, dass der Rahmen BW ein verschwindend kleines bisschen zu sexistisch ist...
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  • Momo_1 16.08.2016 14:07
    Highlight Highlight Danke Simone für den Artikel und den Anstoss der Opferrolle.
    Leider lebt in uns immer noch die letzte und die überletzte Generation weiter. Die Frauen wurden dazumal selten in irgendwelcher Weise begünstigt.
    Sich diesen Tatsachen zu stellen und diese zu erkennen, ist harte Arbeit.
    Falls du sie erkennst, gehst du gestärkt hervor und wirst dich nicht (mehr) in die Opferrolle drängen lassen.

  • SuicidalSheep 16.08.2016 13:53
    Highlight Highlight Endlich ein Beitrag, der den westlichen Bonzenfeminismus kritisiert. Danke!
  • shubeedoo 16.08.2016 13:51
    Highlight Highlight Bin sicherlich dafür, etwas zu TUN. in unseren Breitengraden lässt sich halt v.a. im Bereich der gesellschaftlichen Ideen was tun, da dienen Blogs und ab und an wütende Manifestos gegen Leute mit veralteten Ideen über Geschlechterrollen schon, solche Dinge ändern sich nicht über Nacht. Rechtlich gesehen gibt es schon viel weniger, was man noch tun kann. Deswegen verstehe ich den Kommentar einerseits, andererseits aber auch nicht.
  • Vergugt 16.08.2016 13:51
    Highlight Highlight Weiss nicht so recht was ich vom Artikel halten soll - grundsätzlich begrüsse ich den Ansatz, die Kräfte auf die grossen feministischen Themen zu fokussieren. Und dazu laut zu werden. Aber ich stosse mich an dem Begriff "echte Geschlechtergewalt"; wenn ein Mensch aufgrund seines Geschlechts diskriminiert wird, sollte dies bekämpft werden und Punkt. Eine Wertung der verschiedenen Bereichen oder Gewaltformen reinzubringen hat für mich den Beigeschmack, als wäre es nicht so schlimm, wenn ein Mann einfach einer fremden Frau an den Hintern fasst. Und das sehe ich anders!
    • Stellklaus 16.08.2016 14:02
      Highlight Highlight Wer sagt, dass es nicht schlimm ist? Einer fremden Frau an den Hintern fassen, erfüllt den Tatbestand der sexuellen Belästigung und wird bestraft.

      Ich hoffe auch Sie sehen die Notwendigkeit eine Gewichtung zwischen, Dingen wie sexueller Belästigung, zu der zb auch Catcalling zählen kann und Schändung, Vergewaltigung oder anderen Formen der sexuellen Gewalt, vorzunehmen. Und zwar sowohl strafrechtlich als auch in allfälligen Diskussionen über Geschlechterbeziehungen in unserer Gesellschaft.
    • Vergugt 16.08.2016 14:27
      Highlight Highlight Tatsächlich sagt Frau Meier das nicht - ist wie gesagt nur der Beigeschmack, den die Aussage für mich hat. Und ja, natürlich muss eine Abstufung zwischen verschiedenen Gewaltformen herrschen.

      Mein Problem ist, dass "anderen geht's ja noch viel schlechter" häufig als Argument benutzt wird, Feminismus in "unseren" Breitengraden die Legitimation abzusprechen - was mich endlos nervt. Aber das ist ja hier ja definitiv nicht der Fall ; vielleicht bin ich da einfach etwas sensibel :)
  • Nausicaä 16.08.2016 13:46
    Highlight Highlight Wertvoller Beitrag, auch um sich selbst mal gründlich zu reflektieren. Nur die Verunglimpfung der zweite-Welle-FeministInnen tut dann doch etwas weh, die haben ja beileibe nicht nur Vaginas gestrickt. Hab mal eine Arbeit über sex. Kindesmissbrauch geschrieben, was die nur schon auf dem Gebiet geleistet und aufgedeckt haben, Hut ab. Natürlich waren Sie Frauen Ihrer Zeit, aber es waren verdammt grossartige darunter!
    • Simone M. 16.08.2016 15:24
      Highlight Highlight @Saja Das stimmt. Das ist tatsächlich etwas sehr polemisch formuliert. Ich zieh vor vielen der Vorkämpferinnen auch meinen Hut.
    • Nausicaä 16.08.2016 15:52
      Highlight Highlight @Simone M. Obwohl ich es mir schon gedacht hab; schön zu lesen! Das Beispiel mit der Lady of Shalott fand ich übrigens überaus erheiternd, ich grinse immer noch ein bisschen...
  • rodolofo 16.08.2016 13:46
    Highlight Highlight Den gegenwärtigen backlash in Sachen Emanzipation und Gleichberechtigung zu erkennen und zu benennen hat nichts mit Wehleidigkeit zu tun!
    Vielmehr ist eine ungeschminkte Analyse von der reaktionären, Rechtsbürgerlichen und Rechtsnationalen Wende, die weltweit abläuft (gerade so, als wäre sie von langer Hand vorbereitet worden und folge einer geheimen Choreographie) die Voraussetzung dafür, jetzt den Spiess umzudrehen und es diesen Ewiggestrigen, Machos, Patriarchen und Rechtsextremen so richtig zu zeigen!
    Nie wieder Opfer!
    Nie wieder Kindersoldaten!
    Es ist Krieg, aber keineR geht hin.
    Femen.
    • Anam.Cara 16.08.2016 22:02
      Highlight Highlight Kleiner Einwand, rodolofo.
      Das Zitat von Carl Sandburg ist mit dem ersten Satz nicht zu ende. Auch wenn man immer nur den ersten Satz liest / hört.
      In ganzer Länge heisst das Zitat:

      Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin, dann kommt der Krieg zu dir!

      Das ganze Gedicht ist m.E. eine Aufforderung, sich zu wehren und für seine Sache einzustehen.
      Deutsche Übersetzung z.b. hier:
      http://phys-merger.physik.unibas.ch/~aste/brecht.html
    • rodolofo 17.08.2016 08:20
      Highlight Highlight Danke für den Link!
      Diesen zweiten Teil des Gedichts kannte ich gar nicht...
      Aber ich glaube wirklich, dass die Menschheit nicht weiter kommt in ihrer Evolution, wenn sie weiter geht auf dem Irrweg der männlich-patriarchalen Vorherrschaft!
      Wenn wir uns bei den anderen Säugetieren umschauen, dann haben Männchen zwar Beschützer-Funktionen und rivalisieren miteinander um die Gunst der Weibchen. Die Leit-Tiere sind aber in diesen Matriarchaten erfahrene Weibchen!
      Bei den Pferden sind es Leit-Stuten, bei den Kühen Leitkühe, ja und bei den Menschen führen natürlicherweise Merkel, Clinton, oder May.
  • Bonnehome 16.08.2016 13:41
    Highlight Highlight Die Zukunft ist weiblich.
    (Mitscherlich)
    • PuRpLE_KusH 16.08.2016 14:32
      Highlight Highlight Ich hoffe nicht, das wäre unser Ende.
    • Bender99 16.08.2016 16:35
      Highlight Highlight nach einer Vergangenheit, die männlich war und die Welt an den Rande des Chaos, der grenzenlosen Ausnutzung von Mensch und Natur und in die egoistischste Gesellschafts- und Wirtschaftsform gebracht hat? Ich würde es wagen, eine weibliche Zukunft auszuprobieren...
    • PuRpLE_KusH 16.08.2016 17:08
      Highlight Highlight @Bender99
      Zu einfach überlegt. Eine weibliche Zukunft wäre zu naiv. Wir wäre wahrscheinlich die leichtesten Opfer für eine feindliche ausserirdische Rasse. Kann sein das wir allein sind und uns wirklich nie verteidigen müssen, aber ich rechne lieber damit als überrascht zu werden.
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  • herschweizer 16.08.2016 13:41
    Highlight Highlight Genau

Die Wunderwelt der Schweizerin – seit 1938 im einzig wahren Frauenheftli

Lasst euch mitnehmen. Auf eine kleine Lektürereise durch ein Stück Schweizer Medien- und Frauengeschichte. Willkommen in der «Annabelle»! Und in der Zeit unserer Grossmütter und Urgrossmütter.

Der Anlass für diesen Artikel ist eine persönliche Regung. Oder Aufregung. Weil ich hörte, dass die Redaktion des Schweizer Frauenmagazins «Annabelle» vom Verlagshaus Tamedia bis im Sommer halbiert wird. Was traurig ist. Denn wie lange kann sich ein halbiertes Medium noch halten? Ein Ende der «Annabelle» wäre allzu schade. Schliesslich lebt sie von allen deutschsprachigen Frauenzeitschriften schon am längsten. Wie grossartig – und gelegentlich kurios – ihre Geschichte ist, soll hier …

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