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Eine Stadt in Schutt und Asche: Syrische Soldaten töteten Frauen und Kinder in Aleppo

13.12.16, 06:54 13.12.16, 13:50


Syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten haben nach Angaben der Vereinten Nationen in den vergangenen Tagen mindestens 82 Zivilisten im Ostteil Aleppos getötet. Die Opfer seien regelrecht hingerichtet worden.

Unter ihnen seien auch elf Frauen und 13 Kinder, sagte der Sprecher des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte, Rupert Colville, am Dienstag in Genf. Er berief sich auf seiner Ansicht nach glaubwürdige Informationen von vor Ort hinzu.

A man carries a child with an IV drip as he flees deeper into the remaining rebel-held areas of Aleppo, Syria December 12, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail

Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Nach Angaben des Sprechers wurden die Gräuel «wahrscheinlich in den vergangenen 48 Stunden» in vier verschiedenen Bezirken des bisher von Rebellen gehaltenen Ostteils von Aleppo begangen.

Die seit Jahren umkämpfte Grossstadt Aleppo steht kurz vor der vollständigen Eroberung durch die syrische Armee, die durch russische Luftangriffe unterstützt wird. Die Mitte November gestartete Offensive auf die Rebellenviertel im Osten der Stadt gehe «in die Endphase», hatte ein syrischer Armee-Vertreter am Montag gesagt.

«Vollständiger Zusammenbruch »

«Der Kampf um Aleppo hat sein Ende erreicht», berichtete auch der Direktor der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Er sprach von einem «vollständigen Zusammenbruch» bei den Rebellen. Sie kontrollierten nur noch etwa drei Prozent ihres bisherigen Einflussgebietes.

epa05673149 Syrian soldiers  resting following the battle at al-Sheik Saeed neighborhood  in Aleppo, Syria, 12 December 2016. The army recaptured the neighborhood on 12 December 2016 following clashes with rebels. According to media reports, the army is now holding on 99 percent of Aleppo’s eastern neighborhoods.  EPA/STRINGER

Syrische Soldaten machen Pause. Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Binnen 24 Stunden sind laut Beobachtungsstelle mehr als 10'000 Zivilisten aus den seit 2012 von den Rebellen gehaltenen Vierteln in Ost-Aleppo geflüchtet. Bei den Kämpfen sind nach Angaben der Beobachter mindestens 60 Menschen getötet worden. Darunter seien auch zahlreiche Zivilisten, berichtete die Beobachtungsstelle in der Nacht.

Zuletzt waren nach Angaben der Vereinten Nationen rund 40'000 Menschen aus dem Ostteil Aleppos geflohen. Der vollständige Fall der Stadt in Regierungshände wäre die schwerste Niederlage für die Rebellen in dem seit 2011 währenden Konflikt in Syrien. In West-Aleppo waren am Montagabend bereits Freudenschüsse zu hören. Das staatliche syrische Fernsehen zeigte feiernde Menschen, die Bilder von Staatschef Baschar al-Assad und syrische Flaggen hochhielten. (sda/dpa/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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37
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 13.12.2016 15:34
    Highlight Eines ist langsam auffällig, aber als Vater und Sohn Bush den Irak angriffen, da gingen wir auf die Strasse und protestierten gegen den Krieg, den die USA da anzettelten, aber wenn ich mir nun anschaue, was passierte, als Putin Tschetschenien zerbombte, die Ukraine angriff und deren Territorien annektiert hat und sich nun auf der Seite von Assad dem Massenmord an Zivilisten und Kindern schuldig macht? Nichts, aber auch rein gar keine Reaktion, ausser dass in allen Kommentaren dieser Massenmörder Putin in Schutz genommen und gelobhudelt und natürlich wie früher die USA gebasht wird. Na ja, ...
    8 10 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 16:52
      Highlight Na ja, es gingen ja schon Leute auf die Strasse, in Moskau. Leider ist ihnen die Strasse dann auf den Kopf gefallen, so ganz zufällig.
      Wir können also nur warten, bis Putin die Kohle ausgeht, aber das kann dauern ...
      5 4 Melden
    • Echo der Zeit 13.12.2016 19:39
      Highlight 15. Februar 2003 fand in Bern eine Demonstration mit etwa 40'000 Teilnehmern statt - Alt und Jung gingen damals auf die Strasse - war wirklich eine Starke Demo - Die Putin/Assad Freunde sind keine Pazifisten, die würden noch Jubeln wenn Grossputin die Schweiz ausradieren würde - Der Ton jeweils - Menschenverachtend, Populistisch und den Medien gegenüber mit viel viel mimimi.
      2 4 Melden
  • Datsyuk * 13.12.2016 12:22
    Highlight Hier Eva Bartlett noch ausführlicher. Es geht um die westliche Berichterstattung.. Unbedingt anschauen! 18 Minuten und 34 Sekunden lang:

    13 6 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 16:46
      Highlight Eva Bartlett, unsere Wollebastkriegerin aus der Delphinbucht? Kritik ist eines, Position zu beziehen etwas Anderes. Na, Evanka, wo stehn wir denn?
      6 8 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 21:03
      Highlight Derselben UN, die sie verhöhnt haben? Nun, mein kleiner, das ging ins Auge ...
      2 4 Melden
  • smoking gun 13.12.2016 12:09
    Highlight Warum habt Ihr meinen Kommentar wieder entfernt? Hat "reuters" interveniert? Auch watson verliert bei den Lesern immer mehr an Glaubwürdigkeit, wenn Ihr so weitermacht. Wollt Ihr das? Warum erkennt Ihr nicht das Potenzial, das eine unabhängigere Presse haben kann? Coop, Migros, Swisscom und co. schalten bei Euch sicher auch weiterhin Werbung, wenn Ihr die übelsten Fake-News weglässt. Sieht das doch als grosse Chance für ein zukunftsorientiertes Medium, das watson vom Konzept her durchaus sein könnte.
    36 7 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 16:53
      Highlight Also, wir lassen RT und ähnlich übelste Fakesender weg, ok? Das wollten Sie sagen, Genosse?
      4 7 Melden
  • Luuu 13.12.2016 10:30
    Highlight Hallo watson. Wie wärs mal mit einem Bericht über die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte?
    35 6 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 16:55
      Highlight "syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte", eingegliedert in Assads Propaganda?
      Das Lächeln auf der Strasse, wenn Assad der Bevölkerung eine Grimasse schneidet, von Ohr zu Ohr? Ne danke, da kann ich ja gleich den Borschtschsalat auf RT schauen ...
      4 7 Melden
    • Luuu 13.12.2016 17:36
      Highlight @Wehrli Was genau möchten sie mit ihrem Kommentar sagen?
      6 0 Melden
  • stan1993 13.12.2016 10:09
    Highlight Stoppt doch endlich diese unmenschliche Wirtschaftsblockade!
    Es trifft nur die Zivilbevölkerung wie man sieht!
    34 5 Melden
  • Beobachter24 13.12.2016 08:10
    Highlight "Die Vereinten Nationen könnten die Berichte nicht unabhängig nachprüfen, aber sie machten ihn sehr besorgt, sagte Ban weiter."

    Erstens sollte Ban Ki Moon seine nicht verifizierbaren Quellen benennen, und zweitens sollte er ich aus seinem Sessel erheben und selber schauen gehen.
    46 24 Melden
    • phreko 13.12.2016 09:41
      Highlight "Selber schauen gehen", und du gehst als Personenschützer mit?

      Ich liebe Pantoffelhelden!
      29 20 Melden
    • Beobachter24 13.12.2016 10:40
      Highlight @phreko

      Ich bin nicht der Chef der UNO und ich äussere mich nicht vor der Weltpresse.
      Wäre ich es, dann würde ich nach Aleppo reisen - bevor ich was schwurble.

      Und ich bin auch kein Personenschützer.
      Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich aber sehr wohl dorthin gehen. Wobei ich keine Ahnung habe wie die Anreise dorthin verläuft.

      Ich war in Tschetschenien und anderen Gebieten im Norden des Kaukasus' während recht heissen Phasen.
      Ich habe nicht so schnell Angst und weiss, dass das Leben irgendwann zu Ende ist.

      Ansonsten: Selber Pantoffelheld!
      25 15 Melden
    • Beobachter24 13.12.2016 10:45
      Highlight @phreko

      Wenn ein Journalist "beichtet", dass er seine Quelle nur schlecht überprüfen kann, dann ist das kein allzu gutes Zeichen.
      Wenn der Chef der UNO über die humanitäre Lage berichtet - und selber eingesteht, dass sie keine unabhängige, nachprüfbare Quelle hat, dann ist das schlicht erbärmlich!
      Im vorliegenden Fall müsste Herr Ban Ki Moon schlicht schweigen und sich weitere Quellen auftun. Und die Art und Weise, wie er gesagt hat, lässt durchblicken, dass ihm das eigentlich klar ist.
      26 6 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 11:39
      Highlight Wir könnten ja die Russen fragen, die sollten es wissen. Da wo die Clusterbomben hingefallen sind, da ist es humanitär etwas desolater ...
      12 20 Melden
    • Echo der Zeit 13.12.2016 17:50
      Highlight Beobachter24 - Die Die Vereinten Nationen haben einiges getan um den Konflikt zu entschärfen - Leider erfolglos - auch wegen den zerstrittenen Rebellen und auch wegen Putin - und nicht vergessen Assad - wegen dem gibts das Blutvergiessen in Syrien überhaupt. Ach und - Ich war in Tschetschenien und anderen Gebieten im Norden des Kaukasus' während recht heissen Phasen - Dann kommen sie auch nach Syrien - Ich Bitte Sie.
      1 5 Melden
  • Beobachter24 13.12.2016 07:51
    Highlight Schon erstaunlich dass Ban Ki Moon in den Schwanengesang über die Niederlage der Wahhabiten in Aleppo mit einstimmt.
    (Ob ihn Jeffrey Feltman an den Eiern hat?)

    Aldiweil feiern die nicht salafistischen Bewohner Syriens - die ganz grosse Mehrheit - die Befreiung Aleppos.

    P.S. Wer sich für die Sicht der Syrer - nicht der Terroristen - interessiert, dem empfehle ich Vanessa Beeley auf facebook u. twitter, wo ich auch das vorliegende Bild geklaut habe.
    41 10 Melden
    • Beobachter24 13.12.2016 08:08
      Highlight Und was die tatsächliche humanitäre Katastrophe anbelangt, welche die jetzt vertriebenen Besatzer Aleppos unter der Zivilbevölkerung angerichtet haben, darüber wird man jetzt mehr und mehr hören,
      wenn auch vermutlich nicht in "unseren" Mainstream Presse Organen.
      39 10 Melden
    • Beobachter24 13.12.2016 09:04
      Highlight Danke gleichfalls surtic86
      12 4 Melden
    • TheDan 13.12.2016 09:14
      Highlight Auszug aus einer UN Pressekonverenz mit Eva Bartlett:



      Absolut sehenswert und entlarvend :)
      27 5 Melden
    • Beobachter24 13.12.2016 11:04
      Highlight @Radiochopf

      Nebst "SOHR" benutzen die MSM noch die "White Helmets" als Quelle - was Frau Bartlett ja auch erwähnt hatte.
      Letztere halte ich für noch weniger vertrauenswürdig ...
      Aber das war's dann wirklich +/-
      17 6 Melden
    • Wehrli 13.12.2016 16:58
      Highlight Niedliche Kommentare der Putin-Stiefellecker. Immer dasselbe Muster. So viele vernünftige Russen mit denen ich mich austausche sagen mir: "Putin ist ein brutales Arschloch, aber das Beste für Russland" ... die Sache ist hoffnungslos. Alles Zarenkidner im Geiste, ...
      5 7 Melden

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