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Paint 3D lässt dich nun 3D-Objekte zeichnen – und per 3D-Drucker ausdrucken.
gif: watson quelle: techcrunch

Die neue Windows-Version ist da – wegen diesen 15 Features lohnt sich das Update

Das dritte grosse Update für Windows 10 kommt eigentlich erst am 11. April. Besonders Eilige können sich das Gratis-Update aber schon jetzt herunterladen – ganz offiziell und mit Microsofts Segen. Und das ist neu.
06.04.2017, 10:20

Das «Creators Update» erweitert Windows 10 um diverse neue Funktionen. Ob Büronutzer, Gamer oder Grafiker, für alle ist etwas dabei. Der einzige Haken: Microsoft verteilt das Gratis-Update gemächlich über mehrere Wochen oder gar Monate.

«Ab dem 11. April verfügbar» heisst also nicht, dass du das Update garantiert am 11. April erhältst. Bei älteren PCs kann es etwas länger dauern, bis das Update verfügbar ist.

Die gute Nachricht: Wer nicht länger auf das Creators Update warten mag, kann es schon jetzt über Microsofts «Update-Assistant» herunterladen. Microsoft empfiehlt diese Option nur erfahrenen Windows-Nutzern. Das Vorgehen ist einfach: 

  • Den Update-Assistant herunterladen und die Datei Windows10Upgrade.exe starten.
  • Das Tool erledigt den Rest, sprich es installiert das Creators Update über die bestehende Windows-Installation.
Wie immer gilt, dass man vor dem Update alle wichtigen Daten auf einem externen Speicher sichern sollte.

Wer es nicht ganz so eilig hat, kann das Gratis-Update ab dem 11. April in den Einstellungen unter Update und Sicherheit suchen, um den Update-Prozess manuell auszulösen.

Alternativ ist auch eine saubere Vollinstallationen über das Media Creation Tool von Microsoft möglich. Diese Option sollte man nur wählen, wenn man einen PC neu aufsetzen möchte.

Die wichtigsten neuen Features im Überblick

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Zeichnen und Handnotizen einfügen per Stift geht nun in allen wichtigen Microsoft-Apps wie Word, Excel, Maps etc.
gif: watson quelle: techcrunch

Windows-Updates planen:

Windows-Updates werden deutlich kleiner und können einfach verschoben oder auf einen exakten Zeitpunkt terminiert werden. 
Windows-Updates werden deutlich kleiner und können einfach verschoben oder auf einen exakten Zeitpunkt terminiert werden. 
  • 1. Windows-Updates kann man nun einfacher verschieben und pausieren. Und zwar wahlweise per Schlummertaste, die das Update um drei Tage verzögert, oder auf einen selbst gewählten Zeitpunkt. Bei der Pro-, Education- und Enterprise-Version lässt sich die Installation von Updates gar für maximal 35 Tage pausieren. Bislang konnte man in den Update-Einstellungen von Windows 10 lediglich die übliche Nutzungszeit des PC definieren (zum Beispiel von 8 bis 18 Uhr), um etwa zu verhindern, dass sich der PC während der Arbeitszeit automatisch neu startet. Als Nutzungszeit können neu 18 statt 12 Stunden definiert werden. Vielen Nutzern dürfte dieses nützliche Feature nicht bekannt gewesen sein, was zu ungewollten Updates und Neustarts während der Arbeitszeit führte. Ist hingegen die typische Nutzungszeit definiert, installiert der Computer Updates über Nacht – sofern er nicht ganz heruntergefahren wird. 
  • 2. Mehr Datenschutz: Die Einstellungen zum Datenschutz sind erheblich erweitert worden. Bislang blieben dem Nutzer die Einstellungen zum Datenschutz verborgen, wenn er bei der Installation die Option Express-Einstellungen wählte. Damit ist nun Schluss und dies nicht zuletzt wegen Beschwerden des Schweizer Datenschützers, der bei Microsoft auf mehr Transparenz pochte. 
  • 3. Mehr Sicherheit: Das in Windows 10 integrierte Virenschutzprogramm Windows Defender soll durch das Update besser werden. Ein deaktivierter Defender schaltet sich künftig automatisch ein, wenn das Abonnement einer Schutzsoftware eines anderen Herstellers abläuft. Sobald man sein Abo verlängert, soll sich der Defender wieder abschalten. Zudem sind nun alle Sicherheitseinstellungen zentral zusammengefasst, so dass man nicht mehr an verschiedenen Stellen im Betriebssystem danach suchen muss.
  • 4. Microsoft Edge-Browser mit E-Book-Modus: Der neue Microsoft-Browser Edge, der den Internet Explorer abgelöst hat, wird weiter verbessert und bietet künftig ein effizienteres Tab-Management. Mehrere Tabs können zum Beispiel schnell ausgeblendet und wieder hervorgeholt werden. Tabs zeigen auch eine Vorschau der Webseite an. Zudem wurde der PDF-Support verbessert, so dass der Acrobat Reader endgültig deinstalliert werden kann. Auch Flash ist neu standardmässig blockiert. Die grösste Neuerung ist aber der E-Book-Modus. E-Books können im Windows Store gekauft und bequem im Browser gelesen werden – ohne eine App zu installieren. Auf Wunsch liest Edge das E-Book sogar vor.
  • 5. Spiele-Streaming und Game Mode: Für PC-Spieler werden mit dem Update zwei neue Funktionen eingeführt. Zum einen kann man seinen Rechner beim Spielen nun in einen Game Mode schalten. In diesem Modus wird dem jeweiligen Spiel höchste Priorität eingeräumt, so dass sich alle im Hintergrund laufenden Prozesse dem Spiel unterordnen müssen. Zudem hat Microsoft eine Beam genannte Technologie eingebaut, mit der man seine Spiele ins Netz streamen kann, analog zu Angeboten wie Twitch und YouTube.
  • 6. 3D-Fotos zeichnen und 3D-Objekt drucken: Das Malprogramm Paint wurde überarbeitet und bietet nun 3D-Funktionen (siehe Video). Damit soll man ohne lange Lernphase in der Lage sein, am PC dreidimensionale Körper zu zeichnen – und sie per 3D-Drucker als reale Objekte auszudrucken. Wer keinen 3D-Drucker hat, kann die 3D-Zeichnungen auch an einen Dienstleister senden, der das Objekt ausdruckt. Die 3D-Funktionen werden in alle populären Windows-Apps integriert und beschränken sich nicht nur auf Paint. Es ist also etwa auch möglich, in Powerpoint 3D-Objekte zu erstellen.
  • 7. Windows Ink: Bislang konnte man nur in einigen wenigen Apps wie Photoshop, Edge, OneNote oder PDF-Readern Handnotizen per Stift zeichnen. Mit Windows Ink soll dies nun fast überall in Windows möglich sein. Fotos, Videos, Word-Dokumente, Excel-Tabellen, Karten-Apps etc. können mit Handnotizen versehen werden, sofern man ein Windows-Gerät mit Touchscreen und Stift besitzt (siehe Video).
  • 8. Hologramme und Mixed Reality: Microsofts Hololens-Brille erzeugt Hologramme im realen Raum, ist aber mit 3300 bis 5500 Franken sehr teuer und daher nur für professionelle Anwender interessant. Mit dem Creators Update sollen auch günstige PC der Preisklasse ab etwa 400 Franken Mixed Reality bieten können. Firmen wie Acer, Asus, HP und Dell haben bereits eigene Augmented-Reality-Brillen angekündigt, die ab 300 Franken angeboten werden sollen. Damit wäre ein Mixed-Reality-System günstiger als manche Virtual-Reality-Brillen.
  • 9. Cortana wird smarter: Digitale Assistenten werden oft für Erinnerungen und Notizen genutzt, die man bislang selbst diktieren musste, und natürlich musste man daran denken, die Notiz zu erstellen. Nun kann Cortana von sich aus Erinnerungen vorschlagen, die nach einem simplen Ja oder Nein als Antwort erstellt bzw. verworfen werden. Hierzu muss man der künstlichen Intelligenz allerdings viele Rechte einräumen, etwa die E-Mails zu lesen, da Cortana basierend auf den Nachrichten mit Freunden oder Geschäftspartnern passende Erinnerungen vorschlagen kann. Cortana merkt sich zum Beispiel auch, woran man auf dem PC im Büro gearbeitete hat und erinnert einen auf dem Laptop zuhause den Text im Word-Dokument fertig zu schreiben. Cortana kann auf Wunsch auch vollständig deaktiviert bleiben.
  • 10. Nachtlicht-Funktion: Die Nachtlicht-Funktion ist ein abgeschwächtes Bildschirmlicht, das allen, die am Abend noch vor dem PC sitzen, einen besseren Schlaf ermöglichen soll.
  • 11. Remote Lock: Die Funktion sperrt Windows 10 automatisch, wenn man sich vom PC entfernt. Hierzu muss das Smartphone per Bluetooth mit dem PC verbunden sein.
  • 12. Mini-Fenster für Skype etc. immer im Vordergrund: Über den Picture-in-Picture-Modus erhalten Anwender ein Fenster, das immer im Vordergrund bleibt, um beispielsweise einen Skype-Anruf fortzuführen, während man gleichzeitig ein Word-Dokument öffnet.
  • 13. Windows Hello: Das Entsperren von Windows 10 per Gesichtsscan geht nun deutlich schneller.
  • 14. System-Apps: Diverse System-Apps wie Mail, Kalender oder Fotos wurden überarbeitet. So sortiert die Mail-App Nachrichten künftig automatisch in zwei Kategorien: Relevant und Sonstige. Spam, Newsletter, Werbung etc. landen so automatisch in einem separaten Posteingang für «Sonstiges», wie man dies von Outlook oder Gmail längst gewohnt ist. Die Foto-App erkennt automatisch, was auf den Bildern zu sehen ist. Sucht man etwa nach Eiffelturm, wird die App jedes Foto anzeigen, auf dem der Eiffelturm zu sehen ist.
  • 15. Diverse neue Features wie: Ordner im Startmenü, App-Liste im Startmenü ausblenden, neue Wischgesten für das Touchpad, virtuelles Touchpad, SMS am PC versenden oder Windows 10 so einstellen, dass nur Apps aus dem Windows Store installiert werden können (was wohl nur für Firmen interessant ist). 

Die wichtigsten neuen Windows-Funktionen in Kürze erklärt

Die neuen Funktionen ausführlich erklärt

Und Windows-Smartphones?

Auch Nutzer eines neueren Windows-Smartphones erhalten das Creators Update, allerdings erst ab dem 25. April. In der Praxis dürfte es je nach Handy-Modell und Mobilfunkanbieter noch Wochen oder Monate dauern, bis das Update auf dem Mobiltelefon eintrifft. 

Blick ins Allerheiligste: watson besucht das gigantische Microsoft-Hauptquartier in Seattle

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