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Nordkorea testet erneut Mittelstreckenraketen – trotz Verbot durch UNO-Resolution



Ungeachtet internationaler Kritik hat Nordkorea nach Angaben seines südlichen Nachbarn und der USA erneut Mittelstreckenraketen getestet. Nach ersten Erkenntnissen stürzten zwei am Mittwoch im Abstand von wenigen Stunden abgefeuerte Geschosse ins Japanische Meer.

epa05338010 (FILE) A file photo dated October 2010 and made available by the North Korean Central News Agency (KCNA) shows a 'Musudan' missile displayed during a military parade marking the 65th anniversary of the foundation of the Workers' Party of Korea, in Pyongyang, North Korea. North Korea unsuccessfully launched on 31 May 2016, a medium-range ballistic missile, according to a military source from Seoul. 'North Korea attempted to launch an unidentified missile from the region near Wonsan at around 05:20 local time (20:20 GMT on 31 May 2016), but it is presumed to have been unsuccessful,' said the South Korean Joint Chiefs of Staff (JCS) in a short statement quoted by South Korean media. The South Korean Army is on alert and studying details of the launch which could be a Musudan medium-range ballistic missile. The latest incident comes at a moment of great tension in the Korean peninsula after North Korea's nuclear and missile tests early this year, resulting in the UN Security Council imposing tough sanctions on the country in March.  EPA/KCNA SOUTH KOREA OUT  EDITORIAL USE ONLY

Nordkoreanische Musudan-Rakete (Archivbild aus dem Jahr 2010). Bild: EPA/YONHAP/KCNA

Das südkoreanische Militär stufte den ersten Test als gescheitert ein. Im Fall der zweiten Rakete sei es noch zu früh, um eine Bewertung vorzunehmen. Das Geschoss habe eine Strecke von 400 Kilometern zurückgelegt.

Japanische und südkoreanische Medien hatten zuvor Quellen zitiert, denen zufolge an der Ostküste des Landes eine Musudan-Rakete in Stellung gebracht worden war. Es ist bereits der fünfte derartige Test in diesem Jahr in Nordkorea – ungeachtet eines Verbots durch eine UNO-Resolution.

Japans Verteidigungsminister Gen Nakatani sprach laut der Nachrichtenagentur Kyodo von einer «schwerwiegenden Provokation». Die Sicherheit seines Landes sei aber nicht beeinträchtigt gewesen. Südkoreas Präsidialamt setzte eine Sitzung des nationalen Sicherheitsstabs an.

Bereits vier Fehlschläge

In diesem Jahr war das kommunistische Nordkorea bereits vier Mal mit dem Test einer Musudan-Rakete gescheitert. Die Rakete hat eine Reichweite zwischen 2500 und 4000 Kilometern. Damit könnte sie Ziele in Südkorea oder Japan treffen, aber auch den US-Militärstützpunkt auf Guam im Westpazifik. Die erstmals im Oktober 2010 bei einer Militärparade in Pjöngjang vorgestellte Rakete wurde allerdings nie erfolgreich im Flug getestet.

Eine UNO-Resolution verbietet der Führung in Pjöngjang Raketentests. Dennoch feuert Nordkorea an seiner Ostküste immer wieder versuchsweise Kurzstreckenraketen ab, die im Meer landen. Die drei gescheiterten Raketentests im April wurden als Blamage für die nordkoreanische Führung gewertet, die eigentlich vor einem Parteitag ihre militärische Macht hatte demonstrieren wollen. Ende Mai soll ein weiterer Test gescheitert sein.

Am 6. Januar hatte Nordkorea seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 abgehalten, einen Monat später folgte der Abschuss einer Langstreckenrakete. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte daraufhin Anfang März seine bislang schärfsten Sanktionen gegen das kommunistische Land. (cma/sda/afp)

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