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«Neuen Weg ausloten»: Kims Neujahrsgrüsse an Trump sind nicht sehr nett



In this undated image from video distributed on Tuesday, Jan. 1, 2019, by North Korean broadcaster KRT, North Korean leader Kim Jong Un delivers a speech in North Korea. Kim says he hopes to extend his high-stakes nuclear summitry with President Donald Trump into 2019, but also warns Washington not to test North Koreans' patience with sanctions and pressure. Kim also during his New Year's speech said the United States should continue to halt its joint military exercises with ally South Korea. Nuclear talks between the countries have stalled.(KRT via AP)

Bild: AP/KRT via AP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un droht im Streit um das Atomwaffenprogramm seines Landes mit einer Abkehr vom Annäherungskurs. Dies, falls die USA an ihren Sanktionen festhalten.

In seiner Neujahrsansprache bekräftigte Kim am Dienstag zwar die Absicht zur atomaren Abrüstung und Fortsetzung der Gipfeldiplomatie mit den USA. Ausserdem betonte er, US-Präsident Donald Trump jederzeit treffen zu können. Doch warf er Washington vor, Zusagen nicht einhalten zu wollen und Pjöngjang einseitige Abrüstungsschritte abzupressen.

«Falls die USA ihre vor der ganzen Welt gemachten Versprechen nicht erfüllen, unsere Geduld falsch einschätzen und an Sanktionen und Druckmitteln festhalten, um Dinge einseitig zu erzwingen, werden wir wahrscheinlich keine andere Wahl haben, als einen neuen Weg auszuloten», sagte Kim im staatlichen Fernsehen. Darüber hinaus forderte er, dass die Militärmanöver der USA mit Südkorea beendet werden und keine strategischen Waffen aus dem Ausland auf die koreanische Halbinsel gebracht werden dürften.

Rede auf Zetteln

Wie der von ihm angedeutete «neue Weg» aussehen könnte, liess Kim offen. Er setzte aber die wachsende Kritik Pjöngjangs an der Sanktionspolitik der USA in den vergangenen Wochen fort. Der in einen dunklen Anzug gekleidete Machthaber sass während seiner Rede in einem grossen Sessel in einem Arbeitsraum oder einer Bibliothek und las zum Teil von Zetteln ab.

People watch a TV news on a screen showing North Korean leader Kim Jong Un's New Year's speech, at Seoul Railway Station in Seoul, South Korea, Tuesday, Jan. 1, 2019. The letters on the screen read:

Bild: AP/AP

Die Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang sind nach zwischenzeitlichen Signalen der Hoffnung wieder festgefahren. Die US-Regierung will an den eigenen Strafmassnahmen wie auch den Uno-Sanktionen gegen die kommunistische Führung Nordkoreas so lange festhalten, bis diese konkrete Abrüstungsschritte unternimmt.

Bei seinem historischen Gipfeltreffen mit Trump im Juni in Singapur hatte Kim seine Bereitschaft zur «kompletten Denuklearisierung» betont. Doch konkrete Zusagen, bis wann das Atomwaffenarsenal abgerüstet werden soll und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten, blieben bisher aus. Die Führungen beider Länder streben derzeit einen weiteren Gipfel Anfang dieses Jahres an.

Erneut Neujahrsansprache als Zeitpunkt

Er habe den festen Willen, eine «neue Beziehung» zu den USA aufzubauen und dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen, sagte Kim. Die USA sollten «auf unsere aktiven Bemühungen mit glaubhaften Schritten und korrespondierendem Verhalten antworten», forderte er. Nach den grossen Spannungen 2017 wegen zahlreicher Raketentests und einem weiteren Atomtest durch Nordkorea hatte Kim in seiner Neujahrsansprache des vergangenen Jahres versöhnlichere Töne angeschlagen. Auch mit Südkorea trat Nordkorea in eine neue Phase der Zusammenarbeit und Aussöhnung ein.

An Südkorea gewandt rief Kim zu einer noch engeren Kooperation auf. Sein Land sei bereit, den Betrieb eines gemeinsamen Industrieparks sowie das gemeinsame Programm für Touren zum Kumgang-Gebirge an der Ostküste wieder aufzunehmen. Beide Projekte wurden in den vergangenen Jahren angesichts zunehmender Spannungen eingestellt. Einer Wiederaufnahme stehen die Sanktionen gegen Pjöngjang im Weg. (aeg/sda/afp/dpa)

Eine Woche voller «loco» Trump-Momente

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli Blocher 01.01.2019 13:18
    Highlight Highlight Habe gerade Gestern ein Video gesehen. Darin sagt Trump er und Kim sind in Love. Das treffen war so gut und es gibt so viele Fortschritte! as Vertrauen geschaffen wurde und Blah blah blah. Es zeigt sich aber genau dass was die meisten Sagten. Alles nur Show und Kim setzt jetzt Druck auf, seinen Willen zu Bekommen. Trump hat bei Kim nur erreicht das dieser sich in der Selben Liga fühlt wie Putin, Xi Jinping und Trump. Sonst nichts erreicht.
  • Blitzableiter 01.01.2019 11:11
    Highlight Highlight Hab den Typen etwas vermisst 😂
  • Muselbert Qrate 01.01.2019 11:06
    Highlight Highlight Der dicke Racketenmann sollte besser gehorchen. Ich denke er sitzt an einem sehr kurzen Hebel..
    • swisskiss 01.01.2019 12:06
      Highlight Highlight Muselbert Qrate: Wenn man so wirklich gar nichts versteht.

      Hinter dem "kurzen Hebel" steht China als Schutzmacht jederzeit bereit, den grösseren Hebel einzusetzen.

      Oder glaubst Du wirklich, dass ein Land wie Nordkorea, sich selbständig 50 Jahre lang behaupten kann, ohne massive Unterstützung durch eine Grossmacht?

      Sonst mal die Geschichte studieren, wie die USA vorgeht, wenn Massenvernichtungswaffen ein Thema sind.

      Und genau hier beginnt die politische Idiotie des Herrn Trump.

      Auf die Hilfe Chinas angewiesen sein und gleichzeitig einen Handelskrieg beginnen.
    • rodolofo 01.01.2019 12:11
      Highlight Highlight Ein kurzer, atomarer Hebel, um genau zu sein...
    • TanookiStormtrooper 01.01.2019 13:35
      Highlight Highlight Bei Trumps "Verhandlungsgeschick" kann man ruhig mal mit Maximalforderungen reingehen. Ausserdem hat Trump mit dem Abzug aus Syrien gezeigt, dass er keinen Bock mehr auf Truppen im Ausland hat. Wenn er also aus Südkorea abziehen will, dann sitzt Kim am längeren Hebel und kann sich sonst den ganzen Süden einverleiben. Trump hat keinen Bock mehr auf "Weltpolizei" und China, Russland usw. können jetzt ungebremst ihr Territorium erweitern.

      PS: *Raketenmann
  • Butschina 01.01.2019 10:20
    Highlight Highlight Für mich ist es schwer vorstellbar, dass Nordkorea abrüstet während es mit einer Nuklearmacht verhandelt. Besser wäre alle Nuklearmächte würden gemeinsam über eine generelle Denuklealisierung verhandeln.

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