Leben
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Warum mir beim Dokfilm «Expedition Happiness» leider ein bisschen schlecht wurde

07.09.18, 10:40 07.09.18, 10:50


Meine Kollegin und ich haben gestern einen gravierenden Fehler begangen. Nein, wir waren nicht bis vier Uhr saufen, obwohl wir um sieben aufstehen und raus mit dem Hund müssen – sondern brav zuhause. Auf der Couch, wo wir die Doku «Expedition Happiness» auf Netflix angefangen haben – und aus dem Staunen über den deutschen Durchschnittstraum gar nicht mehr rausgekommen sind.  

Expedition Happiness

So kommt das offizielle Filmplakat daher. Bild: Central Film

Schon die ersten fünf Minuten brachten uns in Wallungen. Da sitzen zwei privilegierte Anfang-Zwanziger – Felix und Selima – winkend in ihrem (ich zitiere!) «Loft in Berlin» und sind – Surprise, Surprise – trotz allem «nicht glücklich». Berlin sei ja auch «so dreckig und laut!». Na dann, erstmal die eigene Wohnung in einer Stadt auflösen, in der man so schnell nicht wieder an Wohnraum kommt, ohne irgendeinen Plan zu haben. Schnell in die USA fliegen und dort einen Schulbus (!) umbauen, der 30 Liter verbraucht auf 100 km und in der Gegend rumfahren. Storytelling? Spannung? Zero.

Man beobachtet die beiden, wie sie über verlassene Strassen heizen und ihren Berner Sennenhund Temperaturen aussetzen, die schon für Menschen nicht lustig sind.

Zwischendurch gibt es ein paar schöne Landschaftsbilder und Gemüsepfanne. Aufregend. Not. Nicht nur technisch gesehen ist «Expedition Happiness» absolut unprofessionell. Was vielleicht bei einer kleinen Vorführung für Applaus sorgen würde, fällt im Kinosaal garantiert durch.  

Besagter Schulbus:

Was wollen die beiden mit den wahllos aneinander gereihten Aufnahmen noch gleich aussagen? Woher sie das Geld haben, «einfach mal so abzuhauen», um sich um «keine Termine mehr zu kümmern»? Wird nicht erwähnt. Das Einzige, was der Zuseher über die Protagonistin erfährt, ist, dass sie aus einer «krassen Akademikerfamilie kommt», schon früh «Opern sang» und trotzdem keinen Bock auf eine Karriere hatte.

Funfact: gerade die Überprivilegiertheit führt in manchen Fällen dazu, dass die fröhlich vor sich hin musizierenden Kinder reicher Väter und Mütter später auf familiär erworbenes Kapital zurückgreifen können (Sicherheitspolster!) und deshalb explizit gar keine Karriere brauchen, um Geld oder Prestige anzuhäufen.

Ihr Ausbrechen ist damit weder besonders, noch gefährlich. Es ist Zeitvertreib.

Witzig, wie wenig weit die Reflexionsfähigkeit der beiden reicht, wo sie doch extra nach Kanada gefahren sind. Sie entsprechen mit ihren massenmedial verbreiteten Standard-Floskeln («Wir ernähren uns zu 90 Prozent vegan, aber auf Reisen möchten wir so authentisch wie möglich mit den Einheimischen essen!») leider auch nichts weiter als genau dem stereotypen Insta-Traveller, der erst nach einer halben Weltreise kotzend auf der Rückbank erkennt, dass es «ganz schön wäre, mal wieder ein richtiges Zuhause zu haben.» Bis dahin hat er aber leider schon seine Wohnung gekündigt und einen Van gekauft. Tja. Individualität muss echt wehtun, im Kopf und in der Geldbörse.  

«Wir hatten die grosse Freiheit. Aber am Schluss habe ich gemerkt, dass dieses ständige Weiterbewegen für mich nichts ist. Ich brauche ein festes Zuhause.»

Selina in einem Interview

Dass der Hund für den Durst nach «Abwechslung» fast draufgegangen ist? Dass die Umbaukosten des Schulbusses inklusive Fake-Vitra-Sesseln und «Live simple»-Schildchen sicherlich mehrere tausend Euro verschlungen haben, die nicht jeder einfach mal so in die «eigene Happiness» investieren kann? Dass die selbsternannten «Filmemacher» eine Reise-Doku im Selfie-Modus drehten, die nur so vor Erkenntnislosigkeit und Pathos strotzt? Dass nichtvorhandene Planung wenig mit «Flexibilität», und vielmehr mit grosser Naivität einhergeht? All das merken die beiden entweder gar nicht, oder erst dann, wenn sie Probleme bekommen.

Da war die Welt noch in Ordnung:

Expedition Happiness

Bild: Central Film

An den Grenzübergängen zum Beispiel, wo ihnen kurzzeitig der Hund weggenommen wird. «Total frech und unverschämt» finden es die Kiddies, wenn sie mehrere Stunden in der Hitze warten müssen. Dass es den Grenzbeamten herzlich egal ist, wie viele tausend Follower die beiden auf dem gemeinsamen Travel-Account haben? Geschenkt.  

Das, was mich bei der Reise am meisten irritierte, war die Selbstverständlichkeit, mit der sie das Vorhaben verkauften. Frei nach dem Motto: «Macht es doch auch! Jeder kann Freiheit schmecken!» gaukeln sie der 17-jährigen in Buxtehude dieses gute Leben auf Kosten der Umwelt vor. Der Schulbus wurde im Nachhinein übrigens verlost. Jeder, der mitmachen wollte, konnte für 100 Euro ein Ticket kaufen. Am Ende wurde eine Person ausgewählt, die diesen Bus tatsächlich für 100 Euro bekommen hat.

Während also zig Menschen 100 Euro ins Nichts verschleudert haben, lachten sich die beiden Weltenbummler schön ins Fäustchen.

Als nächstes plant das Paar übrigens einen Bildband mit Selimas Kochrezepten aus der Reise – #crowdfunding. Und ein Kind!

Das mediale Ausschlachten ehemals alternativer Lebenskonzepte zur eigenen Bereicherung, sie ist eine Perversion aus der Mitte der Generation Influencer, die 2018 nichts weiter als opportunistisch und leer daherkommt. Während die Hauptprotagonistin – auch «Mogli» genannt, weil sie schon mit 11 Jahren so wahnsinnig alternativ war und Dreadlocks trug – mit ihrer Angus and Julia Stones angehauchten Indie-Musik musikalisch bis nach Schweden kommt, hält ihr Partner in Crime Felix Vorträge über die irgendwann mal hippi’eske Lebensweise.  

Expedition Happiness

#thereallife Bild: Central Film

Scheinbar kann nichts mehr erlebt, nichts mehr getan werden, wenn hinterher nicht ein zumindest okayes Produkt dabei rauskommt, das sich vermarkten, verkaufen und für artverwandte Promo-Zwecke nutzen lässt.

Wenn es schon nicht für die Credibility als Storyteller reicht, dann wachsen für die Doku zumindest ein paar Likes auf den Social-Media-Kanälen rüber – und ein Rattenschwanz an Interviews und Aufmerksamkeit.  

Bravo! Alles richtig gemacht.

Falls du dir sicherheitshalber noch den Trailer anschauen möchtest:

Video: YouTube/KinoCheck

Verfügbarkeit: Der Film ist in der Schweiz aktuell auf Netflix abrufbar und hat eine Laufzeit von 95 Minuten.

Hoch lebe der hippe Influencer-Einheitsbrei!

Wie man mit Selfies Geld verdient

Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • zimtlisme 08.09.2018 16:58
    Highlight Keine Ahnung von "Weit", aber kann "Nah" wärmstens empfehlen: Man zieht sich Schuhe an, macht die Haustür auf, lässt Instagram zuhause und läuft in den nächsten Wald oder Park.
    9 0 Melden
  • Atomicgarden 08.09.2018 09:06
    Highlight Es gibt zum Glück auch durchaus authentischere Beispiele. Diese Jungs sind zumindest an ihre körperlichen Grenzen gegangen....
    11 1 Melden
    • Lalela 08.09.2018 14:12
      Highlight Danke fürs posten, habs mir grad angeschaut. Es mag zwar nicht die tiefgründigste Reisedoku sein aber ich habs mir gern und bis zum Schluss angeschaut. Schöne Sofareise sozusagen.
      3 0 Melden
  • Ruggedman 08.09.2018 07:20
    Highlight Hab die Serie nicht gesehen. Alleine vom Artikel entsteht der Eindruck von zwei verlorenen Menschen die vor lauter Überfluss den Blick für das Wesentliche verloren haben. (Oder gar nie besassen)
    20 0 Melden
  • Schmirinskis 08.09.2018 04:57
    Highlight Was wir uns aufgeregt haben, wie die ihren Hund gequält haben. Dann noch so tun, als würden sie sich um den Hund sorgen und trotzdem immer weiter machen.
    18 0 Melden
  • LebeauFortier 07.09.2018 22:20
    Highlight Eine sehr authentische Reise-Doku ist „die schrillen Vier auf Achse“ mit den Griswolds. Wenn ich mal genug Geld zusammen habe, werde ich mit meiner Familie auch zu „Walley World“ fahren.
    14 0 Melden
  • Idrisi 07.09.2018 21:51
    Highlight Ich habe die Beiden mal auf Youtube mitbekommen und war fasziniert vom Grauen das die verbreiten. Dagegen ist Reality TV ein Zuckerschlecken. Wenn du das nach deinem Tod siehst, weisst du das du in der Hölle angekommen bist. Ich neheme an die CIA hat eine Kopie für ihr Folterkabinet.
    7 0 Melden
  • John Henry Eden 07.09.2018 19:28
    Highlight Wo ist der Hitcher, wenn man ihn braucht?
    4 0 Melden
  • Patrick Lang 07.09.2018 19:12
    Highlight Manno. Irgendwiä au politisch relevant (Watson-Kompliment: Die machen guten, schmerzhaften Journalismus verpackt in der Bildli-Boulevard-Website.)
    1 0 Melden
  • Bianca_Jankovska 07.09.2018 17:49
    Highlight Ey danke Leudens für die Rückmeldungen, witzig ist, wenn ein Text sowohl "bei mir" auf Insta als auch hier abgeht, bzw. polarisiert und sich die Leser auf beiden Kommentier-Möglichkeiten zu 98 % einig sind, dass etwas richtig großer Mist ist. Das ist - glaub ich in 4 Jahren Onlinejourno - noch nie vorgekommen.

    58 4 Melden
    • estelle_pink 07.09.2018 19:59
      Highlight habe es mir soeben mit einer schüssel popcorn vor dem TV bequem gemacht und hatte vor die Doku zu schauen, nur um zu sehen ob ich mit dir einer meinung bin, jetzt hat aber VOX mit First Dates doch gewonnen 🙈😍
      7 0 Melden
  • Natürlich 07.09.2018 16:24
    Highlight Wow, habe mir die Kommentare durchgelesen, bis auf einen einzigen nur negative.
    1. warum guckt ihr euch denn überhaupt sowas an wenn die Mehrheit hiet der Meinung ist, auf Reisen braucht man keine Fotos/Filme machen?
    2. warum werden die 2 so runtergehatet? Seid ihr neidisch?
    3. ich würde sehr gerne sowas machen, ich mein, der umgebaute Schulbus ist ja wohl einfach nur Geil!😍
    4. Ja ich bin neidisch auf reiche Leute die sich sowas einfach mal leisten können...
    5. Nein das hat nichts mit Insta zu tun. Wisst ihr nicht mehr? Früher gabs den Diavortrag oder PPP über Reisen.
    Bitte um Antworten
    27 72 Melden
    • estelle_pink 07.09.2018 19:56
      Highlight warum man sowas guckt? warum guckt man TV?
      um sich über andere nerven, lachen, wundern etc kann. nur deswegen schaue ich Goodbye Deutschland😂
      10 0 Melden
    • Silent_Revolution 07.09.2018 20:05
      Highlight 1. Es ist auf Netflix, da schaut man sich eben auch Dinge an, die man besser nicht gesehen hätte. Du hast dir bestimmt auch schon einen schlechten Film angesehen.

      2. Neid trifft doch nur bei dir zu (Punkt4), hinter Kritik steht nur selten Neid. Der Text oben ist neidlos verfasst. Am meisten triggert mich der völlig unökologische, verschwenderische Hipsterlifestyle, gepaart mit Weltverbesserungsanekdoten.

      3. Nur zu, ich nicht.

      4. Ich bemitleide finanziell reiche Leute, die sowas tun müssen um Glück zu finden.

      5. Hätte ich mir auch früher nicht freiwillig / kritiklos angesehen.
      12 0 Melden
    • Schmirinskis 08.09.2018 05:02
      Highlight Ich kann schlecht für die Anderen sprechen, mich stöhrt der Umgang mit dem Hund stark. Ansonsten war der Film ja auch ein wenig langweilig, auch wenn ich mir so ein Leben selbst gut vorstellen könnte. Aber ich würde ein paar Jahre Zeit nehmen für die Strecke. Wäre wohl auch nicht sehr spannend zum verfilmen.
      11 0 Melden
    • Ruggedman 08.09.2018 07:22
      Highlight Geld macht nicht glücklich, Geld macht Glück möglich.
      4 3 Melden
  • a-minoro 07.09.2018 16:18
    Highlight Mir geht dieser überaus omnipräsente Drang zur Selbstverwirklichung auf den Geist. Nicht alle haben die Ressourcen für solche Selbstverwirklichungsprojekte. Das war schon damals in den Semesterferien des Studiums so: während einige 3 Monate in der Fabrik malochten (für den Lebensunterhalt), reisten andere (fremdfinanziert) quer durch Südamerika. Nach den Ferien musste man sich dann noch dumme Fragen anhören, weshalb man nicht verreist sei. Aber eben, den Privilegierten gehört die Welt. Kein Wunder, hinterfragen die ihren Lebensstil nicht.
    86 2 Melden
    • El Rafiosi 08.09.2018 06:11
      Highlight Gegen Selbstverwirklichung spricht meiner Meinung nichts, aber die daraus resultierende Selbstdarstellung ist zum Kotzen...und Influencer ist auch nur ein neues Wort für Lobbyist, zwar nicht für politische Belange aber durchaus für Firmen und deren ach so unglaublich tollen Produkte...Werbemarionette könnte man es auch nennen.
      15 0 Melden
    • Nibu 08.09.2018 18:18
      Highlight Lasst die doch machen, was sie wollen.
      P.S. Es gibt Leute, die malichen ein ganzes Leben lang in der Fabrik.
      Du bist auch privilegiert, dass Du studieren konntest.
      0 0 Melden
  • Janis Joplin 07.09.2018 16:07
    Highlight Kinder reicher Leute (Mascha Kaléko - etwas verkürzt)

    Sie wissen nichts von Schmutz und Wohnungsnot,
    Von Stempelngehn und Armeleuteküchen.
    Sie ahnen nichts von Hinterhausgerüchen,
    Von Hungerslöhnen und von Trockenbrot.

    Sie rechnen sich jetzt schon zur Hautevolée
    Und zählen Armut zu den größten Sünden.
    – Nicht mal ein Auto . . .? Nein, wie sie das finden!
    Ihr Hochmut wächst mit Pappis Portemonnaie.

    Sie kommen meist mit Abitur zur Welt,
    – Zumindest aber schon mit Referenzen –
    Und ziehn daraus die letzten Konsequenzen:
    Wir sind die Herren, denn unser ist das Geld.
    52 1 Melden
  • Abdul der Klappstuhl 07.09.2018 15:59
    Highlight Kann denen jemand den Link von ifolor.ch schicken? Fotobücher sind seit der GoPro/Drohnen Ära auch kein Ding mehr...
    8 1 Melden
  • AdmPWN 07.09.2018 15:08
    Highlight Hater!
    wer sich das anschaut, der weiss doch was auf ihn zukommt und ist selber schuld, wenn er den "film" bis zu ende schaut.
    den fehler hatte ich übrigens auch gemacht -.-
    21 11 Melden
    • lily.mcbean 07.09.2018 15:34
      Highlight Ich habe den Film ehrlich gesagt nur fertig geguckt weil ich wissen wollte ob der Hund jetzt wirklich für ihre expedition happiness sterben musste. So gesehen hatte es für mich ein happy end....
      43 0 Melden
    • Zeitreisender 07.09.2018 21:29
      Highlight @lily
      Tchuligom!
      Ich habe kein Netflix, komme mit so modernen Sachen nicht so klar, kann man da nicht vorspulen?
      3 0 Melden
    • lily.mcbean 08.09.2018 11:02
      Highlight Klar kann man....wenn man auch manchmal daran denken würde....denken ist am Feierabend nicht so meine Stärke ;)
      3 0 Melden
  • OmegaOregano 07.09.2018 15:04
    Highlight Mir kam fast das k*tzen, als der Typ mitten in der Ruhe und Unberührtheit "ALASKAAAAA" rumbrüllen musste. Ab da dauerte es nur noch wenige Minuten bis wir genervt den Fernseher ausschalteten.

    Wenn ich jetzt schon nur an den armen Berner Sennenhund zurückdenke, auf seinem Spaziergang in der Wüste.

    SO, fertig jetzt! Sonst kommts wieder hoch.

    #fckinfluencer
    72 1 Melden
  • El diablo 07.09.2018 14:32
    Highlight Ich finde Reisevideos selten gut, da ich der Meinung bin, man sollte sie geniessen, statt permanent alles zu filmen/fotografieren. Auch wenn ich es selber manchmal mache. Sam Kolder ist eine Ausnahme, er macht die besten Videos, die ich je gesehen habe. Der macht atemberaubende zusammenschnitte seiner Reisen.
    3 19 Melden
    • Urs Kesselring 09.09.2018 13:13
      Highlight OK! Gut gemacht, aber auch hier wartet man nur drauf bis einer mit dem ultimativen Livestyle Produkt um die Ecke fährt
      0 0 Melden
  • davej 07.09.2018 13:46
    Highlight Wow, dass es Menschen gibt, die sich das ansehen?
    Die Deutschen produzieren sowieso nie etwas gutes. Weder Serien, Filme noch Dokumentationen.
    Man weiss also schon im vorhinein, dass man sich das nicht ansehen soll...
    Und jetzt wo ich mir den Artikel und die Kommentare ansehe, weiss ich, ich lag richtig.
    13 61 Melden
    • saaam 07.09.2018 15:32
      Highlight Betreffend deutscher Serien kann ich dir ‚Dark‘ empfehlen.
      16 1 Melden
    • Burdleferin 07.09.2018 15:36
      Highlight Stromberg? Pastewka?
      17 4 Melden
  • Daniel Reichenbach 07.09.2018 13:44
    Highlight ABSOLUT HAMMER dieses Pamphlet gegen diesen InfluencerHorror. Danke!!!!!!
    88 3 Melden
  • julieng 07.09.2018 13:42
    Highlight Toll wie Ihr diese Scheinwelt aufdeckt und öffentlich zerpflückt. Es braucht mehr solche Artikel, welche der Generation Instagram die Augen öffnet und sie kritisch denken lässt!
    94 1 Melden
  • What’s Up, Doc? 07.09.2018 13:22
    Highlight Pedal the World, da war der Typ noch mit dem Velo on Tour, mehr oder weniger um die ganze Welt. Ist auch auf Netflix zu finden. Gut oder schlecht, soll jeder selbst entscheiden. Ich spare mir nach dem Artikel die "Expedition der Fröhlichkeit" auf jedenfall.
    23 0 Melden
  • Thomas J. aus B. 07.09.2018 13:08
    Highlight Danke für die Film-Kritik. Deinem Bericht nach, Bianca, hat sich in Sachen Film beim Hauptprotagonisten nicht viel verändert, bzw. entwickelt.

    Hatte mir "Pedal the World" angesehen (1h voll, den Rest "quer") und mir mehr davon erhofft, als einen wild zusammengesetzten Film, bei dem der Hauptprotagonist mehr mit Dem-sich-selber-in-Szene-setzen glänzte als mit Eindrücken von der Route, Landschaften, Menschen und Begegnungen. Aber immerhin hatte er damals keinen Vierbeiner durch die Botanik gescheucht.
    Aber eben, um die Reise und die Eindrücke bei selbiger ging's und geht's wohl auch nicht.

    24 0 Melden
  • blindpilot88 07.09.2018 13:00
    Highlight "...sie ist eine Perversion aus der Mitte der Generation Influencer, die 2018 nichts weiter als opportunistisch und leer daherkommt".. Was für eine Beschreibung :) Love it!
    73 1 Melden
  • Denk nach 07.09.2018 12:46
    Highlight Schrecklich wie der Individualismus von heute so einheitlich Züge annimmt...
    76 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 08.09.2018 17:56
      Highlight Schön formuliert!
      1 0 Melden
    • Urs Kesselring 09.09.2018 13:17
      Highlight Zitat; Schrecklich wie der Individualismus von heute so einheitlich Züge annimmt:

      Da kann ich unbedingt George Schramm empfehlen, er hat es mit der Volksverblödung auf den Punkt gebracht

      0 0 Melden
  • Erarehumanumest 07.09.2018 12:35
    Highlight Naja, also der Dokfilm "weit" ist auch ziemlich ein Brunz, nur so als Gratistipp...
    12 11 Melden
    • murphyslaw 07.09.2018 13:22
      Highlight Wieso?
      4 2 Melden
    • Gröipschi 07.09.2018 23:14
      Highlight ich fand den toll 😮
      3 1 Melden
  • satyros 07.09.2018 12:27
    Highlight "Scheinbar kann nichts mehr erlebt, nichts mehr getan werden, wenn hinterher nicht ein zumindest okayes Produkt dabei rauskommt, das sich vermarkten, verkaufen und für artverwandte Promo-Zwecke nutzen lässt."

    Doch das kann. Aber das bekommt man halt nur mit, wenn man es selber tut und erlebt. Wenn andere über ihre Erlebnisse berichten, tun sie das meistens zur Selbstinszenierung. Die beiden haben es halt einem breiteren Publikum erzählt und kapitalisiert. Das wäre dann auch die Antwort auf die Frage, wie sie sich das alles leisten können.
    21 7 Melden
  • Janis Joplin 07.09.2018 12:24
    Highlight Mir kommt das Hipsterlitum wie eine Religion die offen zur Schau gestellt zelebriert werden muss, vor. Und da heutzutage jeder dank FB / Insta / Twitter / Netflix etc. alles sofort sehen / hören / updaten / kommentieren kann, scheinen solche filmischen / schriftlichen oder weiss der Teufel wie auch immer vermarktete Selbstfindungsversuche wohlstandsverzogener Möchtegernhippies erst recht überall auf. Früher wären die wohl niemandem aufgefallen, es sei denn ihr Film wäre im Dorfkino gezeigt worden.
    Wir müssen ja uns gottseidank an diesen Zwei kein Beispiel nehmen (und können getrost umschalten)
    28 2 Melden
    • Skeptischer Optimist 07.09.2018 15:39
      Highlight Die Hipster sind die Nachfolger der berüchtigten Spiesser.
      22 2 Melden
  • Matrixx 07.09.2018 12:24
    Highlight Irgendwann mache ich auch meine "Expedition Happiness".
    Zu Fuss, mit Rucksack und ohne Selbstinszenierung.

    Tatsächlich hat mir diese Doku geholfen bei der Entscheidung, wie ich nie reisen möchte.
    56 1 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 07.09.2018 12:20
    Highlight Eine Schweigeminute für diejenigen, die eigentlich gerne die neuen Folgen Better Call Saul angeschaut hätten, aber gezwungen wurden, diesen Film mitanzusehen…
    82 2 Melden
    • Albert J. Brown III 07.09.2018 13:10
      Highlight Das bedürfe eigentlich einer Schweigestunde...😩
      32 1 Melden
    • Ruggedman 08.09.2018 07:29
      Highlight Ich überbrücke die Zeit bis am Dienstag mit Breaking Bad. Ja, ich kenn es schon fast auswendig.😆
      3 0 Melden
  • Pidemitspinat 07.09.2018 12:12
    Highlight Früher beschränkte man die Freiheit, um auszubeuten. Der Neoliberalismus beutet die Freiheit aus. Und wir uns selber.
    19 5 Melden
  • Garp 07.09.2018 12:06
    Highlight So wie die zwei den Bus ausgebaut haben, könnte man meinen sie sind bereits hochbetagte Rentner. Einfach geht anders!
    71 1 Melden
    • Bianca_Jankovska 07.09.2018 12:40
      Highlight hahahah! Made me laugh
      29 1 Melden
    • DerElch 07.09.2018 13:19
      Highlight Hauptsache Instagram-tauglich – keiner, wirklich KEINER auf Reisen käme auf die Idee, sich 1. weisse Vorhänge reinzuhängen (damn, kennste Sonnenaufgang um 4 Uhr morgens???), 2. Bilder aufzuhängen (Schlaglöcher. Offroad. All sowas halt.) oder 3. sowieso alles in weiss zu halten (Reisen heisst dreckig sein und auch Dreck überall reinzuschleppen. Viel Spass beim permanenten Waschsalon-suchen weil der tolle Bus zwar chic aussieht aber sowas von Reise-unpraktisch ist. SO.WAS.VON.
      62 1 Melden
    • Raphael Stein 07.09.2018 23:04
      Highlight Reisen heisst dreckig sein und auch Dreck überall reinzuschleppen.... tsts.

      Ok. Immer eine Frage der Optik. Die einen mögen es schmutzig und die anderen schaffen es mit weissen Handschuhen zweimal um die Welt.

      Und was stört dich dabeim weil du nicht dabei bis?

      1 3 Melden
  • Raphael Stein 07.09.2018 12:03
    Highlight Das ist eher so ein ja und? Film.

    Jedem das seine. Jener nimmt sich aus dem Film was ihm zusagt, der andere was anderes. Und wieder andere stellen die Flimmerkiste ab.

    Schön haben wir drüber geläster.

    11 19 Melden
    • boexu 07.09.2018 13:27
      Highlight voilà
      15 0 Melden
  • Rajasu 07.09.2018 12:00
    Highlight Da kann ich dir die Doku 'weit' empfehlen, die fand ich tatsächlich inspirierend. Auch ein junges Pärchen, das zu Fuss und mit Schiff in 3 Jahren um die Welt reist
    23 11 Melden
    • Bianca_Jankovska 07.09.2018 12:40
      Highlight Ich glaub, ich verzichte erstmal, danke!
      28 9 Melden
    • inmi 07.09.2018 16:54
      Highlight Ich war bei "Weit" auch sehr skeptisch am Anfang, als mich die Freundin ins Kino geschleppt.

      "Oh Mann, wieder so deutsche Hipster" habe ich mir gedacht.

      Aber war dann positiv überrascht.

      Die beiden waren im Gegensatz zu den Typen hier auch keine Rich-Kids, sondern sie arbeiteten vor und während der Reise!
      8 4 Melden
  • lily.mcbean 07.09.2018 12:00
    Highlight Word Bianca! Dieser Film hat mich zur weissglut getrieben.
    Was für oberdämliche Trottel schaffen sich einen Hund (Berner Sennenhund) an, haben aber keine Ahnung von Hunden. Man lässt doch kein Hund raus zum pinkeln wenn man in der Wüste ist und die Sonne runterbrennt! Und dann nicht mal wissen wie man einen dehydrierten Hund runterkühlt! Sicher nicht mit Lappen auf dem Kopf, Hunde schwitzen über ihre Pfoten! Dann haben sie sich nicht mal informiert wie das mit Grenzübergänge mit Hund funktioniert da drüben, expedition to stupidity and beyond hätte es besser getroffen!
    85 2 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.09.2018 12:26
      Highlight "Hunde schwitzen über ihre Pfoten!"

      Ein klitzekleines Bisschen vielleicht. Nicht der Re
      de Wert. Die Zunge ist es.

      Wollen sie aber einen überhitzten Hund runterkühlen, dann machen Sie sein Fell nass.
      39 3 Melden
    • Kleine Hexe 08.09.2018 16:37
      Highlight Das Fell nass machen ist auch nicht unbedingt die ideale Lösung, damit kannst du den Kreislauf auch überfordern. Ein Handtuch nass machen und unter (! nicht über!) den Hund legen. Wasser anbieten, aber immer nur schluckweise.
      1 0 Melden
  • Nurake 07.09.2018 11:47
    Highlight Wer einen schönen Film übers Reisen anschauen möchte, dem kann ich "WEIT." empfehlen.
    36 10 Melden
    • Tomtom64 07.09.2018 12:06
      Highlight WOW macht Lust
      4 8 Melden
    • Bianca_Jankovska 07.09.2018 12:41
      Highlight Bezahlt euch eigentlich wer dafür, weit zu bewerben? Das les ich jetzt schon zum 100. Mal
      63 11 Melden
    • Nurake 07.09.2018 14:13
      Highlight Nein, aber der Film wurde diesen August im Allianz Cinema gezeigt, vielleicht hats damit was zu tun! :)
      5 4 Melden
    • Rajasu 07.09.2018 18:33
      Highlight Oder es ist einfach ein guter Film :)
      5 2 Melden
  • LupaLouu 07.09.2018 11:37
    Highlight Gerne noch einen Review zu "Zwei Familien auf Weltreise" - soll ja auch so ein Instablabla sein
    5 2 Melden
  • Silly_Carpet 07.09.2018 11:36
    Highlight Dieser Artikel ist Balsam für die Seele ❤️ Danke!
    56 1 Melden
  • dun_briste 07.09.2018 11:32
    Highlight Das Beste: Diese zwei „Alternativen Hipsters“ haben in ihrem Bus eine Nespressomaschine eingebaut. Und die ganzen schweren Materialien wie ein „gepläteltes“ Insta-Badezimmer usw. damit dann auch wirklich mindestens das Vierfache Sprit von einem leichten, kleinen und wendigen Campermobil zusammenkommt.
    Die Doku hat mich echt aus den Socken gehauen vor lauter „igitt, was sind das für Zwei!!???“
    79 0 Melden
  • Farson 07.09.2018 11:26
    Highlight Lustig, das waren so ziemlich genau auch meine Gedanken als ich mir diese Dok angeschaut habe. Nach der Loft Aussage hatte ich schon ein bisschen Erbrochenes im Mund, aber als sie dann noch Parkettboden in den Bus geballert haben war es blos noch Folter.
    Ich finde es grundsätzlich schwierig, wenn privilegierte Westler ihre inszenierte Selbstverwirklichung vermarkten, aber die beiden haben mit ihrem Streifen definitiv pro-level erreicht.
    Ironischerweise gefiel mir eine andere Dok dieser Kategorie, Weit, recht gut - wahrscheinlich weil die Protagonisten da auch selbstkritischer reflektierten
    60 1 Melden
  • Toerpe Zwerg 07.09.2018 11:20
    Highlight Der Film ist vermutlich scheisse, aber Sie werden ihm mit der Kritik trotzdem nicht gerecht, weil Sie aufhören, bevor es spannend wird.

    Das IST die Karriere der beiden. Der Film ist Teil des Geschäftsmodells.

    "Scheinbar kann nichts mehr erlebt, nichts mehr getan werden, wenn hinterher nicht ein zumindest okayes Produkt dabei rauskommt, das sich vermarkten, verkaufen und für artverwandte Promo-Zwecke nutzen lässt."

    Zielt deshalb komplett ins Leere. Es ist andersrum. Scheinbar kann aus allem Erlebten ein zumindest okayes Produkt gezimmert werden.
    36 15 Melden
  • majcanon 07.09.2018 11:18
    Highlight Danke! Ich weiss nun, dass ich „Normalo“ nicht alleine bin. :-)
    37 1 Melden
  • saaam 07.09.2018 11:17
    Highlight Danke für den Artikel, Du sprichst mir aus der Seele. Die Dok ist weder gut gefilmt (hast du den Fleck gesehen, den sie fast immer auf der Linse hatten?!), noch authentisch, noch lernt man etwas. Ihr Hund tat mir unglaublich leid, und das ständige Gejammere dieser überprivilegierten Menschen war kaum aushaltbar. Das ganze verschleuderte Geld hätten sie lieber einer Tierschutzorganisation gespendet.
    65 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 07.09.2018 11:21
      Highlight Welches verschleuderte Geld?
      4 41 Melden
  • Loor 07.09.2018 11:12
    Highlight Ich fand den Film unterhaltsam und inspirierend. Es geht ja nicht darum, dass man ihren Traum kopiert, sondern seinen eigenen lebt! Mit den Mitteln und Möglichkeiten, die man hat. Und dafür ist der Film durchaus von Wert; eine Motivation zur Veränderung.

    Ob der Protagnoist nun aus auf finanziell autarkem Elternhaus stammt oder nicht, spielt spätestens dann keine Rolle mehr, wenn man weiss, welche Leistungsbereitschaft er mit seiner Radtour um die Welt unter Beweis stellte. Also, wer selbst mal 18'000km geradelt ist oder sich vergleichbar für seine Träume engagiert, dem sei ein Urteil erlaubt.
    15 111 Melden
    • Skeptischer Optimist 07.09.2018 11:24
      Highlight Ich brauche nicht 18'000 km zu radeln um einen Fake zu erkennen.

      Und was soll der Spruch "sich für seine Träume zu engagieren"? Macht jeder Junkie und die meisten Penner.
      65 4 Melden
    • lily.mcbean 07.09.2018 11:41
      Highlight Ja total inspirirend. Der Hund wäre fast gestorben! Wen nimmt auch einen Berner Sennenhund mit in die Wüste??? Aber ja für die Insta Fotos sieht so ein Berner Sennenhund halt klasse aus. Ich wollte den beiden eine ganze Stunde lang verzweifelt eins in die Fassade hauen.
      78 0 Melden
    • Fruchtzwerg 07.09.2018 11:45
      Highlight Ich war mal Radrennfahrer und bin jahrelang 20-25'000 km/Jahr geradelt. Ist echt nicht so ein Ding... Habe daneben sogar noch ein Studium durchgekriegt und gearbeitet.
      Es gibt sogar gelangweilte Senioren die sowas tun. Und ich wette die stellen das auch nicht jeden Tag auf Insta...
      76 2 Melden
    • Triumvir 07.09.2018 11:47
      Highlight Solche "Abenteuer" können sich nur überprivilegierte Menschen erlauben. Der Rest kann sich solche Road- und Pseudoselbsterfahreungstrips auf Kosten der Umwelt (umgebaute Benzinschleuder!) - und der eigenen Haustiere (der arme Hund!) - nicht erlauben, was jetzt aber nicht wirklich schlimm ist.
      47 0 Melden
    • meine senf 07.09.2018 12:09
      Highlight Wenn ich das Geld hätte, dafür nicht arbeiten zu müssen, würde ich sofort noch so gerne 18'000 km velofahren.
      20 0 Melden
    • Relativist 07.09.2018 12:35
      Highlight Ich habe mehrere Jahrzehnte Individualtourismus gemacht. Unter anderem auch 20'000 Kilometer per Fahrrad durch Asien. Ich wurde viel darauf angesprochen, doch ein Buch zu schreiben oder einen Film zu produzieren. Meine Meinung war und ist immer noch, dass der Widerspruch zwischen individueller Selbstverwirklichung und populärer Selbstdarstellung für mich persönlich nicht zu vereinbaren sind. Lad mich auf ein Bier ein und ich labbere Dich Stunden lang mit mehr oder weniger tollen Geschichten voll. Aber Selbstfindung durch die gesuchte Bestätigung durch eine Gruppe ist ein Oxymoron.
      49 0 Melden
    • Triumvir 07.09.2018 12:47
      Highlight @Relativist: Danke, dass Du darauf verzichtest. Dein Buch würde sowieso praktisch niemand lesen, zumal es bereits zu viele solche Selbsterfahrungstripsbücher gibt...
      27 1 Melden
  • Snowy 07.09.2018 11:09
    Highlight Schön für sie, dass sie von ihren Eltern genügend Geld haben um zu Reisen.

    Würde auch Reisen gehen an ihrer Stelle und Arbeiten/Karriere mal nach später verschieben.

    Aber ich würd meine Klappe halten, mein Glück geniessen und mich auf Insta nicht als selbständig-innovativer Lebenskünstler darstellen (und daraus noch Profit schlagen).

    Die gute Nachricht: Es ist mittlerweile auch bei den Unternehmen angekommen, dass die Reichweite ihrer Influencers genau gar nichts bringt, wenn jeder über 18 die nicht vorhandene Authentizität durchschaut. Ich denke, wir haben das Schlimmste überstanden...
    111 1 Melden
  • Rhabarber 07.09.2018 11:08
    Highlight In weiser Voraussicht schau ich mir so einen Blödsinn gar nicht erst an. Ich fasse meine vorhergehende Ahnung und den Artikel grob zusammen als: Das Grauen!
    42 1 Melden
    • lily.mcbean 07.09.2018 11:52
      Highlight Ja, lass es sein. Ich hatte diesen Film vergessen bis ich jetzt den Artikel gelesen habe und wieder hässig geworden bin. Vor allem weil es mmn nichts schlimmeres gibt als Leute die sich ein Tier als accecoire (?) oder schönes Foto-sujet anschaffen.
      40 0 Melden
  • Urs-77 07.09.2018 11:06
    Highlight Ein ehemaliger Arbeitskollege und dessen Freundin (beide ca. 35 Jahre alt) haben die Jobs geschmissen, alle Besitztümer verkauft, ein geländegängiges Wohnmobil gekauft und sind fast 3 Jahre um die Welt gefahren. Als das Geld alle war, war die Reis fertig.

    DAS kann jeder, der genug Kohle angespart hat und den MUT dafür aufbringt. Ich feire die beiden heute noch für ihren Mut!
    66 3 Melden
    • Janis Joplin 07.09.2018 12:41
      Highlight Ist doch auch in Ordnung so, recht hatten sie....find ich gut! Nur hatten Ihre Freunde dies für sich selbst gemacht, der Erfahrung etc. willen - und NICHT um sich von der ganzen Internet-Community für ihre krasse Alternativität selbstbeweihräuchern und feiern zu lassen.
      Dort steckt der Hund begraben.
      34 0 Melden
  • Dafuq?! 07.09.2018 11:04
    Highlight Und wenn ich mal auf reisen bin, fragen mich Freunde ob ich keine Fotos geschossen hätte? Wenn ich auf Reisen bin, schiesse ich vielleicht 2, 3 Fotos von Dingen die mich interessieren sonst nichts. Und wenn ich die 3 Fotos zeige heisst es, Kein Foto von dir? Ja wo soll ich sein. Hinter der Kamera, dänk!

    Ich reise doch, damit ich was sehen kann und was erlebe und nicht um mich in Szene zu setzen und um allen zu erzählen wie toll es war.
    Mich interessiert es ja auch nicht, wo die anderen waren und wie toll der Strand und das Essen war. Und wenn, dann frage ich
    310 12 Melden
    • Anam.Cara 07.09.2018 12:39
      Highlight Genau, Confused Dingo.
      Wenn ich mit Leuten über ihre Ferienreise spreche: "Wow du warst da? wie war es denn? Erzähl mal".
      Die erste Antwort, die ich kriege: "Das Essen war grossartig (oder nicht so toll o.ä.)". Dann wird über die Unterkunft und wenn's hoch kommt über die Schwierigkeiten bei An- und Rückreise gesprochen.
      Da frage ich mich jeweils: warum reisen die Leute überhaupt?
      Meine Berichte beginnen immer mit Landschaft, Kultur, Begegnungen, Geschichte, Stimmung und enden mit den Emotionen, die bei mir geweckt wurden.
      Essen? ja, das gab es da auch...
      21 2 Melden
    • Dafuq?! 07.09.2018 12:51
      Highlight Landschaft, Kultur, Begegnungen, Geschichte, Stimmung.
      Genau DAS sind die Dinge warum man Reisen sollte! Und nicht, damit man sagen kann, wir waren da und dort und schau hier die Bilder, da sind wir am Strand, da sind wir am essen, da sind wir am pool, da streicheln wir einen angeschwemmten toten Delphin. Schrecklich, diese Selbstdarstellung, dieses man muss Reisen, damit man was ist, nein falsch, was sei.
      16 1 Melden
    • Baccara 07.09.2018 12:53
      Highlight Ich mache ausserordentlich gerne Bilder auf meinen Reisen. Allerdings mehr für mich, weil ich leider ausserordentlich schnell vergesse (krankheitsbedingt, daher..).

      Und nein, ICH bin auf diesen Bilder selten zu sehen. Ich finds eine Verschandelung, die riesengrossen Elefantenherden in Sri Lanka mit meinem Gesicht zu beehren..ganz ehrlich..nicht weil hässlich bin, sondern weils die Natur soooooo vile schön ist!
      25 0 Melden
    • PatCrabs 07.09.2018 17:03
      Highlight Und du holst dir die Bestätigung dafür dann in den Watson-Kommentaren ab statt auf Insta. Kommt für mich aufs Gleiche raus.. ;)
      7 5 Melden
    • Dafuq?! 07.09.2018 17:31
      Highlight nope auf watson ist mir der Austausch wichtig und nicht die Beweihräucherung.
      7 3 Melden
    • PatCrabs 07.09.2018 17:55
      Highlight Na ja. „Schat mal, wie toll ich reise!“ und „schaut mal, wie wenig Fotos ich mache, ich reise eben ECHT“ ist für mich menschlich dasselbe. Daher verstehe ich die Kritik am Film nur halb. Soll doch jeder wie er will..
      9 3 Melden
    • Dafuq?! 07.09.2018 19:50
      Highlight dann hast du mich missverstanden. ich habe nicht gesagt ich Reise ECHT. ich wollte sagen, dass ich nicht jedem meine Reisen unter die Nase halte und eben so insziniere. Sondern dass ich Reise meinetwillen und nicht um anderen zu erzählen wie toll meine Ferien waren.
      2 1 Melden
  • Petrum 07.09.2018 10:53
    Highlight Danke für diesen Artikel. Ich hatte die "Doku" angefangen und nach 30 Minuten musste ich abschalten....

    Wenn man Spannung, Emotionen und vorallem Authentizität will - schaut Euch "Egal was kommt" an von Christian Vogel.
    197 3 Melden
    • N0pe 07.09.2018 11:32
      Highlight Same here. Hab das angefangen weil halt schon es bitzli geil, und umgebauten Schulbus (Stichwort insta: thevanwithoutaplan ) - aber ich kann die einfach nicht erst nehmen. musste nach 30min abschalte (und das nicht im positiven Sinne).

      wenn ihr was in der Natur sehen wollt das doch ein bisschen Spannung und tolle Bilder verspricht schaut euch "MERU" an (hat nix mit den zu tun, aber wollt ich einfach mal empfehlen :) )
      7 0 Melden
  • carmse 07.09.2018 10:48
    Highlight Ich hätte diese 95 Minuten meines Lebens auch gerne zurück. Und von wegen sie habe kein Bock auf Karriere: der ganze Film ist ja wohl schamlose Promo ihres Musikprojektes.

    Und ja, am meisten Leid tat mir tatsächlich der Hund...
    355 6 Melden
    • Dominik Treier (1) 07.09.2018 11:08
      Highlight Das stimmt, der Hund ist ja wohl der einzige, der sich die Promotour und die Konsequenzen nicht ausgesucht hat und doch war er der, der am Zoll dafür herhalten musste...
      43 0 Melden

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

Es gibt Menschen, denen verdanken viele andere unendlich viel. So viel, dass es gerade schwer fällt, diesen Nachruf zu schreiben. Trauer ist eine besonders gründliche Form der Überwältigung.

Röbi Rapp war einer dieser Verdienstvollen. Der zarte Coiffeur aus Zürich, der sich in Jahren, als dies gefährlich war, auf der Bühne zur Frau verwandelt und singt, dass alle betört sind. Der 1956, im Alter von 26 Jahren, einen schönen Lehrer namens Ernst kennenlernt. 2003 lassen sie sich als erstes …

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