Schweiz
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Lohnabhängige Prämien – ist das die Lösung für die hohen Krankenkassen-Kosten?



ARCHIVBILD ZUM ANSTIEG DER KRANKENKASSENPRAEMIEN UM 1,2 PROZENT 2019, AM MONTAG, 24. SEPTEMBER 2018 - Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen, aufgenommen am 5. Juni 2009 in Zuerich, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Die jährliche Belastung einer Familie durch die Krankenkassenprämien soll einen Monatslohn nicht übersteigen: Caritas Schweiz fordert eine entsprechende neue Prämiengestaltung. Nur so könnten einkommensschwache Haushalte vor dem Abrutschen in die Armut geschützt werden.

Alljährlich gerieten tausende Familien wegen der steigenden Krankenkassenprämien in finanzielle Schwierigkeiten, teilte Caritas am Montag in einem Communiqué mit. Diese Entwicklung müsse dringend korrigiert werden.

«Tatsache ist, dass keine andere gesetzlich festgeschriebene Ausgabe das Budget der Haushalte dermassen belastet wie die Krankenkassenprämien – ohne dass die Haushalte diese beeinflussen könnten», sagte Caritas-Direktor Hugo Fasel am Montag vor den Medien in Bern.

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Andere, per Gesetz vorgegebene Abgaben wie Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigten die Einkommenssituation. «In der Krankenversicherung hingegen sind die Haushalte der Prämienbelastung hilflos und ohne Handlungsmöglichkeiten ausgeliefert», sagte Fasel gemäss Redetext. Dies sei ein unhaltbarer Zustand.

Das System der Prämienverbilligung müsse sozialpolitisch verbessert werden. «Wenn Menschen und deren Familien schuldlos in die Sozialhilfe geschoben werden oder sich vorgängig noch verschulden, dann ist der Handlungs- und Korrekturbedarf hoch.»

Die aktuelle Diskussion mache zudem klar, dass für die tieferen Einkommen keine Entlastungen zu erwarten seien, sondern dass den Familien noch höhere Fixausgaben drohten, schreibt die Caritas. So wolle das Parlament die Franchise auf 500 Franken erhöhen.

Umverteilung statt Aufstockung

Ausserdem vernachlässigten viele Kantone die Prämienverbilligung, und ihre finanziellen Beiträge blieben hinter der allgemeinen Entwicklung der Krankenkassenprämien zurück.

Gemäss Caritas-Erhebungen fliessen immer mehr Gelder für Prämienverbilligungen in die Gefässe der Sozialhilfe und der Ergänzungsleistungen. Statt mehr finanzielle Mittel für die Verbilligung bereit zu stellen, werde von vielen Kantonen einfach die Verteilung der Mittel geändert. Diese gehe zu Lasten der ordentlichen Prämienverbilligungen.

Die Verschiebung kommt laut der Caritas deshalb zustande, weil zwingende Kriterien für die Ausschüttung von ordentlichen Prämienverbilligungen fehlen und Sparmassnahmen der Kantone deshalb auf Kosten dieser Gruppe gehen.

Differenzierte Verbilligung

Deshalb fordert die Caritas eine sozialverträgliche Finanzierung der Krankenversicherung. Konkret bedeute dies, dass die Belastung einer Familie oder eines Haushalts durch die Krankenkassenprämien höchstens das Niveau eines Monatslohns erreichen dürfe.

Bund und Kantone müssten die dazu notwendigen Entlastungsregeln festlegen und die Grenze der Maximalbelastung eines Haushalts im Gesetz festschreiben. Sie sollten sich dabei am Modell einer differenzierten Verbilligung orientieren.

Da dieses die tiefsten Einkommen signifikant entlasten würde, müsse es im Sinne einer nachhaltigen Armutsbekämpfung Eingang in die Politik und Praxis der Prämienverbilligung finden, so die Caritas. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pointer 19.11.2018 20:53
    Highlight Highlight Ist wohl zu banal aber warum nicht auf der Kostenseite ansetzen?
    • dä dingsbums 19.11.2018 22:09
      Highlight Highlight Ja, aber dann müssten wir z.B. die Gewinne der Pharmaindustrie schmälern.

      Aber das geht nicht, aus Gründen. Patente, Forschungsstandort, Arbeitsplätze, Vasellas Bonus usw.
  • Frank Humbel 19.11.2018 20:38
    Highlight Highlight Die Forderung nach der Erhöhung der differenzierten Prämienverbilligung kann ich nur unterstützen. Manche Kantone stehlen sich aus der Verantwortung. Durch die Verlagerung von Operationen vom stationären in den ambulanten Bereich werden sogar noch mehr Kosten auf die Prämienzahler abgewälzt. Freilich sind auch dem Einsatz von Steuergeldern irgendwann Grenzen gesetzt. Die Kantone sollten nicht nur mehr zahlen, sondern auch ihren Handlungsspielraum ausnützen, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu bremsen (Stichwort: Jedem Täli sein Spitäli...)
  • murrayB 19.11.2018 19:24
    Highlight Highlight Und alle Zocken weiter ab - jeder schaut, dass er am meisten rausholen kann...

    Dem Prämienzahler bleibt die Rechnung zu bezahlen - wann dürfen endlich die Krankenkassen mit den Leistungserbringern frei verhandeln? Das würde einiges bringen...
  • mbr72 19.11.2018 18:42
    Highlight Highlight Wen das am meisten trifft, kann ich jetzt schon erraten: den Mittelstand, welcher hauptsächlich den Konsum antreibt. Schönen Dank auch! Damit es richtig einschenkt, wird die Progression dort gestartet, wo mengenmässig viele vorhanden sind. Bei den oberen 1-2% lohnt sich das nicht.
    Aber schon klar, wenn man sich von Pharma/ärzte-Lobby über den Tisch ziehen lässt (von links bis rechts) kann man für den Bürger auch nichts anderes erwarten. Soviel kann ich gar nicht essen, wie ich darob kotzen möchte!
  • Kimelik 19.11.2018 18:22
    Highlight Highlight Wieso soll ich jetzt auch noch die KK Prämie von Leuten welche in der Schule und danach die ach so coolen waren finanzieren. Wir wussten damals schon, wenn man nicht ausgebildet ist hat man dann halt kein Geld, das haben sich viele selber zu zuschreiben... Irgendwo gibts Grenzen.
    • Zürischnure 19.11.2018 19:38
      Highlight Highlight Da muss ich jetzt grad etwas kichern..
      Wir sind ein 4 Personenhaushalt und zahlen ca. 1000.- fr. pro Monat KK. Und, sooo Assis sind wir jetzt auch wieder nicht. Für 1 bis 2 Lehrabschlüsse und Zusatzausbildung hat es gereicht.
      Wenn ich dann Zeit finde, hätte ich dann Mitleid, wenn du in Zukunft etwas mehr zahlen müsstest als wir Familien und Schmarotzer. Vielleicht beruhigt dich ja der Blick auf dein Konto.
    • dä dingsbums 19.11.2018 22:06
      Highlight Highlight Du hast wohl nicht sonderlich gut aufgepasst in der Schule, wenn Du allen die einen niedrigen Lohn haben unterstellst, sie hätten in der Schule einfach mehr aufpassen sollen.
    • DonChaote 20.11.2018 08:13
      Highlight Highlight @kimelik
      Weil zu den oft genannten „schweizer werten“ nun mal solidarität gehört.
      Ist sogar unser wichtigster wert! Das geht den ganzen „verteidigern unserer werte“ leider immer ein bisschen vergessen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 19.11.2018 18:08
    Highlight Highlight Wie wäre es denn, wenn die Kantone die Prämienverbilligung wieder fair gewährten, statt dort zu sparen?
  • Ökonometriker 19.11.2018 17:52
    Highlight Highlight Wenn ich nicht für jedes Bisschen ein Rezept bräuchte, könnte ich wohl 90 Prozent meiner Arztbesuche vermeiden. Das Risiko würde ich ja selbst tragen. Warum kann nicht ich z.B. den Hustensaft nicht mehr selber kaufen? Oder von einem Krankenpfleger meine Arbeitsunfähigkeit bezeugen lassen, wenn ich krank bin? Warum braucht es da einen hochstudierten, teuren Arzt?
    Ärzte sollten für die schwierigen Aufgaben zum Einsatz kommen. Nicht zum Behandeln von Lappalien.
    • MapleLeafs 19.11.2018 18:33
      Highlight Highlight Auch nach dem 1.1.19 kann dir ein Apotheker einen Hustensirup abgeben. Er muss das Ganze von jenem Tag an einfach dokumentieren...
  • john benz 19.11.2018 17:11
    Highlight Highlight Das ist alles nur Symptombekämpfung!
    Die Politik sollte endlich griffige Massnahmen gegen den Prämienanstieg finden.
    • [CH-Bürger] 19.11.2018 22:55
      Highlight Highlight nicht so einfach:
      - immer mehr Leistungen sollen von der Grundversicherung gedeckt werden
      - viele Behandlungen erfordern Spezialgeräte - die natürlich entsprechend teuer in Beschaffung+Betrieb sind
      - manche Leute rennen wegen einer Schnittverletzung gleich in die nächste Notfallstation
      - gewisse Behandlungen sind in der CH verboten; Leute reisen kurzerhand ins Ausland und kommen dann in ein CH-Spital, um die Komplikationen zu kurieren
      - die Behandlungspauschale macht wenig Sinn (der Genesungsprozess ist bei jedem Patienten anders)

      was wären denn in Deinen Augen konkrete, griffige Massnahmen?
    • john benz 20.11.2018 09:34
      Highlight Highlight Der erste Punkt hast Du bereits erwähnt: immer mehr Leistung treibt die Prämie nach oben. Ob dies alle Versicherten brauchen muss kritischer angeschaut werden.
      Nicht jede Klinik braucht jedes Spezialgerät. Gewisse Anstrengungen dazu sind bereits im Gange, aber dies muss in meinen Augen intensiviert werden.
      Besuche in den Notfallstationen sollten meiner Meinung nach bei Nicht-Notfällen etwas kosten.
      Einen Punkt hast Du noch nicht aufgelistet: Einheitskrankenkasse. Nach meiner Auffassung wäre dies ein griffiges Mittel gegen steigende Prämien.
  • MaskedTruth 19.11.2018 17:06
    Highlight Highlight Es fehlt der Wille unserer bügerlichen Regierung etwas zu verändern und die Gesundheitslobbys haben überhaupt kein Interesse daran. So wird auch die 10% Initiative der Linken scheitern, wie jeder Versuch davor. Die Pfründe sind zu verlockend, als dass sie kampflos aufgegeben würden.
  • Dr. oec. 19.11.2018 16:42
    Highlight Highlight Vielleicht ist der Vergleich mit anderen Ländern interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Gesundheitsausgaben
    User Image
  • MilfLover 19.11.2018 16:41
    Highlight Highlight Guter Ansatz. Jetzt nicht locker lassen- weiter ausbauen. Unternehmen sollen eine Kopfprömie bezahlen, z.B. Fr. 100.-/Angestellten. Es gibt eben noch Millionäre die seit Jahren zwar arbeiten, aber nichts verdienen. Dann soll halt ihr Unternehmen verlangt werden.
    Irgendwann ist wirklich mal genug ausgesaugt. Entlassung der Normalos ist schon lange mal Zeit.
  • Clife 19.11.2018 16:36
    Highlight Highlight Ich frage mich, was passieren würde, wenn der Numerus Clausus etwas angehoben wird, wodurch mehr Ärzte auf dem Markt wären und dadurch auch mehr Konkurrenz für die Ärzte. Klar will die Öffentlichkeit gute Ärzte, es geht ja um die Gesundheit und Leben, aber was, wenn die Intelligenz gestiegen ist und eigentlich viel mehr potentielle Ärzte unterwegs wären, als es effektiv sind. (Ernst gemeint, bitte kein Bashing 🙈)
    • Lami23 20.11.2018 12:53
      Highlight Highlight Also es würde zuerst einmal viel mehr kosten. Es gibt keine teurere Ausbildung als die der Ärzte. Dann käme es zu wildwüchsen, in denen die Ärzte dazu verleitet wären, den Patienten die Therapien anzubieten, die sie wollen und nicht die, welche am besten für sie sind.
  • #Klartext# 19.11.2018 15:56
    Highlight Highlight Lohnabhängig? Franchisen von CHF 10‘000? Die Vorschläge werden immer wie schwachsinniger und dümmer! Sagt doch gleich jeder muss alle Kosten ganz alleine tragen, dann können wir die KK gleich abschaffen!
    • Dr. oec. 19.11.2018 16:33
      Highlight Highlight Lohnabhängige Prämien führte dazu, dass die Prämien für unterdurchschnittlich Verdienende billiger würden, aber für überdurchschnittlich Verdienende teurer.

      Höhere Franchisen und Selbstbehalte bedeutet, dass die Prämien sinken würden (oder zumindest nicht mehr so stark steigen). Dafür würden die Kranken stärker zur Kasse gebeten.
    • Wölfin 19.11.2018 16:39
      Highlight Highlight Das ist ein nutzloser Bumerang.
  • Groovy 19.11.2018 15:49
    Highlight Highlight Was soll nach den Verkehrsbussen noch alles einkommensabhängig werden? Dachte immer dass alle Menschen vor dem Gesetzt gleich sind. Die Forderung passt aber in die Zeit des Sozialschmarotzertums. Immer nach dem Verursacherprinzip schreien, wenns einem selber weh tut dann die anderen zahlen lassen... Wieso sollen Gutverdiener die Lebensentwürfe von Wenigverdienern mitfinanzieren? Arbeit und Einsatz müssen sich lohnen und dürfen nicht noch bestraft werden. Mit der AHV wird die Solidarät ausserdem bereits gelebt. Eine Einheitskasse wäre zudem ein Quickwin für alle.
    • loquito 19.11.2018 17:46
      Highlight Highlight Vor d Gesetz gleich... Sie sagen es aelbst in wiedersprechen sich dann selbst. Oder tut einem Milliardär eine Busse von 40.- weh und führt zum Ziel (nicht wiederholen der Tat?). Eher nicht. Für gleichbehandlung müssen Bussen und KK Lohnabhängig sein. Oder ist den Reichen ihre Gesundheit in % des Lohnes weniger wert?
    • Groovy 20.11.2018 07:29
      Highlight Highlight Und Lebensmittel, und Verkehr? Entweder die Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung sind x, und zwar für alle. Alles andere ist Willkür.
  • In vino veritas 19.11.2018 15:34
    Highlight Highlight Viel besser wäre es z.B. eine Einheitskasse einzuführen, somit würden immerhin die Versicherungsmarkler und die Werbung entfallen. Auch müsste das Management nur ein Mal bezahlt werden, anstatt wie heute 15 mal. Ebenfalls müsste man auch bei den Ausgaben ansetzen. Natürlich darf ein Arzt sehr gut verdienen, aber alles über 250'000 Fr. gibt mir schon zu denken. Ausserdem sollte der Staat mehr in die Prävention investieren. Dazu sollten Arbeitgeber einen Teil der Kosten mittragen. Schliesslich sind sie oft für Burn-Outs, kaputte Rücken usw. verantwortlich... (2/2)
    • MaskedTruth 19.11.2018 17:01
      Highlight Highlight Das Problem: wir haben vor nicht allzu langer Zeit dagegen gestimmt! Die Pharma-, Krankenkassen-, Artz- und Spitallobby hat dabei ganze Arbeit geleistet.
      Es besteht kein politischer Wille, das zu ändern und so lange der Rat bürgerlich bleibt, wird sich auch schwerlich etwas verändern.
    • MrJS 19.11.2018 17:52
      Highlight Highlight Dafür wäre diese Krankenkasse einiges ineffizienter, wie alle Staatsbetriebe im Vergleich zur Privatwirtschaft.
    • legis 19.11.2018 18:07
      Highlight Highlight @MrJS:

      Das kommt als positiver Nebeneffekt natürlich verstärkend hinzu! :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watsianer 19.11.2018 15:31
    Highlight Highlight Solange Versicherungen und Arztpraxen nicht verstaatlicht sind ist eine Kostendeckelung ein Vorrücken in Richtung Planwirtschaft. Das wäre der Anfang einer Spirale die, erwiesenermassen, für keine Wirtschaft gesund ist.
  • dielli 19.11.2018 15:30
    Highlight Highlight Die Chefin meiner Krankenkassen verdient ca. 61`000 pro monat, und Oberärtze bis 1,5 mio im Jahr. Und dann kommen die vielen löhne, Immobilien und marketing dazu, und dann müssen Sie noch jedes Jahr maximalen Profit rausholen, wie die Pharmafirmen auch. Das ganze System stimmt nicht. Einheitskasse, und eine festere Hand der öffentlichen Gelder.
    • Dr. oec. 19.11.2018 16:36
      Highlight Highlight Oberärzte arbeiten im Spital und werden daher zu einem grossen Teil über die Steuern finanziert. Du musst auf der einen Seite den Lohn Deines Hausarztes betrachten resp. andererseits die Löhne der vielen Spezialärzte mit ihren Privatpraxen, die alle ihre teuren Instrumente und Maschinen amortisieren müssen.
    • Keller101 19.11.2018 22:13
      Highlight Highlight Es gibt schweizweit keinen Oberarzt der 1.5 Mio verdient. Schau doch mal in die Besoldungstabellen für Ärzte an, sind öffentlich und auch via VSAO zu erhalten.
    • Lami23 20.11.2018 12:54
      Highlight Highlight Ein Oberarzt der 1.5 Mio verdient? Wie kommst du den auf die Idee?
  • In vino veritas 19.11.2018 15:22
    Highlight Highlight Die Grundidee finde ich ja gut. Ich bezweifle jedoch, dass dieses System vollkommen wäre. Was ist mit dem Firmenbesitzern, die praktisch nichts verdienen und dafür mit der Firmen-Kreditkarte Shoppingtrips unternehmen? Das kann (will) das aktuelle Steuersystem kaum verhindern, warum sollte es hier anders sein. Ausserdem wäre es ja auch unfair, wenn der gut verdienende Kader nun plötzlich 10'000 Fr. bezahlen muss, während sein Mittarbeiter mit zwei Kindern und einer Frau "nur" 4'000 Fr. bezahlt, da die Frau keine Lust hat zu arbeiten, während die Kinder in der Schule sind. (1/2)
  • Firefly 19.11.2018 15:06
    Highlight Highlight 1. Einheitskasse (spart Werbung, Bürokratie, Managerlöhne)
    2. Esoterischer Schnick-Schnack raus (Kann von mir aus zusatz-versichert werden)
    3. ECHTEN Wettbewerb im Pharma-Markt fördern
    4. SERIÖSE, digitale, kostengünstige und obligatorische Erst-Beartung installieren
    5. Was noch?
    • Dr. oec. 19.11.2018 16:37
      Highlight Highlight Über die Einheitskasse wurde schon mehrmals abgestimmt. Vielleicht ist jetzt die Zeit reif dafür?
    • Toni.Stark 19.11.2018 17:30
      Highlight Highlight Es ist einfach eine Lüge, dass eine Einheitskasse günstigere Prämien bringen würde.
    • Saimen83 19.11.2018 17:49
      Highlight Highlight Welcher esoterische schnick schnack ist denn in der Grundversicherung?

      Und: In der Grundversicherung sind Gewinne nicht möglich, das nur in der Zusatzversicherung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Habe fertig - endgültig 19.11.2018 15:06
    Highlight Highlight Maklerverbot. Call-Center verbieten
  • Keller101 19.11.2018 14:09
    Highlight Highlight Super Ansatz, Menschen, die mehr arbeiten werden zur Kasse gebeten, damit sie bloss nicht mehr Geld zur Verfügung haben. Lieber auf die faule Haut legen unterm Strich bleibt das Gleiche übrig.
    • Nick Name 19.11.2018 15:53
      Highlight Highlight Sie glauben aber nicht ernsthaft, dass viel arbeiten = viel Geld haben bedeutet?
      Falls doch: Tut mir leid, falls ein Weltbild ins Wanken geraten sollte, aber es stimmt imfall nicht.
    • Keller101 19.11.2018 22:10
      Highlight Highlight Nicht unbedingt quantitativ mehr. Aber Menschen, die etwas aufbauen, sich engagieren und mehr leisten als der Durchschnitt sollen auch deutlich mehr verdienen. Es ist absurd für eine höhere Leistung höher besteuert zu werden. Besser wäre ein bedingusloses Grundeinkommen und sämtliche Abgaben über die Mehrwertsteuer. Dann hat jeder etwas zu kauen und wenn sich jemand den Porsche kaufen will, muss er saftig Steuern hinlegen. Aber Arbeit bzw. Leistung zu besteuern ist blödsinn. Stimmt im Fall, Nicky!
    • Nick Name 20.11.2018 08:13
      Highlight Highlight Den zweiten Teil sehe ich schon eher.
      Der erste ist leider ein frommer Wunsch, da die meisten Menschen (und damit die Gesellschaft und die Wirtschaft) verschiedene Arbeits«leistungen» unterschiedlich bewerten.
  • namib 19.11.2018 14:04
    Highlight Highlight Eine Idee, die grandios scheitern würde: Aufgrund der demografischen Entwicklung in der Schweiz wird der Anteil älterer Menschen zunehmen. Die Kosten steigen also weiter. Der Anteil der Arbeitstätigen nimmt gleichzeitig ab. Mit dem Vorschlag von Caritas schaffen wir ein neues Problem, welches uns in zwanzig oder dreissig Jahren um die Ohren fliegt!
    • Edel Weiss 19.11.2018 19:41
      Highlight Highlight Warum sollte es ein Problem sein? Zwar haben sie mit der demographischen Entwicklung absolut Recht, doch steigen die Wirtschaftsleistung und das Kapital weit stärker. Geld wäre also genug da, es ist nur ungerecht verteilt.
      User Image
  • aligator2 19.11.2018 13:55
    Highlight Highlight Die Reichen werden es kaum spüren, den Armen geht es auch kaum besser und bezahlen wird der Mittelstand. Wieso nicht einfach mal die Ausgabeseite genauer unter die Lupe nehmen?
    • Dr. oec. 19.11.2018 16:37
      Highlight Highlight Wahrscheinlich leider wahr.
  • Waedliman 19.11.2018 13:54
    Highlight Highlight Für mich ist es völlig unverständlich, dass diese Beiträge nicht solidarisch bemessen werden. Das deutsche System mit der Halbierung der Beiträge in Arbeitgeber- und Arbeitnehmerleistungen funktioniert recht gut, auch wenn es nicht fehlerlos ist. Aber hier hängen die Beiträge vom Einkommen ab. Für Selbständige müsste man eine Lösung überlegen, die Steuertricks ausschliesst, aber dafür gibt es in Bern sicherlich genug schlaue Köpfe ;-)
  • Maedhros Niemer 19.11.2018 13:50
    Highlight Highlight Irgendwie verliere ich immer mehr den glauben daran, dass Armutsbekämpfung wirklich politisch gewollt ist.
    Steueroptimierungstools für intern. Firmen und reiche Privatpersonen scheinen wichtiger zu sein.
    Arme und auf sonstige Arten benachteiligte Mitglieder der Gesellschaft kann der Staat viel einfacher finanziell kontrollieren oder zu stumpfsinniger Fronarbeit abstellen.
  • N. Y. P. 19.11.2018 13:49
    Highlight Highlight Gibt es Länder, die ihr Gesundheits- system im Griff haben ?

    Wo könnten wir abschauen ?
    • Toni.Stark 19.11.2018 17:32
      Highlight Highlight Kuba hat ein Recht gutes Gesundheitssystem. Aber das Schweizer System ist weltweit tatsächlich auch eines der Besten. Qualität hat halt ihren Preis.
    • Mutzli 19.11.2018 18:51
      Highlight Highlight Komplett zufrieden ist man nirgends, aber das liegt in der Natur der Sache. Wenn man objektive Kriterien wie WHO-Rankings, Kosteneffizienz etc. betrachtet, gibts sehr viele von denen wir uns etwas abschauen könnten, sies die UK vor dem Absäger des NHS durch die Tories, Kanada, Deutschland, ganz Skandinavien etc.

      Problem: Was alle diese Systeme gemeinsam haben, nämlich eine staatliche Krankenversicherung und das, wieso auch immer, wollte das Stimmvolk bis jetzt nicht...
      Dann dümpeln wir halt fröhlich Richtung USA, wenns nach der Ratsmehrheit und FDP/SVP geht.
    • Edel Weiss 19.11.2018 19:43
      Highlight Highlight Die USA?

      *Ironie off*
  • Der Rückbauer 19.11.2018 13:47
    Highlight Highlight Oh, die Krankenkassen sind doch Versicherungen, nicht? Seit wann bezahlen wir Versicherungsprämien nach Einkommen? Abgesehen davon, dass bei den Reichen zuerst einmal definiert werden muss, was "Einkommen" ist (siehe Kommentar von MacB). Jaja, ich weiss, die politische Umverteilung von oben nach unten, die würde vor allem den Mittelstand treffen. Der Mittelstand, der heute schon gerupft wird, da bei den Armen nichts zu holen ist und die Reichen andere Lösungen finden....
    • dä dingsbums 19.11.2018 14:37
      Highlight Highlight "Seit wann bezahlen wir Versicherungsprämien nach Einkommen?"

      Seit jeher, siehe Arbeitslosenversicherung.
    • Qui-Gon 19.11.2018 16:51
      Highlight Highlight AHV, IV, ALV, UV, PK. Alles einkommensabhängig. Nicht, dass ich das für die KK zwingend auch gut finde, aber so abwegig ist das nicht.
    • Der Rückbauer 20.11.2018 09:16
      Highlight Highlight Sorry, aber da denkt ihr zu kurz. - Ja, die Sozialversicherungen sind einkommensabhängig. Aber wenn du mehr einzahlst, kriegst du auch mehr Versicherungsleistung, so, wie eben Versicherungen funktionieren. Wären die KK-Prämien einkommensabhängig, kriegst du, wenn du ein hohes Einkommen hast und hohe Prämien zahlst, deswegen nicht mehr Versicherungsleistung. Ein klassischer Fall von Umverteilung.
  • Ms. Song 19.11.2018 13:27
    Highlight Highlight Für mich definitiv der falsche Ansatz. Die Krankenkassen werfen jährlich Unmengen an Geld für Provisionen, Werbung und Verwaltung raus. Der ganze Telefonterror bez. Versicherungen muss ja irgendwie bezahlt werden. Achtet euch mal im TV, wie viele Werbungen von Versicherern stammen. So lange noch Geld für Provisionen, Manager Boni, 200k + Ärztelöhne und Werbung da ist, müssen wir sicher nicht noch mehr bei den Versicherten abschröpfen. Die KK Manager und überbezahlten Fachärzte lachen sich doch ins Fäustchen. Eine Einheitskasse hätte dieses Problem schon lange behoben.
    • Waedliman 19.11.2018 13:56
      Highlight Highlight Eine Einheitskasse ist keine Lösung. Spanien ist das beste Beispiel für diesen Zustand, bei dem jeder Arzt genau 7 Minuten Zeit für einen Patienten hat, man wird in einem Zentrum von mehreren Ärzten gleichzeitig "behandelt", weiss nie, von wem. Und die Gefahr, dass der Staat an die Patientendaten kommen kann, ist auch nicht zu unterschätzen.
    • Ms. Song 19.11.2018 14:53
      Highlight Highlight @Waedliman

      Das ist aber auf die Vergütung und den Ärztemangel und nicht auf die Einheitskasse zurückzuführen. Wir haben ja einen Vergütungskatalog, der eingehalten werden muss. Ob der Arzt das Geld nun von Krankenkasse XY oder Einheitskasse erhält, spielt keine Rolle. Der einzige Unterschied ist, dass die Einheitskasse nicht Unmengen Geld für den Konkurrenzkampf und ein eigens Management ausgeben muss.

      Spanien hat kein Geld mehr für die Gesundheitskosten. Eigentlich für gar nichts. Daran ist aber nicht die Einheitskasse schuld
  • p4trick 19.11.2018 13:19
    Highlight Highlight Ich wäre dafür, dass die Krankenkosten direkt vom Staat getragen werden. Alles kommt aus der Staatskasse und da hat es ein Gremium die Kosten im Auge halten. Keine Versicherungsmodelle mehr.
    Ärzte müssten dann verursachergerecht verechnen. z.B. ein Praxibesuch kostet CHF50 pauschal in Bar. Ausnahmen wie Notfälle bestätigen die Regel.
  • droelfmalbumst 19.11.2018 13:15
    Highlight Highlight @Watson:

    Recherchiert mal wieviel man in Italien, Spanien, Portugal etc. für die staatliche Versicherung bezahlt. Dort wird es prozentual zum Lohn gemacht. Wie bei uns die AHV... ihr werdet erschrecken wieviel man z.B. im Portugal dafür abgezogen bekommt beim Gehalt. Da sind wir in der CH noch gut bedient...

    Man kann machen was man will. Wenn jeder wegen jedem Nagelbruch zum Arzt rennt gibt es KEIN System was funktioniert... Höre täglich "ich gehe nie zum Arzt" aber die Kosten steigen und steigen...

    Ist wie Porno schauen. Niemand tut es aber sind die meistverkauften Filme.... ha ha
    • Waedliman 19.11.2018 13:56
      Highlight Highlight In Spanien sind die Kassenbeiträge sehr gering - entsprechend mies auch die Leistungen.
    • droelfmalbumst 19.11.2018 14:17
      Highlight Highlight Spanien kenne ich nicht aber Portugal schon. Alles andere als günstig. Ärzte an sich sind super. Aber die Dienstleistung katastrophal.

      Für ein Arzttermin wartet man gut und gerne mal bis zu 5-6 Wochen...
  • p4trick 19.11.2018 13:06
    Highlight Highlight Ne klar, zahle bereits 3 Monatslöhne für die Steuern, dann noch 1 für die KK. Wieso nicht gleich alles dem Staat und jeder bekommt dann ein kleiner Lohn dass es knapp zum überleben reicht?
    • dä dingsbums 19.11.2018 14:41
      Highlight Highlight Drei Monatslöhne für die Steuern? In welchem Kanton wohnst Du denn?
    • Maragia 19.11.2018 16:27
      Highlight Highlight In Zürich ist es auch normal, dass man 2-3 Monatslöhne bezahlt...
    • Toni.Stark 19.11.2018 17:34
      Highlight Highlight Du machst definitiv was falsch. Ein Steuerberater würde sich hier mal lohnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 19.11.2018 13:06
    Highlight Highlight Ist der falsche weg. Man sollte die ursachen (kosten/preise) bekämpfen der hochpreisinsel schweiz statt nur eine umverteilung vornehmen.
  • Eh Doch 19.11.2018 12:59
    Highlight Highlight Nur wenn die Prämien vom Einkommen abhängen reden wir von wahrer Solidarität.
    Alles andere ist Mist und vor allem die einfachen Leute werden gemolken.
    • Waedliman 19.11.2018 13:57
      Highlight Highlight Stimmt. Aber eine Solidargemeinschaft war die Schweiz bislang noch nie, das könnte sie an dem Beispiel Krankenversicherung durchaus noch lernen.
    • Qui-Gon 19.11.2018 16:56
      Highlight Highlight @Waedlimann, die Abgaben für die Sozialversicherungen funktionieren soga sehr solidarisch. 5% von 4'000 sind nicht gleich viel wie 5% von 10'000, oder?
    • Waedliman 20.11.2018 09:40
      Highlight Highlight @Qui-Gon: Ich bezog mich nicht auf die lächerlich geringen Sozialabgaben, sondern auf die Tatsache, dass Krankenkassenbeiträge ebenso unsolidarisch sind wie Firmensteuern bzw. die von Reichen, die sich durch Pauschalen in bestimmten Kantonen freikaufen können.
  • Sharkdiver 19.11.2018 12:55
    Highlight Highlight 1.2 Dienlösung ist bei so einem Komplexen Thema nie einfach. Eine gute Lösung beinhaltet mehrere Sachen:
    Ambulant wie Stationär 50% vom Wohnkanton übernommen. Dann müssen die Kantone sich echt den Kopf darüber zerbrechen wie man kosten spart als nur möglichst viele Stationäre Behandlungen ambulant machen zu lassen um die Kossten auf die Prämien abzuschieben. Stärkere Kontrolle über Nutzen von Behandlungen. Regelmässigere Anpassungen der Preise im Bereich Medi und Hilfsmittel. Überdeckung der Kassenpflicht aller Ärzte. Förderung Bonn ursacher Zahlt die Kosten = eine Gesundheitsmehrwertsteuer
  • Patho 19.11.2018 12:34
    Highlight Highlight Ich bin schwer für eine Franchise pro Fall, wie es z.B. Norwegen kennt. Niemand wird 20 mal so krank, dass er/sie zum Arzt muss oder verletzt sich so schwer von Neuem, dass ein Arztbesuch angesagt wäre. Und chronische Krankheiten sind ja ein Fall, das heisst, dass z.B. ein Krebspatient nur einmal die Franchise bezahlen muss für die Krebserkrankung. Eine Franchise von etwa 500.- wäre angemessen pro Fall, dann kommt man, wenn man mal ein Jahr richtig Pech hat, auf die 2500.- Franchise, die für gesunde Menschen heute die Regel sind.
    • Aglaya 19.11.2018 13:32
      Highlight Highlight Verletzungen laufen üblicherweise ohnehin über die Unfallversicherung, die keine Franchise kennt.
    • Waedliman 19.11.2018 13:59
      Highlight Highlight Das Franchisesystem verhindert aber, dass Menschen mit geringen Einkommen zum Arzt gehen, wenn sie es sollten, sich nicht impfen lassen usw. Die Franchise gehört komplett abgeschafft, das ist meine Meinung, denn ansonsten bleibt das Gesundheitssystem der Schweiz für Reiche lächerlich günstig und für ärmere Menschen eine Last.
  • Ebony 19.11.2018 12:02
    Highlight Highlight Und wer so viel Kohle hat, dass er nicht mehr arbeiten muss, hat die KK gratis?
  • Didabelju68 19.11.2018 11:55
    Highlight Highlight Ja, weg von den Kopfprämien. Das KVG soll als Sozialversicherung betrachtet werden. Schließlich ist der Beitrag z.B. für AHV/IV/EO auch Lohnabhängig. Dieser Vorschlag die KVG Prämien lohnabhängig zu gestalten, darf diskutiert werden!
    • Eh Doch 19.11.2018 12:48
      Highlight Highlight SOWAS VON!
    • Ms. Song 19.11.2018 12:59
      Highlight Highlight Die Auszahlungen der Sozialversicherungen sind allerdings auch abhängig davon, wie viel man einbezahlt hat. Macht man das bei der KK dann auch so? Je mehr man einbezahlt hat, desto eine bessere Leistung erhält man?
    • Aglaya 19.11.2018 13:33
      Highlight Highlight AHV/IV/EO bemessen allerdings die Auszahlungen ebenfalls anhand des Einkommens, das geht bei der Krankenkasse nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerElch 19.11.2018 11:19
    Highlight Highlight Phu, also ich habe eine monatliche Prämie von 280 CHF. Dann noch zwei Zusatzversicherungen, also alles in allem ca 320 CHF.
    Wenn ich plötzlich 10% meines Monatslohnes oder maximal einen Monatslohn jährlich zahlen müsste, hätte ich eine massive Prämienerhöhung von mehr als 100% – und ich habe meine Franchise noch nie voll ausgeschöpft und von der KK profitiert.
    Wäre schon eher übel. Und klar, Solidarität und so aber naja, da schlucke ich dann doch ziemlich leer.
    • Xonco 19.11.2018 11:29
      Highlight Highlight Tja so ist das mit der Solidarität. Meine Kinder zahlen dafür später einen Teil deiner Rente. Du nun einen Teil für deren Versicherung, oder so.

      Ich frage mich wie soviel Hochbezahlte Leute soviel bezahlte Zeit haben um Lösungen zu entwickeln, allerdings nur Ideen haben und keinen Ansatz wie man dies realisieren könnte.
    • nukular 19.11.2018 12:18
      Highlight Highlight @DerElch..bin deiner meinung.. Bei mir auch so.. Momentan bezahle ich für die KK mit Zusatzversicherung 210fr... Müsste ich 10% davon abdrücken müsste ich fast 600fr zahlen... Also nein danke, iwo hört mein sozialsein auch auf..
    • Xonco 19.11.2018 12:32
      Highlight Highlight Wauw, so viele Blitzer,

      Das sind wohl die jungen Hippster die den Rockstar Tod durch Drogen und Alkohol sterben und garnie in den "genuss" einer Rente kommen :D

      Sozial sein, empathisch sein, teilen, helfen, ist immer nur Toll wenn andere es machen, bei einem selbst nicht? Wundert mich nicht bei Leuten die nicht lesen können.

      Es steht es dürfe max. 10% Betragen. Nicht, Knallhart 10% Fuck you. Statt 210 zahlst du nachher vielleicht 240, andere zahlen dann statt 1100, noch 500.

      Denk dran zu sterben bevor du dein Renten Alter erreichst, unser sozialsein hört irgendwo auf. ??
    Weitere Antworten anzeigen
  • Illyria & Helvetia 19.11.2018 11:08
    Highlight Highlight Gute Idee! Es kann nicht sein, dass eine vierköpfige Familie aus der unteren Schicht mit einem Lohn (des Vaters) von CHF 4000.– lebt und dabei mindestens CHF 1200.– für die Krankenkasse bezahlen muss! Die Partnerin könnte auch arbeiten gehen, ja, aber dann braucht es günstige Tagesschulstrukturen...ein anderes Thema.
    Der aktuelle Zustand ist also unhaltbar.
    • Brasser 19.11.2018 11:50
      Highlight Highlight Es kann aber auch nicht sein, dass Gutverdienende immer mehr und noch mehr Abgaben bezahlen müssen. Über 50% der Steuerpflichtigen bezahlen z.b. keine Direkten Bundessteuern, etliche erhalten KK-Prämienverbilligungen und EL. Solidarität finde ich gut, aber irgendwann kann der Solidäritätsgedanke dann auch überstrapaziert werden!
    • Xonco 19.11.2018 12:33
      Highlight Highlight Brasser,

      Lass es mich wie Volker Pispers sagen...

      Wenn deine Situation ach so schlimm ist, und die welche die Hilfe beziehen es tausend mal besser als du haben, gib mir Bescheid, ich finde noch heute 1000 Leute die mit dir tauschen würden.

      Ready?
    • Eh Doch 19.11.2018 12:51
      Highlight Highlight Wow brasser, motzen auf hohem Niveau?
      Bonzen zahlen immer noch viel zu wenig Steuerns sind wir mal ehrlich. Im gleichen Moment wo sie die bezahlen haben sie schon wieder das doppelte eingenommen.
      Und ausserdem; wenn du viel Geld hast hast du auch mehr Macht, und Macht bedeutet auch immer eine kollektive Verantwortung. Punkt
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 19.11.2018 11:08
    Highlight Highlight by the way: Es ist durchaus auch möglich, dass zu hohe Prämien die Leute auch psychisch belasten und somit krank machen können.
  • R. Peter 19.11.2018 11:05
    Highlight Highlight Die Feanchise sollte sogar noch höher sein, vor allem aber nicht pro jahr, sondern pro Fall gelten.
    • TheGreenOne 19.11.2018 11:20
      Highlight Highlight Dann brauche ich doch keine Krankenversicherung mehr!
    • Patho 19.11.2018 12:28
      Highlight Highlight @thegreenone: Selber schuld, wenn du pro Jahr 20 mal wegen irgendetwas zu einem Arzt rennst. Niemand wird so oft so krank, dass er/sie zum Arzt muss oder verletzt sich so schwer von Neuem, dass ein Arztbesuch angesagt wäre. Und chronische Krankheiten sind ja ein Fall, das heisst, dass z.B. ein Krebspatient nur einmal die Franchise bezahlen muss pro Jahr für die Krebserkrankung. Eine Franchise von etwa 500.- wäre angemessen pro Fall, dann kommt man, wenn man mal ein Jahr richtig Pech hat, auf die 2500.- Franchise, die für gesunde Menschen heute die Regel sind.
    • TheGreenOne 19.11.2018 12:42
      Highlight Highlight Es gibt jetzt schon zu viele Menschen, die aus finanziellen Gründen auf einen Arzt-Termin verzichten MÜSSEN! Menschen mit niedrigem Einkommen und vor allem einkommensschwache Familien haben heute schon Mühe die monatlichen Prämiem zu bezahlen. Bei dem Vorschlag können wir die obligatorische Krankenversicherung sofort abschaffen, wieso soll ich noch Prämien bezahlen, wenn ich meine "normale" Arztrechnung in jedem Fall komplett selber bezahlen muss? Für die Gewissheit bei einer schweren Krankheit abgesichert zu sein? Ausserdem verlangen immer mehr Arbeitgeber obligatorisch ein Arztzeugnis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BoJack Horseman 19.11.2018 10:38
    Highlight Highlight Flat Tax und den ganzen Quatsch wie Billag, Kraka etc direkt jeden Monat abziehen. Simplify your Life.
    • real donald trump 19.11.2018 11:42
      Highlight Highlight danke!
  • Dr no 19.11.2018 10:34
    Highlight Highlight Das löst doch das Problem nicht. Die Kostenexplosion muss eingedämmt werden, zB. durch rigorose Beschränkung der Grundversorgung auf das nötigste; Lohnobergrenze für die Ärzte (der Markt spielt nicht, Beamten haben auch einen Lohndeckel, warum Ärzte nicht ?) und mehr Eigenverantwortung. Die ewige Umverteilung darf nicht noch gesteigert werden.
    • Til 19.11.2018 11:29
      Highlight Highlight Ich finde schon, dass die Umverteilung gesteigert werden darf. Mich stört eher die ewige Ungleichverteilung.
    • Xonco 19.11.2018 12:49
      Highlight Highlight Lohndeckel für Ärzte? Du weisst schon die klugen Köpfe die Jahre lang studiert haben, hätten auch etwas anderes Studieren können, wo noch viel mehr Geld dabei rumkommt? Reduzier doch den Lohn der Ärzte im Umkreis von 150KM um deinen Wohnort auf 6'000.- und wenn du mal einen Notfall hast, sieh zu wieviel Ärzte dir zur Verfügung stehen :D. Keiner geht teils über 8 Jahre Studieren, für einen Gehalt von 5-6k. Wie will er denn nur schon die Schulden abzahlen die entstanden sind? Denk weiter als bis zur Nasenspitze, hilft nicht nur bei Schach.
    • Ruedi56 19.11.2018 13:36
      Highlight Highlight Genau, wenn bei allen Ärzten der Lohn auf max 500´000 gedeckelt würde (was weiss Gott genug ist) würde das KK System um 500Mio p.a. Entlastet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Etniesoph 19.11.2018 10:23
    Highlight Highlight man bräuchte nur mal entlobbysierte Politiker die auch den Mut haben Preise und Löhne in diesem Sektor einfach vorzuschreiben!
    • Dominik Treier (1) 19.11.2018 12:18
      Highlight Highlight Man spart lieber bei den Ärmsten, als bei den eigenen Krankenkassenlobbyfreunden...
    • Toerpe Zwerg 19.11.2018 13:36
      Highlight Highlight Das ist bereits weitgehend der Fall.
    • murrayB 19.11.2018 19:25
      Highlight Highlight Freie Marktwirtschaft würde es wohl eher bringen...

      Die Krankenkassen sollen eigene Gesundheitszentren und Apotheken führen dürfen und vorschreiben, dass man für 08.15-Fälle dort zuerst vorbei muss...
  • Wilhelm Dingo 19.11.2018 10:18
    Highlight Highlight Zustüpfe, Subventionen, Steuererleuchterungen sind immer 2. Wahl. Viel wichtiger ist ein angemessenes Lohnniveau.
    • LeChef 19.11.2018 11:10
      Highlight Highlight Was auch immer „angemessen“ heisst. In aller Regel ist Umverteilung effizienter als direkte Preiseingriffe - und Löhne sind nichts anderes als Preise.
    • Wilhelm Dingo 19.11.2018 11:34
      Highlight Highlight @LeChef: Ja, genau. Darum muss das Angebot an Arbeit begrenzt werden, die Qualität der Arbeit verbessert werden durch Ausbildung und das Angebot an Arbeit hoch bleiben durch ein wirttschaftfreundliche Bedingungen.
  • stereo 19.11.2018 10:15
    Highlight Highlight diese regelung würde uns, meine frau, im moment ein kind 3 jahre, 2500.- + einsparungen pro jahr bringen. ob dieses system aber funktioniert oder rentiert, ist in frage gestellt. meistens trifft geringes einkommen auf schlechte lebensgewohnheiten und dies erzeugt höhere kk kosten.
    • Eh Doch 19.11.2018 12:56
      Highlight Highlight genau, ein Rattenschwanz
  • Spitzbuab 19.11.2018 10:13
    Highlight Highlight Lieber eine Einheitskrankenkasse ala SUVA.
    Der ganze Wasserkopf und die unnötigen Abwehrversuche sind damit weg.
    Nur noch die Zusatzversicherungen sollten frei sein.
    Die Prämien würden somit sicher sinken.
    Auch braucht nicht jedes Krankenhaus teure Maschinen. Es braucht auch nicht in jedem 2. Dorf ein Krankenhaus.
    In anderen Ländern sind die auch weiter entfernt und es geht auch. Und sowieso - der Kantönligeist macht eh alles viel teurer in der Schweiz.
    • Amboss 19.11.2018 11:25
      Highlight Highlight Knapp 5% der Prämien geht für den Verwaltungsaufwand (inkl. Werbung etc...).
      Auch eine Einheitskasse benötigte so viel, denn das Prüfen der Abrechnungen fällt ja nicht weg, und dass eine Einheitskasse Sklaven einstellen dürfte, glaube ich auch nicht.

      Also, wo ist das Einsparpotenzial?
      Ich sehe es wirklich nicht.


      Und das zweite ist eine politische Frage. Schau, was jedes Mal passiert, wenn ein Krankenhaus geschlossen werden soll, oder schon nur wenn gewisse Abteilungen geschlossen werden. Jedes Mal ein Aufschrei der Empöfung.
    • Spitzbuab 19.11.2018 11:34
      Highlight Highlight Nur - Die KK sind gar nicht daran interessiert die Prämien zu senken. Der Gewinn wird ja an die Aktionäre und den Verwaltungsrat gezahlt. Wo ist da das Anreiz Prämien zu senken?
      Und es wird ja auch kein Druck auf die Kosten ausgeübt, da es ja nicht nötig ist. Das Volk schreit - aber schluckt.
    • @ursus 19.11.2018 11:57
      Highlight Highlight übrigens: die SUVA erhebt Risikoprämien, d.h. wer viel Unfälle hat, zahlt mehr, wer in einem Risikoberuf arbeitet, zahlt mehr.
      Für die KK würde das heissen, wer oft krank ist oder „ungesund“ lebt, zahlt mehr.
      Dann würden wir auch keine Prämienverbilligungen mehr brauchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 19.11.2018 10:11
    Highlight Highlight Da wird sich jeder Immobilienunternehmer freuen, der sein steuerbares Einkommen auf 0 gedrückt hat durch geschickte Investitionen. Oder woran soll man einen Monatslohn bemessen?
    • Sefe_Ta 19.11.2018 10:27
      Highlight Highlight Alles was als Einnahmen in einem Konto rein kommen. Mieteinnahmen, Lohneinnahmen und vileicht noch 0.5% vom Gesamtvermögen. Das wäre doch Fair.
    • geissenpetrov 19.11.2018 10:51
      Highlight Highlight Am Lohnausweis?
    • Joseph Dredd 19.11.2018 11:11
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen die Prämienvergünstigung vom Kanton aufgrund des niedrigen Einkommens...
  • the bøll 19.11.2018 10:03
    Highlight Highlight 9k für eine Leistung, die ich nicht nutze (Gottseidank)?
    • Hand-Solo 19.11.2018 11:47
      Highlight Highlight Ja. Das nennt sich Solidaritätsprinzip.
      Andernfalls zahlst du halt über die Steuern die Krankenkassenverbilligungen, welche der Staat schon heute ausschüttet, kommt im Endeffekt aufs gleiche aus.
    • the bøll 19.11.2018 13:24
      Highlight Highlight Hand-Solo, das wären über 3 Mal soviel KK-Prämien, die ich dann berappen müsste. Das Steueramt wird mir nicht einfach über 6k mehr in Rechnung stellen können.
  • Pasch 19.11.2018 10:02
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