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Die Zeit von Marcel Koller als österreichischer Nationaltrainer ist wohl abgelaufen.
Die Zeit von Marcel Koller als österreichischer Nationaltrainer ist wohl abgelaufen.
Bild: APA/APA

«Keine Weiterentwicklung zu sehen» – jetzt wollen die Ösis «Krisen-Koller» nicht mehr

Seit Beginn der Fussball-EM 2016 steckt Marcel Koller mit Österreich in einer Krise. Nur zwei von 13 Partien wurden gewonnen. Das 1:1 gestern Abend zuhause gegen Aussenseiter Georgien ist wohl der triste Abschluss einer grossartigen Amtszeit des Schweizers bei unserem östlichen Nachbarn.
06.09.2017, 09:5906.09.2017, 10:13

Die österreichische Fussball-Nationalmannschaft wird die Fussball-WM 2018 in Russland aller Voraussicht nach verpassen. Das Team des Schweizer Trainers Marcel Koller kriegte auch gegen Georgien (Nummer 112 der FIFA-Weltrangliste) die Kurve nicht und kam zuhause nur zu einem mageren 1:1.

Damit liegt unser östlicher Nachbar mit 9 Punkten aus acht Spielen bloss auf Rang 4 der Quali-Gruppe D, fünf Punkte hinter dem Zweitplatzierten Wales, vier hinter Irland auf Rang 3. 

Die Tabelle der Gruppe D:

Bereits das 0:1 in Wales am vergangenen Samstag war verhängnisvoll – sowohl für das Projekt WM-Qualifikation als auch für Trainer Marcel Koller, dessen Amtszeit als österreichischer Nationaltrainer wohl bald endet. Wir haben die wichtigsten Stimmen und Reaktionen gesammelt:

Marcel Koller

«Ich habe für mich selbst noch keine Entscheidung getroffen.»
Marcel Koller im ORF-Interview

«Ich möchte so schnell nach dem Spiel nicht entscheiden, mir ein paar Tage Ruhe geben und Pro und Contra abwägen. Ich weiss ja auch nicht, was der ÖFB entscheidet», erklärte Koller nach dem Spiel und ergänzte: «Ich habe für mich selbst noch keine Entscheidung getroffen.»

Bild: AP/AP

ÖFB-Präsident Leo Windtner

«Wir werden uns parallel zu den Gesprächen mit Koller umsehen müssen.»

«Wir werden nicht zögerlich handeln, aber mit ihm vorher Gespräche führen. Das sind wir ihm schuldig. Es gab noch keine Suche, das wäre unfair. Aber wir werden uns parallel zu den Gesprächen mit Koller umsehen müssen.»

Leo Windtner beim Amtsantritt von Marcel Koller im Oktober 2011.
Leo Windtner beim Amtsantritt von Marcel Koller im Oktober 2011.
Bild: EPA

Die Medien

Alles dreht sich um Koller: der Online-Auftritt der österreichischen Tageszeitung «Die Presse». 
Alles dreht sich um Koller: der Online-Auftritt der österreichischen Tageszeitung «Die Presse». 
screenshot: diepresse.com

«Krone»-Sportchef Max Mahdalik

Der Sportchef der auflagenstärksten österreichischen Zeitung fragt sich: Hätte man nicht Trainer Koller tauschen müssen?

«Aber seit dem Zeitpunkt, wo man sich für die EURO qualifiziert hatte, gab es keine Weiterentwicklung. Beim Team und vor allem auch beim Trainer Marcel Koller, der viel zu lange krampfhaft am immergleichen Konzept festhielt.»
«Krone»-Sportchef Max Mahdalik
«1:1 gegen Georgien – die letzten Zweifel sind beseitigt.»
derstandard.at
Die «Krone» spricht nach dem 1:1 von einer Blamage.
Die «Krone» spricht nach dem 1:1 von einer Blamage.
screenshot: krone.at

Marko Arnautovic

«Er hat sich maximalen Respekt verdient.»

«Ich denke nicht, dass es am Trainer liegt. ‹Koller raus› ist immer leicht zu sagen. Er hat uns zur EURO gebracht, hat etwas Riesiges geschaffen. Wir Spieler müssen es am Platz richten. Das Teamchef-Thema könnt ihr abschreiben. Er hat nix damit zu tun. Er hat sich maximalen Respekt verdient. Ich krieg' so einen Hals, wenn ich lese, dass er weg muss.»

Das Geleistete

Als Marcel Koller die österreichische Nationalmannschaft im Oktober 2011 übernahm, war diese am Boden. Der Schweizer arbeitet gut, so gut, dass er vor rund zwei Jahren fast schon als Nationalheld gefeiert wurde – er führte die Österreicher zurück zu den Grossen und qualifizierte sich souverän für die EM 2016 in Frankreich.

«Er ist der ganz grosse Schweizer Kracher als Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Er hat ganz wesentlich beeinflusst, was hier in den letzten vier Jahren passiert ist», sagte ORF-Kommentator Thomas König damals. 

Die Zukunft

Kommende Woche soll es zu einem Treffen der ÖFB-Entscheidungsträger kommen und über die Zukunft Kollers und den weiteren Fahrplan diskutiert werden. 

Sollte es nicht zu einer Verlängerung von Kollers Vertrag, der noch bis Ende Jahr läuft, kommen, könnte es den Schweizer zu Rekordmeister Rapid Wien ziehen. Wie sport.oe24.at berichtet, soll Sportchef Fredy Bickel im Hintergrund bereits am Deal basteln. 

Die Twitter-Reaktionen

Da lief es für Koller mit Österreich noch besser

1 / 15
So feiert Österreich Marcel Koller nach dem Sieg gegen Liechtenstein
quelle: epa/apa / roland schlager
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