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Basel's Aldo Kalulu, Konstantinos Dimitriou, Blas Riveros, Eray Cuemart and Samuele Campo, from right, upon their arrival the day before the UEFA Champions League second qualifying round first leg match between Greece's PAOK FC and Switzerland's FC Basel 1893 at the Thessaloniki Airport, Greece, on Monday, July 23, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein wichtiger Spieler konnte die Reise nach Saloniki nicht mitmachen. Bild: KEYSTONE

Vor dem Spiel um Millionen muss Wicky noch an der Basler Abwehr basteln

Die Partie des FC Basel gegen Paok ist mit das bedeutendste Auswärtsspiel der Saison, doch die Vorzeichen stehen äusserst schlecht.

céline feller / Aargauer Zeitung



Überlebenswichtig. Als das bezeichnet Marco Streller die Champions League für den FC Basel. Ein grosses Wort, das Druck aufsetzt. Insbesondere angesichts dessen, dass der Weg des FCB in die Champions League weit ist. Sehr weit. Zwei Qualifikationsrunden plus die Playoffs müssen die Basler überstehen, wenn sie ein achtes Mal in der Gruppenphase der Königsklasse stehen wollen.

Dass der FCB-Sportchef diesen Druck in Kauf nimmt und der Champions League solches Gewicht verleiht, hat zwei Gründe. Einerseits die finanziellen Reize. Alleine die Startprämie für die Gruppenphase beläuft sich auf mindestens 15.25 Millionen Euro (aufgrund des starken Koeffizienten, der neuerdings mithonoriert wird, könnten es bis über 31 Millionen werden). Geld, das der FCB einkalkuliert hat. Schafft er «nur» den Sprung in die Europa League – von Besitzer Bernhard Burgener als Mindestziel deklariert –, würden nur vergleichsweise mickrige 2.92 Millionen Euro (plus Koeffizient-Millionen) in die Klubkassen fliessen.

Basel's and sports director Marco Streller upon his departure the day before the UEFA Champions League second qualifying round first leg match between Greece's PAOK FC and Switzerland's FC Basel 1893 at the EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg, Switzerland, on Monday, July 23, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Sportchef Marco Streller macht die Reise nach Griechenland ebenfalls mit. Bild: KEYSTONE

«Mit überlebenswichtig meine ich aber nicht nur den finanziellen Aspekt», sagt Streller und deutet auf den zweiten, fast noch wichtigeren Faktor hin: die Königsklasse als Argument bei den Spielern. Denn finanziell wäre der Gang in die Europa League zu verkraften. Alleine seit Beginn dieses Jahres hat der FCB durch lukrative Verkäufe unter anderem von Manuel Akanji und Mohamed Elyounoussi ein Transferplus von rund 60 Millionen Euro erwirtschaftet.

Ermöglicht wurden diese Ablösen wiederum durch die Champions League und die historisch starken Auftritte dort. «Es geht aber vor allem um unseren Ruf und darum, wie man Spieler zum FCB locken kann. Da ist die Champions League ein riesiges Argument», führt Streller aus. Gerade die FCB-Neuzugänge Aldo Kalulu und Silvan Widmer hätten diverse andere Optionen gehabt, wurden jedoch mitunter mit dem Argument Königsklasse überzeugt.

Garantie oder Europa-League-Quali

Der erste Schritt in ebendiese Königsklasse ist das heutige Auswärtsspiel bei Paok Thessaloniki (19.30 Uhr, Teleclub). Und er ist gleich der bedeutendste. Kann sich der FCB nämlich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel vom nächsten Mittwoch schaffen, ist er schon ganz nahe dran, das vorgegebene Minimalziel zu erreichen.

FC Basel during a training session the day before the UEFA Champions League second qualifying round first leg match between Greece's PAOK FC and Switzerland's FC Basel 1893 in the Toumba stadium in Thessaloniki, Greece, on Monday, July 23, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Hier spielt der FCB heute Abend um 19.30 Uhr gegen PAOK Saloniki. Bild: KEYSTONE

Denn: Übersteht der FCB diese Quali-Runde, steht er bereits sicher in der Gruppenphase der Europa League und hat darüber hinaus weiterhin die Chance, sich für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren. Diese Garantie, sicher europäisch spielen zu können, ist es, was den Duellen gegen Paok eine immense Bedeutung gibt. Sportchef Streller und Trainer Raphael Wicky wählten unisono die Bezeichnung «extrem wichtig» und betonten, dass man sich der Tragweite bewusst sei.

In der nächsten Quali-Runde würde der FCB auf Spartak Moskau treffen – dies hat die gestrige Auslosung ergeben. Aber auch bei einem allfälligen Ausscheiden gegen Paok hätte der FCB weiterhin Chancen, international zu spielen. Zwar nur noch in der Europa League, aber immerhin. In der dritten Quali-Runde für diesen Wettbewerb würde er auf den Sieger des Spiels FC Viitorul (Rumänien) gegen Vitesse Arnheim (Holland) treffen.

Petretta oder Dreierkette

Aber das ist noch weit weg. Jetzt zählt Paok. Das ohnehin schon schwierige Spiel im Hexenkessel Toumba und ohne Fans hat sich gestern noch verkompliziert. Denn wer am Flughafen auf Silvan Widmer wartete, tat dies vergebens. Der Rechtsverteidiger konnte nicht mitreisen. «Er hatte eine sehr schlechte Nacht, musste sich nach dem Essen am Sonntagabend erbrechen», erklärte ein konsternierter Wicky die Abwesenheit.

«Raoul Petretta auf rechts zu bringen, ist die naheliegendste Möglichkeit.»

Der Ausfall Widmers ist jener, der das Team am schwersten trifft. Für ihn gibt es kein Back-up. Taulant Xhaka, der hätte einspringen können, ist verletzt und gar nicht mitgereist. Neftali Manzambi hat sich geweigert, als Rechtsverteidiger zu spielen, und weilt im Probetraining von Sporting Gijón. Und Nachwuchs-Rechtsverteidiger Alessandro Stabile ist in den Ferien, weil er im Sommer keine Pause hatte.

Basels Raoul Petretta im Fussball Freundschaftsspiel zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Luzern im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag, 27. Januar 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Kommt Raoul Petretta auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz? Bild: KEYSTONE

Bleibt also noch Raoul Petretta, der von links auf rechts wechseln könnte. Dies hat er bereits gegen St.Gallen und in einigen Testspielen getan. Überzeugen konnte der Linksfuss aber nie ganz. Dennoch sagt Wicky: «Raoul auf rechts zu bringen, ist die naheliegendste Möglichkeit.»

Eine andere wäre die Umstellung auf eine Dreierkette. Die Optionen dazu hätte der FCB-Trainer allemal: Die Innenverteidiger Eder Balanta und Eray Cümart wären einsatzfähig. Und doch scheint die Variante mit Petretta realistischer. «Ich werde etwas basteln», sagt Wicky. Und kann nicht verbergen, dass er auf den Ausfall von Widmer gerne verzichtet hätte. Es ist nach der Niederlage gegen St.Gallen bereits der zweite Rückschlag der noch jungen Saison.

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Switch_On 24.07.2018 12:28
    Highlight Highlight Und nochmal: FCB Modefans for Wein doch
    • Triumvir 24.07.2018 13:23
      Highlight Highlight Wein doch selber lieber Wicky, Burgener und Streller Fanboy! Bald wirst du def. auch Grund dazu haben :-P
  • pun 24.07.2018 10:54
    Highlight Highlight Lustig, wie schnell sich der Wind dreht. In der vorletzten Saison kommentierte jede/r Sportjournalist/in der/die etwas von sich hält, wie langweilig die Super League wegen der baslerischen Dominanz sei und jetzt bekomm ich beim Lesen der Artikel fast sowas wie Mitleid mit dem FCB. 😅
  • Triumvir 24.07.2018 10:50
    Highlight Highlight Heute braucht es wohl ein kleines Fussballwunder...denn mit dem aktuellen Kader kann der FCB auf der europäischen Bühne nicht wirklich mithalten...
    • Jiri Lala 24.07.2018 11:08
      Highlight Highlight Oh Gott , mit einem solchen Kader so zu grännen.. euch würde einfach ein Abstieg einmal gut tun, um wieder die Realitäten zu sehen... schlimmer als Bayernfans! Omlin wird Vaclik mehr als ersetzen, Lulalu bringt echte Offensivpower und Widmer kann Lang durchaus ersetzen, dazu habt ihr eine Reihe an vielversprechenden Talenten Campos etc ne ne das ist ein unsägliches Gegränne..
    • Jamaisgamay 24.07.2018 11:44
      Highlight Highlight Kalulu kann sogar Buchstaben durcheinander wirbeln :-)
    • Switch_On 24.07.2018 12:19
      Highlight Highlight @Jiri Lala: Ich gebe dir in allem Recht inkl dem Abstieg! Das Gejammere der Modefans geht mir auf die Nerven.

      Ein Punkt noch: Bis Omlin Vaclik "mehr als ersetzt" braucht er schon einiges mehr als eine tolle Saison beim FCL und ein gutes Spiel beim FCB. Vaclik ist schon (noch) einiges besser.
  • ujay 24.07.2018 10:42
    Highlight Highlight Was? Ein Manzambi weigert sich, Rechtsverteidiger zu spielen. Wicky täte gut daran, solche Spieler intern auszuschliessen und nicht mal mehr beim Nachwuchs mittrainieren zu lassen. In einem konsequent geführten Verein würde ein Spieler nicht daran denken, sich zu verweigern.
    • Adrian Buergler 24.07.2018 10:46
      Highlight Highlight @ujay: Deshalb weilt er nun im Probetraining von Sporting Gijón. Ich glaube nicht, dass er beim FCB noch eine grosse Zukunft hat.
    • Switch_On 24.07.2018 12:20
      Highlight Highlight Er wurde von Wicky schon in die U21 verbannt und an der Pressekonferenz sprachen Streller und Wicky deutliche Worte
  • Paul_Partisan 24.07.2018 10:18
    Highlight Highlight Schon lustig, wie Pipi, Raffi, Vali & co. das Erbe Heuslers an die Wand fahren...
    • Amboss 24.07.2018 11:05
      Highlight Highlight Erstens: Meines Wissens die CL-Quali und der Titel noch möglich.

      Zweitens: Was für ein Erbe? Ich sage es mal ein bisschen böse: Heusler hat nur verwaltet.
      Als er anfing, hat sich der FCB die regelmässigen Meistertitel und CL-Teilnahmen bereits erarbeitet.
      In seiner Zeit war es einfach: CL "gratis" und mit diesem Argument konnte man immer Spieler zum FCB holen, die eigentlich zu gut sind für die SL.
      Und genau dann als die UEFA den Qualimodus für die CL änderte, trat er zurück. Statt die schwierige Aufgabe anzunehmen, den FCB in die neue Zeit, wo es nur noch eventuell CL gibt, zu leiten.
  • Asmodeus 24.07.2018 10:10
    Highlight Highlight Überlebenswichtig ist die CL vor Allem für Streller und Wicky geworden.

    Der Faden an dem ihre Zukunft hängt ist sehr sehr dünn.
  • Puce98 24.07.2018 10:01
    Highlight Highlight Diese "Koeffizient-Millionen" sind meiner Meinung nach wieder einmal eine überhaupt nicht sinnvolle Idee. Die Besten bekommen so einfach noch mehr Geld und werden noch besser, während die Kleinen immer weniger profitieren. Die Lücke wird immer grösser...
    • Switch_On 24.07.2018 12:23
      Highlight Highlight Ist zwar ein anderes Thema, aber ja du hast völlig recht.

      So wird es für kleinere Clubs leider immer schwieriger in die CL zu kommen.

      Die Drohgebärden aus München, Barcelona, Madrid, Manchester, London und Co. haben leider gefruchtet.
  • Linus Luchs 24.07.2018 09:06
    Highlight Highlight "Alleine seit Beginn dieses Jahres hat der FCB durch lukrative Verkäufe unter anderem von Manuel Akanji und Mohamed Elyounoussi ein Transferplus von rund 60 Millionen Euro erwirtschaftet."
    Das klingt so, als wären diese Verkäufe ein Erfolg. Für den Buchhalter mag das so sein. Aber sportlich, und meines Wissens ist der FCB immer noch ein Sportverein, sind die Abgänge von Akanji, Steffen, Elyounoussi und Lang ein substantieller Verlust, den Streller nicht annähernd kompensiert hat. Der Auftritt letzten Samstag gegen St. Gallen hat es bereits angedeutet. Die Jahre des FCB-Überflugs sind vorbei.
    • ujay 24.07.2018 10:33
      Highlight Highlight @Fuchs. Manche begreifen nicht, dass der FCB nicht Bayern München oder der FC Chelsea sind. Spätestens seit dem Abgang von Oeri und deren Millionen vor Jahren, hat sich abgezeichnet, dass kleinere Brötchen gebacken werden müssen. Kleineres Budget. Der FCB kann nur noch als Durchlauferhitzer funktionieren: Spieler günstig einkaufen, teuer verkaufen, nur um wenigstens in der Superleague eine Rolle zu spielen, geschweige denn in irgendeinem europäischen Wettbewerb.
    • Linus Luchs 24.07.2018 11:08
      Highlight Highlight @ujay: Gigi Oeri ist im Dez. 2011 zurückgetreten. Damals lag der Umsatz des FCB bei 68 Mio. Franken. Die Entwicklung seither OHNE Gigi Oeri:
      2012 80 Mio.
      2013 88 Mio.
      2014 105 Mio.
      2015 92 Mio.
      2016 132 Mio.
      2017 88 Mio.
      Der finanzielle Aufstieg mit dem Höhepunkt im Jahr 2016 hat NICHTS mit Oeris Millionen zu tun, sondern nur mit einer extrem professionellen Vereinsführung durch die Crew um Berhard Heusler. Es wäre toll, wenn diese Mär von Gigi Oeris Millionen endlich einmal begraben wird. Ja, in den Nullerjahren spielte ihr Support eine Rolle, aber seit ihrem Rücktritt nicht mehr!
  • Zaungast 24.07.2018 08:57
    Highlight Highlight Es wird nun vor allem wichtig sein, dass Balanta schnellstmöglich zurückkehrt.

Der Bonus der Grossen? Bei diesem Faustschlag von Omlin gibt es weder Karte noch Penalty

Es gibt Schiedsrichterentscheide, die wochenlang diskutiert und kaum vergessen werden. Der Faustschlag von Jonas Omlin gegen den Hinterkopf von Kevin Bigler führt zu einem solchen Entscheid.

Erst vier Minuten sind im St.-Jakob-Park gespielt, als Basels Goalie Jonas Omlin aus dem Tor eilt, um den Ball vor dem Kopf des aufspringenden Thuners Kevin Bigler wegzufausten. Omlin verschätzt sich. Er hat keine Chance, an den Ball zu kommen. Er bricht sein Vorhaben aber nicht ab. Statt die Faust gegen den Ball einzusetzen, schlägt er sie dem Gegner wuchtig gegen den Kopf, gegen den Hinterkopf. Bigler bleibt eine Weile, offensichtlich benommen, am Boden und spielt danach weiter. 20 Minuten …

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