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«DEN» Feminismus gibt es nicht! Hier sind 10 ganz unterschiedliche Strömungen

Bild via fiveprime/ flickr

Feminismus kennt viele Gesichter. Hier sind 10 davon. 

08.03.18, 14:46 09.03.18, 06:27

Der Feminismus ist super. Oder nervig. Oder notwendig. Oder dumm.

Das sind alles falsche Aussagen. Denn «DER» Feminismus existiert so nicht. Wie bei jeder sozialen Bewegung scheiden sich auch beim Feminismus die Geister. Auch wenn es so wirkt, als wollten alle Feministinnen dasselbe, entspricht das überhaupt nicht der Realität. Es gibt ganz verschiede Motivationen dafür, sich feministisch zu nennen. Einige stehen ganz nahe zusammen und andere widersprechen sich grundsätzlich. Die einen wollen den Staat abschaffen und die Anarchie ausrufen – andere sagen, Sexismus gäbe es nur wegen der Migration.

Für den internationalen Frauentag haben wir 10 verschiedene Feminismus-Bewegungen unter die Lupe genommen. 

Mainstream-Feminismus

Der Mainstream-Feminismus beherbergt alle Forderungen nach Gleichstellung, die nicht gerade die ganze Welt auf den Kopf stellen wollen: Zum Beispiel den Feminismus im Staatswesen mit den Gleichstellungsbüros von Bund und Kantonen, die auf institutioneller Ebene für mehr Geschlechter-Gerechtigkeit sorgen sollen.

Zum Mainstream-Feminismus gehören aber auch Kampagnen, die den Alltagssexismus verurteilen. Wir erinnern uns an Hashtag-Aktionen wie #schweizeraufschrei oder #metoo. Durch den Mainstream-Feminismus gelangen Themen wie sexuelle Diskriminierung oder Lohnungleichheit an eine breite Öffentlichkeit. Er gilt als die Errungenschaft der grossen Frauenbewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Und er ist somit auch die Plattform dafür, dass Feminismus immer trendiger wird. Galten Feministinnen früher als krächzende Männerhasserinnen mit krausem Achselhaar, ist die Selbstbezeichnung als «Feminist» heute der Statusquo eines jeden urbanen Menschen. Was nicht ohne Kritik bleibt.

Dem Mainstream-Feminismus wird oft vorgeworfen, dass er mit seinen schmucken «Girl Power»-Shirts und seinen Pop-Star-Ikonen wie Beyoncé und Co. die fundamentalen Probleme aus den Augen verliert.

Radikaler Feminismus

Zu den Kritikerinnen des Mainstream-Feminismus' gehören jene Aktivistinnen, die sich als radikal verstehen. Sie sehen etwa in der staatlichen Frauenförderung keine effektive Methode zur absoluten Gleichberechtigung. Viel mehr seien solche Versuche Tricks, um die Arbeitskraft von Frauen maximal auszubeuten, sodass die Frauen im Alter dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Mit «maximaler Ausbeutung» argumentieren radikale Feministinnen deshalb, weil sie davon ausgehen, dass die meisten Tätigkeiten im Haushalt und in der Kinderbetreuung  immer noch in weiblicher Verantwortung liegen.

Geboren zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren geht der radikale Feminismus davon aus, dass wir in einer total patriarchalen Gesellschaft leben, in der Männer Frauen schon seit jeher und auf allen verschiedenen Ebenen kontrollieren. In dieser Logik scheint es den radikalen Feministinnen als unmöglich, das System mittels Frauenförderung und hippen Feminismus-Shirts zu reformieren. Sie fordern letztlich eine Revolution. Die Überwindung des Patriarchats, zur Gleichstellung aller Menschen.

Differenzfeminismus

Die Gleichheit und Gleichberechtigung wird zu einem schwierigen Thema, wenn man mit einer Differenzfeministin spricht. Denn in dieser Bewegung existiert das «Gleiche» überhaupt nicht. Man geht hier davon aus, dass Männer und Frauen grundsätzlich verschieden sind. Frauen hätten unter anderem durch die Fähigkeit, Mutter zu werden und ganz andere Wesenszüge als Männer. Etwa Fürsorglichkeit, Mitgefühl oder Geduld.

«Adam und Eva» von Lucas Cranca d.Ä. (1526) bild: wikimedia

Was jetzt so tönt wie alte Vatikan-Theologie, meint eigentlich nur, dass das ewige Plädieren auf Gleichheit keinen Sinn mache. Frauen und Männer haben dieser Meinung nach ganz andere Fähigkeiten, die es unterschiedlich einzusetzen gilt. Zum Beispiel seien Frauen durch ihre friedvolle Art oft besser fürs Personalmanagement geeignet, als Männer. Heisst es so oft in den Argumenten jener Feministinnen. 

Im Differenzfeminismus ist man dann auch der Meinung, dass sich Frauen und Männer am besten unter ihresgleichen entfalten können. Dabei ist wahrscheinlich nicht die Aufforderung an alle Menschen der Homosexualität zu verfallen gemeint, dennoch haben das einige Männer schon so verstanden …

Eine «Analyse» des US-Politikers und Predigers Pat Robertson wurde zum ironischen Manifest von Differenzfeministinnen. bild: pd

Öko-Feminismus

Öko-Feminstinnen sind eine Teilgruppe der Differenzfeministinnen, die sich aber vor allem mit Klimafragen beschäftigen. Sie glauben, dass Frauen eine «natürliche Verbindung zur Umwelt» haben und diese deshalb am besten schützen können.

Zudem sind Ökofeministinnen zumeist davon überzeugt, dass Frauen und Kinder, gerade auch in Industrieländern, am meisten von der Ausbeutung der Natur betroffen sind. In ihrem Kampf gegen das Patriarchat sehen sie die Chance, die zukünftigen Generationen in weiblicher Hand, nachhaltig zu organisieren. 

Der Öko-Feminismus findet seine Wurzeln in der 68er-Bewegung.  bild: via red-fem-blog

Queer-Feminismus

Für die Argumente von Differenz- und Öko-Feministinnen hat der Queer-Feminismus nur Augenrollen übrig. Die erste Vordenkerin dieser Bewegung hiess Simone de Beauvoir und sie ging mit folgendem Satz in die Geschichte ein:

«Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.»

Simone de Beauvoir in «Das andere Geschlecht» (1949)

Anders als die Differenzfeministinnen sieht de Beauvoir Geschlecht nicht als etwas Essenzielles – nicht als ein Wesen in einem drin – sondern als etwas, das man beigebracht kriegt. Durch ganz viele soziale Normen.

Denkt man auf diese Art und Weise über Geschlecht nach, so gibt es eigentlich keine Männer und Frauen mehr, sondern, wie die Philosophin Judith Butler sagt:

«Es gibt so viele Geschlechter, wie es Menschen gibt.»

Die Konsequenz daraus: Der Queer-Feminismus kämpft nicht per se für die «Frau», sondern gegen das System, das Menschen in zwei Gruppen einteilt. Denn laut dem Queer-Feminismus sind alle Menschen grundsätzlich gleich und nur die Gesellschaft ist es, die den «Frauen» beibringt, dass sie fürsorglich sein sollten, Lippenstift tragen müssen und sich alle paar Tage die Beine rasieren müssen.

Queer-Feministinnen sagen, dass Geschlechternormen eine Doktrin der Gesellschaft sind und dass es mehr als nur «Frau» und «Mann» gibt. bild: via reddit

Das Wort «queer» spielt dabei eine grosse Rolle. Auf deutsch bedeutet es «merkwürdig» oder «wunderlich». Früher wurde es im englischen Sprachraum oft benutzt, um homosexuelle Menschen zu beleidigen. Seit den 90er-Jahren haben sich Menschen, die aus der geschlechtlichen oder heterosexuellen Norm fallen, den Begriff selbst angeeignet. Sie zelebrieren damit ihre mutmassliche «Merkwürdigkeit» und wollen zeigen, dass ein Denken in «normal» und «abnormal» unlogisch ist.

Dem Queer-Feminismus schliessen sich deshalb viele Mitglieder der LGBT-Community an. Nicht zuletzt weil Transmenschen von Differenzfeministinnen oft ausgeschlossen werden. In jenen Kreisen herrscht nämlich oft die Meinung, dass Transfrauen keine echten Frauen und Transmänner Verräter des Feminismus' seien.

Sexpositiver Feminismus

Sexpostiver Feminismus geht davon aus, das Feministinnen sich auf die lustvollen statt auf die gewaltvollen Aspekte von Sexualität konzentrieren sollten. Dabei wird festgehalten, dass sexuelle Freiheit ein wichtiger Teil der Emanzipation darstellt.

Während die sogenannten «Altfeministinnen» (Prägung der 70er-Jahre) wie etwa die deutsche Schriftstellerin Alice Schwarzer Pornographie, Sexarbeit und BDSM-Spielereien noch heute vehement verurteilen, frönen die sexpositiven Feministinnen genau dem. Sie setzen sich gegen das veraltete Opfer-Täter-Narrativ ein, indem sie finden, dass Sexarbeit und Sadomaso-Sex emanzipatorisch ist, wenn alles in gegenseitigem Einverständnis geschieht. Schwarzer schrieb einst in ihrer Zeitschrift Emma, dass solch eine Neigung, eine Kollaboration mit dem Patriarchat sei.

An den sog. «Slut Walks» wollen sexpositive Feministinnen die weibliche Sexualität – von Prostitution bis BDSM – enttabuisieren. Bild: EPA/KEYSTONE

Black-Feminismus

Der Feminismus, der spezifisch für die Rechte schwarzer Frauen kämpft, entwickelte sich in den 1960er-Jahre. Damals fand in den USA eine schwarze Bürgerrechtsbewegung statt. Zeitgleich kämpften im Zuge der zweiten Feminismuswelle vor allem weisse Frauen aus dem Mittelstand für bessere Arbeitsrechte.

Audre Lord ist eine der Begründerinnen des «Black-Feminism» in den 1960er-Jahren. bild: k. knedall via wikimedia

Schwarze Frauen fanden in keiner der beiden Bewegungen ihren Platz. Bei der Bürgerrechtsbewegung schwarzer Männer wurde nicht über den Sexismus in den eigenen Reihen gesprochen. Bei den weissen Frauen, machte man sich keine Gedanken über Themen wie Rassismus und Klassismus. Die Schriftstellerin Audre Lorde schrieb dazu:

«Ich bin eine schwarze Feministin. Damit meine ich, dass ich erkenne, dass sowohl meine Stärke wie auch meine Unterdrückung aus meinem Schwarzsein und meinem Frausein entstehen, und deswegen sind meine Kämpfe an diesen beiden Fronten untrennbar.»

Der Black-Feminsimus widmet sich deshalb besonders der Überkreuzung von Sexismus und Rassismus. Von ihm abgespalten existiert auch der islamische Feminismus. Er operiert zwar ähnlich, doch argumentiert weniger kulturell als innerhalb der religiösen Lehren des Korans. 

Intersektionaler Feminismus

Apropos Überkreuzung. Der Black-Feminismus ist mitunter auch der Begründer der Intersektionalen-Denkweise. 

Ein Wort das fürchterlich kompliziert klingt, aber einfach zu verstehen ist. Intersektion bedeutet Überschneidung oder Kreuzung. Intersektionaler Feminismus denkt folglich mit, dass Frauen nicht nur aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt werden, sondern dass es noch viele andere Faktoren gibt, die Menschen einteilen und somit diskriminieren können. Zum Beispiel eben die Hautfarbe, die ethnische Zugehörigkeit, Religion, die Lohnklasse oder die Sexualität.

Zum Beispiel hat eine schwarze, lesbische Transfrau mit Diskriminierung auf vielen verschiedenen Ebenen zu kämpfen. Dieser Kampf erschwert jener Frau dann beispielsweise auch das Arbeitsleben, weswegen sie eventuell in Armut verfällt und so weiter. 

Intersektionaler Feminismus reagiert auf Probleme dieser Art, indem er kritisiert wie die Gesellschaft Menschen einteilt, einschränkt und unterdrückt. Dabei wird oft von Normen und Privilegien gesprochen, die es als privilegierter Mensch, namentlich vor allem als weisser, gutverdienender Hetero-Mann, zu hinterfragen gilt.

«There is no such thing as a single-issue struggle because we do not live single-issue lifes.»

Audre Lorde

Kritikerinnen und Kritiker unterstellen dieser Praxis, dass sie eine utopische Welt anstrebt, die man nicht erreichen kann, ohne die Freiheit des einzelnen anzugreifen. Viele Menschen stören sich daran, dass intersektionale Feministinnen gewisse Wörter als derart rassistisch, trans- oder homophob erachten, dass sie sie gänzlich verbieten wollen.

Femonationalismus

Zu diesen Kritikerinnen gehören unter anderen die Femonationalistinnen. Sie sagen, dass es in Europa bloss Sexismus gäbe, weil so viele Leute hier hin flüchten würden. Obwohl der Bewegung aus den verschiedensten Kreisen unterstellt wird, dass es sich hierbei bloss um eine neurechte Bewegung handelt, die feministische Begriffe missbraucht, erfreut sich die Strömung gerade an grossem Interesse in den sozialen Medien.

Unter dem Hashtag #120db (Dezibel) will eine Gruppe von Frauen aus der indentitären Bewegung zum «wahren» Aufschrei gegen Sexismus aufrufen. 120 Dezibel, so die Gruppe, sei die Lautstärke eines Handelsüblichen Taschenalarms, den mittlerweile jede Frau in Zentraleuropa rund um die Uhr bei sich haben müsste. In einem Video sagen einige Mitglieder der Gruppe explizit, dass jeder, der sich für eine lockere Einwanderungspolitik ausspreche, die Vergewaltigung von zentraleuropäischen Frauen mitverantworte.

Die Berliner Rapperin Sookee kommentierte die #120dp-Bewegung kürzlich mit einem viralen Video.  Video: YouTube/Change.org Deutschland

Der Femonationalismus zeigt, dass auch rechte Frauen gegen Unterdrückung  kämpfen. Jedoch geht es diesen Frauen dabei nicht um die Unterdrückung durch das Patriarchat, sondern um die Unterdrückung ihrer rechten Ideologie durch eine Gesellschaft, die sich um Freiheit und Toleranz bemüht. 

Anarcha-Feminismus

Eine Gesellschaft, die sich um Freiheit und Toleranz bloss bemüht, reicht der letzten unserer Feminismus-Strömungen nicht aus. Die Anarcha-Feministinnen sind wohl die radikalsten Aktivistinnen, was ihre Forderungen anbelangt.

Anarcha-Feministinnen wollen die Welt komplett neu denken.   bild via redbubble

In ihren Augen kann die Gleichstellung nur erreicht werden, wenn Nationalstaaten zerstört, die Ehe abgeschafft und der Kapitalismus überwunden ist. Die Unterdückung, die sie bekämpfen wollen, zeige sich in jeder Faser unserer Kultur. Im Kaufhaus, am Arbeitsplatz, an Landesgrenzen und im Schlafzimmer. Die einzige Möglichkeit, um diese Misere zu stoppen, sei das Überwinden jeglicher Grenzen und somit das Ausrufen der Anarchie.

Was für die Anarcha-Feministinnen soviel bedeutet wie die Ablehnung jeder Hierarchie und die damit verbundene grenzenlose Zusammenarbeit aller Menschen an einer freiheitlichen Gesellschaft. Sowohl im öffentlichen, wie auch im privaten Leben.

Der Feminismus nervt wirklich! Da kann Mann den Frauen nicht mal mehr nachpfeifen!

Video: watson

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • DieRoseInDerHose 10.03.2018 10:39
    Highlight Sehr spannender Artikel, danke! 👏🏽
    3 1 Melden
  • ZH27 10.03.2018 10:28
    Highlight Und allesamt sind kollektivistische Ideologien mit einem leichten bis starken marxistischen Anstrich. Nur schon die Idee des Patriachats, das kulturübergreifend Frauen unterdrückt ist absurd. Aber es ist im Prinzip eine Analogie zum Proletariat im Marxiamus. Und eben: diese Opferrolle ist für viele attraktiv, da sie dann keine Verantwortung übernehmen müssen (man ist ja schliesslich unterdrückt und kann nichts dafür).
    6 3 Melden
  • Menel 09.03.2018 07:53
    Highlight Ich sehe mich ja als Emanze 😄, weil ich mich für die Emazipation von Frau und Mann einsetze. In meinen Augen leiden nämlich beide Geschlechter unter der ständigen Schubladisierung. Dass dies zum Teil in komplett anderen Bereichen stattfindet, macht es den Leuten glaub schwer, die "andere Seite" zu sehen und auf sie zu zu gehen 🤔

    Muss aber sagen, Anarcha-Feminismus hat was, gefällt mir 😄
    17 10 Melden
    • TJ Müller 09.03.2018 16:45
      Highlight Uiui Menel, das ist aber gewagt, du hast kein Brett vor dem Kopf, nennst Anacha und Feminismus im gleichen Atemzug und wenn du dich jetzt noch irgendwie positiv über Veganer äusserst hast du wohl die volle Punkzahl ;-)
      2 3 Melden
  • SiLa0 08.03.2018 19:15
    Highlight
    7 11 Melden
  • FuckCommunism_zensiert 08.03.2018 16:39
    Highlight Der jetzige Feminismus kämpf nicht mehr für Gleichberechtigung sondern für Sonderrechte
    Frauen verdienen Gleichviel wie Männer und Können Fahren und Wählen was sie wollen
    In den meisten, wenn nicht sogar in allen Westlichen Ländern.
    Man sollte sich lieber mal Solidarisieren mit den Frauen die durch Islamistische Länder geknechtet werden.
    34 76 Melden
    • Menel 09.03.2018 07:56
      Highlight Lustig, als in einem anderen Artikel die Schweiz mit muslimischen Ländern, bezüglich Frauenstimmrecht, verglichen wurde, hiess es; wie könnt ihr nur!
      Aber wenn es dann ums Anprangern aktueller Probleme geht, dann ist das wohl wieder absolut legitim 😅
      21 11 Melden
    • rauchzeichen 09.03.2018 09:59
      Highlight unter einem artikel der aufzeigt, dass es nicht den feminismus gibt, über den feminismus zu schreiben, ist ne ganz tolle nummer...
      18 1 Melden
  • RosaZitronenmelisse 08.03.2018 16:26
    Highlight Differenzfeminismus wurde auch schon besser erklärt als hier: https://www.srf.ch/sendungen/100-sekunden-wissen/differenzfeminismus
    15 14 Melden
    • TJ Müller 08.03.2018 18:14
      Highlight Geil das eine simple Info geblitzt wird. Ist schon witzig, dass beim Wort Feminismus so viele Menschen rot sehen, es interessiert nicht einmal der Inhalt, nur das Wort alleine genügt. Ich würde mal behaupten, dass die Menschen die hier geblitzt haben, eigentlich genau Differenzfeministen sind, es nur nicht wissen, weil das Wort Feminismus darin enthalten ist...
      23 13 Melden
    • Menel 09.03.2018 07:57
      Highlight @TJ: made my day 😄

      Ja, bei gewissen Worten verfallen ein paar Zeitgenossen in Reflexhandlungen 😂
      12 6 Melden
  • rauchzeichen 08.03.2018 16:11
    Highlight aus einem wort zehn zu machen, hilft nicht. ok, ein bisschen... diese eine wort als sammelcontainer der 10 worte und noch vieler mehr zu sehen, welche wiederum sammelcontainer mit anderen faktoren, meinungen, gesinnungen, etc sind, und dieses prinzip auch auf alle anderen themen anzuwenden, ist die einzig wahre sichtweise auf eine komplexe welt wie unsre. alles ist der chaostheorie unterworfen... wer nun nur über feminismus referiert oder sich voll und ganz dieser bewegung widmet, ist schnell mal auf dem holzweg. wie einige deiner 10 container zeigen.
    3 36 Melden
    • rauchzeichen 09.03.2018 09:57
      Highlight ich mag unerklährte blitze. die find ich witzig, oder auch putzig. noch mehr aber mag ich menschen, die wenn sie nicht meiner meinung sind, sagen wo sie etwas anders sehen. nennt sich diskussion, und hat ebenfalls viel mit den bedeutungscontainer namens worte zu tun.
      2 10 Melden
  • smarties 08.03.2018 15:30
    Highlight Jetzt noch prägende Personen und Literaturvorschläge und und strahle wie ein Maienkäfer;)
    30 1 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 08.03.2018 15:16
    Highlight Sehr interssant, nur kann ich die Einteilung nicht ganz nachvollziehen. Radikal und Anarcha scheint mir nach dem Text das selbe zu sein. Auch würde ich den Black F eher als ideenhistorische Ursprungsspielart des Intersektionellen Feminismus bezeichnen.
    Die strikte Einteilung verdeckt in meinen Augen auch die viele Überschneidungen die es gibt. Im Missy Magazin sieht man mMn diese Überschneidung von Radikal/Anaracha mit Öko,Intersektionelem und Querem Feminismus gut.
    Und Sexpositiv/negativ ist denke ich auch vor allem eine Generationenefrage.
    10 5 Melden
    • Liselote Meier 08.03.2018 16:01
      Highlight So wie es umschrieben wird, ist der Unterschied nicht wirklich ersichtlich. Würde bei Radikal die Grundlage erwähnt wäre es klarer, den Marxismus sprich die materialistische Grundlage im Gegensatz zum Anarchismus welcher mehrheitlich eine idealistische Grundlage hat. Ist heute aber wohl verpönt den Namen eines Mannes zu erwähnen unter einem "Feminismus" Beitrag ;)

      14 0 Melden
    • Jovin Barrer 08.03.2018 16:15
      Highlight Der Unterschied zwischen Anarcha- und dem radiaklen Feminismus besteht insofern, dass sich nicht alle radikalen Femministinnen als Anarchistinnen sehen. Radikaler Feminismus kann durchaus auch auf die Institutionen losgehen oder einer kommunistischen Tradition folgen.

      Überschneidungen gibt's auf jeden Fall. Mensch kann queerfeministisch sein und gleichzeitig die Anarchie fordern oder aber queerfeministisch sein und eine reformistische Politik praktizieren.

      Die Einteilung ist hier eher schematisch als real zu verstehen.
      22 0 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 08.03.2018 16:32
      Highlight Ah ich sehe, vielen Dank.
      9 0 Melden
    • Menel 09.03.2018 08:02
      Highlight Überschneidungen gibt es immer. Überall. Darum gibt es ja auch nicht wirklich einen "reinen" Mann oder eine "reine" Frau. Wir sind alles Mischformen von ganz vielen Aspekten. Das ist das, was mich an dieser ganze Geschlechterdiskussion so langweilt; Menschen werden darüber schubladisiert, was sie zwischen ihren Beinen haben und nicht darüber, was sich zwischen ihre Ohren abspielt.
      12 2 Melden
    • Platonismo 10.03.2018 00:08
      Highlight insofern als, lieber Jovin
      1 0 Melden

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