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Apple selbst hat das mutmasslich neue iPhone-Design versehentlich enthüllt.
Apple selbst hat das mutmasslich neue iPhone-Design versehentlich enthüllt.

Warum JETZT der schlechteste Zeitpunkt ist, ein iPhone, Galaxy oder Nokia-Handy zu kaufen

Wenn du mit dem Gedanken spielst, in den nächsten Tagen ein neues Smartphone zu erwerben, machst du höchstwahrscheinlich einen Fehler. Apple, Samsung und Nokia stellen demnächst ihre neuen Modelle vor. Es lohnt sich, auf die neue Generation zu warten.
09.08.2017, 14:44

Ob Apple, Samsung oder Nokia: Drei grosse Smartphone-Hersteller präsentieren in den nächsten Tagen und Wochen ihre Neuheiten. Etwas Geduld lohnt sich – zumal mit der neuen Generation auch die Preise der bisherigen Geräte fallen werden. Wer nicht das Neuste vom Neuen braucht, erhält in einigen Wochen die bisherigen Top-Modelle erheblich reduziert.

Nokia 8: Das Comeback-Phone

Nokia ist zurück! Nokia-Smartphones stammen nun aber von der finnischen Firma HMD Global, die sich die Lizenz zur Nutzung der Marke gesichert hat. HMD wurde von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründet und gilt als «Start-up auf Steroiden», da das junge Unternehmen auf mehrere Hundert erfahrene Ingenieure zurückgreifen kann, die darauf brennen, den Smartphone-Markt aufzumischen.

Bereits am 16. August enthüllt HMD das Nokia 8 an einem Medien-Event in London. Mit grösster Wahrscheinlichkeit sieht es so aus.
Bereits am 16. August enthüllt HMD das Nokia 8 an einem Medien-Event in London. Mit grösster Wahrscheinlichkeit sieht es so aus.

Drei Punkte machen das Nokia 8 besonders interessant:

  1. Die Dual-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik. Bevor Nokia vor zwei, drei Jahren temporär von der Smartphone-Bühne verschwand, galten die Finnen bei Handy-Kameras als führend. Dies lag nicht zuletzt an der seit über zehn Jahren bestehenden Zusammenarbeit mit dem deutschen Optik-Spezialisten Carl Zeiss. Dass Carl Zeiss und HMD nun weiter gemeinsam Smartphone-Kameras entwickeln, lässt einiges erwarten.
  2. «Stock Android». HMD hat von Anfang an versprochen, dass Nokia-Smartphones mit der Original-Android-Version von Google ausgeliefert werden. Das heisst, dass die Benutzeroberfläche nicht modifiziert wird und Updates unverzüglich ausgeliefert werden. Dieses Versprechen hat man mit den bisherigen Günstig-Modellen (Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6) eingehalten. Wenn Google das monatliche Sicherheits-Update für Android ausliefert, dauert es wenige Stunden, bis HMD nachzieht. Das Nokia 8 könnte gar eines der ersten Smartphones sein, das mit Android 8 ausgeliefert wird.
  3. Der Preis. Die kürzlich lancierten Modelle Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6 sind mit Preisen von 150, 200 und 250 Franken sehr günstig und laut Gerüchteküche soll auch das Nokia 8 deutlich unter 600 Franken bleiben. Zum Vergleich: Das iPhone 8 dürfte in der Top-Ausstattung die 1000-Franken-Grenze locker durchbrechen und das Galaxy Note 8 soll um die 1000 Franken kosten.

Apropos iPhone 8 und Galaxy Note 8: Ob Zufall oder nicht, der Name Nokia 8 erinnert unweigerlich an die kommenden Top-Smartphones der Konkurrenz, die ebenfalls im Herbst erscheinen. Mit der 8 stellt HMD auch klar, dass wir es mit einem technisch hochwertigen Modell zu tun haben, das sich deutlich von den Günstig-Geräten Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6 abheben soll.

Wie so oft bei neuen Smartphones sind auch beim Nokia 8 schon vor der offiziellen Enthüllung einige Details durchgesickert. So soll das neue Modell laut dem gut informierten Smartphone-Leaker Evan Blass die folgenden Spezifikationen haben:

  • 5,3- oder 5,7-Zoll-Display (2'560 mal 1'440 Pixel)
  • Dual-Kamera mit 13 Megapixel (Carl-Zeiss-Optik)
  • Neuer Snapdragon-835-Prozessor mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher
  • Schnellladefunktion per USB-C
  • Wasserfest
  • Farben: Blau, Silber, Gold/Blau und Gold/Kupfer
  • Fingerabdruckscanner
  • Version mit zwei SIM-Kartenslots
  • Android 7.1.2 oder evtl. 8.0
  • Preis: Vermutlich unter 600 Franken

Galaxy Note 8: Die grosse Rehabilitierung?

2016 hat Samsung mit dem Galaxy Note 7 alles auf eine Karte gesetzt und ein «Über-Smartphone» produziert, das der Konkurrenz zumindest technisch einen Schritt voraus war. Leider flog der Akku einigen Besitzern um die Ohren und das Ende der Geschichte ist hinlänglich bekannt: Samsung musste das Note 7 nach wenigen Wochen vom Markt nehmen.

Tem­pi pas­sa­ti! Ein Jahr später steht das Note 8 kurz vor seiner offiziellen Enthüllung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sieht es so aus, wie auf den folgenden Presse-Bildern, die wie so oft von Evan Blass geleakt wurden.

Am 23. August präsentiert Samsung das Galaxy Note 8 in New York. Es dürfte im September in den Handel kommen. 
Am 23. August präsentiert Samsung das Galaxy Note 8 in New York. Es dürfte im September in den Handel kommen. 
bild: evleaks

Das Tech-Portal My Everyday Tech hat diese Woche die ersten Fotos des Galaxy Note 8 veröffentlicht. Samsung hat die Löschung erwirkt, aber die Fotos sind weiterhin leicht im Netz zu finden.

Beim Galaxy S8 befand sich der Fingerabdrucksensor direkt neben der Kamera, nun hat Samsung den LED-Blitz dazwischen gepackt, damit man nicht mehr versehentlich auf den Kamerasensor tatscht.   
Beim Galaxy S8 befand sich der Fingerabdrucksensor direkt neben der Kamera, nun hat Samsung den LED-Blitz dazwischen gepackt, damit man nicht mehr versehentlich auf den Kamerasensor tatscht.   
bild: evleaks

Drei Punkte machen das Galaxy Note 8 besonders interessant:

  1. Das Galaxy Note 8 wird wie das Galaxy S8 ein fast randloses, an den Rändern gebogenes Display besitzen und dank schmaler Bauweise trotzdem gut in der Hand liegen.
  2. Auf den ersten Blick ist das Note 8 nur ein technisch leicht verbessertes und minim grösseres Galaxy S8, das aber deutlich mehr kostet. Die Differenz macht primär der digitale Stift aus – von Samsung S Pen genannt – der beispielsweise das Verfassen von Handnotizen ermöglicht.
  3. Mit dem Note 8 setzt nun auch Samsung auf Dual-Kameras, die technisch alles bieten, was man 2017 in ein Handy packen kann: So verfügen beide Kameras über eine optische Bildstabilisierung (besonders wichtig bei wenig Licht) sowie Blenden für Weitwinkel-Fotos, beziehungsweise Aufnahmen mit 2-fach optischem Zoom.

Laut Smartphone-Leaker Evan Blass können wir mit den folgenden Spezifikationen rechnen:

  • Fast randloses 6,3-Zoll-Display (1440 mal 2960 Pixel, 18,5:9-Seitenverhältnis)
  • Prozessor: Exynos 8895 (entspricht Snapdragon 835)
  • Arbeitsspeicher: 6 GB 
  • Dual-Kamera mit jeweils 12 Megapixeln, beide mit optischer Bildstabilisierung, f/1.7- bzw. f/2.4-Blende für Weitwinkel-Fotos bzw. Aufnahmen mit 2-fach optischem Zoom
  • Speicher: 64 GB (erweiterbar)
  • Akku: 3300 mAh
  • Schnell-Ladefunktion per USB-C (optional kabelloses Laden)
  • Wasserfest nach IP68
  • Fingerabdruckscanner auf der Rückseite
  • Digital-Stift für Handnotizen etc.
  • Farben: Midnight Black und Maple Gold (später in einigen Märkten auch Orchid Grey und Deep Sea Blue)
  • Preis: Vermutlich rund 1000 Franken

iPhone 8: Das Jubiläums-Phone

Wenn Apple etwas nicht kann, ist es Informationen über neue iPhone-Modelle bis zur offiziellen Enthüllung unter Verschluss halten. Das hat in den letzten Jahren nie geklappt und auch 2017 ist das neue Design schon Wochen vor dem Verkaufsstart mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bekannt.

Schuld daran ist dieses Mal ausgerechnet Apple selbst. Zwar erhöhte der iPhone-Konzern die Sicherheitsmassnahmen bei Zulieferern und Partner Foxconn: Doch Ende Juli veröffentlichte Apple eine künftige iOS-Version für den Smart-Lautsprecher HomePod, die im Quellcode mehrere Hinweise auf Form und Funktionen des nächsten iPhone enthält. Ein gefundenes Fressen für diverse App-Entwickler, die daraufhin fast täglich neue Features enthüllten.

Normalerweise entfernt Apple solche Referenzen im Code, bevor er für App-Entwickler freigegeben wird. Diesmal ging offenbar etwas schief, so dass wir dank dem Lapsus eine sehr gute Vorstellung haben, was die neue iPhone-Generation bietet:

Apple lanciert im Herbst vermutlich drei neue iPhone-Modelle: Das iPhone 7S und 7S Plus sind die üblichen technischen Upgrades der letztjährigen Modelle, allenfalls neu mit einer Rückseite aus Glas und der Möglichkeit, das Handy optional kabellos zu laden.

Spannend wird es beim dritten Modell, das unter dem Namen iPhone 8 verkauft werden könnte.

Apple präsentiert die neue iPhone-Generation vermutlich Anfang September. Das Top-Modell wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit ein fast randloses Display haben (Konzeptbild).
Apple präsentiert die neue iPhone-Generation vermutlich Anfang September. Das Top-Modell wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit ein fast randloses Display haben (Konzeptbild).
konzeptbild: via @onleaks und @tigermobiles

Drei Punkte machen das iPhone 8 besonders interessant:

  1. Viel, viel, viel Display! Apple wird wohl, so lässt es der iOS-11-Code erahnen, erstmals ein fast rahmenloses iPhone verkaufen. Das neue OLED-Display bedeckt entsprechend fast die gesamte Vorderseite. Lediglich die Sensorleiste und Kamera am oberen Rand verhindern ein vollständiges Full-Front-Display. Dem fast randlosen Display fällt der bisherige Home-Button zum Opfer. Dafür gibt es einen ins Display integrierten virtuellen Button.
  2. Das neue iPhone lässt sich voraussichtlich per Gesichtserkennung entsperren. Dank Infrarotsensor funktioniert dies auch im Dunkeln. Die Gesichtserkennung könnte TouchID ergänzen oder gar ersetzen. Ein zusätzlicher 3D-Kamera-Sensor könnte die Gesichtserkennung so sicher machen, dass sie auch für besonders heikle Anwendungen wie Apple Pay zum Einsatz kommen könnte.
  3. Apple integriert mehrere nützliche Funktionen ins iPhone, die bei der Konkurrenz teils seit Jahren Standard sind. So finden sich im versehentlich veröffentlichten Code der nächsten iOS-Version Hinweise darauf, dass sich das iPhone 8 per Tippen auf das Display aufwecken und wahlweise kabellos laden lässt. Interessant ist auch der Hinweis, dass die Auflösung des Displays massiv gesteigert wird. Dies ist ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass Apple das iPhone 8 für Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen fit macht.

Wegen technischer Schwierigkeiten ist vermutlich kein Fingerabdruck-Scanner (TouchID) in den Touch-Screen integriert. Alternativ könnte der Fingerabdruck-Scanner deshalb entweder im Power-Button auf der Seite platziert werden (was sich bei Sonys Xperia-Smartphones bewährt hat) oder auf die Rückseite wandern, was sich beim Galaxy S8 weniger bewährt hat.

YouTuber Marques Brownlee erklärt die mutmasslich neuen Funktionen des iPhone 8 im Video.

Apple-Kenner gehen von folgenden Spezifikationen aus:

  • Fast randloses 5,8 Zoll-AMOLED-Display (vermutlich 2436 mal 1125 Pixel)
  • Prozessor: A11
  • Virtueller Home-Button im Touchscreen (laut aktuellsten Hinweisen ohne TouchID)
  • Gesichtserkennung (FaceID ergänzt oder ersetzt TouchID)
  • Rückseite aus Glas
  • Dual-Hauptkamera, beide mit optischer Bildstabilisierung
  • Optional kabelloses Aufladen
  • Preis: Vermutlich über 1000 Franken

Bei einem Preis von vermutlich über 1000 Franken für ein Handy mit Full-Front-Display dürfte zudem eine robuste Schutzhülle eine gute Idee sein.

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