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Filmlegende Jeanne Moreau im Alter von 89 Jahren gestorben



epa06118540 (FILE) - French actress Jeanne Moreau poses for photographers with her Honorary Cesar during the 33rd Cesar Awards at the Theatre du Chatelet in Paris, France, 22 February 2008 (reissued 31 July 2017). According to media reports on 31 July 2017, Moreau has died at the age of 89.  EPA/MAXPPP/AURELLIE AUDUREAU FRANCE OUT --- BELGIUM OUT

«Femme fatale» Jeanne Moreau. Bild: EPA/MAXPPP

Die französische Leinwanddiva Jeanne Moreau ist tot. Die Schauspielerin starb im Alter von 89 Jahren in Paris, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Montag unter Berufung auf Moreaus Agenten meldete.

Jeanne Moreau hat in ihrer Rolle als «Femme fatale» Publikum und Regisseure fasziniert. Als unabhängige und verführerische Frau war sie bei zahlreichen Filmemachern viel gefragt.

Die für ihre rauchige Stimme bekannte Französin hat in ihrer mehr als 50-jährigen Karriere in mehr als 120 Filmen gedreht. Darunter sind Werke, die in die Filmgeschichte eingegangen sind, wie «Ascenseur pour l'échafaud» von Regisseur Louis Malle. Mit dem Krimi schaffte Moreau 1957 ihren Durchbruch vor der Kamera.

Nur fünf Jahre später erreichte sie mit ihrer Rolle als freiheitsliebende Frau in der Dreiecksgeschichte «Jules et Jim» von François Truffaut internationalen Ruf.

Intellekt und Leidenschaft

Moreau gehörte zu den Stammgästen grosser Filmfestivals, darunter Cannes und Berlin. Für ihr Lebenswerk erhielt die gebürtige Pariserin im Jahr 2000 auf der Berlinale den Goldenen Bären. Begründung: Mit ihrem unverwechselbaren Spiel von Intellektualität und Leidenschaft habe sie in zahlreichen Rollen ihr grosses schauspielerisches Können bewiesen.

epa06118538 (FILE) - French actress Jeanne Moreau smokes a cigarette during an interview at the San Sebastian Intenational Film Festival, in San Sebastian, Spain, 27 September 2006 (reissued 31 July 2017). According to media reports on 31 July 2017, Moreau has died at the age of 89.  EPA/JUAN HERRERO

Jeanne Moreau. Bild: EPA/EFE

Moreau hat so ziemlich alles gespielt. Ihre Verwandlungsfähigkeit nannte Joseph Losey, einer ihrer vielen Regisseure, ein Wunder: «Sie ist eine Frau, die sich einer Unzahl von Hindernissen gegenüber sieht und sie überwindet, indem sie all ihre Fähigkeiten einsetzt.»

Erstmals stand die Tochter einer britischen Tänzerin und eines französischen Gastronomen 1948 vor der Kamera. Sie arbeitete mit den Grössten der Branche zusammen. Als gelangweilte und frustrierte Gattin spielte sie an der Seite von Jean-Paul Belmondo unter Peter Brook in der Duras-Verfilmung «Moderato cantabile» und als Partnerin von Marcello Mastroianni in «La notte» von Michelangelo Antonioni.

Goldene Palme für Lebenswerk

Viel gefragt war sie auch bei deutschen Filmemachern. Rainer Werner Fassbinder holte sie als Puffmutter für «Querelle» vor die Kamera und Wim Wenders für «Jusqu'au bout du monde». Im Jahr 1976 gab sie mit dem Film «Lumière» über die Lebensgeschichten von vier Freundinnen ihr Regiedebüt. Mit ihrer heiseren und rauchigen Stimme war Moreau in Frankreich auch als Sängerin bekannt.

Moreau, am 23. Januar 1928 in Paris geboren, wurde mit zahlreichen Theater- und Filmpreisen geehrt. Neben der Auszeichnung als beste Darstellerin in Cannes verlieh ihr das Festival 2004 auch die Goldene Palme für ihr Lebenswerk. Ein Leben ohne die Schauspielerei konnte sich Moreau nicht vorstellen. «Ich höre erst auf, wenn ich tot bin», sagte Moreau einst in einem Interview. (sda/dpa)

Stars beim Deutschen Filmpreis

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Video: reuters

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