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epa06421824 A view of destroyed buildings in the aftermath of airstrikes on Mesraba, Eastern al-Ghouta, bombed several times in recent days, Syria, 06 January 2018. According to reports, at least 12 people were killed in Hamoria City, located next to Mesraba, in air strikes reportedly carried out by forces loyal to the Syrian government.  EPA/MOHAMMED BADRA

Zerstörte Häuser in der Stadt Mesraba in der Region Ost-Ghuta. Bild: EPA/EPA

Dutzende Tote bei Eskalation der Gewalt in Syrien



In den letzten noch von Rebellen gehaltenen Gebieten Syriens ist die Gewalt am Wochenende eskaliert. Bei Luftangriffen östlich der Hauptstadt Damaskus starben am Samstag und Sonntag Aktivisten zufolge mindestens 18 Zivilisten, darunter Kinder.

Mindestens 60 Menschen seien in der Region Ost-Ghuta verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zudem seien bei einer Explosion in der nordwestsyrischen Stadt Idlib mindestens 23 Menschen getötet worden.

epa06365789 A view on vegetables covered with dust from rubbles o damaged houses after an aistrike in Hamoria city, Damascus suburbs, Syria, 03 December 2017. According to activists, 17 people were killed and more than 100 injured from bombings allegedly by forces loyal to the Syrian government in Hamoria city. Alltogether more than 24 people were killed in bombings on 03 December in the cities of Hamoria, Erbeen, Bet-Sawa and Mesraba.  EPA/MOHAMMED BADRA

Ein nach Luftangriffen staubbedeckter Gemüsestand in Damaskus. Bild: EPA/EPA

Letzte Provinz in Rebellenhand

Idlib ist die einzige Provinz in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird. In der gleichnamigen Stadt leben schätzungsweise bis zu zwei Millionen Menschen. Zehntausende sollen die Stadt wegen in letzter Zeit zunehmender Luftangriffe verlassen haben.

Die Anhänger von Präsident Baschar al-Assad hatten in den vergangenen Monaten grosse Geländegewinne erzielt, vor allem gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Fast sieben Jahre nach Ausbruch des Konflikts beherrschen sie mittlerweile wieder mehr als die Hälfte des Landes, darunter alle wichtigen Städte.

In zehn Tagen fast 100 Zivilisten getötet

Die Beobachtungsstelle machten für die Bombardierungen in Ost-Ghuta syrische und russische Kampfflugzeuge verantwortlich. Auch am Sonntag berichteten die Menschenrechtler von 20 Luftangriffen sowie heftigen Bombardierungen mit Raketen und Granaten. In den vergangenen zehn Tagen seien in dem Gebiet fast 100 Zivilisten getötet worden.

In der Enklave sind nach Schätzungen rund 400'000 Menschen von Regierungstruppen eingeschlossen. Die Menschen leben in einer kritischen humanitären Lage. Zuletzt eskalierten die Gefechte, nachdem Rebellen einen Stützpunkt der Armee einkreisen konnten.

In der Provinz Idlib nahmen Regierungstruppen zugleich den strategisch wichtigen Ort Sindschar ein, wie die regierungstreuen Nationalen Verteidigungskräfte meldeten. Damit ist der Weg zu einem nahe gelegenen Flughafen frei. Sindschar liegt zudem an einer wichtigen Verbindungsstrasse.

epa06421826 A boy stands among the rubble of his destroyed house in the aftermath of airstrikes on Mesraba, Eastern al-Ghouta, bombed several times in recent days, Syria, 06 January 2018. According to reports, at least 12 people were killed in Hamoria City, located next to Mesraba, in air strikes reportedly carried out by forces loyal to the Syrian government.  EPA/MOHAMMED BADRA

Ein Junge steht in einem zerstörten Haus in Mesraba. Bild: EPA/EPA

Drei Angriffe auf Kinderklinik

Das Uno-Nothilfebüro Ocha erklärte über Twitter, in der von Rebellen beherrschten Stadt Marat al-Numan sei zum dritten Mal in weniger als einer Woche die Geburts- und Kinderklinik beschädigt worden und deshalb ausser Betrieb. Syrische und russische Jets hatten in dieser Woche zahlreiche Angriffe in der umkämpften Region geflogen.

Das vom syrischen Al-Kaida-Ableger kontrollierte Bündnis Tahrir al-Scham ist in Idlib die dominierende Kraft. Russland und der Iran als Verbündete der Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Opposition hatten im September eine so genannte Deeskalationszone in der Provinz errichtet.

Für Ende Januar haben die drei Mächte zu einer Syrienkonferenz im russischen Badeort Sotschi eingeladen. Dort soll über eine Nachkriegsordnung für Syrien verhandelt werden. (sda/dpa)

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