Leben
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7 Gadgets für ein Halleluja

bild: shutterstock/ watson

Während Gummi-Gegenstände in lustigen Farben schon längst zum Status quo der weiblichen Masturbation gehören, hinken die Männer hinterher. Ein Appell zur Aufholjagd. 

11.03.18, 16:54 12.03.18, 05:22


Die Frau stöhnt. Schielt von der Seite in den Bildschirm, gibt Laute wie «Mmmyasyas» von sich, währenddem ein farbiges Stück Kunststoff in ihrer Scheide verschwindet. Und wieder auftaucht.  

Wer keinen Ad-Blocker hat, kennt dieses Bild. Aber auch jedem, der die Sexwerbungen online unterdrückt, sollte inzwischen klar sein: Frauen fassen sich selber an. 

Und zwar mit Technik! Hatten Männer einst die Hoheit, unverblümt darüber zu sprechen, wie sie sich einen von der Palme wedeln, stellt in unseren Breitengraden nun auch das Selbstvergnügen der Frau kein gesellschaftliches Tabu mehr dar. Man könnte fast sagen, dass sich der Spiess umgedreht hat. 

Rosie the Riveter kämpft nicht nur. Sie spielt auch. Auf revolutionäre Art und Weise, versteht sich.  bild: imgur

Sprechen wir vom Solo-Spiel an und um Vulva und Vagina, dauert es nicht lange, bis sich das Gespräch fast ausschliesslich um lustbringende Gegenstände in lustvollen Farben dreht. Namentlich: Dildos, Vibratoren, Klitoris-Sauger.

Spielzeug gehört längst zum Status quo der weiblichen Masturbation, während das Wort «Taschenmuschi» noch immer für peinliches Gelächter in der Männerumkleide sorgt. Stellt sich die Frage, wieso wir es normal finden, wenn sich Frauen farbigen Kunststoff in Phallusform zwischen die Beine schieben, aber ES als komisch erachtet wird, wenn Männer ihren Penis in ein vagina-artiges Rohr einführen?

Wir sparen uns an diesem Punkt eine kulturtheoretische Analyse und schreiten direkt zur Aufforderung: Es ist Zeit, dass auch Menschen mit einem Penis erfahren, was die Spielzeug-Industrie für Alternativen zur «rechten Hand» bietet.

Auf geht's.

Das Ei (nicht deins!)

In puncto Penisstimulation hat uns Japan Einiges voraus. Das Hause «Tenga» hat etwa die magische Eier-Serie entwickelt.

bild: redmart

Diese Plastik-Dinger haben jedoch nichts mit dem Hodensack zu tun. Sie dienen der Entzückung der phallischen Frucht: der Eichel. Reinstecken? In diese kleinen Dinger? Mag sich nun der eine und auch die andere fragen. Ihr könnt euch beruhigen. In diese Eier wird nichts hineingesteckt, es wird etwas heraus geholt.

Und zwar eine schludrige Penis-Kappe – die je nach Version eine andere Innenstruktur bietet. Das ganze Ding stülpt man sich über die erigierte Penisspitze und spätestens dann sollte jeder checken, welche Vorteile die wabbelige Konsistenz dieses Spielzeugs bringt.

Falls du es doch nicht checkst, guck hier:

Die Stimulationseier waren ursprünglich für den einmaligen Gebrauch gedacht. Mittlerweile sind sie so konzipiert, dass man sie waschen und wieder verwenden kann. Es gibt sie mit 12 verschiedenen Innen-Strukturen. Es gilt auszuprobieren. gif via youtube/ tengaeuropevideos

Ein Blowjob vom Deo-Roller

Französisch sei die Sprache der Liebe, heisst es im Volksmund. Und weil das französische Wort für Sprache Zunge heisst, bringt man den Leck-, Schleck- und Saug-Sex oft mit dieser Sprache in Verbindung. In den meisten Fällen braucht Kommunikation ja ein lebhaftes Gegenüber; doch dieses Teil hier in Form eines Deo-Rollers spricht auch ohne Zunge fliessend französisch. 

Und ohne Strom.

gif via youtube/ tengachanel

Ein Kaninchenbau für den Penis

Wer an Penis und Sex im selben Zuge denkt, stösst (haha) in den meisten Fällen wohl schnell auf eine Penetrations-Fantasie. Und laut Duden heisst Penetration «Eindringen des Penis in die Scheide». Man könnte das Ganze ja auch mal umdrehen und sich fragen, ob es denn auch möglich ist, den Penis zu penetrieren? Die Antwort lautet «Ja». Ist es. Dieses entzückende Ding hier weiss genau, wie das funktioniert.

Das Prinzip von «Penis-wird-in-etwas-reingesteckt» bleibt zwar auch bei diesem Spielzeug vorhanden, aber den aktiven Part übernimmt hier nicht etwa das Glied, sondern die stimulierende Innenverkleidung des Geräts, das sich «Flip Zero» nennt.

bild: redmart

Das Innenleben dieses Stimulators ähnelt einem verzwickten Kaninchenbau. Die verschiedensten Gummistrukturen kitzeln den Penis an seinen verschiedenen Lustzentren, sodass man am Schluss wirklich nicht mehr weiss, wer hier wen penetriert.

An vier Stationen wird der Penis während seines Spaziergangs durch den glitschigen Kaninchenbau massiert, bis seine Eichel im sogenannten «vielschichtigen Himmelskörper» eine 360-Grad-Behandlung kriegt. Und dann kommt noch ein Special effect …

… man kann drauf rumdrücken. Juhui!

gif via youtube/ tengachanel

Eichelschmeichler mit Ladekabel

Nehmen wir die schmucke Innenverkleidung mal weg und ersetzen sie mit zwei Motoren. Dann gelangen wir zu den Maschinen, die ein bisschen wie ein Mini-Staubsauger aussehen.

Also so:

In der Rezensionsspalte im Online-Shop des Herstellers ist man sich einig: Dieses Teil sollte den Namen «Eichelschmeichler» tragen. bild: sexploratorium

Keine Angst, das Ding saugt nicht, sondern vibriert. Und das ist auch schon alles. Aber glaubt mir, es ist genug. 

Guybrator

Mit elektrischer Stärke geht's gleich weiter. Die sogenannten «Guybrators» bringen die vibrierende Masturbation auf ein neues Level. Zugegeben, der Name ist etwas blöd. Schliesslich sind es ja nicht nur «Guys», die einen Penis zum Verwöhnen haben, sondern etwa auch manch eine Transfrau oder genderqueere Menschen. Trotzdem darf dieses Spielzeug in dieser Auflistung nicht fehlen. 

Denn es handelt sich hierbei um den ersten Penisstimulator, der nicht gänzlich dem Prinzip des «Reinsteckens» folgt.

Keine Angst. Es ist nur eine Illustration. Eine sehr, sehr echte Illustration. Deshalb das Emoji. bild via youtube/ orionwholesale

Beim «Guybrator» steckt man nicht, man legt. Er ist sowas wie eine vibrierende Handerweiterung aus Gummi. Damit kann man ganz klassisch vor und zurück rubbeln oder aber man lässt das Gerät an einer bestimmten Stelle alleine seine Arbeit verrichten, während die freien Hände an einer anderen Körperstelle weiterspielen.

Funfact (im wahrsten Sinne des Wortes): Dieses Toy kann auch während dem Sex mit einem richtigen Menschen verwendet werden. Die Grafik erklärt alles.

Zusammengeschnürte Ballung 

Schon mal was von «Edging» gehört? Nicht? Vielleicht, weil du noch nie einen Cock Ring getragen hast. Die beiden Begriffe sind nämlich eng miteinander verwandt. 

bild: amazon

«Edging» ist eine Sexualpraktik, bei der man sich – allein oder in trauter Zweisamkeit – bis kurz vor den Orgasmus bringt, um dann eine kurze Kunstpause einzulegen. Diese darf aber nicht zu lange dauern (ca. eine Minute), sodass die Lust und die sexuelle Energie nicht gänzlich verschwindet. Daraufhin beginnt man von vorne. Und nochmal. Solange man es halt aushält.

«Edging» soll den Orgasmus intensivieren. Ein Cock Ring ebenso. Klassischerweise aus Leder, Gummi, oder Latex hergestellt, trägt man ihn über, um oder vor dem Hodensack. Bei vielen Menschen führt er nebst einer Verstärkung der Erektion auch zu einem kräftigeren Samenerguss. Das Prinzip ist einfach: Zusammenschnüren = Druck aufbauen.

Ach herrje, diese Illustrationen sehen so echt aus. bild: male-hq

So einfach diese Ringe auch konzipiert sind, sie können das Supplement – ob bei Masturbation oder Koitus – einer jeden sexuellen Aktion sein. 

«Edging» + 25 weitere Trendwörter lernst du hier kennen

Am Schluss von hinten

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Wir haben diese Auflistung mit der Peniskappe begonnen, sind dann weiter runter bis zum Kreisverschluss für den Hodensack gewandert, um nun beim hinteren Ende des Glieds zu enden: der Prostata. Auch die innere Eichel genannt.

Innere Eichel ... wie kommt man dahin? Gucken wir uns das Ganze mal etwas schematisch an.

Wir sehen: Die Prostata liegt dort, wo der Penis aufhört. Stimulieren wir die Prostata, stimulieren wir also auch den hintersten Teil des Penis'. Nun sind auf jener Grafik auch noch Pfeile eingezeichnet.

Genau, du erahnst es. Zur inneren Eichel gelangt man durch den hinteren Eingang. Auch Anus genannt. Hilfsmittel gefälligst?

Tada. 

Das Ganze gibt's natürlich auch mit Batterien und so. bild: snaapit

Analsex kann auch Menschen mit einem Penis Spass machen. Oder genauer gesagt: Analsex macht dann erst recht Spass! Während die Gründe inzwischen klar sein sollten, ist es mit der Technik ein bisschen komplizierter. Weil man die Prostata, im Gegensatz zu den äusseren Geschlechtsteilen wie dem Penis, nicht sieht, muss man sie suchen. Am besten geht das mit speziellen Anal-Dildos. Die sind kleiner als die Standard-Dildos und haben eine spezielle From, die das Tickeln begünstigen soll.

Mehr zum Theman – nein, ALLES zum Thema – gibt's hier:

Und jetzt ...

... macht es, wie's in der Bibel steht: Paaret und vermehret euch! Einfach ohne das Paaren und ohne das Vermehren. Will heissen: Treibt's mit euch selbst. Und mit ein bisschen Hilfe.

Zum Schluss: Knackeboul mit 83 Arten Penis zu sagen!

Video: watson

Und nun: Alte Glüschtler, die spärlich bekleidete Damen an Erotik-Messen fotografieren

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nocciolo 12.03.2018 03:03
    Highlight Also dafür gibt es für Männer mehr Pornos. Ich denke da liegt evtl. ein Unterschied: Frauen nutzen eher körperliche Stimulanzien, Männer eher solche für den Kopf. Sex bzw. Selbstbefriedigung ist ja eigentlich immer eine Kombination von Kopf und Körper.
    32 2 Melden
  • Pana 11.03.2018 23:31
    Highlight Geht auch einfacher.
    17 0 Melden
  • who cares? 11.03.2018 21:00
    Highlight Dafür dass ich eine Frau bin, habe ich diesen Artikel schon fast zu gründlich durchgelesen...
    153 0 Melden
  • Daenerys Targaryen 11.03.2018 20:54
    Highlight Ich weiss ja nicht, aber Nummer 3 sieht ein bisschen gefährlich aus... 😱
    21 3 Melden
    • Menel 12.03.2018 07:31
      Highlight Sozusagen ein überirdisches Vergnügen 😉
      17 0 Melden
  • Balikc 11.03.2018 18:10
    Highlight "einen von der Palme wedeln", das erinnert mich grad an diesen:
    58 0 Melden
  • reamiado 11.03.2018 17:18
    Highlight Die Auflistung ist durchaus interessant, aber ich hätte gerade die kulturtheoretische Analyse (höhö) spannend gefunden. Ich meine weshalb gibt es heutzutage bei den Frauen eine so breite Auswahl, während die meisten Männer nur das klassische "Hand anlegen" kennen? (natürlich sind das nur Tendenzen, Ausnahmen gibt's immer)
    104 2 Melden
    • lilie 11.03.2018 21:14
      Highlight Männer waren schon immer verklemmter, wenns ums Sex geht. Kann jede Sexshopverkäuferin bestätigen (oder der Apotheker wenns ums Kondome verkaufen geht).

      Daher stammen vermutlich all die Versuche, die weibliche Sexualität zu unterdrücken und zu kontrollieren.

      Die Auswahl für den Herrn ist bei der obigen Aufzählung übrigens noch längst nicht erschöpft. Aber eben, die Herren der Schöpfung beschäftigen sich lieber mit der Libido der Frau als mit ihrer eigenen. 😉

      35 11 Melden
    • Menel 12.03.2018 07:43
      Highlight Interessante Frage; vielleicht liegt es daran, wie schon jemand erwähnt hat, dass Männer oft eher optisch stimuliert werden? Oder es ist eine rein anatomische Sache; Frauen können eine Penetration schlecht mit ihren Händen "simulieren"?
      Oder aber, es ist was gesellschaftliches; Männer die Sexspielzeug verwenden wirken unmännlicher?

      Das so meine Schnellüberlegungen zu dem Thema. Wäre sicher spannend dem mal nachzugehen.
      18 1 Melden
    • lilie 12.03.2018 08:52
      Highlight Ich denke, es liegt eher an der Bedeutung, welche Sex für Männer und Frauen hat.

      Für Männer ist es Beweis ihrer Männlichkeit - daher ein sehr sensibles Thema, welches auch unter Männern eher vermieden oder mit flotten Sprüchen überspielt wird.

      Frauen hingegen definieren sich weniger über ihre Sexualität (eher übers Aussehen - was dann wiederum ein heikles Thema ist, wo sich frau rasch angegriffen und abgewertet fühlt).

      Nur ein paar Ansichten einer Psychologin. 🤗
      23 3 Melden
    • Menel 12.03.2018 09:33
      Highlight @lillie: Ist das nicht einfach auch wieder ein Klischee? Bei mir und auch in meinem Freundeskreis erlebe ich das eindeutig anders. Natürlich ist das keine signifikante Stichprobe, aber schon mehr als einfach nur Zufall.
      6 1 Melden
    • lilie 12.03.2018 10:56
      Highlight @Menel: Ich kann natürlich auch keine repräsentative Stichprobe bieten. Aber in meinem Umfeld scheint sich das zu bestätigen.

      Allerdings muss man beachten, dass es sich im Laufe des Lebens verändert und zudem Generationeneffekte auftreten.

      Trotzdem, was gleich bleibt, sind die biologischen und anatomischen Unterschiede bei Mann und Frau. Wie man damit umgeht, kann aber natürlich verschieden sein.
      5 1 Melden
    • reamiado 13.03.2018 22:46
      Highlight Interessante Punkte, die ihr hier aufzählt. Ich habe mich noch gefragt, ob es nicht nur ein sozial bedingtes sondern auch ein historisch bedingtes Phänomen ist. Die Sexualität von Frauen wurde erst im letzten Jahrhundert richtig entdeckt und gesellschaftlich akzeptiert, die Formen diese auszuleben entstanden erst dann richtig, zusammen mit den Geräten. Männer konnten die ihrige schon vorher einfach ausleben. Dass es bei Frauen schnellere Verbreitung fand, sie zur Zielgruppe wurden ist dennoch interessant.
      2 0 Melden

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