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Die 6 bislang ungeschriebenen Gebote des In-der-Stadt-Lebens

Ressentiments gegen das In-der-Stadt-Leben sind mir bekannt und können meinerseits auch bis zu einem gewissen Grad nachvollzogen werden. In einem Versuch der rural-urbanen Verbrüderung folgt nun aber eine Hilfestellung für Nicht-Städter im Stadtleben.



1. Gebot

Du sollst den Respekt vor der Hupe verlieren und deine Nächsten so stets akustisch über deinen Gemütszustand informieren.

Strassen gibt es überall. Darauf tummeln sich hüben wie drüben gerne einmal Autos, die entlang einem institutionalisierten Regelkatalog ihr Möglichstes zu einem reibungslosen Dahinplätschern der Blechlawine beitragen.

Der Unterschied dabei ist fahrtechnischer Natur, denn dem Städter gelingt es mit neckischer Nonchalance während dem Fahren die Hupe in erschreckend hoher Frequenz zu betätigen. Grund oftmals ungewiss.

Steuerräder in ländlichen Gegenden:

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Äusserste Notfälle – plus vielleicht dann, wenn du Päsche von nebenan per Zufall an der Kreuzung beim Hirschen antriffst. Bild: watson / pixabay

Steuerräder in städtischen Gebieten:

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bild: watson / pixabay

2. Gebot

Du sollst lernen, die Ampeln so zu interpretieren, wie es für dich stimmt, ohne dabei Rücksicht auf irgendjemanden zu nehmen. Es sei denn, es sind Kinder in der Nähe! Wehe dem!

Es wird behauptet, dass die Chance, eine Fussgängerampel anzutreffen, in der Stadt grösser ist, als in weniger urbanisierten Landesabschnitten. Dabei pflegen Stadtkinder eine ganz spezielle Beziehung zur dreifarbigen Verkehrsanweisung.

Denn entgegen der allgemeinen Auffassung, dass es sich dabei um eine Verbindlichkeit handelt, werden Fussgängerampeln in der urbanen Wildnis als wohlwollende Empfehlung aufgefasst. Die Berücksichtigung dieser Empfehlung nimmt proportional zu der zunehmenden Kenntnis der jeweiligen Strassensituation ab.

Demnach ist grün zwar überall grün, aber:

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Bild: watson / shutterstcok

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bild: watson / shutterstcok

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bild: watson / shutterstcok

3. Gebot

Du sollst dich über geschlossene Lokale und Geschäfte enervieren, da dir als Städter/Städterin JEDERZEIT eine Rundum-Versorgung zusteht.

Lokale und Geschäfte gibt es überall. Die jeweiligen Öffnungszeiten orientieren sich dabei meist am sogenannt gesunden Menschenverstand.

Der Unterschied liegt hier in der Reaktion von Individuen auf verschlossene Türen. Es mag daran liegen, dass Stadt-Exemplare davon ausgehen, dass ihnen jederzeit alle Türen und Tore offen stehen. Jedenfalls zeichnet sich die städtische Bevölkerung diesbezüglich durch ein ausgeprägtes Unverständnis aus.

Nicht-Städter vor verschlossenen Türen:

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Städter vor verschlossenen Türen:

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4. Gebot

Du sollst ein Stamm-Irgendwas haben und dies alle wissen lassen, wobei du deine Loyalität so oft wie möglich kundtust.

Die Ausdrücke «Stammbeiz», «Stammkafi» oder «Lieblingsbeck» stammen sicherlich nicht aus urbanen Metropolen. Deshalb ist die unbedingte Loyalität gegenüber kulinarischen und anderweitigen Dienstleistern gewiss keine städtische Erfindung. 

Der Unterschied besteht hierbei in der Bekundung dieser Loyalität. Nach Halt im ungezügelten Stadtleben suchend, werden diese Treueschwüre wesentlich häufiger erneuert. So zum Beispiel mittels übertrieben häufigem Frequentieren des Lokals oder dem Ersetzen des Lokal-Namens durch «I miim Stammkafi ...» gegenüber Dritten. Was auf dem Lande auf implizitem Verständnis basiert, wird in städtischen Kontexten äusserst gerne explizit artikuliert.

In der Stadt so:

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Bild: watson / shutterstock

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bild: watson / shutterstock

Und auf dem Land so:

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Bild: watson / shutterstock

5. Gebot

Du sollst dem Konzept der fakultativen Nachbarschaft huldigen, indem du nach Belieben Nachbarschaftskontakte pflegst – oder eben nicht.

Nachbarn gibt es selbstverständlich nicht nur in der Stadt. Das Konzept der Nachbarschaft erfreut sich interkantonal an grosser Bekanntheit. Ebenfalls unterscheiden sich Ausprägungen des nachbarschaftlichen Empfindens von Dorf zu Dorf, von Siedlung zu Siedlung, von Haus zu Haus. 

Der (grobe) Unterschied ist in einem Begriff zusammenzufassen: «Fakultative Nachbarschaft». In der Urbanität entscheidet jeder Haushalt für sich, wie sehr er sich den Nachbarn gegenüber öffnen will. Dies in Abgrenzung zu der eher ländlichen Auffassung, in der ein Mindestmass an nachbarschaftlichem Austausch beinahe vorausgesetzt wird.

Klassisches Konzept der Nachbarschaft

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bild: watson

Konzept der fakultativen Nachbarschaft

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Bild: watson

6. Gebot

Du sollst die Preise in der Stadt stumm akzeptieren und diese mit dem nachgeschobenen Satz «Isch halt so ide Stadt» rechtfertigen.

Das Leben kostet – oder: Umsonst geht nur die Sonne auf, wie man so schön sagt. Und zwar überall. Dessen ungeachtet lässt sich eine Konzentration überdurchschnittlich hoher Preise in Stadtnähe nicht negieren. Dieser Fakt lässt sich unterschiedlich auffassen.

Der Unterschied zwischen den Perspektiven besteht darin, dass menschliche Exemplare aus Stadtkreisen rapide eine Art Preisangemessenheitsblindheit entwickeln. In einer sich kontinuierlich aufbauschenden Preislandschaft werden inadäquate Preise für profane Konsumgüter achselzuckend verlocht, während menschliche Exemplare ländlichen Ursprungs entweder in Schockstarre verharren oder ob der Absurdität verstört in hysterisches Lachen verfallen.

Dazu eine hoch komplexe Grafik

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Bild: watson / shutterstock

Ein Prachtsexemplar eines Städters: Can <3

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Video: Can Kgil, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Emanzipator 29.10.2017 19:19
    Highlight Highlight Es sei den Kinder...

    Ist etwas was auf dem Land dafür komplett bedeutungslos ist.

    Auf den Hinweis das der Subaru der gerade mit 60kmh durch den Schotterweg zwischen Kindergarten und Spielplatz am mittwochnachmittag ca. 3cm neben dem 3-Jährigen Like-a-Bike fahrer vorbeigefahren ist mäglicherweise etwas schnell ist kommt was wie:

    «eh di läikäbäiks si ja ou unsäglech gfährlech!» oder «das Ching cha ja uf d‘site, das gseht das Outo! Das ching.... das achtmonatige....»
  • Dagobert Duck 29.10.2017 19:10
    Highlight Highlight Mmh. Bern ist wohl definitiv keine Stadt in den Augen von Watson. Die Punkte oben treffen wohl vor allem auf Zurigo zu...
  • Altweibersommer 29.10.2017 18:20
    Highlight Highlight Haha, diese Sichtweise kommt unmöglich von einem alteingesessenen Städter...als Städter fährt man nur gelegentlich Auto, hat mehrere Bars und Kafis, geht schon gar nicht an die teuren Orte, wo eigentlich nur die Ländler sind, kennt seine Nachbarn, falls die auch schon lange da sind und wenn ein Laden geschlossen hat, weiss man einen der noch geöffnet hat oder hat wie auf dem Land früher daran gedacht, denn man weiss es ja.
  • Donald 29.10.2017 17:16
    Highlight Highlight Lustigerweise haben die Volgs und Restaurants auf dem Land meist mehr und länger geöffnet, als die städtischen Pendants...
  • meine senf 29.10.2017 15:29
    Highlight Highlight Echte Städter fahren nur selten Auto und regen sich über die Agglos und Landeier auf, die immer meinen, die Stadt sei nur da, damit sie mit dem Auto reinfahren können und dass sie jemand vermissen würde, wenn sie nicht mehr kämen.

    Oder über jene vom Land, die meinen, die Stadt sei nur ein Party-Gebiet, in welchem man die Sau raus lassen kann.

    Nichts gegen echte Landbewohner wie etwa Bergbauern in den Alpen. Aber all die Pseudo-Landliebe-Schlafkaff-Agglo-Pendler, die sich darüber definieren, wie schlimm die Stadt doch sei, aber doch nicht ohne sie leben können ...
    • Donald 29.10.2017 17:14
      Highlight Highlight Kenne viele Städter, die nur Auto fahren, aber auch solche wie dich, die meinen nur Auswärtige fahren Auto...
    • 足利 義明 Oyumi Kubo 29.10.2017 17:22
      Highlight Highlight Welche Stadt meinen Sie? Gibt es in der Schweiz Städte? Ist doch alles Agglo dort.
  • Luca Brasi 29.10.2017 15:24
    Highlight Highlight Gebot 1 macht keinen Sinn. Städter haben kein Auto, weil sie nicht im Stau stehen wollen. Ein Städter geht zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit der U-Bahn. (Zumindest die echten richtigen Städter in wirklichen Städten).
    Autofahrer kommen von ausserhalb und hupen. Provinzler eben.
    • Ökonometriker 29.10.2017 18:18
      Highlight Highlight Hast Du schon mal in einer richtigen Stadt gelebt? Da gibt es durchaus Situationen, in denen das Auto besser ist als die U-Bahn. Sonst verbringt man schnell mal eine Stunde in der U-Bahn pro Weg (und zwar im Gedränge stehend).
    • Frank8610 29.10.2017 22:05
      Highlight Highlight @Ökonometrker: in welcher Stadt hast du das erlebt? Kenne keine Stadt die auf deinen Kommentar zutrifft.
    • Einstürzende_Altbauten * 30.10.2017 08:55
      Highlight Highlight Ich habe in der Stadt Auto fahren gelernt, ohne Hupen ging da gar nichts - drum hupe ich heute noch :).

      Obwohl: Heute bin ich zu 90% mit dem ÖV oder Velo unterwegs, da hast Du Recht Luca.
  • pamayer 29.10.2017 14:12
    Highlight Highlight trifft sehr zu.
    danke.


    gez städter.
  • derEchteElch 29.10.2017 13:49
    Highlight Highlight Gebot Nr. 2.1:
    Die Ergänzung „Es sei denn, es sind Kinder in der Nähe! Wehe dem!“ gilt nicht wenn man mit dem Velo unterwegs ist. Für Fahrradfahrer sind jegliche Verkehrsregeln ausser Kraft gesetzt. Immer.
    • AskLee 29.10.2017 17:00
      Highlight Highlight *Leider
  • derEchteElch 29.10.2017 13:46
    Highlight Highlight Gebot Nr. 7:
    Immer links-grün wählen und dich als Hipster identifizieren, sonst stehst du in der Stadt sehr alleine da.
  • N. Y. P. D. 29.10.2017 13:05
    Highlight Highlight 7 Blick nach hinten

    Ich wurde mal von einen Velofahrer blöd angekackt, weil ich mich erdreistete mit meinem Drahtesel vor einem Rotlicht zu halten.
    Er fuhr ein paar Meter hinter mir. Dass ich vor dem Rotlicht (Schaffhauserplatz) meine Geschwindigkeit reduzierte hat ihn vermutlich nur leicht gestört. Dass ich bis zum Stillstand bremste, hat ihn komplett die Contenance verlieren lassen.

    Spinnsch eigentli, ich bin fascht i dich innegfahre !

    Also, wenn Du als Velofahrer bei Rot halten MÖCHTEST, zu Deinem eigenen Schutz : Blick nach hinten !
    • Emanzipator 29.10.2017 19:13
      Highlight Highlight «Contenance!!» Sehr schön! 👍🏽😁
  • zettie94 29.10.2017 12:45
    Highlight Highlight Ich habe noch nie eine Fussgängerampel gesehen, welche rot-gelb zeigt bevor es grün wird...
    Ein Fussgänger muss sich ja nicht aufs "Losgehen" vorbereiten.

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