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Croatia's Luka Modric receives the Best FIFA Men's Player award during the ceremony of the Best FIFA Football Awards in the Royal Festival Hall in London, Britain, Monday, Sept. 24, 2018. (AP Photo/Frank Augstein)

Luka Modric wurde gestern Abend als Weltfussballer ausgezeichnet. Bild: AP/AP

Fascho-Hits und Steuertricks – Luka Modric ist nicht der nette Weltfussballer von nebenan

25.09.18, 17:09 26.09.18, 11:08

Benedikt Niessen / watson.de



Er ist flink, filigran und kann das am besten, was sich jeder Mitspieler wünscht: Er lässt seine Nebenmänner besser aussehen. Luka Modric spielt Fussball für sein Team, und nicht für sich selbst. Mit raffinierten Bewegungen und cleveren Pässen lenkt er ein Spiel. Das kann Real Madrids kroatischer Dirigent so gut, dass er in diesem Jahr völlig zu Recht zum Weltfussballer gewählt wurde. Zumindest sportlich. 

Nach der zehnjährigen Vorherrschaft von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo wurde endlich wieder ein Spieler ausgezeichnet, der nicht jede Saison durch Torrekorde alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Modric ist kein Selbstdarsteller, kein zutätowierter Werbestar. Es wurde ein Lenker ausgezeichnet, der die Tore erst ermöglicht. Ein 1,72 Meter kleiner Zauberfuss mit bewegter Vergangenheit. «Der Krieg, das Leben in Flüchtlingslagern, haben mich hart gemacht», sagte Modric mal, der 1991 im Kroatienkrieg sein Heimatdorf verlassen musste. «Meinen Opa Luka hat man umgebracht.»

Die Romantik der Geschichte des Jungen aus Zadar, der sich aus dem Krieg zum besten Spieler der Welt hochdribbelte, ist  trotzdem überdreht. Seine Genialität auf dem Platz überstrahlt sein Fehlverhalten daneben. Denn abseits des Feldes lässt der schmächtige Blondschopf seine Vorbildfunktion so schleifen wie ein gewiefter FIFA-Funktionär.

Wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Ganz so weit weg ist Modric von seinen Weltfussballer-Vorgängern nicht: Messi und Ronaldo wurden wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilt – wie Luka Modric auch.

Modric hatte sich erst vergangene Woche wegen Steuerhinterziehung in zwei Fällen für schuldig erklärt und eine achtmonatige Haftstrafe akzeptiert. Wie die spanische Tageszeitung «El Mundo» berichtete, soll der kroatische Vizeweltmeister bei der Vermarktung seiner Bildrechte insgesamt rund 870'000 Euro am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben.

epa06426793 Real Madrid's Croatian midfielder Luka Modric (C-L), accompanied by his wife, Vanja Bosnic (C-R), leaves Alcobendas Court House after testifying in Madrid, Spain, 09 January 2018. Modric is accused of committing tax fraud as he allegedly evaded 870,728 euros in 2013 and 2014.  EPA/Fernando Villar

Modric im Verlauf seines Steuerprozesses. Bild: EPA/EFE

Als Strafe zahlte er über eine Millionen Euro Steuern nach. Die Haftstrafe musste Modric nach einer weiteren Zahlung von 60'000 Euro nicht antreten. Bei nicht vorbestraften Verurteilten ist es in Spanien üblich, dass eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt wird.

Falschaussagen im Fall des kroatischen Fussballpaten

Im Korruptionsprozess gegen den «Fussballpaten» Zdravko Mamic machte Modric Falschaussagen und wurde sogar selbst angeklagt.

Mamic, dem früheren Vereinschef von Dinamo Zagreb, wurde vorgeworfen, den kroatischen Serienmeister gemeinsam mit Bruder Zoran um mehr als 15 Millionen Euro betrogen zu haben. Auch beim kroatischen Staat sollen die Mamic-Brüder rund 1,5 Millionen Euro Schulden haben. Modric war wegen seines Wechsels im Jahr 2008 von Dinamo Zagreb nach Tottenham als Zeuge vernommen worden. Die Aussage von Modric war wichtig, um Mamic, einen der einflussreichsten Männer im kroatischen Fussball, aus dem Verkehr zu ziehen.

epa06045458 GNK Dinamo Zagreb soccer manager Zdravko Mamic shows contracts concluded with soccer players Luka Modric, Dejan Lovren and others during his extraordinary press conference in Zagreb, 23 June 2017, on his trial for corruption in Osijek last week.  EPA/ANTONIO BAT

Zdravko Mamic. Bild: EPA/EPA

Modric hatte während der Ermittlungen ursprünglich ausgesagt, mit dem damaligen Dinamo-Boss eine Teilung des Transfererlöses vereinbart zu haben. Bei seiner Zeugenaussage vor Gericht zog Modric im Mai 2017 diese Darstellung jedoch zurück. Er sagte, er sei damals verwirrt gewesen und könne sich nun nicht mehr erinnern.

Mamic wurde später dann doch noch verurteilt. Er entzog sich dem Strafantritt aber, indem er nach Bosnien-Herzegowina floh. Modric muss noch immer wegen seiner Falschaussage fürchten: Im Falle einer Verurteilung wegen Meineids drohen dem Weltfussballer des Jahres bis zu sechs Jahre Haft.

Fan vom Fascho-Sänger

Für den grössten Skandal sorgten aber nicht die Gerichtsverhandlungen von Modric, sondern seine Rolle auf der Feier nach dem Vize-Weltmeister-Titel der kroatischen Nationalelf. 

Im Triumphzug durch Zagreb feierte die Nationalmannschaft mit einer halben Millionen Kroaten. Mit auf den offenen Bussen dabei: Marko Perkovic, Kroatiens erfolgreichster Musiker – und Frontsänger der Rechtsrock-Gruppe «Thompson». Verantwortlich dafür, dass Perkovic vor Ort war: Luka Modric.

«Das war unsere erste Bedingung», erklärte Modric anschliessend in einem Radiointerview: «Als klar war, dass wir hier eine grosse Veranstaltung haben würden, wusste ich, dass Marko Perkovic singen muss.» 

Modric und seine Teamkollegen sind Fans der Band, die sich als patriotisch gibt, aber als faschistisch eingestuft wird. In den Niederlanden, Italien und der Schweiz wurden Auftritte wegen des rechtsextremen Gedankenguts in seinen Liedern verboten. «Perkovic ist Faschist und war auch nie etwas Anderes. Und seine Fans wissen das – auch wenn sie immer nur so tun, als ob er lediglich ein Patriot sei», sagt Publizist Danijel Majic zu watson. Majic setzt sich seit Jahren mit der Band auseinander.

Perkovics Werke, seine Veröffentlichungen und seine Begrüssung auf Konzerten seien durchzogen von faschistischen Anspielungen und Codes, erklärt Majic. So brachte er mal ein langersehntes Studioalbum an einem 10. April heraus – dem Jahrestag der Machtübernahme der faschistischen Ustascha in Kroatien. Auch gebe es ein Lied, das übersetzt «Bitteres Kraut auf bittere Wunden» heisse. Das sei ein Zitat, das dem Ustascha-Führer Ante Pavelic zugeschrieben wird, der damit den Massenmord an den Serben im Zweiten Weltkrieg gerechtfertigt haben soll

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Obwohl Politiker und Teile des Verbandes gegen den Auftritt auf der Siegesfeier waren, setzten sich Mannschaftssprecher Modric und Coach Zlatko Dalic durch. Majic fasst zusammen: «Ich kann über die politische Einstellung von Modric nur spekulieren, aber wenn man so jemanden einlädt, dann glaubt man entweder, dass er 'nur' ein Patriot ist oder einem ist es völlig egal, dass er ein Faschist ist.»

Bei Modric dürfte es eher Zweiteres sein. «Die Texte von Marko Perkovic sind für alle eindeutig, die kroatisch sprechen und sich nur ein bisschen mit der Geschichte auskennen», verdeutlicht Majic.

Luka Modric ist sportlich vollkommen zu Recht zum besten Fussballer des Planeten gewählt worden. Aber besonders bei unseren verehrten Helden darf nicht vergessen werden: Moralisch sitzt Modric auf der Ersatzbank der Kreisklasse. Aber der Preis wurde eben auch von der FIFA vergeben – die selbst von einem Korruptionsskandal in den nächsten hüpft.

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    Alle Leser-Kommentare
  • RacKu 27.09.2018 07:13
    Highlight Das wohl bekanteste der besagten Kriegslieder:

    In Zagora bei der Quelle des Flusses Cikola
    Standen Brüder um ihre Heimat zu verteidigen

    Es steht Kroate neben Kroate - wir sind alle Brüder
    Ihr kommt nicht nach Cavoglave so lange wir am leben sind

    Feuert die Thompson, Kalaschnikov und Zbrojevka
    Werft die Granate, verfolgt die Bande über die Quellen

    Vorwärts marsch, die Waffen bereit, lasst uns alle singen,
    Für die Heimat, Brüder, für die Freiheit kämpfen wir

    Hört ihr serbischen Freischärler, Tschetnik-Banden
    Unsere Hand wir euch auch noch in Serbien erreichen
    2 0 Melden
  • Paul_Partisan 26.09.2018 15:47
    Highlight Den Kommentaren nach hat Kroatien offenbar ein gravierendes Faschismus-Problem. Relativierungen hier, Verharmlosungen da...
    Bei Kommentaren wie "Alle Kroaten hören Lieder von Thompson, wenn sie in Feierlaune sind." wird mir schlecht...
    Der Kroatische Fussball hat allgemein ein Fascho-Problem, sieht man bestens daran was da auf den Rängen sitzt/steht. Erinnert euch beispielsweise an den Auftritt der BBB Zagreb in Bern. Widerlich!
    20 11 Melden
  • SDF 26.09.2018 11:29
    Highlight Der Krieg ist vorbei und man sollte das Nationalistische endlich loslassen. Für ein friedliches und vereintes Europa. Man darf ja trotzdem Stolz sein auf Land und Leute ohne die anderen dafür schlecht zu machen.

    Dir Texte sind klar faschistisch und auch übersetzbar!: https://lyricstranslate.com/de/thompson-lyrics.html
    22 3 Melden
  • Tempus Fugit 26.09.2018 09:05
    Highlight Hätte er linksextreme Neigungen, würde man wieder nichts darüber in den Medien lesen. Aber wenn man die Nazikeule schwingen kann, muss man natürlich das Ganze medial gleich aufbauschen.
    27 102 Melden
    • Valon Behrami 26.09.2018 10:39
      Highlight Du willst nur Rechtsextremismus relativieren.
      63 16 Melden
    • Tempus Fugit 27.09.2018 14:22
      Highlight Nein, das ist eine reine Unterstellung von dir.
      2 3 Melden
    • Valon Behrami 27.09.2018 16:11
      Highlight Wie erklärst du dann deinen Kommentar?
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • kupus@kombajn 26.09.2018 08:21
    Highlight 1/3: Wie die meisten Sportmillionäre (und auch andere Millionäre) dürfte auch Modric absolut keine Ahnung von seiner Steuerklärung gehabt haben, weil er die nicht selber macht. Natürlich trägt er dafür die Verantwortung und er hat sich ja auch schuldig bekannt, ob er aber bewusst und aktiv Steuern hinterzogen hat, wissen wir nicht, es darf sogar angezweifelt werden (nicht nur bei ihm). Rechtlich macht das natürlich keinen Unterschied, deshalb wurde er auch zu Recht verurteilt. Da hier aber die Moralkeule geschwungen wird, ist es sehr wohl ein Unterschied.
    37 51 Melden
  • kupus@kombajn 26.09.2018 08:21
    Highlight 2/3: Zum Korruptionsprozess: Modric MACHTE eine Falschaussage? Das Urteil steht doch noch aus. Gilt bei Modric die Unschuldsvermutung nicht? Und selbst wenn: hier die Moralkeule schwingen soll nur derjenige, der selbst die Eier hätte, seinem Mentor ans Bein zu pinkeln.

    Und was Thompson betrifft: Nein, nicht jeder, der Thompson hört, ist ein Fascho. Die wenigsten sind es. Ich persönlich mag ihn zwar nicht, aber sogar einige Linke in Kroatien hören Thompson gerne, zumal sein Liedgut keine so klaren faschistischen Inhalte enthält, wie das gerne dargestellt wird.
    32 61 Melden
  • kupus@kombajn 26.09.2018 08:21
    Highlight 3/3: Ja, ohne Frage ist die Vergangenheitsbewältigung in Kroatien ein Problem, aber Modric ist genauso wenig ein Faschist, wie die meisten Kroaten, auch wenn sie gerne Thompson hören. In "unseren" Augen (besonders jenen eines deutschen Schreibers) gehört jemand, dessen Liedgut faschistisch ist, grundsätzlich geächtet, aber das Hören von Thompson ist nicht unbedingt eine Faschismushuldigung, sondern viel mehr eine poltische Unkorrektheit.
    Weshalb man in solchen Momenten in Kroatien ausgerechnet Thompson gerne hört, wird vermutlich nur ein Kroate verstehen.
    35 57 Melden
    • Enzasa 27.09.2018 03:26
      Highlight Thompson verdient sein Geld mit Lobhuldigung der Soldaten und der Einigkeit der Kroaten, auf dessen Seite auch Gott steht.
      Solange seine Lieder gesungen werden, gibt es keinen Frieden
      8 5 Melden
    • kupus@kombajn 27.09.2018 07:50
      Highlight Lobhuldigung der Soldaten, Einigkeit der Kroaten, Gott.... gleich Faschismus?! Muss ich diesen Kommentar ernst nehmen?

      Abgesehen davon, dass Frieden herrscht, ist Thompson also der Grund für die Abwesenheit von Frieden.....ähm...
      0 8 Melden
    • Enzasa 27.09.2018 10:03
      Highlight Dann lies mal bitte Kommentare die sich auf Kritik von Thompson beziehen.
      Oder ist es Frieden fördernd wenn man über Srebrenica lacht?
      Ich glaube dir sogar, dass du Thompson einfach so hörst, es gibt aber verdammt viele Menschen, die Thompson hören die den Islam fürchten und die von Vergeltung gegen die Serben träumen. Diese Menschen fühlen sich durch die Akzeptanz von Thompson bestätigt.
      Natürlich gibt es dsss auch auf serbischer Seite.
      6 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whitebeard 26.09.2018 08:11
    Highlight Mir ist nicht bekannt, dass bei der Siegesfeier faschistische Lieder gesungen wurden.
    Es gibt fast keine Feier in Kroatien, ohne dass mindestens ein Lied von Thompson läuft, aber keines dieser in der Öffentlichkeit gespielten Lieder ist faschistisch.

    Mamic ist da ein ganz anderes Thema, bei dem sich Modric mit seiner Aussage selber ein Bein gestellt hat.
    35 20 Melden
    • Enzasa 27.09.2018 03:29
      Highlight Fast jedes seiner Lieder ist faschistisch, seine Lieder beruhen auf Patriotismus und Hass. Keine Basis für Frieden
      6 7 Melden
    • Whitebeard 27.09.2018 05:55
      Highlight @Enzasa
      Dann sag mir bitte, was am Lied "lijepa li si" faschistisch ist? Dieses Lied ist zwar patriotisch, aber von Hass ist da keine Spur
      5 3 Melden
    • Enzasa 27.09.2018 10:11
      Highlight Es heißt Bosnien Herzogowina und ist durch eine Landesgrenze von Kroatien getrennt.
      Die Menschen haben offiziell bosnische Pässe.
      Wer Herzeg-Bosna sagt ruft offiziell auf anerkannte Stastsgrenzen aufzuheben.
      Stell dir mal vor ein Deutscher Sänger besingt deutsche Gebiete und nennt dabei unser schönes Königsberg (polnische Staatsgrenze). Das Lied würde hochoffiziell verboten und nein Kroatien ist nichts anderes Staatsgrenzen sind Staatsgrenzen.
      7 3 Melden
  • RacKu 26.09.2018 05:56
    Highlight Thema Nationsbildung. Das ist keine Gründungssitzung mit Beschlussprotokoll - eher ein langwieriger und harziger Prozess. Lasst dir Kriegsgeneration ihre Geschichte denn die Erfahrungen wolltet ihr damals als um Hilfe gefleht wurde auch nicht teilen.
    13 32 Melden
  • Takamaru 25.09.2018 21:49
    Highlight Sorry Watson, aber dieser Artikel ist schlecht recherchiert und reflektiert! Modric ist ganz bestimmt kein Fascho. Alle Kroaten hören Lieder von Thompson, wenn sie in Feierlaune sind. Thompson muss zurecht kritisiert werden. Doch nicht all seine Lieder. Er hat einfach einige sehr gute Lieder, die jeden Kroaten zum singem bringen. Selbst mich. Und ich habe mehr serbische Kollegen als kroatische. Modric wünschte Djokovic Glück bei seinem Wimbeldon Finale vor seinem Auftritt am WM-Finale. Oder hat sich für die Opfer der Überschwemungen am Balkan für alle Balkaner eingesetzt. Wo diese Info??
    83 101 Melden
    • Enzasa 27.09.2018 03:30
      Highlight Solange Thompson immer salonfähig gemacht wird, wird der Faschismus nicht bekämpft
      7 6 Melden
  • Juan95 25.09.2018 21:25
    Highlight Finde es etwas fraglich wie Modric hier verurteilt wird. Was Fairplay angeht ist er definitiv Makellos. Auch reklamiert er nicht unnötig oder zieht irgendwelche Theater auf dem Platz ab.

    Wegen den Steuerschulden denke ich wie bei CR7 etc. dass diese davon nicht allzu viel gewusst haben, die überlassen das finanzielle ihren Managern welche Mist bauen und sie müssen dann die Köpfe hinhalten.

    Ausserdem könnte man auch mal darüber berichten wie Modrics Cousine in El Salvador entführt und ermordet wurde vor zwei Jahren, Modric aber trotzdem die Kraft bewies und sein Team nicht im Stich liess..
    67 96 Melden
    • elmono 26.09.2018 05:20
      Highlight Wegen den Steuerschulden denke ich wie bei CR7 etc. dass diese davon nicht allzu viel gewusst haben, die überlassen das finanzielle ihren Managern welche Mist bauen und sie müssen dann die Köpfe hinhalten

      Ernsthaft?
      34 10 Melden
    • Juan95 26.09.2018 08:37
      Highlight Ja.. Denkst du echt dass die Fusballer die Zeit haben ihren ganzen Steuerkram zu erledigen und all den ganzen Papierkram aus Werbungen Sponsorverträgen etc. ? Dazu kommt noch dass nicht wenige Fusballer die Schule abgebrochen haben oder sonst nicht die hellsten sind. Die überlassen das dem Fachmann
      7 10 Melden
    • Neruda 26.09.2018 08:52
      Highlight Modric hat dazumal selber dementiert, dass es sich bei der Getöteten um eine Familienangehörige handelt.

      http://www.itv.com/news/2016-04-14/luka-modric-forced-to-deny-reports-his-cousin-has-been-kidnapped-and-murdered-in-el-salvador/
      17 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • bura 25.09.2018 21:14
    Highlight Es ist ein heikles Thema. In Kroatien hat man während dem Krieg viele Lieder über die Heimat von überall gehört. Mann hat gegen die Serben oder sonstige Feinde gesungen. So ist das halt im Krieg(was die Schweiz seit Jahrhunderten nicht mehr kennt). Der Nationalstolz in Kroatien ist sehr hoch und Lieder über/für die Heimat, natürlich auch von Thompson, hört man heute noch. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Serben haben genau so Lieder über ihr Land.
    PS: an alle Serben, als einziges ex-jugo Land habt ihr nur 1 Punk(Trainer/Captain) an Modric gegeben, sramota...
    42 120 Melden
    • Johnny Geil 25.09.2018 22:34
      Highlight Der Krieg ist vorbei, ausser in erschreckend vielen Köpfen im Balkan. Man schaukelt sich gegenseitig hoch, in dem man mit dem Finger auf andere Länder im Balkan zeigt: "Die ... machen das auch" usw. Man sollte mal vor der eigenen Haustüre wischen und den Unterschied zwischen Patriotismus (Verbundenheit mit seinem Land) und Faschismus (das eigene Land über andere stellen, andere Länder abwerten) endlich lernen wollen.
      134 9 Melden
    • bura 25.09.2018 22:55
      Highlight Apsolut deiner Meinung. Aber ich denke dass die viele den Deutschen noch heute übel nehmen, was sie im 2. Weltkrieg gemacht haben. Dann sollte man das nach deiner Meinung auch vergessen. Wie gesagt. Viele Leute die hier schreiben wissen nicht wie es ist wenn eigene Leute, eigene Verwandschaft, eigene Familie vetrieben, erschossen, vergewaltigt usw. wird.
      Ich hoffe es passiert nie mehr, so ein Scheiss Krieg. Das es immer noch in den Köpfen der Leute ist, muss man aber verstehen, auch wenn es schwer fällt.
      Leider sind wir vom Thema abgekommen😅
      45 15 Melden
    • Hayek1902 26.09.2018 10:33
      Highlight Man sollte nicht vergessen, was passiert ist. Aber es macht keinen Sinn, Generationen anzuprangern, die nichts damit zu tun hatten.
      8 0 Melden
  • Masi10 25.09.2018 20:34
    Highlight Wie man einen Fussballspieler zum Fschist wird nur weil irgendjemand ihn mit "faschisteschen" Lieder in Verbindung bringt. Spannend diese Interpretationen.
    Macht euch die Mühe und lest die Texte von diesem Marko Perkovic... lasst es euch übersetzten. Ich habe es gemacht. Die faschistischen Lieder wurden zu Zeiten des Jugo Krieges gesungen... verständlich nicht? Denke da würde man umgekehrt (Serbien) auch solche Lieder finden. es hat doch alles immer auch eine Kehrseite.

    Lasst den Mann seine Titel geniessen, auf dem Platz hat er es schlussendlich verdient nicht?
    44 136 Melden
    • Dingsda 25.09.2018 21:12
      Highlight Es unmöglich serbokroatisch 1:1 ins Deutsche zu übersetzen, da viel zu viele (umgangssprachliche) Informationen dabei verloren gehen. Es ist nicht wie wenn man Englisch übersetzen würde, wo auch einiges untergeht.

      Macht es das jetzt weniger schlimm für Modric, wenn Serbien auch nationalistische Lieder hat, wie so ziemlich jedes andere Land auch?
      Wichtig ist wie Vorbilder mit dem umgehen und Modric ist kein gutes Vorbild, darum geht es hier!
      112 25 Melden
    • wasps 25.09.2018 21:12
      Highlight Nö, hat es nicht. Wer zu Hass aufruft, gehört geächtet. Egal aus welcher Ecke das Geschrei kommt.
      111 12 Melden
    • Masi10 25.09.2018 21:45
      Highlight @dingsda: kann sein aber hast du es versucht zu übersetzten? Denke demnach nicht! Ich finde es einfach schade, egal um wen oder was es geht, man interpretiert viel zu viel in die Sache hinein. Habe noch nie nur eine negative Äusserung gehört und jetzt plötzlich so viele.. mir ist das hier egal, meine nur, man soll doch nicht immer alles gleich glauben was man liest.

      @Wasps: ich bin deiner Meinung! Absolut! Hass war schon immer die Waffe der Dummen! nur habe ich das nie gehört/gelesen von Modric darum meine ich, nicht immer aus einem Artikel zu interpretieren..
      6 28 Melden
  • cassio77 25.09.2018 19:34
    Highlight "Luka Modric ist sportlich vollkommen zu Recht zum besten Fussballer des Planeten gewählt worden." Meine Herren, Championsleague-Sieger wurde Real mit Modric, aber dank CR7. Auch in diesem Jahr wäre Cristiano, ob man ihn nun mag oder nicht, verdienter Sieger gewesen. Und wenn nicht er, dann Griezman oder Mbappe.
    35 113 Melden
    • Willy Tanner 26.09.2018 09:16
      Highlight Danke für das bisschen Komik am Morgen! Ronaldo hatte weder im Halbfinal noch im Final eine gute Szene, war sozusagen unsichtbar. Man muss eher sagen, Real hat den Titel trotz Ronaldo gewonnen!
      22 6 Melden
  • wasps 25.09.2018 19:28
    Highlight Ist er ein Fascho? Kann sein, kann aber auch sein, dass er einfach null und nichts in der Birne hat. Wobei, dass gilt ja für alle Faschos.
    273 42 Melden
    • bura 25.09.2018 21:33
      Highlight Für das dass sie nichts in der Birne gehabt haben, haben sie aber einiges erreicht. Schlussendlich haben Cesar, Dschingis Khan, Napoleon und viele andere, im Prinzip das gleiche gemacht. Brutal waren alle. Und alle waren ziemlich Schlau, einschliesslich A.H.
      PS: Bin kein Nazi
      9 46 Melden
    • Leider Geil 25.09.2018 22:43
      Highlight ...und viele Fussballer.
      22 1 Melden
    • oskar 26.09.2018 08:22
      Highlight und für viele fussballspieler, ob fascho oder nicht
      8 0 Melden
  • MoFuQueen 25.09.2018 19:17
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • FrancoL 25.09.2018 20:19
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Niki Kljajic 25.09.2018 18:27
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • You will not be able to use your remote control. 25.09.2018 19:07
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • FrancoL 25.09.2018 20:20
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Trouble 25.09.2018 17:43
    Highlight Danke für diesen Artikel!
    Als Luka Modric seine erste EM oder WM (ich weiss es nicht mehr) spielte, hat mir meine Schwester beim Panini-Album-Anschauen gesagt, er sei ein Fascho. Davon habe ich aber bis heute nie mehr etwas gehört, doch jedes Mal, wenn ich etwas von ihm mitbekommen habe, habe ich daran gedacht. In dem Fall stimmt's wohl also.
    386 66 Melden
  • AdiB 25.09.2018 17:34
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • phreko 25.09.2018 18:15
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Uranos 25.09.2018 18:22
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • häxxebäse 25.09.2018 18:32
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Elfranone 25.09.2018 17:29
    Highlight demnach ist der grösste teil kroatiens faschistisch? da dieser perkovic ja der erfolgreichster musiker kroatiens ist
    363 54 Melden
    • Anded 25.09.2018 18:01
      Highlight Logisch. Der grösste Teil der Schweiz ist auch Chihuahua.
      173 28 Melden
    • phreko 25.09.2018 18:17
      Highlight Kroatien hat ein grosses Faschismusproblem. Das ist halt nun mal so. Blut&Boden Ideologien sind dabei allgegenwärtig.
      172 20 Melden
    • swisskiss 25.09.2018 18:33
      Highlight Elfranone: Auf alle Fälle stramm nationalistisch, da die faschistische Ustascha Bewegung, als Freiheitsbewegung in Kroatien betrachtet wird.

      Siehe Ustascha.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ustascha

      Da ist historische Symphatie und Danbarkeit stärker als ideologische Vebundenheit mit faschistoidem Gedankengut.
      69 12 Melden
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Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

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