DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die besten Sprüche von José Mourinho

1 / 32
Die besten Sprüche von José Mourinho
quelle: epa pa / andrew parsons
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
Kommentar

Ein abgenutzter Mix aus Mauertaktik und Arroganz: Warum José Mourinho kein grosser Trainer mehr ist

José Mourinho hat mit Manchester United einen Fehlstart in die Saison hingelegt. In sechs Pflichtspielen mit seinem Starensemble gab es bereits drei Niederlagen – auch weil Mourinho die taktische Flexibilität fehlt. Ist er am Ende gar kein so grosser Trainer wie alle denken?
19.09.2016, 10:3019.09.2016, 18:48

Er gilt als einer der besten Trainer der Welt: José Mourinho. 31 Titel hat der Portugiese als Coach bereits geholt. Zu seinen grössten Triumphen zählen die überraschenden Champions-League-Siege mit Porto 2004 und Inter 2010. Es waren die perfekten Mannschaften für «The Special One».

Doch Mourinho hat auch schon bewiesen, dass es Mannschaften gibt, die für ihn zu gross sind. Mit Real Madrid hat er in drei Jahren einmal die Meisterschaft und einmal den Pokal gewonnen, was für die Ansprüche der Königlichen natürlich zu wenig ist. 

Und nun hat der Portugiese soeben zum ersten Mal seit 14 Jahren drei Spiele in Folge verloren. 

Bereits in der letzten Saison hatte Mourinho mit Chelsea eine äusserst schwache Spielzeit, holte gerade mal 9 Siege aus 25 Spielen und wurde danach konsequenterweise bei den Londonern entlassen.

Nun hat der 53-Jährige auch mit Manchester United offensichtlich seine Probleme – obwohl er im Sommer frei Spieler einkaufen durfte, satte 185 Millionen Euro machte der Verein für Paul Pogba, Henrich Mchitarjan und Eric Bailly locker. Doch nicht bloss der Erfolg bleibt derzeit aus, auch die Art und Weise wie Manchester United auftritt, sollte zu denken geben. 

Man United ist prominent vertreten in den teuersten Transfers im Sommer 2016/17

Was früher noch funktinierte

José Mourinho hat den Fussball nie neu erfunden. Er hat einen Umgang mit Medien, Spielern und Fans, den man vorher von einem Trainer kaum kannte, doch taktisch ist und war «The Special One» nie so special, wie er es wohl gerne hätte. 

Ist die Zeit von José Mourinho vorbei?

Mourinho hat eine simple Spielidee, die auf einer stabilen Defensive und blitzschnellem Umschaltspiel beruht. Dies funktionierte mit Inter und lange auch mit Chelsea hervorragend. Nun hat Mourinho mit Manchester United eine der teuersten Mannschaften der Geschichte zur Verfügung und es wird mehr erwartet als minimalistische Siege. Viel mehr. Fans und Vorstand bei Man United erwarten, dass Mourinho Fussball zelebriert, wie es derzeit beim Stadtrivalen der Fall ist.

Wir erinnern uns da an letzte Saison, als die Zuschauer im Old Trafford «Attack! Attack!» schrieen, weil ihnen die Spielweise ihrer Lieblinge nicht gefiel.

Der Blick nach oben. Es könnte sehr bald ein Gewitter geben für Mourinho.
Der Blick nach oben. Es könnte sehr bald ein Gewitter geben für Mourinho.Bild: Andrew Couldridge/REUTERS

Man stellt sich die berechtigte Frage, ob José Mourinho damit an seine taktischen Grenzen stösst? Dass er Teams mit Mauertaktik zu grossen Erfolgen coachen kann, hat er bewiesen, doch sollte ein grosser Trainer nicht doch etwas flexibler sein? 

Der teuerste Fussballer aller Zeiten ist nur ein Mitläufer

Mourinho hat in Manchester so viel erstklassiges Spielermaterial, das er zuvor höchstens bei Real Madrid hatte. Doch viele der Superstars sind derzeit komplett neben der Spur. 

Da ist ein komplett verunsicherter Captain. Wayne Rooney kriegt kein Bein vors andere, doch irgendwie schafft es José Mourinho nicht, den Rekordtorschützen der englischen Nationalmannschaft aufzubauen. Gleiches war bei Eden Hazard bei Chelsea in der letzten Saison der Fall. 

Der erschreckend schwache Auftritt von Wayne Rooney gegen WatfordVideo: streamable

Und da wäre noch der teuerste Spieler aller Zeiten, Paul Pogba. Dieser passt einfach nicht ins 4-2-3-1 von Mourinho. Pogba ist einer der besten Achter der Welt. Ein moderner Box-to-Box-Player, der offensiv mit Technik, Übersicht und Schussgewalt überzeugt und defensiv dank seiner physischen Überlegenheit wertvoll ist. Doch auf einer Doppelsechs neben dem technisch sehr limitierten Fellaini ist Pogba praktisch verschenkt. Zu einem Entrecôte trinkt man ja schliesslich auch keinen Wein aus dem Tetrapack.  

Er weiss nicht was los ist. Paul Pogba hat in Manchester noch nicht eingeschlagen.
Er weiss nicht was los ist. Paul Pogba hat in Manchester noch nicht eingeschlagen.Bild: Tim Ireland/AP/KEYSTONE

Natürlich behält ein Paul Pogba auch falsch eingesetzt seine individuelle Klasse, aber er kann sie kaum ausleben. Seine Bilanz bisher: 5 Spiele, 450 Minuten, 0 Tore, 0 Assists.

José Mourinho muss bei Manchester United beweisen, dass er einen taktischen Plan B bereit hat. Schliesslich sägt er seit gut einem Jahr am eigenen Denkmal. Man stelle sich mal vor, José Mourinho ist gar kein grosser Trainer.  

So cool sahen Trainer als Spieler aus

1 / 94
So cool sahen Trainer als Spieler aus
quelle: imago images
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das ist der moderne Fussball

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Leader Fribourg gewinnt auch gegen Rappi – auch Zug und ZSC siegen

Fribourg-Gottéron baut seine Tabellenführung mit einem 5:4-Sieg nach Verlängerung im Spitzenkampf bei den Rapperswil-Jona Lakers aus. David Desharnais erzielt den Siegtreffer nach 35 Sekunden im Nachsitzen.

Zur Story