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Fondue

Tradition, die verbindet: Damit der Fondue-Plausch nicht in einem Desaster endet, müssen gewisse Regeln beachtet werden. bild: 

9 absolute No-Gos beim Fondue-Plausch

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Nicht umrühren

Fondue-Essen ist nicht nur ein Schmaus für den Gaumen, es ist auch eine soziale Angelegenheit: Alle Beteiligten essen aus demselben «Topf» – und alle Beteiligten sind dafür zuständig, durch korrektes Rühren die Qualität des Fondues aufrecht zu erhalten. Wenn nur einer rührt und die anderen sich aufs Essen beschränken, dann zeugt das nicht von viel Fondue-Verständnis! 

Bild

Was ist hier falsch? Richtig! Mindestens eine Gabel sollte immer am Rühren sein. bild: shutterstock

Falsch rühren

Es ist einfach: Steht das Fondue still, verkrustet es. Wer das verhindern will, muss dafür sorgen, dass die gesamte Fondue-Masse stets in Bewegung bleibt. Im Kreis rühren reicht dabei aber nicht, weil so ausgerechnet die Mitte, die aufgrund des direkten Flammenkontakts sowieso für Verkrustung prädestiniert ist, zu wenig berücksichtigt wird. Deshalb rührt man in einer Acht.

Achtung Eselsbrücke: Die aufs Kreuz gelegte Acht (∞) ist ein Symbol für Unendlichkeit. Wer immer brav eine Acht rührt, wird mit unendlichem Fondue-Spass belohnt.

Gegen 800 Personen stellen am Samstag, 12. Januar 2013, in der Halle des Hauptbahnhofes Zuerich einen neuen Weltrekord im Fondue-Essen auf. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Fondue ist nicht nur lecker, sondern auch ein sozialer Event. Bild: KEYSTONE

Gleich geht's weiter mit den Benimmregeln, vorher ein kurzer Hinweis:

Die Sache mit den No-Gos wäre nach diesem Artikel also geklärt

Dann stellt sich nur noch eine Frage: Welche Sorte darf's denn sein – klassisch, moitié-moitié oder vielleicht ein Gorgonzola-Fondue? Egal, für was du dich entscheidest, mit unserer Käseauswahl liegst du auf jeden Fall richtig. Die ganze Fondue-Raclette-Welt auf einen Blick >>

Krank erscheinen

Und immer wieder steht im Mittelpunkt des Fondue-Plauschs der soziale Gedanke. Wer krank oder erkältet zum Fondue-Plausch erscheint, begeht einen groben Verstoss gegen die Benimmregeln. Immerhin tunken hier Menschen ihre Gabeln in warmen Käse. Gabeln, die sie immer wieder zu ihren Mündern führen. Höhepunkt des Ekelerlebnisses: Wenn Onkel Karl ins Fondue niest.

Lösen lässt sich das erste Problem übrigens ganz einfach mit einer zweiten Gabel. Eine wird fürs Tunken benutzt, die andere fürs Abstreifen und Essen. So wird verhindert, dass Bazillen den Weg in den Käse finden.

https://www.bettybossi.ch/BinaryContent/RezeptBilder/TLmsfIjuXilSu3jeLUw2Uw==bb_bbza090215_0018a_rh000w2.jpg moite moite fondue

Das Wissen, dass eine dieser Gabeln bereits im Mund der schwer fiebrigen Tante Anna war, verdirbt den Fondue-Spass.  

Wegen der Geruchsentwicklung stets das Fenster offen lassen ...

... ist nicht nur ignorant der Umwelt gegenüber, sondern auch eine Demonstration, dass man Fondue nicht begriffen hat. Es bitzli stinkä muess äs, weiss der Wetterschmöcker aus der Werbung. Und für einmal hat die Werbung recht. Ausserdem gibt es gegen den Geruch andere Mittel:

Die Grossmutter zu früh ankratzen

Die Grossmutter ist die schmackhafte Kruste, die sich am Boden des Caquelons bildet. Die einen hassen sie, für viele ist die Grossmutter aber der Höhepunkt und Dessert in einem. Deshalb gilt es als Fondue-Foul, sich zu früh an der Grossmutter zu vergreifen.

Fondue, Religieuse, Croûton

Die «Grossmutter» kommt am Ende dran. Wie es sich gehört. Bild: fondues.net

Mehrere Brote auf einmal eintauchen

Zugegeben. Der Autor dieser Zeilen hält sich bisweilen nicht an diese Regel, denn er hatte einen älteren Bruder und lernte, um sein Essen zu kämpfen. Doch das nur als Nebenbemerkung. Bei einem gesitteten Fondue-Plausch unter Erwachsenen sollte der Futterneid keine Rolle mehr spielen. Und sonst muss Regel Nummer sieben beachtet werden ...

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Ein Brot nimmt ein Viertel des Caquelons ein: Gier gehört nicht zum Fondue-Plausch. 

Zu wenig servieren

Diese Regel betrifft den Gastgeber. Wer zu wenig serviert, zeigt nicht nur Geiz, sondern auch wenig Selbstbewusstsein seiner Fondue-Mischung gegenüber. Zu wenig Essen auf dem Tisch ist immer ein Problem. Beim Fondue, auf das man sich schon die ganze Woche gefreut hat, ist die Enttäuschung aber sicher grösser als bei Rosenkohl-Wähe mit Schwarzwurzeln. 

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Vier Freunde und ein Mini-Caquelon. Kann und wird nicht gut gehen. bild: shutterstock

Geschmacksabsondernde Käseträger

Tomaten, Kartoffeln, Brot: Heute darf beim Fondue alles eingetaucht werden – mit der einzigen Auflage, dass es der Käsemischung keinen Geschmack abgibt. Wir lassen Tante Frida die Freude an Ananasscheiben aus der Büchse, doch Fondue-Hawaii ist nicht jedermanns Sache. Und das sollte respektiert werden. 

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Tunke, was du willst, aber bitte ohne Geschmacksabsonderung. bild:shutterstock

Ungefragt oder voreilig würzen

Eine – Entschuldigung für den Ausdruck – Saumode vieler Gäste: Ohne zu probieren einfach mal zur Pfeffermühle greifen. Das ist respektlos gegenüber dem Gastgeber. Das gilt nicht nur fürs Fondue, sondern auch für die Pizzeria.

Des participants preparent une fondue pendant la phase qualificative lors du 1er Mondial de fondue, le premier concours au monde de preparation de fondue ce samedi 21 novembre 2015 a Tartegnin dans le canton de Vaud. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Ebenfalls verpönt: Die Mischung ungefragt mit Weisswein strecken. Bild: KEYSTONE

Chli stinke muess es!

Hier findest du die gesamte Fondue-Raclette-Palette von Coop auf einen Blick >>

(tog)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hexentanz 16.11.2016 07:24
    Highlight Highlight Danke für den Tipp mit "Wer immer brav eine Acht rührt, wird mit unendlichem Fondue-Spass belohnt." !

    Wenn man 2 Minuten gleichmässig rührt und summt, kann es sein, dass sogar noch das Caquelon Brot wird! Ideal wenn das Brot knapp wird :-)

    So:
    Benutzer Bild
  • SanVilano 15.11.2016 23:23
    Highlight Highlight Ein Must-do: Vollkornbrot, alleine des Geschmackes wegen!
  • Walter Sahli 14.11.2016 23:00
    Highlight Highlight Sind wir jetzt alle Mikrobiologen, oder was?! Natürlich kann man auch erkältet zum Fondue kommen! Deswegen gibt's ja ordentlich Kirsch. Damit kann man Brot, Käse und Gabel desinfizieren und was dann doch noch in den Magen gelangt, wird ersäuft!
    • lubu 17.11.2016 09:25
      Highlight Highlight Und am Schluss wird noch kräftig mit 1-2 (oder mehr) Schlücken desinfiziert ;)
  • Gigle 14.11.2016 22:37
    Highlight Highlight Die meisten Viren und Bakterien überleben ein Fonduebad nicht. Stichwort Denaturierung.
    • lilie 15.11.2016 07:46
      Highlight Highlight @Gogle: Dazu reichen allerdings die paar Sekunden beim Fonduerühren nicht.
  • lilie 14.11.2016 19:34
    Highlight Highlight Rosenkohl und Schwarzwurzeln? Zufälligerweise meine beiden liebsten Gemüse! 😁

    Und warum bitte darf man in der Pizzeria keinen Pfeffer auf die Pizza tun? Ich meine, wozu ist denn die Riesenpfeffermühle da! 😎
    • naja55 14.11.2016 21:40
      Highlight Highlight es geht um das würzen ohne es vorher probiert zu haben
    • lilie 14.11.2016 22:14
      Highlight Highlight @naja55: In einer richtigen Pizzeria tut der Koch keinen Pfeffer auf die Pizza. Das macht man entweder selber oder wenns ganz schick ist bieten sie es an mit der Riesenmühle. Natürlich ohne vorher zu probieren, man weiss ja schon, dass kein Pfeffer drauf ist. ;)

      Nachwürzen ohne probiert zu haben ist ein Fauxpas, aber das Pfeffern in der Pizzeria ist genau ein Beispiel, wo diese Regel nicht greift.

      Gensuso, wie man Sojasauce an die Sushis tun darf, ohne vorher zu probieren..
    • Yo_Mo 08.12.2016 18:04
      Highlight Highlight Ich mag aber frischen Pfeffer auf der Pizza... Muss ich jetzt extra so tun als würde ich probieren, obwohl ich schon weiss, dass ich Pfeffer drauf mühlen werde? Lasst mich doch soviel Pfeffer drauf tun wie ich will, wenn ichs mag ;)
  • Süffu 14.11.2016 19:30
    Highlight Highlight Diese amerikanische Erfindung vom "alles ins Fondue tunken" kommt hoffentlich nie bei uns an - schon nur das Bild beim Beitrag - eine Crevette ins Fondue? Was hat man dann - die Crevette schmeckt nicht mehr und der Käse auch nicht... und nur um den Werbespruch nochmal schreiben zu können das Fenster zu lassen? Nein - am besten gleich draussen machen, ist ein schönes Erlebnis!
    • Lichtblau 14.11.2016 22:10
      Highlight Highlight Der Slogan ("es bitzli ...") ist für mich aus der Branche ein extremer Werber-Missgriff.
    • DerRaucher 14.11.2016 22:24
      Highlight Highlight Warum nicht? Sehe das Problem nicht. Na gut, ich bin eh kein Fan von Schweizer Küche. Alleine beim Fondue hab ich spätesten nach dem Zehnten Brotstück genug weil es einfach zu eintönig ist. Raclette hingegen ist schön abwechslungsreicher mit den ganzen Zutaten die man dazu essen kann.
  • AnnaX 14.11.2016 19:18
    Highlight Highlight Das brot im Fondue verlieren. No go
  • mein Lieber 14.11.2016 18:35
    Highlight Highlight Äh was! Die Grossmutter ist der Challenge-Faktor und muss gepflegt werden. Am besten nicht zu fest umrühren, dann hat man mehrmals das Vergnügen die Grossmutter aufzureissen :-)
  • x4253 14.11.2016 17:56
    Highlight Highlight 10. Ein billiges Keramikcaquelon verwenden. Ein echtes Fondue™ wird im gusseisernen Caquelon gemacht ;)
    • x4253 14.11.2016 18:20
      Highlight Highlight An die Blitzer. Darum ->
      Benutzer Bild
    • Chrigu91 14.11.2016 18:59
      Highlight Highlight Haha super Foto...
      Muss ja nicht ein Gusseisernes sein, kann ja auch ein teureres Keramicaquelon sein
    • x4253 14.11.2016 21:57
      Highlight Highlight Das war zum Glück nicht mein Vergehen, weshalb ich den Hintergrund dieses skandalösen Vorfalls nicht kenne :) Abgesehen davon gabs bei uns in der Familie Fondue nur im Gusseisernen ;)

«Ich ass krankhaft gesund»: Wenn der Zwang nach gesunder Ernährung krank macht

Nur ausgewählte Lebensmittel, nur bestimmte Hersteller, alles bis aufs letzte Gramm abgewogen. Aus dem Wunsch, sich gesund zu ernähren, wurde bei Nils Binnberg ein Zwang. Er litt jahrelang an Orthorexie.

Auf dem Höhepunkt seiner Suche nach dem perfekten Ernährungsstil wog Nils Binnberg bei einer Grösse von 1.85 Metern noch 68 Kilo und nahm nur noch fünf Lebensmittel zu sich: Räucherlachs, Avocado, Fleisch, Salat und ein paar Nüsse.

Über die Jahre hatte er sich immer strengere Ernährungsregeln auferlegt: alle Produkte mussten bio, gluten- und zuckerfrei sein, mussten leistungssteigernde Eigenschaften haben. Kohlenhydrate ass der damals 37-Jährige schon seit sieben Jahren nicht mehr.

All dies tat …

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