Fall Rupperswil
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Thomas N.: Was war sein Motiv, die vier Menschen zu ermorden?

In der ersten Einvernahme gestand Thomas N. den Vierfachmord, doch zum Motiv sagte er nichts. Auch an der morgigen Verhandlung wird sich N. nicht zu seinen Motiven äussern. Er ist von der Gerichtsverhandlung dispensiert.

Andreas Maurer / ch media



ARCHIV - ZUR KEYSTONE-SDA-MELDUNG ZUM VIERFACHMORD VON RUPPERSWIL AM MITTWOCH, 21. NOVEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - QUALITY REPEAT - Thomas N. left, and Renate Senn, right, public defender in the trial for the quadruple murder of Rupperswil, on Tuesday, March 13, 2018 in Schafisheim, Switzerland. Thomas N. is accused of the murder of four people, a woman, two boys and a girl with a knife in a family home in Rupperswill. (KEYSTONE/Sibylle Heusser)..Thomas N. links, und Renate Senn, rechts,  Pflichtverteidigerin beim Prozess um den Vierfachmord von Rupperswil vor dem Bezirksgericht Lenzburg in Schafisheim (AG) am Dienstag, 13. Maerz 2018.  (KEYSTONE/Sibylle Heusser)

Thomas N., der 2015 in Rupperswil vier Menschen tötete. Bild: KEYSTONE

Eine Frage stellte die Staatsanwältin immer wieder: «Warum mussten die vier Menschen sterben?»

In der ersten Einvernahme gestand Thomas N. die Tat, doch zum Motiv sagte er nichts.

In der zweiten Einvernahme antwortete er, es sei ums Geld gegangen. Er habe seine Mutter angelogen, er würde in Bern eine Doktorarbeit machen. Ein Raubüberfall sei das kleinere Übel gewesen als vor die Mutter zu stehen und ihr zu sagen, dass er nicht einmal den Bachelor hatte.

In der fünften Einvernahme sagte er, es sei auch darum gegangen, seine pädophile Ader ausleben zu können.

In der Schlusseinvernahme sagte er, am Anfang sei das Geld das Motiv gewesen, doch danach habe das Sexuelle das Geld abgelöst.

In der Hauptverhandlung vor Gericht distanzierte er sich von seiner Aussage, ein Raubüberfall sei das kleinere Übel gewesen.

Der Richter stellte die Frage nochmals: «Warum, Herr N., hat es zu diesen Tötungen kommen müssen?» N. sagte nichts und dachte nach. «Das ist eine schwierige Frage», stammelte er, schaute auf den Tisch, wog den Kopf hin und her, öffnete den Mund, sagte dann vorerst aber doch nichts. Dann sprach er in Stichworten: «Die Tat vertuschen. Angst, Schande. Das waren die Hintergedanken am Anfang.»

Der Richter hakte nach: «Welche Komponente dominierte bei Ihnen, sodass Sie diese Tat begingen?» N. antwortete: «Das Sexuelle. Am Anfang waren es die Geldprobleme. Das Sexuelle war nachher das, was es weitergeführt hat, was den Gedanken am Leben erhalten hat.»

Die Psychiater wissen es nicht

Das Gericht bestellte bei den Psychiatern Josef Sachs und Elmar Habermeyer je zwei Gutachten, eines zum Krankheitsbild und eines zum Deliktmechanismus. Habermeyer schrieb, dass es eigentlich nicht seine Aufgabe sei, ein Delikt zu erklären, sondern nur Diagnosen zu erstellen. Vage führte er aus, dass verschiedene Motive zusammengespielt hätten, die sich nicht voneinander trennen liessen. Sowohl die Persönlichkeitsstörung als auch die Pädophilie hätten einen Einfluss gehabt.

Vierfachmord von Rupperswil AG

Sachs hielt fest, N. habe die Tat wegen seiner Pädophilie begangen. Er habe sich aber geschämt, sich dies einzugestehen. Das Vermögensdelikt sieht er als «Verpackung» des Sexualdelikts. Mit anderen Worten: N. soll sich eingeredet haben, dass er die Familie überfallen wollte, um an Geld zu kommen, dabei habe er eigentlich nur seine sexuelle Lust auf Kinder befriedigen wollen.

In seinem schriftlichen Urteil schrieb das Lenzburger Bezirksgericht, die Beweggründe des Beschuldigten seien «absolut unverständlich». Seine Aussagen dazu seien «äusserst beliebig und widersprüchlich» sowie «wenig glaubhaft». Obwohl es sich teilweise um Lügengeschichten handelt, blieb dem Gericht nichts anderes übrig, als sich in seinem Urteil auf diese abzustützen. Da es keine Tatzeugen gibt, ging das Gericht von der Version aus, die der Täter geschildert hatte, ausser in jenen wenigen Punkten, in denen Beweise das Gegenteil belegten.

Staatsanwältin Loppacher zum Urteil von Rupperswil

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Eine Wahnsinnstat kann man nicht erklären. Spielt es eine Rolle, was im Kopf eines Vierfachmörders abging?

Frank Urbaniok ist der Meinung, dass dies sogar der entscheidende Punkt der Gerichtsverhandlung sein sollte. Zwanzig Jahre lang hat er als Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Kantons Zürichs die Gefährlichkeit von Straftätern eingeschätzt. Im Interview mit dieser Zeitung sagte er: «Wenn man nicht weiss, warum jemand eine Tat begangen hat, dann weiss man auch nicht, was sich ändern müsste, damit das Risiko für einen Rückfall sinkt.» Deshalb könne man nicht sagen, dass N. therapierbar sei. Und: «Wenn die diagnostizierte Persönlichkeitsstörung der Grund für das Delikt wäre, dann gäbe es in der Schweiz jede Woche eine solche Tat.» Dasselbe gelte für die Pädophilie: «Einige Pädophile begehen Sexualdelikte, aber sie bringen keine Menschen um.»

Thomas N. darf schweigen

In der Gerichtsverhandlung wird es nicht um die Strafe gehen, diese ist rechtskräftig. Die Parteien streiten nur noch um die Massnahmen. Die Bedingungen für diese hängen von den Therapiemöglichkeiten ab. Im Gerichtssaal wird einmal mehr die Frage im Raum stehen: Warum mussten die vier Menschen sterben?

Die Staatsanwältin wird auf ihre Frage keine Antwort erhalten. Heute, drei Jahre nach der Tat, will Thomas N. nicht mehr über sein Motiv sprechen. Von der Verhandlung liess er sich dispensieren. Die Richter finden das in Ordnung, sie bewilligten sein Gesuch. 

Angehöriger Georg M. zum Urteil zum Fall Rupperswil

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    Alle Leser-Kommentare
  • Poulchen 12.12.2018 12:23
    Highlight Highlight Ich denke nicht, dass das Obergericht eine lebenslange Verwahrung aussprechen wird. Ganz alleine aus dem Grund, dass es unglaublich schwer, wenn nicht unmöglich ist, festzustellen, dass Thomas N. dauerhaft untherapierbar ist. Dennoch bin ich mir sicher, dass die ordentliche Verwahrung bestätigt und Thomas N. nie wieder entlassen wird, weil die Hürde für eine Freilassung auch bei der ordentlichen Verwahrung sehr hoch ist.
  • Butschina 12.12.2018 11:09
    Highlight Highlight Wie soll ein Psychiater zum jetzigen Zeitpunkt feststellen ob der Täter therapierbar ist? Ich fände es Sinnvoll generell erstmal ca 5 Jahre Therapie anzuordnen und danach könnte ein Gutachter eine realistischere Prognose abgeben. Ein zwei Jahre vor Ablauf der Strafe würde die definitive Beurteilung stattfinden. Ich denke dass so eine lebenslängliche Verwahrung eher erreicht wird als nach dem momentan geltendem Ablauf.
    • Yogi Bär 12.12.2018 12:13
      Highlight Highlight @Butschina sollte der Täter ein Soziopath sein, nützt jeine Therapie der Welt. Zudem verfügen Soziopathen das Talent jede Person diesbezüglich zu täuschen.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 12.12.2018 12:39
      Highlight Highlight @Yogi Bär

      Es ist aber leichter, während dem Gerichtsverfahren 2 Gutachter zu täuschen, als während vielen Jahren sämtliche Betreuer und Therapeuten.
    • Butschina 12.12.2018 12:46
      Highlight Highlight Das mag stimmen,. ich frage mich schlicht wie ein Mensch nach so kurzer Zeit eine solche Frage beantworten soll. Nach etwas mehr Zeit hätte er mehr einblick. Das mit dem Soziopath mag auch stimmen,. dann wird aber auch der Gutachter um den finger gewickelt. Diese Rolle konstant über Jahre zu spielen ist jedoch schwieriger als während zweier Gutachten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #Technium# 12.12.2018 09:46
    Highlight Highlight Was spielt das für eine Rolle? Der Typ ist total krank in seinem Kopf und wird immer eine Gefahr bleiben.
  • Muselbert Qrate 12.12.2018 09:42
    Highlight Highlight Lebenslang Verwahren! Auch wenn das in der links-dominierten-, Täterschutz-fokussierten Kuschel-Justiz leider schwierig werden wird..

    Ich hoffe Natalie Rickli nimmt sich dem Thema nochmals an, denn die Welt nach der Abstimmung zur Verwahrungs-Initiative sieht leider noch genau gleich aus wie vorher. Evtl kann ja Karin Keller-Sutter etwas bewegen, nachdem nun mit ihr eine fähige Person das Departement übernommen hat!
    • satyros 12.12.2018 12:03
      Highlight Highlight Auch wenn man es nicht gerne hört: Die Welt sieht nach der Verwahrungsinitiative ziemlich anders aus. Bedingte Entlassungen aus lebenslänglichen Freiheitsstrafen sind selten geworden, früher waren sie die Regel. Und die ordentliche Verwahrung dauert heute meist bis ans Lebensende oder zumindest solange, bis die Täter zu alt und gebrechlich sind, um weiter eine Gefahr für die Gesellschaft darzustellen. Diese Praxisänderungen sind ein direktes Resultat der Verwahrungsinitiative und der Diskussionen über sie.
    • äti 12.12.2018 12:38
      Highlight Highlight Muselbart, mir sagt man immer, die Mehrheit der Richter sind SVP und haben das Parteibuch zuoberst. Du meinst, es gibt Lücken?
    • Roterriese 12.12.2018 14:11
      Highlight Highlight @satyros und diese restriktive Handhabung ist absolut richtig. Ich sehe nicht ein, wieso ein Mensch wie Thomas N. jemals wieder das Recht haben sollte, an unserer Gesellschaft teilzunehmen.
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