Leben
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Transfrauen erobern die Modewelt – weil man's ihnen nicht ansieht

Bild: transmodels

Immer mehr Transmenschen kriegen die Chance, als Model durchzustarten. Nun castet sogar Model-Mama Heidi Klum zwei Transfrauen. Ist das ein fortschrittlicher Wandel oder doch nur reine Sensationslust?

03.03.17, 09:48 04.03.17, 09:43


Heidi Klum verteilt wieder Fotos. Unter anderem an Giulia und Melina. Um diese beiden «Meedchien» haben die Juroren Thomas Haike und Michael Michalsky denn auch besonders hart gebuhlt. Jeder wollte sie in seinem Team haben. Weil sie solch spezielle Typen seien. Weil sie die gewisse Attitude hätten und einmal gross rauskommen würden. – Vielleicht aber auch einfach, weil es sich bei den beiden um Transfrauen handelt.

Was ist ein Transmensch?

Viele Menschen, denen bei Geburt ein Geschlecht zugeschrieben wurde, das nicht mit ihrem eigenen gefühlten Geschlecht übereinstimmt, nennen sich Transmenschen. So wird beispielsweise eine Frau, die in einem männlichen Körper geboren wurde, als Transfrau bezeichnet. Auf der anderen Seite werden Menschen, bei denen das biologische Geschlecht und das psychologische Geschlecht übereinstimmen, Cismenschen genannt. 

Bild: prosieben

Diese Eigenschaft macht sie in den Augen einer auf Zuschauerzahlen fixierten TV-Sendung interessant. Schliesslich sinken bei «Germany's next Topmodel – by Heidi Klum», dem Gefäss mit dem sperrigen Namen, Staffel um Staffel die Einschaltquoten munter weiter.

Hand aufs Herz, die Sendung hat noch nie wirklich am Puls des modischen Zeitgeists gelebt. Doch dieses Jahr geht das deutsche Reality-Format auf einmal mit dem Trend. «Transgender Models bei GNTM» oder «Diese zwei Mädels haben ein Geheimnis!», schallt es durch die deutschsprachige Presse, und plötzlich wissen alle, dass Heidi Klum auf der Suche nach einem neuen Topmodel ist.

Bild: EPA/CONDE NAST

Das Cover der kommenden «Vogue France» ziert das brasilianische Model Valentina Sampaio, eine Transfrau. Die als «Mode-Bibel» geltende Zeitschrift widmet sich im März voll und ganz der «beauté transgenre» – der Schönheit von Transmenschen – und segnet damit ab, was sich schon seit einigen Jahren abzeichnet: Transfrauen sind in der Modelwelt angekommen. Andreja Pejić, Hari Nef und Carmen Carrera sind mittlerweile feste Stimmen im Kanon der internationalen Modezeitschriften.

Ob auch die Namen Giuliana Radermacher und Melina Budde bald schon zu solchen Marken werden, ist noch offen. Was aber bereits jetzt feststeht: Optisch passen die beiden ins Schema.

«Für mich ist das alles ganz normal. Es zählt der Mensch – nicht das Geschlecht!»

Michael Michalsky, Modesigner und «GNTM»-Juror

Aber es geht sehr wohl um das Geschlecht, wenn Transmenschen in der Modewelt durchstarten. Auf jeden Fall zählt nicht allein der Mensch, wie es Juror und Modedesigner Michael Michalsky gegenüber der Bild behauptet.

War Caitlyn Jenner etwa auf dem Cover der Vanity Fair zu sehen, weil sie so einen tollen Charakter hat? War es nicht viel mehr die unglaubliche Transformation, die Jenner dank ihres Vermögens derart beschleunigen konnte, dass sie innert drei Monaten die Grazie einer Millionärsgattin an den Tag zu legen vermochte?

Bild: VANITY FAIR

Auch bei Giuliana und Melina geht es letztlich nicht um sie als Menschen oder um ihre einzigartige Persönlichkeit. Primär geht es um sie als Frauen, die «doch eigentlich Männer sind». Welch Sensation! Oder wie es in der kommentierenden Rhetorik von Twitter heisst:

Transmenschen können erst Erfolg oder eben Respekt verbuchen, wenn sie «passen»; was so viel heisst wie, dass man ihnen ihr «Trans-Sein» nicht ansehen kann. Keine Spur eines einstigen Transitionsverfahrens darf vorhanden sein, um als Transmensch in der Öffentlichkeit Karriere machen zu können. Es gibt keinen Platz für Transfrauen mit Bartstoppel oder Ausbuchtungen im Bikinihöschen und auch keinen für Transmänner mit zierlichen Händen oder breiten Hüften.

Berühmte Transfrauen der Modewelt

Benjamin Malzer macht als Transmann eine Modelkarriere. bild: instagram/ bejamin malzer

Dass Menschen wie Melina und Giuliana die Chance kriegen, Topmodel zu werden, ist auf jeden Fall ein fortschrittlicher Wandel der Zeitgeschichte. Die beiden schaffen mit ihrem Auftritt Sichtbarkeit für Transfrauen und zeigen einem grossen Publikum, dass Transmenschen keine Fabelwesen aus einem zeitgenössisches Märchen sind, sondern, dass sie tatsächlich existieren.

«Ich bin hier, um zu zeigen, dass Klischees überbewertet sind. Und dass der erste Eindruck oft täuscht.»

Melina, Kandidatin bei
«Germany's next Topmodel»

Melina ist zierlich, dünn, gross und hat langes dichtes Haare – eine «richtige» Frau halt. Sie hat Glück. Doch die Klischees, die Melina zu bekämpfen versucht, sind für viele Transmenschen Realität. 

Man sieht ihnen an, dass die Natur ihnen ein anderes Geschlecht verpassen wollte, als sie selber auszudrücken versuchen. Sie kriegen keinen Beifall für ihre makellose Bikini-Figur oder für ihre feinen Gesichtszüge. Sie werden verlacht, anstatt auf Covers abgebildet.

«Solange man mir noch ansieht, dass ich mal ein Mann war, werde ich's nie zu was bringen.»

Simona im Internetforum Gendertreff

Weder Melina noch Heidi Klum oder die «Vougue France» tragen direkte Schuld an Simonas Problemen. Doch der Welt vorzugaukeln, dass alle Transfrauen Unterwäschemodels sein könnten, wird Simonas Problem eher verstärken, als es aus der Welt zu schaffen.

  bild: national geographic, spezialausgabe «gender revolution» 

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75
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75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pfützentreter 05.03.2017 14:18
    Highlight Brrrrrr
    3 1 Melden
  • koks 04.03.2017 19:22
    Highlight «Solange man mir noch ansieht, dass ich mal ein Mann war, werde ich's nie zu was bringen.»

    Es gibt Tausende von (nicht Trans-) Frauen und Männern, die es auch nicht zum Supermodel gebracht haben.
    12 1 Melden
  • Philipp Burri 04.03.2017 03:50
    Highlight Interessanter Artikel nur der Titel ist einfach verkehrt. Transfrauen können eine Modelkarriere machen WEIL man's ihnen eben ansieht und sie sich so von anderen abheben und dem - mir sowieso unerklärlichen - androgynen Ideal der Modewelt entsprechen. Wahrscheinlich liegts daran, dass diese teils grauenhaften Kollektionen an normal dimensionierten Frauen erst recht blöd aussehen würden.
    23 1 Melden
  • Statler 03.03.2017 15:59
    Highlight Vielleicht bin ich ja nicht auf dem Laufenden oder sonstwie falsch gewickelt. Aber der Zusatz «Trans» ist für mich total unnötig. Es sind Frauen - was sie vorher waren ist für mich irrelevant.
    Mit dem Attribut wird doch eigentlich gesagt, dass es eben keine «richtigen» Frauen sind, sondern irgend ein Konstrukt, das die Bezeichnung «Frau» nicht wirklich verdient.
    Und letztlich sind es vor allem Menschen. Das ist eigentlich alles, was zählt.
    56 31 Melden
    • Statler 03.03.2017 17:01
      Highlight An die Blitzer: mich würde interessieren, warum Ihr blitzt. Ich bin ja wirklich nicht ganz sicher, ob ich mit meiner Meinung auf dem Holzweg bin oder nicht - und falls ja, würde mich auch interessieren, warum...
      20 13 Melden
    • Vio Valla 03.03.2017 20:58
      Highlight Der Denkfehler liegt darin, dass du automatisch annimst, dass Transmenschen immer zu einem der beiden Geschlechter angehören wollen. Solche mag es sicher auch geben, aber ist noch lange nicht immer der Fall.
      12 5 Melden
    • Macke 03.03.2017 21:51
      Highlight Auch von mir gab es einen Blitz. Transfrauen als Frauen zu bezeichnen und dann zu denken, alles sei gut, hilft nicht. Weder Transfrauen, die mit Transphobie konfrontiert sind, noch Frauen, die mit biologisch begründetem Frauenhass konfrontiert sind. Bsp.: Wird eine Transfrau spezifisch als "Transe" etc. beschimpft, ist es kein Frauenhass - wie es mit deinem Vorschlag wäre - sondern Transphobie. Ein Abtreibungsverbot hingegen betrifft Frauen, aber nicht Transfrauen. Ich respektiere die Wünsche hinsichtlich Namen, Pronomen etc. bin aber dagegen, im politischen Diskurs Transfrau = Frau zu sehen.
      13 2 Melden
    • Enzasa 04.03.2017 04:12
      Highlight Biologisch gesehen gibt es Möglichkeiten der Anpassung also ist sich das kein Thema
      1 13 Melden
    • Lapos 04.03.2017 08:51
      Highlight Weil sie keine frauen sind gopf! Höchstens im kopf.
      18 23 Melden
  • Genital Motors 03.03.2017 15:58
    Highlight Kann ich dann auch entscheiden dass ich nicht mehr ein Mensch sein will? Ich will ein Einhorn sein.
    49 36 Melden
    • Flying Zebra 03.03.2017 18:18
      Highlight Sie wollen ja keine andere Spezies sein..
      19 6 Melden
    • JoWu 04.03.2017 22:17
      Highlight Hier geht es um Geschlechtsidentität und nicht um beliebige Wünsche.
      7 2 Melden
    • Genital Motors 05.03.2017 02:30
      Highlight Identität ist dich durch das geschlecht gegeben?
      2 1 Melden
  • Selbstdenker97 03.03.2017 15:51
    Highlight Diese Transmenschen haben sehr weibliche Züge, daher gehe ich davon aus, dass diese operiert wurden.

    Würden weibliche Models die sich einer Schönheitsoperation unterzogen haben auch akzeptiert werden? Respektive gibt es solche Models ?

    Ich sehe die 0/8/15 Models allgemein problematisch wegen dem Magerwahn und weil ein falsches Schönheitsideal(was ist schön?) vermittelt wird.

    Eine operierte Person als Schönheitsideal zu vermarkten halte ich für höchst problematisch egal ob Mann, Frau oder Transmensch.
    44 12 Melden
    • Enzasa 04.03.2017 04:15
      Highlight Viele Modelle haben sich einer Schönheitsoperation unterzogen, man redet nur nicht darüber.
      Viele Models ernähren sich ungesund oder treiben obsessiven Sport.
      Sind Models grundsätzlich als Schönheitsideal zu vermarkten?
      12 0 Melden
  • Genital Motors 03.03.2017 15:47
    Highlight Ab sofort immer Kontrollgriff!!!
    22 49 Melden
  • Bluetooth 03.03.2017 12:35
    Highlight Schlussendlich verstärken die Transmenschen nur die klassische gesellschaftliche Rollenbilder von Mann und Frau.
    Die emanzipierte Frau sagt: "Ich bin eine Frau und trotzdem interessiere mich nicht für GNTM, Shoppen und Modeln"
    Die Transfrau (biologisch gesehen ein Mann) dagegen sagt: "Ich interessiere mich für GNTM, Shoppen und Modeln und bin darum innerlich eine Frau"

    Man muss aber auch anders betrachten. Transmenschen sind die Folgen unserer geschlechtsspezifische Rollenbilder. Das Psychologische Geschlecht ist ein Produkt unserer Gesellschaft.
    24 49 Melden
    • Adualia 03.03.2017 13:15
      Highlight Geschlecht =/= Geschlechterrollen

      Ich interessiere mich nicht für GNTM , shoppen, und modeln etc.
      Bin trotzdem trans. Interessen haben damit nichts zu tun.
      Ich empfehle dir nochmals über die bücher zu gehen, bevor du solchen midt rauslässt. :)
      57 15 Melden
    • Bluetooth 03.03.2017 14:07
      Highlight Vielleicht hast du mich falsch verstanden. Ich habe nie Geschlecht mit Geschlechterrolle gleichgestellt, sondern wollte einen Zusammenhang zwischen Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität ("psychologisches Geschlecht") erkennen. Deshalb habe ich die zwei Thesen aufgestellt.
      1. Probleme mit der Geschlechtsidentität entstehen nur aufgrund der gesellschaftliche Geschlechterrollen.
      2. Transmenschen, welche sich deswegen mit dem anderen Geschlecht identifizieren, verstärken die Rollenbilder.
      22 21 Melden
    • Adualia 03.03.2017 16:17
      Highlight Das wurde bereits bewiesen, dass dies nicht zutrifft. Vielmehr geht es darum, das man sich im Körper nicht wohl fühlt, das etwas falsch ist. Sobald man dies durch Hormone und OP's angleicht, fühlt man sich besser. Es geht nicht um interessen, die auf ein geschlecht zutreffen a la, mami ich mag puppen und schminke, ich bin ein mädchen.
      Schlussendlich ja, unmöglich einem menschen dies zu erklären, der nicht selber trans ist :)
      18 6 Melden
    • Mietzekatze 03.03.2017 16:30
      Highlight Wie erklärst du dir dann die Kinder die schon wissen, dass sie im falschen Körper geboren wurden? Eine Geschlechtsidentität aufgrund der gesellschaftlichen Geschlechterrolle, entwickelt sich (m.M.n.) erst ab einem gewissen Alter... Doch oft wissen Transmenschen schon sehr sehr früh, dass etwas falsch ist!
      17 6 Melden
    • Jochen Bär 03.03.2017 17:20
      Highlight Du hast wohl noch nie mit einer Transperson gesprochen - schade.

      Die meisten von uns haben eher geschlechts-atypische Hobbies und Interessen, was vermutlich von unserer Sozialisation in einem Geschlecht herrührt, das nicht unserem Inneren entspricht.

      Wir verstärken bestimmt nicht mehr "klassische gesellschaftliche Rollenbilder" als Leute, die ihre Kinder farblich nach ihren Genitalien kodiert anziehen (pink/blau etc.)...
      12 5 Melden
    • Bluetooth 03.03.2017 22:07
      Highlight Man muss schon unterscheiden zwischen "unwohl fühlen" (Identitätsstörung) und "den Körper des falschen Geschlechts haben" (Transgender).
      Es ist tatsächlich so, dass eine Identitätsstörung angeboren sein kann und somit bereits bei Kinder auftritt, doch das macht einem noch nicht zu einem Transmenschen.
      Damit sich jemand mit einem Geschlecht identifizieren kann, braucht diese Person erstmals ein Bild dieses Geschlechtes, doch gerade dieses Bild ist geprägt von der Umgebung, sprich der Gesellschaft. Die Entwicklung der Identitätsstörung in einer Geschlechtsidentitätsstörung hängt deswegen ...
      1 1 Melden
    • Bluetooth 03.03.2017 22:14
      Highlight ... vor allem von der Geschlechterrollen ab.

      Und ja klar, es gibt schlimmere Beispiele, die die Rollenbilder stärken. Ich habe nur Mühe damit, dass emanzipierte Frauen, beim Kampf gegen Klischees und Vorurteile, bei Transmenschen dann plötzlich ein Auge zudrücken und solche eigentlich sexistische Argumente wie im meinen ersten Kommentar zulassen, sogar zujubeln.
      5 4 Melden
    • Jochen Bär 04.03.2017 10:08
      Highlight Das "sexistische Argument" in deinem ersten Kommentar hast du erfunden und das Szenario der emanzipierten Cisfrauen, die Sexismus von Transfrauen akzeptieren, auch.

      Deine Argumentation hat mehrere Folgefehler, aber ich kann hier kein Essay dazu schreiben.

      Hör bitte einfach auf, Transmenschen zu diffamieren und Kindern ihre Identität abzusprechen.
      5 5 Melden
    • flausch 04.03.2017 11:01
      Highlight @bluetooth
      Was ist deiner Meinung nach eine Identitätsstörung?
      Für mich hört sich dein Kommentar etwa gleich an wie wenn Menschen behaupten Homosexualität sei eine Krankheit.
      Es ist keine Identitätsstörung nur weil Mensch weiss was Mensch will aber die Begebenheiten nicht passend sind. Es ist möglich diese zu ändern und das ist gut so. Was weitgehend fehlt ist die Möglichkeit der Geschlechteregalität, diese Norm der zweiteilung verunmöglicht das Wohlbefinden im eigenen Körper noch viel mehr.
      Ergo die religiös-patriarchal orientierten Normen sind das Problem und nicht die Person.
      6 5 Melden
    • Bluetooth 04.03.2017 17:05
      Highlight @flausch
      Darunter verstehe ich eine Person, die ein Problem mit seiner eigener Identität/Selbstbild hat. Jemand, der Mühe hat sich selbst zu akzeptieren, sich in seinem Körper unwohl fühlt oder seine Identität anzweifelt.
      So würde ich Essstörungen wie Magersucht oder auch Minderwertigkeitskomplexe als Identitätsstörungen bzw. als Symptome solcher betrachten.
      Homosexualität zum Beispiel beschreibt nur die sexuelle Orientierung. Wenn ein Homosexueller jedoch seine Homosexualität (und somit ein Teil von sich selbst) beginnt zu hassen, würde ich von einer Identitätsstörung sprechen.
      1 4 Melden
    • Bluetooth 04.03.2017 17:35
      Highlight @Jochen Bär
      Gegenargumente zu meinen beiden These oder das Aufzeigen der "Folgefehler" wären durchaus belehrender als der Vorwurf von Diffamierung. Ein Essay kann man auch zusammenfassen.
      2 4 Melden
    • flausch 04.03.2017 19:21
      Highlight @Bluetooth
      Also heisst das das wenn der Gesellschaftliche Druck auf von der Norm abweichende Gefühle stärker wird werden auch automatisch "Krankheiten" geschaffen...
      Dies ist ein altes Muster. Mit Normen werden Normabweichungen und Krankheitsbilder geschaffen.
      4 2 Melden
    • Bluetooth 05.03.2017 14:00
      Highlight Das ist so ziemlich, was ich mit meiner ersten These sagen will. Solange keine Norm zum psychischen Geschlecht existiert, wird es auch niemand hinterfragen. Das ganze Konzept der Geschlechtsidentität ist ein Produkt der Gesellschaft.
      1 1 Melden
    • flausch 05.03.2017 14:09
      Highlight Und jetzt haben wir eine zweigeschlechtliche Norm und wenn Menschen die nicht in diese Normen passen auch ein Platz in dieser Welt wollen?
      Sind die dann schuld oder wir mit unseren Normierungen?
      1 0 Melden
    • Bluetooth 05.03.2017 14:37
      Highlight Beide! Zum einen sollte neben dem biologischen Geschlecht, dieses von Vorurteile und Verallgemeinerungen geprägtes physisches Geschlecht gar nicht existieren.
      Zum anderen sollte ein gesunder, selbständiger Mensch, doch in der Lage sein, seine eigene Identität mehr wertzuschätzen als irgendeine unklar definierte gesellschaftliche Norm.
      2 0 Melden
    • flausch 05.03.2017 17:28
      Highlight Leider ist der Mensch nicht immer fähig sich selbst mehr zu wertschätzen als die Normen. Das hat damit zu tun das Normabweichungen als Krankheit dargestellt werden: Was ich dir ehrlich gesagt weiter oben vorgeworfen habe...
      0 0 Melden
    • Bluetooth 05.03.2017 19:36
      Highlight Nicht die Normabweichung ist die Krankheit, sondern die Unfähigkeit mit dieser Normabweichung leben zu können, ohne dabei seine eigene Identität anzuzweifeln und zu verleugnen.
      2 1 Melden
    • flausch 05.03.2017 22:07
      Highlight Ich versuche dir gerade zu erklären das sich hier die Schlange in den eigenen Schwanz beisst...
      1 1 Melden
  • DocM 03.03.2017 11:48
    Highlight Die Transmenschen (was für ein Unwort) werden in den Schönheits-OP-Olymp katapultiert und somit bewundert und unantastbar. Letzteres ist für mich eine noch stärkere Ausgrenzung als die Transsexualität.

    Doch Hauptsache die Mode- und OP-Branche scheffelt Kohle, egal wie viele dabei auf der Strecke bleiben.
    54 3 Melden
    • flausch 03.03.2017 13:27
      Highlight Transmenschen sind mal kurz ausgedrückt kein Mode Produkt!
      Ich könnte auch sagen Männer (oder Kinder) was für ein Unwort.
      Aber es gibt Transmenschen also wesshalb sollten sie nicht in der Öffentlichkeit erscheinen können?
      13 19 Melden
    • Enzasa 04.03.2017 04:20
      Highlight Es hat nichts mit Schönheitsoperationen zu tun sondern mit ausgefeilten Operationsmethoden.
      Ach die Natur macht manchmal Fehler
      0 6 Melden
  • Commander 03.03.2017 11:18
    Highlight Wieso die Kopie nehmen wenn man das Original haben kann? Gibt doch eigentlich genug echte Frauen 😍
    44 102 Melden
    • estelle_pink 03.03.2017 11:36
      Highlight Du würdest es nicht merken
      16 46 Melden
    • flausch 03.03.2017 11:44
      Highlight Aha! Wesshalb erschliesst sich mir nicht ganz welche Menschen Kopie und welche Original sind?
      Ich war immer der Meinung das alle Menschen irgendwie Original sind egal ob Mann, Frau, Trans oder Intersex...

      “We all came into this world naked. The rest is all drag.”
      -RuPaul

      Ist doch scheissegal wie du geboren wurdest es zählt wie du dich fühlst und womit du glücklich bist.
      74 15 Melden
    • Commander 03.03.2017 12:37
      Highlight @flausch
      Mach doch bitte die Fackel wieder aus und stell die Mistgabel zurück. Ob es dir passt oder nicht, es gibt noch immer Geschlechter. Und solange das so ist, gibt's auch zielgruppenorientierte Werbung (z.b. Eyeliner Frau, Barttrimmer Mann). Anders ist es bei Dingen wie z.b. einem Auto, Rasenmäher etc. - da sollen doch beide "offiziellen" Geschlechter und auch die inoffiziellen berücksichtigt werden, da es sich um Produkte für alle handelt. Klar dürfen sich auch Männer einen BH kaufen aber so beworben werden muss das ja nicht.
      20 29 Melden
    • lilie 03.03.2017 13:09
      Highlight @Commander: Dein Beitrag ist unglaublich sexistisch. Eine Frau ist nicht nur für Sex da. Und auch eine Cisfrau kannst du nicht "haben" - du besitzt sie nämlich nicht.

      Wenn es hier irgendwelche Besitztümer gibt, dann besitzt die Liebe DICH - und was, wenn es eine Transfrau ist, hm?

      Aber unabhängig davon kann mit Transmenschen auch befreundet sein oder sie als Arbeitskollegen haben oder bei ihnen ein Zugbillet kaufen oder sich die Haare schneiden oder eine Prostatauntersuchung machen lassen!

      Und ich wette, dass die meisten dabei besser über dich denken als du über sie.
      39 17 Melden
    • flausch 03.03.2017 13:22
      Highlight @ Commander
      Ja es gibt biologische Geschlechter aber es gibt mehr als den Mann und die Frau, es gibt alles von Mann bis Frau.
      Was aber Gesellschaftlich zählt ist das Konstrukt, dort gibt es zwei: Nämlich die weibliche Frau und der männliche Mann. Das ist jedoch alles andere als Realität, das ist eine Patriarchale Konstruktion aufgebaut auf Macht, Religion, Moral und Besitzdenken, gestützt auf Zuweisungen und Normen. Auch die Geschlechterspezifische Werbung stützt dieses Konstrukt der zwei Geschlechter.

      Dieses Konstrukt jedoch ist tiefstes Mittelalter.

      @lilie
      Auf den Punkt gebracht!
      36 13 Melden
    • Commander 03.03.2017 15:25
      Highlight Also flausch, dir kann ich noch halbwegs folgen, du betrachtest die aktuelle Gesellschaft, die herrschende Norm, als "tiefstes Mittelalter". Das ist dein gutes Recht. Du musst dir aber die Frage gefallen lassen, ob du da nicht ein wenig zu weit gehst. Es gibt sicher viele Länder (z.B. Indien), welche erschreckende derartige Strukturen haben aber ich denke bei uns haben es doch alle ganz gut (auch jene, die sich ausserhalb der Normen bewegen).

      @lilie - Ich kann mich nicht erinnern, dass ich geschrieben hätte, dass Frauen nur für Sex da seien. Ein ziemliches Ding, mir sowas zu unterstellen.
      15 14 Melden
    • lilie 03.03.2017 16:33
      Highlight @Commander: "Wieso die Kopie nehmen wenn man das Original haben kann? Gibt doch eigentlich genug echte Frauen 😍".

      Wozu willst du sie denn sonst "haben" samt Küssmäulchen und Herzäuglein?
      15 15 Melden
    • Commander 03.03.2017 17:08
      Highlight @lilie: Ach der Smiley ist das Problem? Den verwende ich auch bei Erwähnung meiner Kinder oder meiner Lieblingsautomarke. Andere haben soviel Freude an Kätzchen, solls auch geben.
      Jedenfalls mag ich Frauen und respektiere sie. Wenn du mehr Freude an Crossdressern oder sowas hast, bitteschön.
      9 14 Melden
    • lilie 03.03.2017 17:25
      Highlight @Commander: Nein, es ging um das "haben". Und um Crossdresser gehts in dem Artikel ÜBERHAUPT nicht!

      Also, meine Frage nochmals an dich: Wozu genau willst du denn die "echten Frauen" (zu denen ich übrigens gehöre) "haben"?
      7 4 Melden
    • flausch 03.03.2017 18:06
      Highlight nein ich glaube das Problem war nicht das Smimlie sondern das "haben".
      "Haben" macht dann Sinn wenn Besitzdenken und Frauen Besitzen zu können das ist ganz klar ziemlich mittelalterlich.
      12 4 Melden
    • Enzasa 04.03.2017 04:24
      Highlight Commander ergeht nicht um die Anzahl oder um die Kopie es geht darum, dass aufgrund einer Laune der Natur ein Mensch im falschen Körper geboren wird. Du akzeptierst doch auch die Korrektur einer Hasenscharte, die OP eines Herzfehlers oder nicht?
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    • estelle_pink 04.03.2017 11:56
      Highlight @commander
      "Crossdressern oder sowas"
      Wau, wie respektlos...
      Auf "menschen" wie dich freue ich mich während meiner transformation am meisten, das wird toll!
      Crossdresser und Trans kann man nicht einmal im ansatz vergleichen. Du willst und kannst es wahrscheinlich nie begreifen.
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  • fabianhutter 03.03.2017 11:14
    Highlight Sehr interessanter Artikel. Allerdings habe ich noch einige Fragen, da ich keine Ahnung von Transmenschen habe.

    Wollen Transmenschen denn als solche Erkannt werden, oder ist die vollständige Transformation das Ziel?

    Es ist mir klar, dass jeder Mensch verschieden ist und deshalb auch verschiedene Ziele hat, aber vielleicht lässt sich grundsätzlich ein Muster erkennen.
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    • LaPaillade #BringBackHansi 03.03.2017 11:22
      Highlight Gute Frage
      Ich kenne beide Fälle, sprich bei meinen Bekannten halten sich diese Anschauung in Waage.
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    • Asmodeus 03.03.2017 11:30
      Highlight Das hängt ganz von den Transmenschen ab.

      Eine Transfrau (männlicher Körper geboren aber seelisch/mental eine Frau) möchte natürlich als das wahrgenommen werden, was sie im Inneren ist. Eine Frau.

      Transmenschen die Neutrois, Agender, Androgyn oder Genderfluid sind, sind da komplexer. Für sie kann es ein Kompliment sein, wenn die Leute unsicher sind.

      Aber im Grunde ist es am einfachsten Transmenschen einfach zu fragen als was sie am liebsten bezeichnet werden.

      Mein Ehepartner möchte zum Beispiel nicht als Frau bezeichnet werden, da es nicht wirklich stimmen würde.
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    • estelle_pink 03.03.2017 11:33
      Highlight Ich glaube es sind wenige die als Trans erkannt werden wollen, ich kenne keine.
      Die vollständige Transformation machen aber bei weiten nicht alle, trotzdem müssen sie nicht als trans erkannt werden. Mit einer gewissen technik kann man alles verstecken.
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    • Enzasa 04.03.2017 04:26
      Highlight Jeder hat das Recht auf sein individuelles Leben, das sollte ein europäischer Wert sein.
      Die Frage ist nur unterstützt die Klum das freie Denken oder erzeugt sie einen gegenteiligen Effekt
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  • Olaf! 03.03.2017 10:32
    Highlight Die ganzen Modepäpste wollen ja sowieso nur androgyne etwas, da kommts auch nicht mehr darauf an, was das Model für ein Geschlecht hat(te).
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  • Dusel 03.03.2017 10:19
    Highlight Ich verstehe den Artikel irgendwie nicht. Es ist eine Modelcastingsendung -was erwarten sie da? Die suchen optisch möglichst Massenkompatible Schönheit. Es geht im Endeffekt darum mit den Gesichtern Produkte zu vermarkten. Ich finde eher Artikel wie dieser hier tragen dazu bei daraus ein Problem zu machen -wo keins sein sollte. Genauso können wir uns darüber beschweren, dass keine übergewichtigen Menschen gecastet werden. Die Sendung sucht nunmal optisch, einem bestimmten Ideal entsprechende, junge Frauen. Ist doch schön, dass die beiden Kandidatinnen sich dafür qualifizieren...
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    • Jovin Barrer 03.03.2017 10:31
      Highlight Du hast recht, Dusel. Es ist toll, dass Transmenschen nicht ausgeschlossen werden. Das Problem ist nur, dass sich die Modewelt durch diese «inklusiven Offenheit» brüstet. Im Fall von GNTM wird um die Tatsache, dass nun zwei Transfrauen am Format teilnehmen, ein grosses Tammtamm gemacht. Off-Voice-Kommentare wie «Giuliana, die einmal Pascal hiess» kommen während der Sendung mantraartig vor. Dies zeigt schliesslich, dass die Modewelt, das Trans-sein von Models oft nur als reinen Sensations-Effekt missbraucht. Das finde ich weniger toll.
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    • DailyGuy 03.03.2017 10:39
      Highlight Ich glaube es geht um eine "falsche" Toleranz. Nicht das ich der Frau Klum etwas anhängen will! Sie ist sicherlich sehr offen und akzeptierend.
      Jedoch ist die Schwierigkeit die, dass wieder Toleranz gezeigt wird, aber nur wenn es nicht zu 'extrem' ist. Es ist schwierig zu erklären, aber es gibt einen unterschwelligen Ton wo es eben heisst; wir akzeptieren dich, weil wir dir nicht direkt ansehen, dass du ein Transmensch bist.
      Natürlich: Germany's Next Topmodel sucht schöne Leute! Und deshalb kann ich es nachvollziehen, aber man muss sehen was das für ein Bild in die Welt trägt.
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    • Asmodeus 03.03.2017 11:32
      Highlight Die Klum ist sehr tolerant wenn es ihr Geld bringt...

      Aber ich stimme zu. Die Sendung unterteilt unterschwellig in "Echte Transmenschen" und "Falsche Transmenschen" und leistet damit allen Betroffenen einen Bärendienst.
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    • Citation Needed 03.03.2017 12:01
      Highlight Dusel, ich würde sagen, bei GNT geht es nicht darum, Produkte zu vermarkten, das ist nur der Aufhänger der Sendung. Die Siegerinnen enden ja nie auf internationalen Laufstegen, sondern als B-Promis in Klatschspalten. GNT ist nicht Zulieferer der Modewelt, sondern reiner Selbstzweck. Erfolgreiche Models werden gescouted, nicht erst wochenlang gedrillt und dann gecasted. Laufen lernen die, wenn man schon von deren Potential überzeugt ist. Bei GNT läuft es also genau verkehrt. Es zählt dort nicht Markt- und Massentauglichkeit, sondern, wie Jovin schreibt, Sensation, weil Sensation=Quote.
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  • jion 03.03.2017 10:11
    Highlight Auf den Punkt gebracht - super Artikel!
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    • Enzasa 04.03.2017 04:30
      Highlight Die Gesellschaft sollte endlich akzeptieren, dass der unsichtbare Teil des Körpers, die Gefühle/Seele genauso wichtig ist wie der körperliche Teil. Beides zusammen ergibt den Menschen. Leider akzeptiert die Mehrheit nur die körperlichen Belange
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