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Die Prometheaner wollen dem Master Chief erneut an den Kragen.<br data-editable="remove">
Die Prometheaner wollen dem Master Chief erneut an den Kragen.
Bild: 343 industries
Review

Hier sollte eigentlich mein «Halo 5»-Review stehen, aber nach zwei Missionen hatte ich keinen Bock mehr

Mit «Halo 5: Guardians» erscheint heute der Blockbuster des Jahres für die Xbox One. Mein Review fällt leider etwas dürftiger aus als erhofft, aber verzagt nicht – hier findet ihr die wichtigsten Stimmen von Kritikern, die sowieso mehr Ahnung von «Halo» haben als ich.
27.10.2015, 15:3427.10.2015, 15:41
Philipp Rüegg
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Ich bin kein «Halo»-Fan. Es fing damit an, dass Microsoft mich als alten PC-Spieler vor den Kopf stiess, als sie den ersten Teil statt wie geplant für Windows urplötzlich exklusiv für die Xbox rausbrachten. So nicht meine Herren. Gespielt habe ich es dann trotzdem. Meist den Multiplayer mit ein paar Freunden. Gekauft habe ich mir dagegen nie eins.

«Halo 4» war dann der erste Teil, den ich komplett durchgespielt habe. Aber ein entscheidendes Problem blieb bestehen: Shooter mit dem Controller machen mir keinen Spass. Ich spiele sonst gerne mit hochgelegten Beinen und dem Pad, aber Gegner nehme ich einfach lieber mit Maus und Tastatur aufs Korn.

Dennoch habe ich mich irgendwie auf den neusten Teil gefreut. Vielleicht lag es am Hype, vielleicht auch daran, dass gerade Flaute an Blockbuster-Games herrscht. 

Im Nahkampf den Gewehrkolben in Alien-Fratzen dreschen macht schon Laune.<br data-editable="remove">
Im Nahkampf den Gewehrkolben in Alien-Fratzen dreschen macht schon Laune.
Bild: 343 industries

Gewohnt grossartig und dennoch mittelmässig

Also habe ich mich teils aus Pflicht, teils aus Lust auf mein Testmuster gestürzt. Das Spiel startet mit grossartig animierten Zwischensequenzen mit bekannten Gesichtern wie Nathan Fillion aus der Kultserie «Firefly». Statt als Master Chief spielt man zu Beginn UNSC-Commander Jameson Locke. Feuerschutz gibt es von drei Kameraden, die wahlweise von menschlichen Mitspielern gesteuert werden können – allerdings nur online. Der lokale Multiplayer-Modus wurde gestrichen.

Die Inszenierung ist gewohnt spektakulär. Eindrucksvolle Alien-Planeten, massenhaft Explosionen und reihenweise Gegner, die es zu erledigen gibt. Aber da liegt der Hund begraben: Wie erwartet fehlt mir die Befriedigung beim Ballern. Da «Halo 5» zu 90 Prozent aus Ballern besteht, ein hoffnungsloser Fall. So lege ich bereits nach der zweiten Mission gelangweilt den Controller weg. «Halo» ist einfach nichts für mich. Das Universum und die Geschichte reizen mich zwar, aber das Gameplay spricht mich zu wenig an. Sollten die Gerüchte um eine PC-Version stimmen, würde ich mich aber sofort wieder zum Dienst melden.

Hübsch ist es.<br data-editable="remove">
Hübsch ist es.
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Das sagen die Medien

Aber ich kann euch jetzt schlecht hängen lassen wie Silvester Stallone in «Cliffhanger». Darum habe ich die wichtigsten Meinungen zu «Halo 5» von Testern zusammengetragen, die wesentlich mehr Ahnung von der Serie haben und es ein winzig kleines bisschen weiter geschafft haben als ich.

Polygon 9/10: «Die Kampagne dürfte für Diskussionen sorgen, auch wenn ihre grösste Sünde ihre Vertrautheit sein dürfte. Dafür gehört der Multiplayer zum Besten, was die Serie je abgeliefert hat.»

«Gamepro»: «Bombast-Momente, Abwechslung und vor allem das Spielgefühl, das mit den coolen Schubdüsen und der Kletterfunktion in meinen Augen genau den richtigen Evolutionsschritt nach vorne macht.»

«PC Games» 85%: «Ein toller Shooter für alle Besitzer einer Xbox One, und durchaus ein Kaufgrund für die Konsole.»

Game Rant 4/5: «‹Guardians› ist ein eindeutiger Schritt vorwärts für ‹Halo› und ein Pflichtkauf für Xbox-One-User, aber das Erlebnis ist nicht perfekt.»

Die Kampagne lässt sich zu viert spielen – leider nur online.<br data-editable="remove">
Die Kampagne lässt sich zu viert spielen – leider nur online.
Bild: 343 industries

Destructoid 7/10: «Es ist immer noch eine gut geölte Maschine, aber die Story ist schwach und die Änderungen der Spielmechanik haben zur Folge, dass ein paar Elemente über Bord geworfen wurden, die die Serie überhaupt erst einzigartig gemacht haben.»

Stuff: «‹Halo 5› tut sich schwer, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Die Kampagne ist schlapp wie ein wässriges Baguette und der Multiplayer zeigt langsam Ermüdungserscheinungen.»

Giant Bomb 4/5: «Es hat ein paar Ecken und Kanten und man bemerkt Einsparungen, aber ‹Halo 5› sieht fantastisch aus, spielt sich gut und bringt genug Optionen, dass man immer wieder zurückkehrt.»

The Verge: «Spiel ‹Halo 5› nicht wegen seiner Story. Spiel ‹Halo 5› wegen seiner Technik – ein Paradebeispiel für einen Ego-Shooter.»

Gamesradar: «Kein schlechtes Spiel, aber eines, das frustrierenderweise trotz seiner Innovationen Erfolg hat und nicht wegen ihnen. Eine unterhaltsame Kampagne, aber keine überzeugende.»

«Computer Bild Spiele» 1,83: «‹Halo 5 – Guardians› ist ein guter Ego-Shooter, der besonders von den neuen Spartan-Fähigkeiten profitiert und sich mit seiner dynamischen Spielmechanik spürbar von den Vorgängern und anderer Baller-Kost abhebt.»

«Halo 5: Guardians» ist seit Dienstag für die Xbox One verfügbar und wurde uns von Microsoft zur Verfügung gestellt.

Holst du dir den neusten «Halo»-Teil?

Der Launch-Trailer

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