Leben
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Diese Fehler habe ich beim Einrichten der ersten eigenen Wohnung gemacht

bild: shutterstock

Ich sag nur: «Think twice».



Wer schon einmal eine leere Wohnung bei der Übergabe betreten hat, weiss, wovon ich spreche: dem unangenehmen Gefühl, hier bald eine ganze Menge Geld liegen lassen zu müssen. Alles kaufen zu müssen, was auf den ersten Blick fehlt. Also alles.  

Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich die Entscheidungen im Eifer des Katalogwälzens so rational gefällt habe, wie es meinem überforderten Gehirn zum damaligen Zeitpunkt möglich war. Und doch gibt es da ein paar Dinge, auf die ich im Nachhinein besser verzichtet hätte.

Oder, wie meine Oma so gerne sagt: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

Dinge, die ich wirklich gebraucht habe

Den schmalen Konsolentisch im Vorzimmer

bild: shutterstock

Wer regelmässig durch Interior-Zeitschriften blättert, kennt ihn bestimmt: den schmalen, minimalistischen Konsolentisch, der perfekt in den Flur passt, um dort Schlüssel, Post-Its und Briefe abzulegen oder dekorative Objekte auszustellen. Wenn ich das Haus verlasse oder betrete, freue ich mich jedes Mal über diese Investition, die nicht nur stilvoll aussieht, sondern auch Platz spart und für einen groben Überblick sorgt.

Einen hochwertigen Holztisch für die Essecke

Ich habe etliche Jahre meines Lebens Spaghetti mit Pesto auf einem Ikea-Studi-Schreibtisch gegessen und weiss, wovon ich rede: der Sehnsucht nach einem Ort, der am Ende des Tages ein bisschen mehr nach #Adultlife und weniger nach Studentenbude aussieht.

bild: unsplash

Anfang des Jahres wurde es Zeit, in einen neuen Esstisch zu investieren. Nach langer Suche habe ich mich schliesslich für die Variante entschieden, die nicht nur platztechnisch auf den Zentimeter in meinen Erker passt, sondern auch optisch genau meinen Vorstellungen entspricht.

Jedes Mal, wenn ich mich jetzt dransetze – sei es zum Schreiben oder zum Essen –, lobe ich mich für diese vorausschauende Entscheidung, nicht Option F, sondern A gewählt zu haben.

Motivation für die DIY-Kleiderstange aus gesammeltem Waldholz

Eine klobige Wandverkleidung hätte nicht in meine Wohnung gepasst, also musste ich kreativ denken. 

Wie jede andere Frau in einer urbanen Stadt auch habe ich also ‹zufällig› ein Aststück im Wald gefunden, das ich mit Schleifpapier bearbeitet und anschliessend mit zwei Seilen und zwei Haken an der Decke montiert habe.

Ich kann euch ausserdem beruhigen: bis jetzt ist das Ding noch nicht aus der Wand gebrochen. 

Kostenpunkt: etwa 20 Franken. Und ein bisschen Zuversicht. 

Ein superbequemes Sofa, das genügend Platz für drei Leute bietet

Natürlich ist die Versuchung gross, einfach die gebrauchte Couch «mit diesem einen kleinen Fleck» zu kaufen, über die man auf dem Flohmarkt stolpert. In manchen Fällen kann dieser Glückskauf für 50 Franken auch die ideale Lösung sein. Für mich hingegen muss eine Couch vor allem saubequem und funktional sein – was die meisten Vintage-Sofas optisch hermachen, büssen sie nämlich meiner Meinung nach an Couchpotatoe-Gemütlichkeit ein.

Ich habe die Ecke ausgemessen, in die die Couch passen sollte und dann lange recherchiert, um das ideale Exemplar zu finden. Wichtig war mir, dass sie genug Platz für zwei erwachsene Personen bietet, die ausgestreckt darauf lesen wollen. Bei der Couch halte ich mich ans Esstisch-Credo: hält im besten Fall für immer. Deshalb besser farblich unauffällig und bequem als saisonal-knallig mit Rückenschmerz-Potenzial.

Ein Wort: Beleuchtung

bild: shutterstock

Grelles Licht tut nicht nur meinen Augen, sondern auch meinem Gemüt weh. 

Wie soll ich mich entspannen, wenn die Atmosphäre einem Krankenhausflur gleicht?

Aus genau diesem Grund habe ich in warme Bodenbeleuchtung und kleinere Lampen investiert, die einem Raum die gewünschte Atmosphäre verleihen und nicht unbedingt viel Geld kosten müssen. 

Das Basic-Geschirrset

Für 30 Franken habe ich mir ein Tellerset gekauft, das in jedem grösseren Supermarkt steht – und seither jeden Tag benutzt. Wer, abgesehen von bourgeoisen Ehepaaren, braucht vierzehn verschiedene Geschirrsets? Den Stauraum muss man sich auch erstmal leisten können.

Teppiche

bild: shutterstock

Man kann nie zu viele Teppiche besitzen. Echt nicht. 

Dinge, die ich mir im wahrsten Sinne des Wortes hätte sparen sollen

Das «süsse» Schlafsofa in knallgrün

Sieht gut aus, keine Frage, braucht nur leider: original niemand. Mein grünes Designer-Schlafsofa, das auch als Sessel durchgehen könnte, steht seit seinem Kauf immer irgendwie im Weg und hat noch keinen Besucher gesehen – weil sie doch lieber auf der Couch pennen.

Bilderrahmen, bevor ich passende Fotos hatte

Beim letzten Stadtbummel von irgendwoher mitgenommen, dienen sie in erster Linie dazu, die Aufbewahrungsboxen unter dem Sofa mit Gewicht zu füllen und mich daran zu erinnern, dass ich die analogen Fotos auch mal nach Wichtigkeit sortieren könnte, bevor sie in dieser Box über meinem Schreibtisch verschwinden. Für immer.

Das vierte Paar Bettwäsche

Niemand braucht drei oder vier verschiedene Sets Bettwäsche. Zwei reichen vollkommen. Wirklich. Glaubt mir.  

Dieser Vintage-Beistelltisch von Ebay-Kleinanzeigen

bild: unsplash

Nicht nur war er absolut überteuert, er passt auch weder zum Bett, zur Küche, noch zur Couch und steht seither genauso bestellt und nicht abgeholt wie das grüne Ausziehsofa in der Gegend rum. Memo an mich selbst: nicht im Wahn irgendwelche alten Möbelstücke auf Ebay kaufen und dann nicht wissen, wohin damit. 

Den Mixer, den ich nie benutze

Es gibt nur zwei Sorten von Menschen: die, die einen Mixer zur Herstellung ihrer Morgen-Smoothies verwenden und die, die lieber Suppen pürieren. Ich gehöre zur letzteren.

Den «TV-Tisch», obwohl ich auch eine Holzkiste hätte nehmen können

bild: shutterstock

Eigentlich ist er schon ganz okay, aber die Wahrheit lautet: niemand, der jünger als 35 Jahre ist, braucht einen TV-Tisch. Am besten noch mit Filzklebern untendran, dass auch der Parkettboden nicht kaputt wird. OK, schuldig. Next.

Einen baumförmigen Kleiderständer mit «Ästen», der ein halbes Jahr im Flur rumstand

Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass Jacken neben der Tür im Flur hängen und nicht irgendwo mitten im Vorzimmer an einen «Baum» gehängt werden sollen, wo sie lieblos nebeneinander baumeln wie der Duftbaum im alten Mercedes deines Vaters.

Der Ständer fristet jetzt im Keller sein Dasein, bis ihm irgendjemand bei Ebay-Kleinanzeigen ein neues Leben schenkt.

Freiwillige vor.

Und was hat sich in deiner ersten Wohnung als Platzverschwender herausgestellt?

Und wenn du schon was hast, was du nicht mehr willst: 13 tolle Upcyling-Ideen für dein Zuhause:

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Balisa 30.01.2018 20:36
    Highlight Highlight Der Couchtisch ist das Wichtigste! Ich nehme alle meine Mahlzeiten auf dem Sofa ein 🙈. Der Esstisch ist vor allem Ablagefläche.
  • Kevegoal 30.01.2018 18:50
    Highlight Highlight Tipp: kauft keinen offenen Schrank 😫 werde beim nächsten Umzug etwas Besseres suchen 😬
  • DerTaran 30.01.2018 18:48
    Highlight Highlight Die Rillen im Esstisch sind ja superdekorativ, aber werden dir leider bald als Krümelfänger super verhasst sein.
    Glaubst du nicht? Warte es ab.
  • Theor 30.01.2018 16:59
    Highlight Highlight "Niemand, der jünger als 35 Jahre ist, braucht einen TV-Tisch."

    Gute Dame, Sie sind offensichtlich keine Gamerin mit einer PS4/Xbox One, welche die jeweiligen Controller genüsslich in Sofa-Reichweite platzieren möchte.
    • Kevegoal 30.01.2018 18:45
      Highlight Highlight Word.
    • Frausowieso 30.01.2018 20:59
      Highlight Highlight Wir haben 3 Konsolen. Diese Babys verdienen einen anständigen Platz
    • Lagertha 31.01.2018 06:54
      Highlight Highlight This. Auf dem Couchtisch liegen Controller, Fernbedienungen, man kann Getränke und Snacks hinstellen und ich wüsste nicht, wieso man auf den verzichten sollte.
  • Padcat 30.01.2018 16:10
    Highlight Highlight In meiner ersten WG haben wir die ganze Wohnung mit geschenkten Möbeln und solchen aus dem Brocki eingerichtet. Nichts hat zusammengepasst aber uns hats gefallen😊 in meinem Studentenzimmer jetzt vermisse ich nur einen richtigen Kleiderschrank mit viiiel Stauraum, ich habe dafür ein offenes Regal und eine Kommode...
  • Mooncat 30.01.2018 15:03
    Highlight Highlight Teure, bodenlange Vorhänge. Brauchte ich eigentlich nicht. Aber immerhin finde ich sie immer noch schön.
    Einen CD-Ständer (DVD stehen seit eh und je im Bücherregal. Und ja, DVD-Boxen und Serie-Boxen leiste ich mir gelegentlich).
    So ziemlich alles billige von Ikea. Besser Kisten benutzen, bis man sich was anständiges leisten kann.
    Weg mit Teppichen! Staub- und Bakterienfänger - und wenn Katzen deine Mitbewohner sind, elende Haarfänger ...
    Nicht verzichtbar alles, was ich von Zuhause mitgenommen habe. Alles mit Stauraummögluchkeiten (am besten verschliessbar). Garderobenständer und Schuhgerüst.
  • Thomtackle 30.01.2018 14:57
    Highlight Highlight Was hat der TV-Tisch mit dem Alter zu tun?
  • Frausowieso 30.01.2018 14:19
    Highlight Highlight Die erste Wohnung war mit Kinderzimmer- und Brockenhausmöbel eingerichtet. Diese Möbel wurden durch günstige Ikea und Co Möbel ersetzt. Seit ich genug verdiene wird ein Teil nach dem anderen durch ein qualitativ hochwertiges ersetzt. Einrichtungsfehler sollte jeder junge Mensch machen. Es dauert eine Weile bis man seinen Geschmack gefunden hat. Erst dann lohnt es sich, viel Geld in Möbel zu investieren. Beispiel? Ich habe mir mit 22 ein geblümtes Sofa gekauft, dass ich TOTAL schön fand (es war sehr sehr sehr hässlich). Zum Glück hat es nur rund 400.- gekostet.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 30.01.2018 14:00
    Highlight Highlight Ich lebte nach dem Auszug von Zuhause 2.5 Jahre in einer Möblierten Wohnung, gefehlt hat mir eigentlich nichts ausser Platz für Bücher welchen ich mir mittels eines Schränkchens verschafft habe.

    Danach in eine Grössere Wohnung gezogen, konnte zum Glück die Möbel zumieten und so wie eine Schlange geduldig auf die Beute, also passende und Günstige Möbel, warten.

    Nicht einmal zwei Jahre später fehlen mir nur noch Vorhänge, sonst habe ich vom Kleiderschrank über ein Doppelboxspringbett zum Bettsofa über Eckbank, Kommmoden und Esstisch alles Günstig aber Gut bekommen, nur nicht sofort halt
  • Zat 30.01.2018 13:44
    Highlight Highlight Was ich inzwischen anders machen würde: Die Couch dürfte etwas grösser sein, damit die inzwischen gewachsene Familie gemütlicher Platz darauf fände. Wobei das WoZi nun auch nicht viel mehr Raum hergibt. Quadratur des Kreises, sowas zu finden, aber das ist die Entscheidung, die ich nochmals überdenken würde.
  • Zat 30.01.2018 13:41
    Highlight Highlight Bei meiner ersten Wohnung habe ich mich zuerst um Küche und Schlafzimmer gekümmert. Heisst Tisch und Kochgeschirr, sowie Bett und Kleiderschrank, alles vorausschauend gross genug. Für alles Weitere habe ich mir Zeit gelassen. Wie die Autorin schreibt, die Sachen müssen lieber passend, praktisch und bequem sein, als 'nur' gut auszusehen.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 30.01.2018 13:26
    Highlight Highlight Ich habe einen kleinen Bambustisch. Zu hübsch, um ihn wegzuwerfen, aber zu winzig und instabil, um ihn verwenden zu können...

  • HerrCoolS. 30.01.2018 13:22
    Highlight Highlight Ich bin im letzten Semester meiner Lehre daheim ausgezogen und hatte ein Lohn von knapp 1100 Fr. Es war eine 1-Zimmer-Wohnung, habe nur gebrauchte Möbel reingestellt von meiner Verwandtschaft, habe kaum mehr als 100 - 150 Fr. ausgegeben und bin damit absolut gut gefahren.
  • Baccaralette 30.01.2018 12:49
    Highlight Highlight WAS, nur zwei Bettgarnituren? Reicht mir nicht. Ich schlafe im Sommer lieber in etwas leichtem, helle Farben, wunderschönes Sommermuster. Im Winter dick und dunkel.

    Ich habe mindestens 20 Garnituren.

    (auch deshalb weil ich die Bettwäsche sehr regelmässig wechsle - so alle 2 Wochen maximal - und dann wasche. Und dann im Waschzuber liegen lasse, nicht zusammengelegt. Weil - ich bin klein, die Bettwäsche gross...)
  • Matrixx 30.01.2018 12:19
    Highlight Highlight Es muss praktisch und vielseitig sein. Ein Tischchen im Flur? Wofür?
    Ich habe dort einen kleinen Schuhschrank. Der fungiert als Schuhschrank und Tischchen zugleich...
    Und die Schlüsselschüssel nicht vergessen 🙂
    • WhySoSerious? 30.01.2018 14:28
      Highlight Highlight Schlüsselschüssel hehe, könnte glatt als Zungenbrecher durchgehen ;-)
  • Madison Pierce 30.01.2018 11:20
    Highlight Highlight Platzverschwender nicht, aber ich hatte zu viele Regale ohne Türen. Habe dann gemerkt, dass ich nicht so gerne abstaube.

    Heute habe ich an die Regale (Glas-)Türen montiert und eine Glasvitrine gekauft.

    Beim Geschirr ist meine Freundin dezidiert anderer Meinung: die chinesische Suppe isst man aus einer chinesischen Schale und den Weihnachtstee trinkt man aus der Weihnachtstasse. Espresso niemals aus einer Kaffeetasse! Zwei Kommoden voller Geschirr und wenn sie an einem Brockenhaus vorbei kommt wird es mehr... Sind schöne Sachen, aber mir würden weisse Teller reichen.
    • Olifant 30.01.2018 12:43
      Highlight Highlight Weihnachtstee❤
  • crossover 30.01.2018 11:13
    Highlight Highlight In meiner ersten Wohnung hab ich mir einen DVD-Ständer (*gnihihi*) für meine DVD Sammlung gekauft. Ich wusste es damals einfach nicht besser.
    • Posersalami 30.01.2018 11:44
      Highlight Highlight Haha, den Fehler hab ich auch gemacht :D Beim letzten Umzug ist er entsorgt worden inkl. allen DVDs. Ein halbes Jahr bei Kleinanzeigen haben keinen Käufer finden können. RIP.
    • paterpenn 30.01.2018 12:17
      Highlight Highlight Wie wärs mit verschenken oder spenden (dvd's) anstelle von entsorgen?
    • Bruno S.1988 30.01.2018 13:05
      Highlight Highlight @Paterpenn
      Du meinst draussen bei den Containern hinstellen mit dem Hinweis "Gratis"?
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«Ich verheimliche meiner Partnerin, dass ich in meine Kollegin verliebt bin»

Lieber Anton,

wie mir scheint, hast du gerade an mehreren Fronten zu kämpfen. Da ist einerseits die unerwiderte Liebe zur Arbeitskollegin. Anderseits ist da deine Beziehung, die wegen deiner Fremdverliebtheit aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Bevor ich auf deine Kollegin eingehe, lass mich bitte Partei für deine Freundin beziehen: Ich halte es für egoistisch, ihr nicht zu sagen, wie es um dein Herz und dich steht. Du schreibst klar, dass du Angst hast, danach vor dem Nichts zu stehen.

Die …

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