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Game-Studio outet Spiel-Charakter als schwul – und löst heftige Diskussionen aus

11.01.2019, 20:42

Blizzard, das Entwicklerstudio hinter dem erfolgreichen Game «Overwatch», hat kürzlich einen der beliebtesten Charaktere als schwul geoutet. In einer Kurzgeschichte wurde fast schon nebenbei verraten, dass die Spielfigur des Soldier 76 homosexuell ist. 

Obwohl Soldier 76 bereits die zweite homosexuelle Figur im «Overwatch»-Universum ist, löste die Veröffentlichung kontroverse Diskussionen aus. Obwohl es grundsätzlich begrüsst wird, dass so eine beliebte Spielfigur ganz klar als schwul geoutet wird, gibt es auch etliche Fans, die sich in ihrer Komfortzone bedrängt fühlen.

Einige stören sich etwa daran, dass Blizzard ihnen eine Diskussion aufzwingt, die sie in diesem Spiel fehl am Platz finden. Das geht so weit, dass einige Fans sich weigern, die Figur Soldier 76 weiterhin zu benutzen. Andere wollen das Game komplett boykottieren.

Kritisiert wird auch, dass Soldier 76 rein optisch als typisch heterosexueller Kämpfer daherkäme: gross, muskelbepackt und bis an die Zähne bewaffnet. Gegenteilige Meinungen sehen genau darin eine positive Entwicklung, da damit gängige Schwulenklischees bekämpft würden.

Vor allem auf Twitter wirft man dem Studio aber vor, dass man sich nur bei der LGBTQ+-Community anbiedern wolle. Einige sprechen sogar von Queerbaiting, das heisst, dass die Macher die Figur nur aus Marketinggründen als schwul geoutet haben, ohne wirklich dahinterzustehen.

«Blizzard hat das getan, um auf möglichst einfache Weise auf ihr sterbendes Game aufmerksam zu machen. Ich bin richtig angepisst darüber, wie wenig Mühe sie 2018 in all ihre Spiele gesteckt haben.»

Schlussendlich gibt es dann noch jene User, welchen das alles einfach nur auf die Nerven geht:

«Ich bin verwirrt. Alle sind also wütend, weil Soldier schwul ist. Aber würde sich irgendjemand beschweren oder sagen, es sei Zeitverschwendung gewesen, wenn es hiesse, er habe eine grossartige Frau und Kinder gehabt? Ihr wisst schon, diesen ganzen anderen Scheiss. Nein, würdet ihr nicht! Also löscht das Game oder nicht, niemanden interessiert das, verdammt noch mal!»

(pls)

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quelle: shanghaiist.com
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