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«Ein Coming-Out ist wie duschen: Man muss es (fast) jeden Tag tun»

Bild: watson

Bei der Geburt wurde James als Mädchen deklariert. Doch richtig fühlte sich das nicht an. Auf einen Tee mit einem Transmann, der die Anzahl seiner Coming-Outs gar nicht mehr zählen kann.

11.10.17, 16:50 12.10.17, 04:51

Mittwochnachmittag, im Billigkleiderladen einer Kleinstadt. Teenie-Girls wollen sich erwachsen fühlen, probieren Kleider und kaufen ein paar davon. Eines der Teens ist James. Umgarnt von seinen besten Freundinnen lässt er sich einkleiden. Passiv. Röckchen, Cardigan, Spaghettiträger – was ein Mädchen mit 14 eben so zu tragen hat – wurden stapelweise über die Wandkante der Umkleide gelegt. James steht in der Kabine. Allein.

Lethargisch wickelt er seinen pubertierenden Körper, der ihm und seiner Umwelt deutlich macht, dass aus James einmal eine Frau werden soll, darin ein. 

«Du bist doch ein Mädchen, logisch sieht das toll an dir aus!»

«Echt süss!»

«Das solltest du öfters tragen.»

Für James sah alles scheisse aus. Dass er ein Mädchen ist, davon war James, der damals noch auf einen anderen Vornamen hörte, völlig überzeugt. Schliesslich wurde er bei seiner Geburt dem weiblichen Geschlecht zugeordnet, es war das Label, das ihm die ganze Welt 14 Jahre lang unaufhörlich einredete. Und er glaubte es. Natürlich. Doch zwischen «ein Mädchen sein» und «wie ein Mädchen sein» liegen Welten. James erkennt sich nicht im Spiegel mit dem Cardigan und den Spaghettiträgern, er kommt sich selber fremd vor und fragt sich: «Was ist falsch mit mir?» – Eine Frage, die viele LGBTs ihr ganzes Leben lang auf subtile Weise begleitet.

Trans-Thematik und Sprache 

Für viele Transmenschen ist es wichtig, dass über sie nicht als ehemalige Frauen oder Männer gesprochen wird, sondern, dass sie auch in der Retrospektive immer als das Geschlecht gesehen werden, mit dem sie sich indetifizieren.

James identifiziert sich als Transmann, weswegen in diesem Artikel auch konsequent nur die männlichen Pronomina verwendet werden. 

«Ich bin anders, ich bin bisexuell.»

Bisexualität war die erste Antwort, die James auf diese Existenz-Frage gefunden hat. «Ich bin nicht falsch, sondern bi», habe er seinem 16-jährigen Spiegelbild gedanklich vorartikuliert. Und schon nur durch diesen Satz, meint James, habe er sich bereits ein klein bisschen weniger fremd in seiner eigenen Haut gefühlt. Bi sei anders als normal, aber nicht falsch, erklärt uns James bei einem Tee. Heute ist James 21 und was er damit sagen will, ist, dass er damals durch seine Bisexualität eine Rechtfertigung dafür gefunden hat, anders zu sein: Frauen zu lieben, Jungskleider anzuziehen, aus der Norm zu fallen. 

«Das erste Coming-Out hat man immer vor sich selber. Und das war bei mir in jedem Fall eine Befreiung. Aber Coming-Outs passieren auch auf ganz anderen Ebenen. Auf öffentlichen, familiären, institutionellen und politischen Ebenen. Sie können mühsam, einengend, gezwungen und total niederschmetternd sein.»

James

James mit einer Tasse Tee. Überhaupt nicht niedergeschmettert. bild: watson

Es liege ein grosser Unterschied darin, wie man sich selber sieht und wie einem die Welt sieht, erläutert James. Als er sich als bi geoutet hatte, sah die Mehrheit der Typen in ihm das Bild eines bisexuellen Mädchens: Das Bild einer jungen, abenteuerlichen Frau, die mit ihren weiblichen Zügen reihenweise Männer und Frauen verführt. Wenn er sich in seinen jungen Jahren hingegen bei Lesben als bi outete, dann war das Bild ein ganz anderes, viel weniger sexualisiertes. In der Lesbenszene wurde er jeweils sehr schnell als die kleine, noch ganz verwirrte und sehr burschikose Teenagerin abgestempelt, die dann schon noch begreifen wird, dass sie eigentlich homosexuell ist. Als drittes Fremdbild kam dann noch das seiner Eltern ins Spiel, die schwer davon ausgingen, dass das eine Adoleszenz bedingte Phase sei.

«Du kannst dich selber noch so ernst nehmen, wenn die Welt dich nicht verstehen will, beginnst du ihr irgendwann zu glauben.» 

James

James' «Phase» hält aber an. Bisexuell ist er immer noch. Aber inzwischen stellt er sich nicht mehr als bisexuelle Frau, sondern als bisexueller Transmann vor. Und je nach Situation verwendet er zudem die Labels demisexuell, pansexuell, polyamour, non-binary, transmaskulin und vor allem queer, um seine Identität zu beschreiben.

Queer bedeute, so James, dass einem sexuelle und geschlechtliche Kategorien nicht interessieren. Wieso braucht er dann noch all die anderen Begriffe dazu?

«Dass mich sexuelle und geschlechtliche Kategorien bei anderen nicht interessieren, heisst nicht, dass sie mich nicht beschäftigen. Wir alle wurden so grossgezogen, dass wir zwischen Männern und Frauen, zwischen Homos und Heteros unterscheiden, dass Monogamie selbstverständlich ist und dass es alles dazwischen und daneben gar nicht gibt. Um aufzuzeigen, was und dass es noch Anderes gibt, muss man Labels verwenden. Begriffe, die von der Norm abweichen und in ihrer Fülle diese vielleicht einmal zum Aufweichen bringen.»

James

James' Labels nehmen handschriftlich ganz schön viel Platz ein. zeichnung: james

Das Label, das James bisher am meisten Denkarbeit abverlangte, heisst «trans». Trans bedeutet für James heute, dass das Geschlecht, das einer Person bei der Geburt zugeordnet wurde, nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt.

Doch hinter dieser Erkenntnis steckt eine grosse Coming-Out-Phase. Lange galten Transmenschen für ihn als Menschen, die tagtäglich leiden, hyperfeminin oder hypermaskulin sein wollten, schon als Kind ihren Körper hassten und sowieso psychisch krank und labil seien. Das war das Bild, das Mitleidsbild, das James aus den Medien kannte. Und mit dem er sich überhaupt nicht identifizieren konnte. Sein offenes Umfeld, das er vor allem bei der Jugendorganisation «Milchjugend» kennenlernte, half ihm aber dabei, diesen Trugschluss zu überwinden.

Die Möglichkeit, selber trans zu sein, schien James immer plausibler. Sein Unbehagen mit seinem eigenen Spiegelbild nahm er zunehmend ernster, reflektierte es, verwarf es wieder, verzweifelte an ihm und führte darüber Tagebuch. Darin schrieb er an Silvester 2016:

grafik: lea senn/ watson

Am 1. März 2017 schreibt James auf Facebook:

«Ich bin transmaskulin. Das heisst, ich identifiziere mich nicht als Frau. Um ehrlich zu sein trug ich dieses Label auch nie gerne. Die Frage, ob ich vielleicht trans* bin verfolgt mich schon seit Jahren, doch ich musste erst merken, dass sie sich nicht einfach wegerklären lässt. Als sie das letzte Mal wieder aufkam, wurde daraus eine «Was wäre wenn?»-Frage und ich gab mir den Raum, sie zu erforschen. Jetzt bin ich hier. Ich ändere meinen Namen auf James und bitte euch, mich von jetzt an so zu nennen. Meine Pronomen sind ‹er, ihm, sein›.»

James hat sich entschieden, sein Unbehagen nicht mehr in sich hineinzufressen, sondern offen mit ihnen in Kontakt zu treten. Dazu brauchte er ein weiteres Coming-Out. Einen weiteren Blick in den Spiegel begleitet von seiner inneren Stimme, die ihm sagt, was er ist: Trans, non-binär, gay, whatever. Hauptsache nicht allein und nicht nichts.

Doch gerade wenn es ums Geschlecht geht, dann reicht das Diskutieren mit dem Spiegelbild allein nicht aus. Denn wie James sagt:

«Während Sexualität meistens privat stattfindet, ist das Geschlecht ständig und überall präsent.»

James

Überall heisst in diesem Kontext an der Universität, in der Arztpraxis, im Schwimmbad, in der Garderobe, am Familienfest, beim Bewerbungsgespräch, auf dem Flugticket, im Friseur-Salon, auf der öffentlichen Toilette, im Ganzkörperspiegel der Umkleidekabine eines Billigkleiderladens.

«Ein Coming-Out ist wie duschen – man muss es (fast) jeden Tag tun.»

James

Sich ständig und überall zu outen, braucht sehr viel Energie. Manchmal habe man einfach keinen Bock darauf, meint James und lässt es sein. Schweigt für sich und lässt sich als Frau oder sonst was ansprechen, das man nicht ist. Aber solange er sein Spiegelbild betrachten kann und mehr von sich selbst, als einer fremden Person sieht, hat er Mut. Mut daran weiterzuarbeiten, dass sich auch das gesellschaftliche Spiegelbild irgendeinmal weiter entwickeln wird. Zum Beispiel zu einem, in dem nichts mehr aktiv rauskommen muss, weil sich ohnehin schon alles draussen abspielen darf.

In dem Sinne einen schönen internationalen Coming-Out-Day allerseits!

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2m 20s

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Video: watson

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 13.10.2017 16:28
    Highlight Aha, Chromosomen werden jetzt also bei Geburt "zugewiesen".
    5 12 Melden
  • blaubar 13.10.2017 11:20
    Highlight Mir scheint, ein Ziel müsste sein, dass die eigene Geschlechterindentifizierung nicht den halben Tag einnehmen sollte (wenn es geklärt ist...) Man ist wie man ist und dann kann man sich wieder seinen Sachen zuwenden. Ich bin hetero und denke beim Aufstehen ebensowenig daran wue beim Essen oder Joggen.
    21 0 Melden
  • T0815 13.10.2017 07:16
    Highlight Für James scheint es so zu stimmen und er ist zufrieden mit sich. Alles andere und vor allem die Meinung der Anderen spielt keine Rolle.
    21 1 Melden
  • sikki_nix 12.10.2017 15:35
    Highlight Es ist für mich schwer nachvollziehbar, da ich mich selbst nie solchen Fragen stellen musste. Ich nehme an, dass alle Kommentatoren welche sich hier negativ über James äussern, ebenso nie selbst mit solchen Fragen konfrontiert wurden (oder sie nicht zulassen). Wie man sich selbst und Umwelt wahrnimmt ist etwas stark individuelles. Das Einzige was ich mit Sicherheit weiss ist, dass ich mir eine Gesellschaft wünsche die Menschen in solchen Situationen unterstützt und akzeptiert anstelle davon sie zu diskreditieren und zu bevormunden
    51 3 Melden
  • Marlon Mendieta 12.10.2017 07:53
    Highlight An alle, die hier Krise schieben, wenn mann ach so falsche Begriffe oder Pronomen braucht.
    Ich finde James toll, mutig und die gesellschaftliche Öffnung gegenüber Queer Menschen positiv.
    Unverständniss # Ablehnung
    47 10 Melden
  • Bluetooth 12.10.2017 01:19
    Highlight "Schliesslich wurde er bei seiner Geburt dem weiblichen Geschlecht zugeordnet, es war das Label, das ihm die ganze Welt 14 Jahre lang unaufhörlich einredete. Und er glaubte es"
    Nein, Geschlechte sind keine Labels sondern eine biologische Einteilung, wissenschaftlich definiert und nachweisbar.
    "dass er damals durch seine Bisexualität eine Rechtfertigung dafür gefunden hat, anders zu sein"
    Auch die Sexuelle Orientierung ist kein Label sondern beschreibt sind nur Begriffe um seine Geschlechts-Vorliebe zu beschreiben.
    "demisexuell, pansexuell, polyamour, ..."
    DAS sind Labels.
    58 19 Melden
  • Dr. B. Servisser 11.10.2017 23:13
    Highlight Ohne wertend zu sein: ich verstehe James nicht.
    36 27 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 11.10.2017 23:45
      Highlight Wahrscheinlich verstehst du auch nicht sonderlich viel von Astrophysik. Das ist auch nicht weiter schlimm. Verstehen hat mit Verstand zu tun. Schärfe ihn. Dafür hast du das Denkorgan mit auf den Weg bekommen. Dann verstehst du irgendwann auch die Astrophysik, James und vieles mehr.
      40 30 Melden
    • Dr. B. Servisser 12.10.2017 11:28
      Highlight @Silent Speaker: ich verstehe in der Tat nicht viel von Astrophysik. Aber das möchte ich auch nicht.
      13 13 Melden
    • SanchoPanza 12.10.2017 18:22
      Highlight @Silent Speaker:
      So sehr mich das Thema um Trans* und Lgbtqi*xyz interessiert, wenn es jemand nicht versteht und sich nicht sonderlich dafür interessiert, kann das doch auch einfach stehen gelassen werden ;-) Jeder der sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzt, weiss aus eigener Erfahrung das a) sich 'die Szene' selbst überhaupt nicht einig ist und b) das ganze Spektrum irgendwo zwische Unübersichtlichkeit und ständiger Veränderung schwankt. Deshalb verstehe ich jede Person welche sich nicht (mehr?) damit auseinandersetzen möchte - zumindest solange gegenseitiger Respekt vorhanden ist.
      9 0 Melden
  • Verifiable Truth 11.10.2017 19:07
    Highlight Na das viel Spaß James kannst dich outen sooft wie möglich aber an Situation wird sich nichts ändern, du wirst einsam bleiben. Nur ein Promille Bereich der Bevölkerung ist transsexuell, und durch outing wird's nicht mehr, ce la vie. Für die bullies nur eine Möglichkeit dich zu mobben, direkt oder indirekt,
    26 158 Melden
    • Chris Olive 11.10.2017 20:56
      Highlight Warum zur Hölle sollte James einsam bleiben? Es ist ja nicht so das Transmenschen nur mit anderen Transmenschen zusammen sind.

      In deinem Beitrag fehlt jegliche Logik.
      140 11 Melden
    • Fabio74 11.10.2017 20:57
      Highlight Du hast nichts verstanden, worum es beim Coming-Out geht.
      Ja die transsexuelle Bevölkerung wird immer klein bleiben; aber es geht drum, die Situation für eine Minderheit öffentlich zu machen; zu zeigen, dass es noch andere gibt aber in allererster Linie geht es um die eigene Person und dem Umfeld zu zeigen wie man als Mensch wahr genommen werden will.
      Wer andere Menschen ausgrenzt, diffamiert, schikaniert, der ist aus meiner Sicht einfach dümmer als 1m Feldweg.
      86 9 Melden
    • Datsyuk 11.10.2017 21:17
      Highlight Ach, pondering. Er wird nicht einsam bleiben. Von dir weiss ich es nicht.
      82 7 Melden
    • owlee 12.10.2017 18:31
      Highlight Ach, pondering schreibt doch bei praktisch jedem Artikel einen negativen, verbitterten Troll-Kommentar. Braucht anscheinend Aufmerksamkeit 😉
      18 3 Melden
  • derEchteElch 11.10.2017 18:14
    Highlight Herrje.. ich bin für sowas wohl einfach zu konservativ.. Was soll man denn sonst sein, als das, als was man geboren wurde?

    OK, vielleicht fühlt es sich in den „typischen“ Frauenkleidern nicht wohl, das tun noch viele. Deswegen kann man sich ja etwas anderes anziehen und nicht typische Frauenkleider kaufen, es gibt vieles, was für beide Geschlechter geht.

    Ich kann verstehen, dass sich einige Männer zu Männern, einige Frauen zu Frauen oder beide zu beidem hingezogen fühlen. Die biologische Identität ist für mich aber unverwechselbar. Liegt das vllt an div. Chemikalien in allem Möglichem?
    41 130 Melden
    • Marlon Mendieta 11.10.2017 20:16
      Highlight Habe manchmal auch Mühe den Argumenten zu folgen.
      Ich finde, wenn jemand im falschen Geschlecht geboren wurde und das Ernst meint, dann macht man die Geschlechtsumwandlung inkl. Operationen, Hormonen, Name und Outfit. So far, so good.
      Aber es ist doch völlig Ok eine bisexuelle Frau zu sein, die gerne Männerklamotten anzieht und seine Weiblichkeit " anders" definiert als viele andere Frauen.
      Also wieso bisexueller Transmann?
      26 47 Melden
    • Fabio74 11.10.2017 20:58
      Highlight nein am fehlenden über den Tellerrrand denken.
      Die Welt ist nicht schwarz oder weiss, sondern sie ist bisschen komplexer
      Die Zeit der Unterdrückung ist vorbei
      76 22 Melden
    • Chris Olive 11.10.2017 21:03
      Highlight Als kleiner Tipp: Informieren hilft, vlt. auch einfach mal das Gespräch mit einer Transperson suchen.

      Das hat übrigens, aus meiner Sicht, nichts damit zu tun ob jemand konservativ ist. Meine Eltern sind sehr konservativ, aber in solchen Fragen sehr offen und immer bereit Neues zu lernen.
      70 6 Melden
    • rosie 11.10.2017 21:13
      Highlight Lieber Elch
      Auch wenn ich deine Meinunung absolut nicht teile, finde ich, du solltest respektvoll bleiben. Ich empfinde es irgendwie herablassend, wenn du das Pronomen "es" verwendest.

      Übrigens: Schon die Ureinwohner Amerikas kannten die sogenannten "two spirits". Ich weiss nicht, wie viele Chemikalien in ihrem Essen waren..

      Liebe Grüsse
      Rosie
      68 17 Melden
    • Datsyuk 11.10.2017 21:18
      Highlight derEchteElch, die biologische Idendität ist eben nicht eindeutig.
      48 12 Melden
    • Roaming212 11.10.2017 22:07
      Highlight herablassendes pronomen es? are you kidding? das ist genau das, was die ganze gender-sache so lächerlich macht. Wenn man sich von Pronomen beleidigt fühlt hat man definitiv Probleme.
      Mit anderen Worten: Did you just assumed his gender??
      23 49 Melden
    • Karin Brand 11.10.2017 22:39
      Highlight Lass ihn doch leben, wie er will und er es für richtig hält! Du brauchst ja nicht seiner Meinung zu sein aber deswegen ist seine Meinung nicht falsch.
      Und solange du dich nicht wirklich mit dieser Materie auseinandergesetzt hast, solltest du vielleicht nicht von Chemikalien und sochlech Sachen sprechen. Das ganze ist nähmlich einen Hauch komplexer...
      34 12 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 11.10.2017 23:01
      Highlight Biologische Identität. Das wäre also dein ganz eigener Genpool. Oder was meinst du damit? Wir sind aber noch nicht so weit, dass wir unsere DNS komplett entschlüsseln können. Warum sich ein Gehirn und die Persönlichkeit so entwickelt, wie sie es tut.

      Eine Identität ist ist das Gesamte, das ein Lebewesen oder einen Gegenstand auszeichnet und als etwas Eigenständiges definiert. Dazu gehört auch, wie sich ein Mensch selbst sieht, fühlt und denkt. Das ist dann der jeweilige Charakter, der Teil einer Identität ist.

      Transmenschen gab es schon vor der Chemieindustrie.
      21 8 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 11.10.2017 23:16
      Highlight @Marlon Mendieta: Geschlechtsumwandlung inkl. Operationen. Da wird nichts umgewandelt, sondern das Geschlecht angepasst. Darum heisst das auch Geschlechtsanpassung. Und das wäre ja schon die Operation.

      Was den bisexuellen Transmann betrifft: Ein Transmensch kann genau so schwul, lesbisch, hetero oder bi sein. Er kann auch auf Hardcore-SM stehen oder andere sexuellen Interessen und Neigungen haben. Trans zu sein hat etwas mit Identität zu tun, nicht mit sexueller Ausrichtung. Darum ist der Begriff Transsexuelle/r m.M.n. auch völlig falsch und abwertend.
      17 10 Melden
    • derEchteElch 12.10.2017 07:09
      Highlight Sorry, aber die Natur hat nicht vorgesehen, dass man sich sein Geschlecht aussuchen kann. Entweder ist man Frau oder Mann. Das steht schon bei der Geburt fest. @Karin Brand: so komplex ist die Sache also gar nicht wie du schreibst.

      Man ist weder beides noch Eichhörnchen noch Spok noch Yoda oder als was man sich fühlt.
      17 45 Melden
    • Marlon Mendieta 12.10.2017 07:30
      Highlight Silent Speaker サイレントスピーカー

      Das " Sexuelle/r" in Transsexuelle/r
      steht für Geschlecht, nicht die sexuelle Neigung.
      16 0 Melden
    • DieKeksSissi 12.10.2017 09:22
      Highlight @Elch 1. Kannst du nicht wissen, was die Natur vorgesehen hat und ich bezweifle sogar, dass die Natur überhaupt irgend etwas vorsieht. 2. Solltest du dich wirklich zu mindest ein kleines Bisschen mit der Thematik ausseindersetzen, bevor du hier so mit falschen Behauptungen um dich wirfst. Und 3. Ich verstehe es, wenn trans*idente Menschen nicht in dein Weltbild passen, aber das ist kein Grund, dein Weltbild über diese Menschen stülpen zu wollen. Das hilft nämlich niemandem.
      24 9 Melden
    • Datsyuk 12.10.2017 09:37
      Highlight derEchteElch, es stimmt einfach nicht, was du schreibst. Lies doch einmal etwas darüber...
      25 7 Melden
    • Karin Brand 12.10.2017 10:47
      Highlight Du magst recht haben, dass man so oder so geboren wird. Wären wir Roboter wäre es nicht komplex...
      Psychologie, Gesellschaft, Emotionen etc...
      Da spielt mehr als Biologie mit und wenn du mir jetzt sagen willst das sei nicht komplex, erwarte ich eine einfache Antwort wieso in 3 Sätzen.
      18 3 Melden
    • Datsyuk 12.10.2017 10:55
      Highlight derEchteElch, du schliesst einfach von dir auf andere Menschen. Das darfst du nicht...
      24 6 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.10.2017 12:04
      Highlight @Marlon Mendieta: Das ist mir bekannt. Im Englischen trifft das auch zu, da dort das Geschlecht "sex" heisst. Im Deutschen ist aber Sex ganz klar nicht das Geschlecht, sondern der Akt von Geschlechtsverkehr. Daher ist das Wort im Deutschen falsch. Es müsste dann Transgeschlechtliche/r heissen. Klingt zwar blöd, ist aber effektiv so.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Sex

      @Elch: Deine Aussage ist grunsätzlich falsch. Belese dich einmal zu XX/XY/XXY/XXYY/XYY etc.

      Was sind für dich Hermaphroditen? Frau oder Mann? Sag es uns.
      17 5 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.10.2017 12:12
      Highlight @DieKeksSissi/derEchteElch: Die Natur ist ist die Triebkraft aller lebenden Organismen. Sie betreibt Experimente, um die Evolution voranzubringen. Es muss schon eine ziemlich intelligente Kraft sein. Ob sie auch eine berechnende Kraft ist, ist offen. Auf jeden Fall lässt sie es ziemlich darauf ankommen und ist nicht sonderlich zurückhaltend, was den Versuch angeht, neue Wege zu finden. Try and error.

      Dass sie immer wieder Transmenschen hervorbringt, zeigt, dass dort die Entwicklung Potenzial hat. ;)
      11 3 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.10.2017 12:20
      Highlight @derEchteElch: Da du festlegst, dass das Geschlecht nur per Fortpflanzungsfähigkeit festgelegt wird (Mann+Frau=Kind) müsstest zu von Natur aus zeugungsunfähige Menschen in eine eigene Kategorie einstufen. Auch sind Frauen ab einem gewissen Alter faktisch zeugungsunfähig. Die verlieren dann also den Status Frau.

      Genetisch gesehen gibt es nicht nur männlich und weiblich, sondern eben auch Mischformen. Es kommen auch keine Professoren, Baggerfahrer, Lokomotivführer oder Musiker auf die Welt. Das wird man, weil sich das Gehirn entwickelt und man eine Identität aufbaut.
      10 5 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 12.10.2017 12:32
      Highlight @derEchteElch: Du hast da auch grundsätzlich etwas falsch verstanden. Transgender suchen sich ihr Geschlecht nicht aus. Sie kommen so auf die Welt. Und nicht selten beginnt mit der Erkenntnis, nicht in dein Schema zu passen, ein langer Leidensweg. Manche können damit besser umgehen, andere versuchen nicht aufzufallen und das Spiel "deiner Vorstellung" zu spielen, gründen Familie und sind brave Arbeiter. Aber sie leiden. Mit dem Internet wurde es für Transmenschen einfacher, sich zu finden. Aber dein Beispiel zeigt, wie tief die Akzeptanz anno 2017 immer noch ist.
      16 2 Melden
    • Chris Olive 12.10.2017 12:58
      Highlight derEchteElch, du scheiterst schon mit dem zweiten Satz. Nein, es gibt weit mehr als nur Mann und Frau, zb. Intersexuelle...

      und nach zur Natur... Lippfische können ihr Geschlecht ändern, wenn es nötig ist.

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/flexible-fische-mehr-sex-dank-neuen-geschlechts-a-436465.html
      17 2 Melden
    • Alnothur 13.10.2017 16:31
      Highlight "Da wird nichts umgewandelt" - Doch, natürlich wird es das...
      2 6 Melden
    • DieKeksSissi 13.10.2017 18:04
      Highlight @Alnothur Da kämpfen also Trans*menschen über Jahre gegen den Gebrauch von fehlleitenden Ausdrücken wie "Geschlechtsumwandlung" oder auch "transsexuell" und du kommst mit so einem Kommentar. Was bitteschön ist dein Nutzen daraus?
      4 1 Melden
    • Datsyuk 13.10.2017 19:16
      Highlight Wie kommst du darauf, Alnothur?
      4 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 13.10.2017 20:40
      Highlight @Alnothur: Was genau wird denn umgewandelt? Der Mensch bleibt dieselbe Person. Es wird nur das primäre Geschlechtsmerkmal so angepasst, dass es mit dem gefühlten Geschlecht übereinstimmt. Da wird definitiv nichts umgewandelt.

      Weisst du überhaupt, wie so eine OP verläuft und wie das gemacht wird?
      3 2 Melden
    • Alnothur 13.10.2017 21:40
      Highlight "primäre Geschlechtsmerkmal so UMGEWANDELT, dass es mit dem gefühlten Geschlecht übereinstimmt"
      2 2 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 14.10.2017 12:08
      Highlight @Alnothur: Schau mal unten an deinem Geschlechtsteil nach. Dort hast du eine Narbe. Was meinst du, warum die dort ist?

      Mein informativer Kommentar dazu fiel scheinbar der watson-Zensur zum Opfer.
      1 1 Melden

«Bis ich merkte, dass Le Parfait aus Leber besteht» – 9 Kinderträume und was daraus wurde

Neun Erwachsene erzählen, wie ihre Kindheitsträume versandet, wahr geworden oder zur lustigen Barstory mutiert sind.

Kinder sind die grössten Philosophen. Sagt man. Denn sie stellen sich Dinge vor, die ein erwachsenes Gehirn üblicherweise innert Sekunden als dämlich, illusioniert oder unsittlich abstempelt. Aber Erwachsenengehirne sind manchmal genau so doof wie das Verlangen nach einer Badewanne voller Fleischbällchen. Deshalb sind die Träume, die wir als Kind haben, vielleicht gar nicht so unrealistisch. 

Wir haben neun Menschen auf der Strasse gefragt, wohin sie ihre Kindheitsträume gebracht haben.

(Spoiler: …

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