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Sarina Kübler nimmt gerade den ultrakonservativen Marco Giglio auseinander. bild: screenshot srf

Bamm! 18-Jährige demontiert Konservative in der Gleichberechtigungs-«Arena»

Ausgerechnet anlässlich des internationalen Frauentags stellte die «Arena» die reaktionäre Frage: «Sollte die nicht bei den Kindern sein?». Wer aber nun erwartete, mit dieser Sendung über Gleichberechtigung, Lohnunterschiede und Familienmodelle sei der traditionalistischen Andrea Geissbühler und dem ultrakonservativen Marco Giglio gedient, der hat sich geschnitten: Die beiden disqualifizierten sich fast gänzlich selber.



Die «Arena», das ist die Sendung, die aktuelle politische Ereignisse und Debatten thematisiert – zum Beispiel: Christa Rigozzi ist zwei Wochen nach ihrer Zwillingsgeburt wieder ins Berufsleben eingestiegen. Und dann war da ja auch noch der internationale Frauentag! Ein schöner Zufall und perfekter Anlass für das Redaktionsteam, die Frage aufzuwerfen: «Sollte die nicht bei den Kindern sein?»

Und alle so:

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bild: facebook/nachdenkliche sprüche mit bildern

Man muss ob des beknackten Titels die Frage stellen, ob die «Arena»-Macher eigentlich den Shitstorm schon vergessen haben, der sich im Juni 2016 zusammengebraut hatte, als Moderator Jonas Projer zur Sendung «Frauen am Herd?» lud. Was damals auf die Sendeankündigung folgte, waren geharnischte Reaktionen in den Sozialen Medien – und reichlich Häme.

Wahrscheinlicher als eine kollektive Amnesie ist aber, dass es sich zwecks Anheizung der Debatte um gewollte Provokation handelt. Doch dieser Plan ging nicht auf: Der Shitstorm im Vorfeld der «Arena» blieb aus, und auch die Gästeliste, bestehend aus SVP-Nationalrätin Andrea «Kita-Kinder-können-nicht-gut-balancieren» Geissbühler, Ex-EDUler Marco «Ich-kann-schlechter-putzen-als-meine-Mutter» Giglio, SP-Regierungsrätin Jacqueline «Bringt-nichts-aus-der-Ruhe» Fehr und eben Christa Rigozzi wurde nicht schärfer kritisiert als sonst. 

Was mit dem «Arena»-Titel also schon kaum gelang, funktioniert auch am Freitagabend: Die Hitze bleibt, zumindest in der ersten Debattenhälfte, aus, provozieren lassen sich die Gäste wenig – weder von einander, noch von Moderator Projer, der das vor Aufzeichnungsbeginn mit einem etwas gar flachen Spruch noch einmal zu versuchen scheint: «Machen Sie die Hosenläden zu. Heute noch ein bisschen mehr als sonst.»

Und alle wieder so:

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bild: facebook/nachdenkliche sprüche mit bildern

Nun aber zur Sendung. Sieger und Verlierer stehen an diesem Freitagabend unglaublich rasch fest: Bereits nach wenigen Minuten gerät das konservative Duo um Geissbühler und Giglio, seines Zeichens Präsident des ultratraditionalistischen Vereins «Helvetia Christiania», in die Defensive gegen Rigozzi/Fehr und büsst in der selber gewählten Opferrolle Schritt für Schritt an Glaubwürdigkeit ein. In keiner Frage schaffen es die beiden, Punkte für sich zu gewinnen:

Die Diskriminierungs-Frage

Trotz des Titels der Sendung fühlen sich ja eigentlich Geissbühler und Giglio angegriffen: Die SVP-Nationalrätin beklagt, dass in Wirklichkeit jene Mütter diskriminiert würden, die bei ihren Kindern blieben statt zu arbeiten – dummerweise ein Argument, dem Rigozzi/Fehr jede Schlagkraft nehmen, weil sie gebetsmühlenartig Anerkennung für alle Betreuungsformen, auch «die traditionelle», fordern. Und Giglio wendet zwar ein, dass es Frauendiskriminierung gebe – «beim Lohn beispielsweise» –, dass es aber eben auch wichtig sei, dass Männer nicht diskriminiert würden.

Was Giglio unter Diskriminierung von Männern versteht, macht er postwendend klar: Er werde manchmal schräg angeschaut, wenn er sage, er könne kochen, sagt Giglio. Wer jetzt denkt, «Überraschung!», der Ex-EDUler spricht sich gegen antiquitierte Rollenbilder aus, hat sich zu früh gefreut: Nur Sekunden später zweifelt Giglio daran, dass ein Mann «von der Sensibilität her» genau gleich gut Kinder betreuen könne wie eine Frau.

Sensibel sein ist eben nicht so genderneutral wie kochen.

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Video: streamable

In die gleiche Kategorie gehört für den Ex-EDU-Mann übrigens Windeln wechseln, wer das denn «als Mann» schon gern mache, fragt Giglio rhetorisch. Dummerweise steht ihm mit Christa Rigozzi eine Frau gegenüber, die nicht gern Windeln wechselt, das aber über ihren Mann sagt. Dieser Schlagabtausch beschert Rigozzi nach ihrem Statement, man müsse aufhören, zu sagen, Frauen, die berufstätig seien, seien «weg von ihren Kindern», bereits den zweiten herzhaften Applaus vom Publikum.

Die Kita-Frage

Geissbühler versucht in der Folge, mit ein bisschen Verharmlosung und ein bisschen Politik zu punkten: Erstens sei alles gar kein Problem, jede Frau könne sich das Leben so einrichten, wie es für sie stimme («Warum machen wir so ein riesen Zeugs!»), und zweitens sei Familie Privatsache, da müsse der Staat sich gar nicht einmischen. Mitnichten sei das eine rein private Entscheidung, watscht Rigozzi Geissbüler ab, so lange Frauen nicht wüssten, ob sie ihren Job behalten können, wenn sie schwanger würden.

Giglio versucht vergeblich, Boden gut zu machen, hat gegen Fehr und Rigozzi aber weder rednerisch noch argumentativ eine Chance:

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Fehr/Rigozzi entscheiden auch diese Frage locker für sich: Fehr erntet erneut Applaus, weil sie seelenruhig den Unterschied zwischen staatlicher Unterstützung von Betreuungsangeboten und das von Giglio beschworene «Eingreifen wie bei einer Diktatur» erklärt. Und Rigozzi bringt die Debatte auf den Punkt, als sie ihren Gegnern an den Kopf wirft, sie könnten noch so oft betonen, bei den Kindern zu bleiben sei für diese das beste, es sei nun mal Realität, dass es Mütter gebe, die gar nicht das Privileg hätten, frei zu entscheiden, ob sie lieber arbeiten oder zu Hause bleiben würden.

Die Lohn-Frage

Richtig unterhaltsam wird die Sendung, als Projer die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau ins Spiel bringt: 19,5 Prozent verdient ein Mann durchschnittlich mehr als eine Frau, davon können 7,5 Prozent nicht mit Ausbildung oder Berufserfahrung erklärt werden. Als Geissbühler sagt, es gebe den Gleichstellungs-Artikel im Gesetz, wer mit Lohndiskriminierung konfrontiert sei, könne einfach klagen, bleibt Rigozzi nichts anderes übrig, als die Stirn zu runzeln und auszurufen: «So lösen wir also dieses Problem! Ganz einfach! Wieso kämpfen wir dann überhaupt?!».

Auch die Lösungsstrategie von Giglio überzeugt nicht: Der Mann sei auch in der Verantwortung, Lohnungleichheit anzuprangern. Wenn einer wisse, dass er mehr verdiene als seine weibliche Kollegin, müsse er das halt sagen, findet Giglio. Ausgerechnet er, der zu Beginn noch gesagt hat, Gleichstellung sei naives Wunschdenken.

In seiner Glaubwürdigkeit ohnehin stark angeschlagen, muss sich Giglio nur Sekunden später auch noch gegen eine 18-jährigen Kauffrau aus dem Publikum wehren. Sarina Kübler sagt, sie wolle nicht im Wissen ins Berufs- und Familienleben gehen, dass sie so oder so weniger verdienen würde als ihr Partner. Sie wolle nicht irgendwann entscheiden müssen, ob sich ihre Familie diese 7,5 Prozent Einkommensunterschied leisten könne, weil sie wieder arbeiten wolle.

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Giglio windet sich, doch Kübler lässt nicht locker und erntet verdient Applaus:

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Damit noch nicht genug. Auch Geissbühlers Argument, Frau könne ja einfach klagen, lässt Kübler nicht gelten: Es gebe Frauen, die seien sich dieses Rechts nicht bewusst, Frauen, denen womöglich der Mut fehle, zu ihrem Chef zu gehen und zu sagen, so wie du mich behandelst, geht das nicht. Geissbühler entgegnet der 18-Jährigen allen Ernstes noch einmal, dafür gebe es die Eltern oder Anlaufstellen. Wenn Frauen schon alles wollten, dann müssten sie auch auf die Hinterbeine stehen.

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Der Zuschauer hätte gern noch einmal Kübler gehört, doch das Wort gehört Fehr, deren Votum, Frauen müssten diese Verantwortung übernehmen, ja, aber es sei tatsächlich nicht so einfach, wie Geissbühler meine, von Projer genutzt wird, noch einmal auf die «schmerzhafte» Grundsatz-Frage zu kommen: Gibt es natürliche Unterschiede zwischen Mann und Frau?

Die Stereotypen-Frage

Es ist ein Steilpass von Projer an Fehr, den sie locker verwertet: Es gebe ganz unterschiedliche Männer und Frauen, sagt die SP-Frau. Und die Tatsache, dass man heute von typischen Frauen- und Männerberufen rede, sei auf die Sozialisierung zurückzuführen. Die Entwicklung neuer Rollenbilder brauche Zeit, fügt Fehr an, «aber würde es das Engagement dafür nicht geben, wären wir heute noch nirgends».

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Giglio, der eigentlich schon mit dem Windel-Votum genug über sein Geschlechterverständnis verraten hat, lässt auch diese letzte Gelegenheit nicht aus, sich ins Abseits zu stellen: Im Gegensatz zu seiner Mutter, sagt Giglio, und dass, obwohl er eine Brille trage, sehe er beim Putzen einfach gewisse Dinge nicht. Da müsse es einen natürlichen Instinkt geben. Ob dieser Aussage können seine Gegner dann wirklich fast nur noch lachen. (Man beachte auch die Reaktion der jungen Frau hinter Giglio).

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208 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Karl Müller
11.03.2017 10:13registriert March 2015
Also die junge Frau hat in etwa gesagt, es gäbe Frauen die ihre Rechte nicht kennen oder sich nicht trauen, dafür einzustehen. Selbst wenn man jetzt die Frage beiseitelässt, wieso das auf Männer nicht zutreffe, und aus dem Text nicht klar wird, welcher konkrete Ansatz gerade besprochen wurde (Pauschallohn?), muss man schon eine sehr spezielle Brille anziehen, um zum Schluss zu kommen, dass mit dieser Wortmeldung irgendjemand - Bamm! - demontiert wurde ...
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füdli
11.03.2017 07:17registriert September 2014
giglio-geissbühler sind der inbegriff von scheinheiligkeit und gehören zur tea party elite der schweiz.
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giandalf the grey
11.03.2017 09:22registriert August 2015
Ich finde es eigentlich blöd unter einem Artikel, in dem es um Frauenrechte geht zu betonen wo der Mann benachteiligt ist... Dennoch: Beim Thema "sollte sie nicht bei den Kindern sein" müsste man auch den Elternschaftsurlaub ansprechen. Ich finde diesbezüglich die Lösung verschiedener skandinavischer Länder ziemlich cool, da bekommen die Eltern nämlich gemeinsam Urlaub, denn sie untereinander aufteilen können. So kann jeder selber entscheiden wer bei den Kindern ist und wenn eine Partei Karriere machen will, hat die andere viel Zeit für das Kind. Bezahlt und vor Kündigung geschützt wohlbemerkt
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