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Sie soll für Auflockerung sorgen: Kabarettistin Patti Basler mit Moderator Jonas Projer. Bild: SRF / Oscar Alessio

Projer holt sich Verstärkung: Slam-Poetin Patti Basler mischt die «Arena» auf

Die «Arena»-Sendungsmacher wagen sich an ein neues Format: Am Ende der Polit-Diskussion wird eine Kabarettistin die Sendung zusammenfassen. Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang.



Die Finanzordnung 2021, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen, das Rahmenabkommen mit der EU: Häufig ist es schwer verdauliche Kost, welche dem Fernsehpublikum in der «Arena» vorgesetzt wird.

Jetzt wollen die Sendungsmacher nach der Diskussion einen lockeren Schlusspunkt setzen. Sie haben die Kabarettistin Patti Basler verpflichtet, die Sendung mit einem «Instant-Protokoll» zusammenzufassen. Damit soll «die Politdiskussion aus einem anderen Blickwinkel nochmals auf den Punkt gebracht werden», heisst es beim SRF.

«Habe manchmal einen ‹sturmen Grind›»

«Diese Sendung muss leben», begründet «Arena»-Moderator Jonas Projer das neue Format. Die «Arena» habe zwar eine klare Aufgabe zu erfüllen: «Innerhalb dieser Aufgabe haben wir aber unsere Freiheiten.» Man probiere immer wieder Neues aus und habe keine Angst vor Experimenten.

Die Diskussionsrunde könne kontrovers und komplex sein. Manchmal gehe er dann mit einem «richtig sturmen Grind» aus der Sendung. «Ich hoffe sehr, dass Patti Basler mit ihren genialen Instant-Protokollen Abhilfe schaffen kann», sagt Projer. Der ganz eigene Blick der Kabarettistin auf die Diskussion könne das Ganze entkrampfen – und auch die Gefühlslage der Zuschauer am Ende der Sendung auf positive Weise beeinflussen. 

So tickt der «Arena»-Moderator

Basler wird ihre Slam-Poetry-Künste fürs Erste in den verbleibenden vier «Arena»-Ausgaben bis zur Sommerpause Ende Juni darbieten. Ob das Experiment mit den «Instant-Protokollen» danach fortgesetzt wird, kann Projer zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Das Zustandekommen der Zusammenarbeit ist auch dem Zufall geschuldet. Eine Mitarbeiterin der «Arena»-Redaktion sah einen Auftritt von Patti Basler am Ende der Satire-Show-Reihe «Kaiser-Schmarren» im Casinotheater Winterthur – organisiert von watson-Videokolumnist Renato Kaiser. Wie üblich beendete Patti Basler auch diesen «Kaiser-Schmarren»-Abend mit einem «Instant-Protokoll».

«Politikern härter an den Karren fahren»

Nach dem Auftritt wurde sie der «Arena»-Mitarbeiterin vorgestellt – und beschied dieser: «Du weisst es noch nicht, aber ihr braucht auch für die Arena ein Instant-Protokoll. Nur so bleiben die Zuschauer vom Anfang bis zum Ende aufmerksam vor dem Bildschirm.»

Das Rüstzeug für die Instant-Protokolle hat sich Basler – die seit 3 Jahren von ihren Bühnenauftritten lebt – laut eigenen Aussagen in 22 Semestern Uni Zürich geholt: «Da muss man sich die Vorlesungen spannend machen.»

Die grösste Herausforderung in der «Arena» sei der kurze Zeitrahmen für ihren Auftritt: «Auf dem Sender muss alles nach vorgegebenem Timing verlaufen.» Die Schwierigkeit dabei: Sie kann das fortlaufend während der Sendung entstehende Protokoll, das sich reimt und eine zusammenhängende Geschichte erzählen soll, nicht einüben und auf die Länge überprüfen. 

Doch Angst hat Basler keine vor den grossen Auftritten: «Je mehr ich ins kalte Wasser geworfen werde, je weniger ich mich vorbereite, desto besser werden die Instant-Protokolle.» Und den mächtigen Studiogästen gegenüber zurückhalten will sie sich nicht: «Politikern muss man hart an den Karren fahren.» Schliesslich seien diese gewählt worden um über das Schicksal der Schweiz zu bestimmen. 

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