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Diese Pixel versauen die Jugend: So werden Games für das prüde Amerika zensiert

Japanische Spiele gehören wohl zu den berühmtesten Spielen der Welt. Bis heute existieren Franchises wie Super Mario, Pokémon oder Final Fantasy – allerdings nicht überall gleich sexy.
27.10.2016, 17:4928.10.2016, 09:20

Diese Statue in «Castlevania 4» war zu leicht bekleidet:

Nintendo of America nennt sich der amerikanische Ableger des gigantischen Spielekonzerns, der die meisten japanischen Spiele in den USA vertreibt.

Um dort ein möglichst breites Publikum anzusprechen, muss vieles weg, was nur im Entferntesten anstössig oder provokant sein könnte. Dabei gehen sie um einiges weiter als die japanische Mutterfirma.

Die Esper Siren aus «Final Fantasy VI»

bild: tcrf

Auch die Göttin darf mehr Stoff tragen.

bild: tcrf

Zu unscharf für unser Bildertool, aber zu scharf für Amerika: Medusa aus «Final Fantasy»

bild: tcrf

Huch, wo ist der Rauch hingegangen?

bild: tcrf

Aha, hier wurde er gebraucht.

bild: tcrf

Auch die Trainerklasse Schönheit aus «Pokémon Silber/Gold» durfte sich nicht zu lasziv zeigen.

bild: tcfr

Bei der Schwimmerin war das Bikini okay, aber zwinkern? Das geht gar nicht!

bild: tcfr

Das veranlasst Spielehersteller auch dazu, bereits vor der Veröffentlichung Zensuren im Hinblick auf den Export vorzunehmen.

So geschehen bei «Disgaea 4», wo ein Folterinstrument zu einer harmlosen Katze wird.

Aus Angst vor Copyright-Verletzungen wurden auch Logos verändert.

Zum Beispiel hier, auf diesem Coca-Cola... äh ... Come-Truck in «Earthbound» (japanischer Titel: «Mother 2»)

bild: tcrf

Der Zensurkatalog von Nintendo of America umfasst neben Nacktheit, Fluchwörtern und grafischer Gewaltdarstellung auch allerlei Symbolik

Religiöse Symbole wurden konsequent aus der amerikanischen Version von «Final Fantasy» entfernt:

bild: tcrf

So auch bei Pokémon

bild: tcfr

Auch Dialogzeilen mussten dran glauben:

In der japanischen und europäischen Version des Spiels «Chrono Trigger» gibt es Anspielungen auf die Bisexualität der Figur Ayla.

In der amerikanischen Version wird aus «like» (mögen) «respect» (respektieren).

Später gibt sie auch Ratschläge:

Aber ein Ratschlag war für die Amerikaner wohl zu gewagt:

Allerdings ist Japan bei weitem kein Land der Zensurfreiheit, ...

 ... wie zum Beispiel die Zensur des polnischen Spiels «Witcher 3: Wild Hunt» beweist.

Und das bei einem Spiel für Erwachsene.bild: youtube/censoredgaming

Auch hier bei uns werden Spiele auf den mitteleuropäischen Kulturraum angepasst. Deutsche Versionen von Computerspielen sind oft weniger gewalttätig und um allfällige Nazi-Symbole erleichtert.

Szene aus «Bionic Commando» für das NES.

bild: tcfr

Sehr transparent gelöst wurde die Zensur übrigens in «Saints Row 2»:

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