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ARCHIVBILD ZUR TRAINERENTLASSUNG BEIM FC LUZERN --- Der Trainer des FC Luzern Rene Weiler beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion vom Mittwoch, 13. Februar 2019 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Abgang: René Weiler ist nicht mehr Trainer des FC Luzern. Bild: KEYSTONE

Sportchef gegen Trainer – warum es beim FC Luzern zum Knall kam

Die Trennung von FCL-Trainer René Weiler kommt früher als erwartet, doch zwischen ihm und Sportchef Remo Meyer hat schon länger Uneinigkeit geherrscht. Die Zusammenarbeit soll in einem Disput geendet haben.

daniel wyrsch, raphael gutzwiler / ch media



Der Knall beim FC Luzern kam selbst für das Team überraschend. Die Spieler wurden gestern mit einem SMS über die sofortige Freistellung von René Weiler informiert. Zum Rückrundenstart hatte der FCL drei Niederlagen bezogen, die verlorenen Partien bei Xamax (1:2), gegen Sion (1:3) und am Samstag erneut zu Hause gegen Lugano (0:3) hatten natürlich Einfluss auf den Entscheid für die Trennung.

Doch zwischen René Weiler und Sportchef Remo Meyer hat es bereits seit geraumer Zeit gebrodelt. Das Verhältnis zwischen den beiden ist immer angespannter geworden. Der Zeitpunkt der Trennung kommt überraschend, dass Weiler kaum über die Saison hinaus beim FCL geblieben wäre, das hatten Insider aber längst angenommen.

Der Sportkoordinator des FC Luzern Remo Meyer anlaesslich der Medienkonferenz des FC Luzern vom Freitag, 22. Juni 2018 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

FCL-Sportchef Remo Meyer muss wieder auf Trainersuche gehen. Bild: KEYSTONE

Meyer präsentierte am 21. Juni 2018 Weiler als Nachfolger von Gerardo Seoane, der sich vorher zum Meister Young Boys aufgemacht hatte. Von Anfang an war klar, dass Weiler, anders als sein Vorgänger Seoane, nicht bereit war, mit diesem Kader und mehreren Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zu arbeiten. Weiler forderte denn auch sofort vehement Verstärkungen.

«Es hat sich in den letzten Wochen herauskristallisiert, dass zwischen dem Cheftrainer und der sportlichen Leitung des Vereins, unterschiedliche Auffassungen betreffend der Qualität des Teams und der weiteren Entwicklung der Mannschaft und des Kaders bestanden»

Sportchef Remo Meyer begründet die Entlassung René Weilers.

Der FCL-Sportchef konnte im Sommer einzig mit dem Neuzugang des nigerianischen Stürmers Blessing Eleke den Coach überzeugen. Dagegen konnten die weiteren Zuzüge Tsiy William Ndenge und Otar Kakabadze das Team nicht verstärken. Meyer hat für Eleke, Ndenge und Kakabadze zusammen über 2 Millionen Franken ausgegeben. Im Winter war kein Geld mehr da, um die von Weiler geforderten zwei weiteren frischen Kräfte zu holen.

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So verlor Luzern gegen Lugano 0:3. Video: YouTube/SRF Sport

Andererseits setzte Weiler nicht mehr auf Mittelfeldmann Valeriane Gvilia, den Meyer erst vor einem Jahr verpflichtet hatte und der im Januar an Gornik Zabrze ausgeliehen wurde. Uneinigkeit herrschte zuletzt auch bezüglich Tomi Juric, den Meyer zumindest für die Spiele gegen Sion und Lugano suspendiert hat. Die Zusammenarbeit zwischen Meyer und Weiler soll in einem Streit geendet haben.

Häberli, Smiljanic, Vogel und Wicky werden gehandelt

Das Missverständnis Meyers mit der Verpflichtung des Ex-Anderlecht-Meistertrainers Weiler dürfte den FCL in den restlichen rund 2,5 Jahren bis zum Vertragsende Mitte 2021 mehr als 1 Million Franken kosten.

Cheftrainer Raphael Wicky an der Saisonbilanz-Medienkonferenz des FC Basel 1893 in Basel, am Sonntag, 20. Mai 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Erhält Raphael Wicky nach der Entlassung in Basel eine neue Chance? Bild: KEYSTONE

Weilers Assistenten Thomas Binggeli und Manuel Klökler führen bis auf weiteres das Team. Als Nachfolger Weilers werden Thomas Häberli, Raphael Wicky, Boris Smiljanic und Heiko Vogel gehandelt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Danryno 18.02.2019 18:43
    Highlight Highlight Wer ist Remo Meyer?
  • COLD AS ICE 18.02.2019 12:26
    Highlight Highlight die aussagen von meyer an der pk zeigen klar auf wo das problem ist.........es liegt in der gesamten vereinsführung. die herren gehören alle ausgetauscht. meyer ist absolut inkompetent. mann sollte überlegen was für einen trainer man engagiert. rene weiler ist ein absoluter spitzentrainer.....dann muss man auch gewillt sein ihm das zu geben was er fordert. man kann keinen top trainer einstellen und das kader auf 1 liga niveau halten. der fcl verfügt nicht über topshots. es sind alles nur durschschnittlec fussballer.....da fängt das problem bereits an.
  • Bert der Geologe 18.02.2019 11:34
    Highlight Highlight Emil Steinberger als Trainer. Auch Komiker und Luzerner.
  • Pantani 18.02.2019 10:52
    Highlight Highlight Was wäre mit Kevin Schläpfer🤔
    • Marshawn 18.02.2019 14:07
      Highlight Highlight zaugg hätte freude
  • zellweger_fussballgott 18.02.2019 10:28
    Highlight Highlight Forte wäre doch was.
  • youmetoo 18.02.2019 10:11
    Highlight Highlight Das Stadion hat endlich die richtige Beschriftung für die Darbietungen
    Benutzer Bild
  • Asmodeus 18.02.2019 10:07
    Highlight Highlight Wicky wäre als ehemaliger Amateurtrainer der Richtige.

    Immerhin hat er es beim FCB auch 1,5 Jahre mit Amateuren in der Geschäftsführung durchgehalten.
  • Freilos 18.02.2019 09:04
    Highlight Highlight Mich hat es ja schon überrascht dass Weiler überhaupt in Luzern unterschrieben hat. Dass es da zu Spannungen mit Meyer kam war auch keine überraschung.
    Luzern dass ja notorischkein Geld hat (wie auch Thun, GC, Xamax) benötigt einen Bodenständigen Trainer, der voll auf die jungen setzt und einen Sportchef der auch mal eine schwächere Saison in Kauf nimmt und der die Gabe hat Schnäppchen zu verpflichten, die anschliessend für gutes Geld verkauft werden können. Ein Ausbildungsklub eben.
  • Imfall 18.02.2019 08:34
    Highlight Highlight da stehen ja ein paar hochkaräter auf der liste 😂😂😂😂
  • Der_Infant 18.02.2019 08:32
    Highlight Highlight Kann mir immer noch nicht recht vorstellen, dass es da in Luzern am Trainer gelegen hat.
    Finde generell Weiler etwas vom bessern, was der Schweizer Trainerzirkus zu bieten hat.
    Von allen Kandidaten würde ich mir den Vogel packen.
    Auf keinen Fall den Boris.
    Naja Luzern hat ja Glück, dass doch noch etwas Luft nach unten ist. Wenige Punkte hinter dem FCZ, bei welchem der Trainer keine Frage ist.
    Lustige Welt in der SL.
  • Faceoff 18.02.2019 08:21
    Highlight Highlight Das war zu erwarten. Weiler ist ein Profi mit einer sehr direkten Art zu kommunizieren. Beides überlebt beim FCL schon fast traditionell nicht sehr lange.

    Schade. Für uns FCL Fans geht der Dilettantenstadl also in die gefühlt 200. Runde.
  • länzu 18.02.2019 08:02
    Highlight Highlight Vielleicht will ja der Sportchef neuer Trainer werden. Die Gerardo Seoane "Gedenkfrisur" hat er ja schon. Da kann fast gar nichts mehr schiefgehen.
    • peeti 18.02.2019 10:02
      Highlight Highlight Haha, danke für diesen Lacher am Montag.
  • wasps 18.02.2019 07:29
    Highlight Highlight Glücklich, wer wie YB einen äusserst kompetenten Sportchef hat.
    • Hofiprofi 18.02.2019 08:09
      Highlight Highlight YB, und auch Thun. Da backt Andi Gerber zwar kleinere, aber auch sehr gute Brötchen.
  • ManuelSeiz 18.02.2019 07:22
    Highlight Highlight Boris? Ernsthaft? Der hat doch eben erst den FC Schaffhausen nach Murat Yakin ans Tabellenende gefahren..
    • melvin. 18.02.2019 08:27
      Highlight Highlight Naja, den 6. Platz (von 10) als
      Tabellenende zu bezeichnen nenne ich fantasievoll oder einfach Blödsinn.
    • peeti 18.02.2019 10:02
      Highlight Highlight eBart: Mit GC in der gleichen Liga ist die Barrage der letztmögliche Platz.

YB nimmt Thun komplett auseinander – Lenjani erzielt schnellstes Super-League-Tor

Die Young Boys nähern sich dem zweiten Meistertitel in Folge weiter mit grossen Schritten an. Sie deklassieren im Derby Thun mit 5:1. Die Partien Sion gegen Luzern (2:2) und Basel gegen Lugano (1:1) enden unentschieden.

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