Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A woman shows off her nails after being painted with the colours of the flag of Kurdistan Workers Party (PKK) during a gathering celebrating Newroz, which marks the arrival of spring and the new year, in the border town of Suruc, Sanliurfa province March 17, 2015. REUTERS/Umit Bektas (TURKEY - Tags: POLITICS CIVIL UNREST ANNIVERSARY)

Diese Kurdin hat ihre Fingernägel mit der Flagge der militanten Kurdenmiliz PKK bemalt.
Bild: UMIT BEKTAS/REUTERS

Darum bleibt Kurdistan ein Traum

Der Krieg ist zurück: Eine Splittergruppe der kurdischen Arbeiterpartei PKK verübt einen verheerenden Selbstmordanschlag in Ankara, die türkische Luftwaffe bombardiert darauf PKK-Stellungen in Anatolien. Dabei waren noch nie so viele Kurden der Unabhängigkeit so nah wie heute. Dennoch wird es vermutlich keinen gemeinsamen kurdischen Staat geben. 



Als Karl May seinen Roman «Durchs wilde Kurdistan» (1881) veröffentlichte, waren die meisten Kurden Untertanen des Sultans – Kurdistan war zum grössten Teil ein östliches Randgebiet des riesigen Osmanischen Reichs. Heute leben die 24 bis 30 Millionen Kurden zur Hauptsache in vier verschiedenen Ländern: in der Türkei, im Iran, im Irak und in Syrien. Kleinere Minderheiten gibt es in weiteren Ländern wie Armenien oder Aserbaidschan. Die Kurden sind das grösste Volk im Nahen Osten, das keinen eigenen Staat hat. 

Kurdisches Siedlungsgebiet

Kurdische Siedlungsgbiete: Neben den Kurden bevölkern zahlreiche andere Ethnien diese Region. 
Karte: Wikipedia/Captain Blood

Daran wird sich so bald auch nichts ändern. Wenn die Länder, in denen kurdische Minderheiten leben, sonst auch noch so zerstritten sind – in einem Punkt sind sie sich einig: Ein kurdischer Nationalstaat darf nicht entstehen. Die Kurden selbst sind zudem weit davon entfernt, mit einer Stimme zu sprechen. 

Das Land

Kurdistan ist kein exakt umrissener geografischer Begriff. Das kurdische Siedlungsgebiet, das bis zu 530'000 km2 umfasst, erstreckt sich über das östliche Anatolien – im Südosten der Türkei – und das westliche Zagrosgebirge im Iran und im Nordirak. Neben den Kurden bevölkern aber auch zahlreiche andere Ethnien diese Region, während wiederum viele Kurden ausserhalb des Gebietes leben. 

Kurdistan: Raue Berglandschaft

Raue Landschaft: Berge im irakischen Kurdistan.
Bild: PD

Die Landschaft ist gebirgig – die höchste Erhebung ist der Ararat mit über 5000 Metern über Meer – und eher unwirtlich. Ihre Unzugänglichkeit sorgte dafür, dass der wirtschaftliche und kulturelle Austausch eher zäh verlief. Allerdings gibt es grosse Ölvorkommen, vor allem im Nordirak: Zwei Drittel des irakischen Erdöls sprudeln aus kurdischen Quellen. Dazu kommen bedeutende Wasservorräte – der Euphrat und der Tigris entspringen dort. 

Die Sprache

Kurdisch gehört zum iranischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Es ist aber keine einheitliche Sprache, sondern zerfällt in drei grosse Dialektgruppen, die miteinander verwandt, aber sehr verschieden sind: Kurmandschi (Nord-Kurdisch), Sorani (Zentralkurdisch) und Pehlewani (Südkurdisch). Wer nur einen der Dialekte spricht, versteht die anderen nicht. Mehrere Millionen ethnische Kurden sprechen Zazaki und Gorani, die keine kurdischen Sprache sind, aber ebenfalls zu den nordwestlichen iranischen Sprachen gehören. 

Kurdisches Sprachgebiet

Kurdische Dialekte: Hellrot = Kurmandschi, Rot = Sorani, Dunkelrot = Pehlewani. Grün = gemischte Zonen. Zazaki (Gelb) und Gorani (Orange) sind keine kurdischen Dialekte, sondern andere iranische Sprachen. 

In der Türkei, wo der offizielle Gebrauch der kurdischen Sprache lange verboten war, verfolgte der Staat eine erbarmungslose Assimilierungspolitik. Sogar die Verwendung von kurdischen Buchstaben, die im Türkischen nicht vorkommen (beispielsweise q, w und x), konnte eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen. Viele Kurden in der Türkei sprechen daher ein schlechtes Kurdisch

Die Menschen

Woher die Kurden kommen, ist nicht im Detail geklärt. Vermutlich sind ihre Vorfahren vor etwa 4000 Jahren im Zuge der indoeuropäischen Wanderung in den westlichen Iran gelangt und haben sich mit der ansässigen Bevölkerung vermischt. Der Begriff «Kurd» umschrieb im Mittelalter Nomadenstämme, die weder arabisch noch türkisch sprachen. Die bis zu 500 verschiedenen kurdischen Stämme – die meisten davon waren Nomaden – hatten untereinander wenig gemein. Dennoch konnte sich im Lauf der Zeit eine eigene kurdische Identität ausbilden, die auf kultureller und ethnischer Zugehörigkeit basierte. Diese Entwicklung wurde durch die jahrhundertelange Fremdherrschaft begünstigt. 

Kurden um 1873 in traditioneller Tracht

Kurdische Männer in traditioneller Tracht, um 1873.
Bild: PD

Unter sich rivalisierten die Stämme jedoch scharf, zum Beispiel um Weiderechte. Bündnisse wurden je nach Interessenlage geschlossen und gekündigt. Nicht zuletzt das Stammeswesen verhinderte die Entstehung eines kurdischen Staates; sogar heute noch sind alte Feindschaften zu spüren. Manche Kurden in der Türkei verachten die irakischen Kurden, die sie als arabisiert betrachten; umgekehrt bezeichnen die Kurden im Irak jene in der Türkei gern als Tirkmandschen – turkisierte Kurmandschen.

Die Religionen

Vor der Islamisierung, die im 7. Jahrhundert begann, dürfte der Zoroastrismus die dominierende Religion gewesen sein. Reste davon prägen möglicherweise heute noch die religiösen Vorstellungen vieler Kurden. Zu den heute noch vorhandenen nicht-islamischen Minderheiten gehören – neben wenigen Christen – vor allem die Jesiden, die überwiegend ethnische Kurden sind. Viele Muslime halten die Jesiden für Teufelsanbeter; von der Terrormiliz «Islamischer Saat» werden sie gnadenlos verfolgt

A Yazidi woman carries her child at Lalish temple in Shikhan, Iraq, February 24, 2016. REUTERS/Ari Jalal

Eine Jesidin mit ihrem Kind vor einem Tempel in Shikhan, Irak. 
Bild: ARI JALAL/REUTERS

Die grosse Mehrzahl der Kurden sind jedoch Muslime. Rund 80 Prozent von ihnen sind Sunniten. 15 Prozent Aleviten und 5 Prozent Schiiten, die vornehmlich im Südirak leben. In einigen Fällen verstärkt die religiöse Ausrichtung die Diskriminierung der Kurden – besonders im schiitisch dominierten Iran, wo die Kurden überwiegend sunnitisch sind, aber auch bei den alevitischen Kurden in der sunnitischen Türkei. 

Das Trauma von Lausanne

Aufstände gegen die osmanische oder persische Herrschaft gab es bereits im 19. Jahrhundert. Doch erst mit der Niederlage und dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg gewannen nationalstaatliche Vorstellungen an Gewicht. Genährt wurden die kurdischen Hoffnungen durch die 14-Punkte-Erklärung des US-Präsidenten Woodrow Wilson, wo es unter Punkt 12 heisst: 

Den türkischen Teilen des jetzigen Osmanischen Reiches sollte eine unbedingte Selbstständigkeit gewährleistet werden. Den übrigen Nationalitäten dagegen, die zurzeit unter türkischer Herrschaft stehen, sollte eine zuverlässige Sicherheit des Lebens und eine völlig ungestörte Gelegenheit zur selbstständigen Entwicklung gegeben werden.

Vertrag von Sèvres

Vom Osmanischen Reich wäre nach dem Vertrag von Sèvres nur ein kümmerlicher Rest übrig geblieben. 
Karte: Wikipedia/Thomas Steiner

Tatsächlich sollte das Osmanische Reich gemäss dem Friedensvertrag von Sèvres 1920 einen Grossteil seiner Gebiete abtreten – und Kurdistan die Autonomie mit der Aussicht auf spätere Unabhängigkeit erhalten. Dabei schlugen die Siegermächte allerdings das erdölreiche Gebiet um Mosul dem britischen Mandat zu. 

Doch aus dem Kurdenstaat wurde nichts: Der neugegründete türkische Staat unter Atatürk machte den Vertrag zur Makulatur. Im Vertrag von Lausanne erkannten die Alliierten 1923 die Türkei an und revidierten einen Teil der Gebietsabtrennungen. Von einem kurdischen Staat war nicht mehr die Rede. 

Das Intermezzo von Mahabad

Fahne der Republik Mahabad

Flagge der kurzlebigen Republik Mahabad. 

Im Iran, wo es zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere kurdische Aufstände gab, entstand nach dem Zweiten Weltkrieg kurzzeitig ein kurdischer Staat. Die Volksrepublik Mahabad im äussersten Nordwesten des Landes wurde 1946 unter sowjetischer Schirmherrschaft gegründet. Das Gebilde bestand nur ein knappes Jahr: Nachdem die Sowjets ihre Truppen aus dem Nord-Iran abgezogen hatten, eroberte die iranische Armee das Gebiet zurück. 

Unruhen im iranischen Teil Kurdistans gab es danach erst wieder nach der islamischen Revolution: 1979 erklärte Ayatollah Chomeini den Kurden den Heiligen Krieg; 2005 erstickte die Armee einen kurdischen Aufstand in der Region, der von Mahabad ausgegangen war. 

Der Aufstand der «Bergtürken»

In der Türkei, wo die grösste kurdische Minderheit lebt, war die Lage der Kurden besonders prekär. Der neue Nationalstaat verfolgte einen aggressiven Nationalismus, der keinen Platz für eine kurdische Identität liess: Sie wurden als «Bergtürken» bezeichnet, die eine «degenerierte persische Sprache» übernommen hätten. Die politische Betätigung blieb ihnen verwehrt, aber auch ihre Kultur wurde unterdrückt – so wurde ihnen verboten, die Sprache zu sprechen oder bestimmte traditionelle Kleidungen zu tragen.

HAMBURG, GERMANY - OCTOBER 08:  A Kurdish protester holds a flag of PKK Chairman Abdullah Oecalan (not pictured) during a rally against IS terror on October 8, 2014 in Hamburg, Germany. Hamburg was shaken by violence during the last two nights, members of the Kurdish community and Salafists were using machetes and knifes to threaten each other.  (Photo by Alexander Koerner/Getty Images)

Der inhaftierte PKK-Anführer Öcalan geniesst nach wie vor quasi-religiöse Verehrung bei vielen Kurden. 
Bild: Getty Images Europe

Mehrere kurdische Aufstände in der Türkei wurden blutig niedergeschlagen. Seit 1984, als die 1978 von Abdullah Öcalan gegründete Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) den bewaffneten Kampf aufnahm, ist der Südosten der Türkei nicht mehr zur Ruhe gekommen. Mitte der 90er Jahre kontrollierte die PKK, die in der EU als Terror-Organisation gilt, weite Gebiete in Südost-Anatolien. Nach der Verhaftung von Öcalan 1999 zog sich die PKK auf dessen Aufruf hin aus ihren Stellungen in den Nordirak zurück. In geheimen Verhandlungen erklärte sie sich 2011 zu einem Waffenstillstand bereit; doch seit Mitte 2015 herrscht erneut offener Krieg zwischen dem türkischen Staat und der PKK. Die türkische Regierung bekämpft zudem die seit 2015 im Parlament vertretene pro-kurdische Partei HDP

epa05096145 A Kurdish man at his house which is riddled with bullet holes after armed clashes between the Kurdistan Workers' Party (PKK) and Turkish armed forces, on Cizre district in Sirnak city , southeast of Turkey, 10 January 2016. At least 30 fighters for the banned Kurdistan Workers' Party (PKK) have been killed in Turkey's south-east region in the past two days, the Turkish Army said. Another four were killed in the town of Silopi, and three in the Sur district of the mainly Kurdish city of Diyarbakir, the army said. Since the current offensive began in the middle of December, almost 450 PKK fighters have been killed in these three locations alone.  EPA/REFIK TEKIN

Kugelhagel: Im Südosten der Türkei tobt ein Krieg zwischen der türkischen Armee und der PKK. 
Bild: REFIK TEKIN/EPA/KEYSTONE

Autonomie im Nordirak

Auch im Irak versuchte die kurdische Minderheit einen eigenen Staat zu gründen. 1923 rief Mahmud Barsani ein kurzlebiges kurdisches Königreich im Nordirak aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten sich die Kurden im Irak einer grösseren Freiheit erfreuen als in der Türkei, doch wenn separatistische Bestrebungen zu stark wurden, schlug die Zentralregierung in Bagdad jeweils hart zu. 

Besonders brutal ging der irakische Diktator Saddam Hussein gegen die Kurden vor. Gegen Ende des Iran-Irak-Kriegs führte die Armee in der «al-Anfal»-Operation eine Strafaktion gegen die kurdische Zivilbevölkerung durch, die sich auf die Seite des Irans gestellt hatte: Bei einem Giftgasangriff auf Halabdscha starben 5000 Menschen. 1991, nach dem Zweiten Golfkrieg, richteten die Alliierten eine Flugverbotszone über dem Nordirak ein, um die Kurden vor Saddams Zorn zu schützen. 

In this image from the Iraq TV station Al Iraqiyah TV,  showing Saddam Hussein's cousin Ali Hassan al-Majid, known as Chemical Ali, at an undisclosed location and thought to be shortly before he was hanged Monday Jan. 25, 2010.  It is announced Monday that Al-Majid was executed after he received his fourth death sentence for the Halabja poison gas attack in 1988 that killed some 5,000 people and earned him the chilling moniker

Ali Hassan al-Majid, ein Cousin von Saddam Hussein, befahl den Giftgasangriff auf Halabdscha, weshalb er zynisch «Chemical Ali» genannt wurde. 2010 wurde er dafür gehängt. 
Bild: AP al iraqiiah tv

Iraqi Kurdish regional President Massoud Barzani speaks during a ceremony in Dohuk, northern Iraq August 3, 2015. Barzani vowed to help the Yazidis return to their homes, after they fled from Islamic State last year. REUTERS/Ari Jalal

Präsident der Autonomen Region Kurdistan: Massud Barsani. 
Bild: STRINGER/IRAQ/REUTERS

Nach Saddams Sturz im Irakkrieg konnte sich 2003 ein autonomer kurdischer Teilstaat etablieren, dessen Präsident seit 2005 Massud Barsani ist. Diese Autonome Region Kurdistan, die über die weltweit neuntgrössten Erdölvorkommen verfügt, ist derzeit dasjenige politische Gebilde, das einem unabhängigen kurdischen Staat am nächsten kommt. Die Region hat ein eigenes Aussenministerium und verfügt mit den «Peschmerga» über eigene Truppen, die gemeinsam mit der internationalen Koalition im Irak gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» kämpfen. Die dominierende Partei, Barsanis Demokratische Partei Kurdistans (DPK), unterhält gute Beziehungen zur Türkei. 

Bürgerkrieg in Syrien

In Syrien sind die Kurden die grösste Minderheit; sie leben vornehmlich im Norden und Nordosten. Auch hier wurden sie diskriminiert – so führte die Regierung 1962 eine Volkszählung durch, in deren Gefolge etwa jeder fünfte Kurde seine syrische Staatsbürgerschaft verlor. 

epaselect epa04586487 Members of Syrian Kurdish People's Defence Units (YPG) celebrates their victory in Kobane, Syria, 26 January 2015. According to reports Kurdish fighters claim to have pushed militants from the group calling themselves Islamic State (IS) out of the whole of Kobane following four months of fighting, which included airstrikes carried out by an internationa anti-IS alliance, though the surrounding villages of the town close to the Syrian Turkish border remain in the hands of IS.  EPA/STR

Mitglieder der Kurdenmiliz YPG feiern ihren Sieg über den «Islamischen Staat» in Kobane. Die YPG ist der militärische Arm der PYD.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Wie im benachbarten Irak eröffnete den Kurden auch in Syrien ein Krieg neue Möglichkeiten: Der 2011 ausgebrochene Bürgerkrieg schwächte das Assad-Regime und nötigte Damaskus zu Zugeständnissen. Die syrische Schwesterpartei der PKK, die 2003 gegründete Partei der Demokratischen Union (PYD), baute Ende 2013 eine Übergangsverwaltung in Nordsyrien auf, da die staatlichen Strukturen dort nahezu vollständig zusammengebrochen waren.

Kobane in Trümmern

Daraus ging 2014 eine faktisch unabhängige autonome Region hervor. In diesem «Rojava» (kurdisch für «Westen») genannten Gebiet hat die PYD zahlreiche Kontrollpunkte errichtet und kontrolliert weite Landstriche entlang der Grenze zum Irak und zur Türkei. Ihre Truppen führten auch den Kampf um die Stadt Kobane, die vom «IS» angegriffen wurde und monatelang hart umkämpft war. 

Kein gemeinsamer Staat

Obwohl die Kurden derzeit sowohl im Irak wie in Syrien über faktisch unabhängige Gebiete verfügen, wird daraus wohl nicht die Keimzelle eines gemeinsamen Staates entstehen, der die kurdischen Siedlungsgebiete umfassen könnte. Zum einen kann die PKK den Krieg gegen den hochgerüsteten türkischen Staat nicht gewinnen. Zum andern sind die Kurden zu sehr untereinander zerstritten. Grob gesagt gibt es zwei Lager: Auf der einen Seite stehen die PKK und die syrische PYD, die mit dem Assad-Regime und dem mit diesem verbündeten Iran kooperieren. Auf der anderen Seite steht die irakische DKP von Barsani, die gute Beziehungen zur Türkei unterhält und mit der PKK verfeindet ist. 

Möglicherweise entsteht mit dem Zerfall von Syrien und dem Irak – beide Nachfolgestaaten des Osmanischen Reiches – eine neue politische Ordnung im Nahen Osten, in der auch ein oder mehrere unabhängige kurdische Staaten ihren Platz haben. Vermutlich würden diese kurdischen Staaten aber zwangsläufig irredentistische Bestrebungen verfolgen, um die türkischen Kurdengebiete zu befreien. Weitere Konflikte wären damit programmiert.

Mehr zum Thema Syrien

Wie die SNB 4 Millionen Dollar mit dem US-Angriff auf Syrien verdiente

Link zum Artikel

Autopsie bestätigt Chemiewaffen-Einsatz in Syrien – Erdogan beschimpft Assad als «Mörder»

Link zum Artikel

Trotz US-Angriff: Syrien bombardiert weiter

Link zum Artikel

Kampf um Aleppo: Assads Truppen zerschlagen die Rebellengebiete in zwei Teile

Link zum Artikel

Assad-Luftwaffe tötet offenbar türkische Soldaten – Rebellen für Feuerpause in Ost-Aleppo

Link zum Artikel

Syrien-Krieg: UNO wirft Assad weiteren Einsatz von Giftgas vor

Link zum Artikel

«Humanitäre Tragödie», «gigantischer Friedhof»: UNO über Aleppo

Link zum Artikel

Syrische Weisshelme entschuldigen sich für #MannequinChallenge mit «Bomben-Opfer»

Link zum Artikel

Assad bietet Trump Zusammenarbeit bei Kampf gegen Extremisten an

Link zum Artikel

Russischer Flugzeugträger «Admiral Kusnezow» erreicht syrische Küste

Link zum Artikel

Absurde Forderungen: Was Putin von den Amerikanern verlangt

Link zum Artikel

UNO-Experten über Attacke auf Hilfskonvoi in Syrien: Es waren doch Luftangriffe

Link zum Artikel

«Nicht Sex, sondern Krieg schändet den syrischen Körper»: Ein Flüchtling wird Pornostar

Link zum Artikel

Scharen flüchten aus Aleppo – dieser Mann bleibt und kümmert sich um die verlassenen Katzen

Link zum Artikel

Syrische Stadt Duma von heftigen Luftangriffen getroffen – es droht ein zweites Aleppo

Link zum Artikel

«Ich habe Angst, dass ich heute Abend sterbe» – Siebenjährige twittert aus Aleppo

Link zum Artikel

Ärzte ohne Grenzen fordern Ende des Blutbads in «Todeszone» Ost-Aleppo

Link zum Artikel

Syrien-Gespräche mit Russland «nicht tot, aber auf der Intensivstation» 

Link zum Artikel

Ein herber Rückschlag: USA beenden Gespräche mit Russland über Waffenstillstand für Syrien

Link zum Artikel

#StingerEffect: Die neueste Lösung für den Syrien-Konflikt kommt aus Hollywoods Traumfabrik

Link zum Artikel

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen in Syrien

Link zum Artikel

Wieder Klinik bombardiert: Luftangriff auf Aleppo trifft eines der letzten Spitäler

Link zum Artikel

Wieder Spitäler in Aleppo bombardiert – UNO-Chef Ban Ki Moon spricht von «Kriegsverbrechen»

Link zum Artikel

Bekannter deutscher Journalist interviewt «Al-Nusra»-Kommandant – alles nur ein Fake?

Link zum Artikel

Feuerpause für Syrien rückt in Reichweite

Link zum Artikel

Krieg? Welcher Krieg? Mit diesem Video will Syrien Touristen an seine Strände locken 

Link zum Artikel

Was hat der Westen mit den Flüchtlingen zu tun? Diese 10 Punkte zeigen es

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bert der Geologe 29.06.2017 12:17
    Highlight Highlight Lehrreicher Artikel, wieso habe ich den erst heute gesehen ?
    Die Kurden haben das Problem, dass sie sich immer von den Feinden ihrer Feinde einspannen liessen und lassen. Zudem gibt es erbitterte Sippenrivalitäten. Mag mich erinnern, in den 70er Jahren waren die iranischen Kurden mit dem Irak und die irakischen Kurden mit dem Iran verbündet. Die heutigen irakischen Kurden sicher nie mit den türkischen und syrischen Kurden vereinen wollen. Sie wollen das Oel für sich und haben eher nichts mit den Kommunisten am Hut.
  • Paul_Partisan 18.03.2016 10:28
    Highlight Highlight Des einen Terrorist sind des anderen Freiheitskämpfer. Es bleibt festzuhalten, dass sich niemand ausser den Kurden in diesem Teil der Erde für fundemental wichtige Grundsätze der Demokratie einsetzt: Meinungs- und Pressefreiheit, Gleichheit von Frau und Mann, Religionsfreiheit. Die Revolution in Rojava ist ein einzigartiges Projekt dass es zu behüten gilt. Biji Rojava!
    • Sunking_Randy_XIV. 18.03.2016 11:22
      Highlight Highlight Stimmt schon, Rojava ist wohl der einzige Lichtblick, der bisher aus dem Syrischen Bürgerkrieg hervorgegangen ist. Trotzdem, oder gerade deswegen, sollte man auch die negativen Seiten davon kritisch betrachten; die PYD und ihre Miliz, die YPG/J, sind auch nicht immer die grössten Musterschüler in Sachen Menschenrechte. Bspw. hat Amnesty International der PYD wiederholt vorgeworfen, Zwangsvertreibungen und Plünderungen gegen die arabische Bevölkerung durchzuführen.

      https://www.amnesty.org/en/press-releases/2015/10/syria-us-allys-razing-of-villages-amounts-to-war-crimes/
    • Paul_Partisan 18.03.2016 13:10
      Highlight Highlight Es herrscht Krieg - im Krieg werden leider immer Fehler gemacht. Das kurdische Milizen mit IS-kollaborateuren nicht gerade zimperlich umgehen ist aber auch bis zu einem gewissen Punkt verständlich...
    • Sunking_Randy_XIV. 18.03.2016 14:13
      Highlight Highlight Ja, stimme ich voll zu, das ist absolut verständlich; ist ja in etwa die gleiche Diskussion wie bei den schiitischen Milizen im Irak. Obwohl natürlich auch längst nicht alles Kollaborateure sind. Manchmal finde ich aber, dass bei einigen Linken gerade jetzt die Revolution in Rojava als total "unfehlbar" und "nicht kritisierbar" gilt. Aber den Kampf der Kurden empfinde ich grundsätzlich auch als bewundernswert und absolut legitim.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paco69 17.03.2016 21:07
    Highlight Highlight R. Erdogan oder wer zukünftig auch immer die Türkei regieren wird, kann gegen die Kurden nicht gewinnen. Wegen der hohen Geburtenrate werden diese spätestens 2050 in der Türkei die Mehrheit stellen. Also mit Verstand regieren!
    • Kibar Feyzo 18.03.2016 13:22
      Highlight Highlight Leute, lest mal ein paar Berichte auf "kurdwatch.org". Das sind aktuelle Berichte aus erster Hand direkt aus Syrien. Dann urteilt danach nochmal über das Demokratieverständnis der marxistischen PKK-PYD-PYD.
      http://www.kurdwatch.org/?cid=1&z=de
  • thompson 17.03.2016 19:19
    Highlight Highlight Die Kurdische Sache wird nur dank der Diaspora hier, voran getragen... Die Weltlinke und die naiven netten, wettern lieber gegen Israel und dem Konflikt mit den Palästinensern.
    Was die Türkei mit den Kurden, Assyrern und den Armeniern abgezogen hat und weiterhin abzieht, wird nur am Rande kritisiert.
    • Fabio74 17.03.2016 20:11
      Highlight Highlight Und die Weltrechte? Ziemlich einfaches Weltbild.. und zu jedem Thema die bösen Linken erwähnen die nichts tun, während die Rechten Waffengeschäfte mit allen Ländern machen.
    • Euklid 18.03.2016 00:45
      Highlight Highlight @Fabio Ich wüsste nicht, dass in Frankreich, Schweden, Spanien, Italien, China usw. rechte Regierungen an der Macht wären. Zudem setzt sich der linke Gabriel in Deutschland und Faymann in Österreich, für Waffenexporte nach Saudi Arabien ein.
    • _kokolorix 18.03.2016 07:06
      Highlight Highlight hauptsache die naiven linken sind schuld. dass die 'vernünftigen' mitte-rechten mit ihrer egoismuspolitik für die destabilisierung weiter teile der welt sorgen, wird grosszügig übersehen, oder auch gleich den linken untergeschoben. das kein wesentlicher staat eine linke regierung hat, stört dabei überhaupt nicht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 17.03.2016 18:36
    Highlight Highlight Die Landesgrenzen werden verschoben. Wenn nachhaltiger Frieden im nahen Osten etabliert werden sollte, führt daran kein Weg vorbei.
  • Kibar Feyzo 17.03.2016 17:22
    Highlight Highlight Ergo - für die Türkei ist nicht etwa ein Kurdenstaat per se das Problem, wie das früher der Fall war, das Problem ist einzig die Terrororg. PKK und alle ihre Ableger. Die Türke hat die erdrückende Mehrheit der Kurden hinter sich, weshalb auch der allerseits ersehnte Bürgerkrieg ausblieb. Die PYD in Syrien muss die Bewohner der von ihnen Besetzten Gebiete mit Gewaltandrohung zwingen gegen die Türkei zu Demonstrieren.
    Quelle:
    http://kurdwatch.org/?cid=241&z=de
    KurdWatch ist ein Projekt des
    Europäischen Zentrums für Kurdische Studien
    Emser Straße 26
    12051 Berlin
    • NWO Schwanzus Longus 17.03.2016 17:48
      Highlight Highlight Deinem Namen nach bist du wohl selbst Kurde(stimmt das?), es gibt Kurden für PKK und Kurden für die Türkei.
    • TobaFett 17.03.2016 18:38
      Highlight Highlight Ich will dir nicht grundsätzlich wiedersprechen, dazu habe ich zu wenig Infos wie dies die Kurden, welche in den türkischen Gebieten leben sehen. Aber Kurdistan ist trotzdem ein "Problem", den hätten die Kurden ihren Staat und würden nicht langsam wieder unterdrückt ( siehe Erdogan, der kurdischen Politikern die Imunität entziehn), die Geschichte lassen wir jetzt mal we, die kann man ja nicht mehr ändern, dann gäbe es auch keine Notwendigkeit einer PKK. Nicht das ich ihre Attentate gutheissen will, wir wissen jedoch nicht, ob ihr Bestehen alleine reicht, die Regierun an schlimmerem zu hindern.
  • Triple 17.03.2016 16:52
    Highlight Highlight Zusätzlich ist "Kurdistan" das Wasserschloss des nahen und mittleren Ostens, das möchte niemand einem anderen Volk überlassen.
  • NWO Schwanzus Longus 17.03.2016 16:34
    Highlight Highlight Kurdistan ist praktisch nicht umsetzbar, vor allem wegen den Fraktionen Peshmerga und PKK. Bei einem gemeinsamen Staat werden sich diese sehr bekämpfen da beide unterschiedliche Ideologien haben.
    • phreko 17.03.2016 17:16
      Highlight Highlight Dann gibt es halt zwei Staaten. Faktisch ist ja jetzt schon so, nur ist dies im ganzen Chaos nur schwierig zu erkennen.
    • Sunking_Randy_XIV. 17.03.2016 17:47
      Highlight Highlight Das Verhältnis zwischen den Peshmerga und der PKK ist schwierig, aber sie haben immerhin auch bereits Seite an Seite gekämpft, etwa bei der Befreiung von Sinjar im Herbst 2015 oder beim Kampf um Kobanê. Und immerhin hat die PKK im irakischen Kurdengebiet ihr Rückzugsgebiet.
    • NWO Schwanzus Longus 17.03.2016 17:50
      Highlight Highlight ISIL ist die einzige Verbindung in denen man sich hilft. Sonst ist die Ideologie der Beiden zu verschieden.
    Weitere Antworten anzeigen

Greta segelt los – und so sieht ihre Jacht aus

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich an Bord einer Hochsee-Segeljacht auf den Weg in die USA gemacht. Gemeinsam mit den beiden Profiseglern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi stach die 16-Jährige am Mittwoch im englischen Plymouth in See.

Die Jacht «Malizia» soll sie nun innerhalb von knapp zwei Wochen bis nach New York bringen. Nach einem Jahr der Klimaproteste in Stockholm und anderen Städten Europas will Thunberg ihren Einsatz gegen die Klimakrise in Übersee auf eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel