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«Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber hartnäckiges oder ungeschicktes Flirten nicht»



FILE- In this Nov. 30, 2017, file photo, Catherine Deneuve attends the Lincoln Center Corporate Fund Gala honoring Louis Vuitton artistic director of women's collections Nicolas Ghesquiere, at Alice Tully Hall in New York. Deneuve was among about 100 performers, scholars and others who signed an open letter published Tuesday, Jan. 9, 2018, by the newspaper Le Monde saying the

Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve appelliert in der #MeToo-Debatte an die Vernunft und warnt vor "Klima einer totalitären Gesellschaft". Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Catherine Deneuve und andere, die sich im «Feminismus, der über die Anprangerung von Machtmissbrauch hinaus das Gesicht eines Hasses auf Männer und die Sexualität annimmt», nicht erkennen, warnen in der #MeToo-Debatte vor einem «Klima einer totalitären Gesellschaft».

«Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber hartnäckiges oder ungeschicktes Flirten ist kein Delikt, und eine Galanterie auch keine chauvinistische Aggression», heisst es in einem Gastbeitrag, der am Dienstag von der französischen Zeitung «Le Monde» veröffentlicht wurde. Der Text wurde unter anderem von der französischen Schriftstellerin Catherine Millet verfasst. Unterschrieben haben insgesamt rund 100 Frauen - darunter etwa Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen, und eben auch die französische Schauspielerin Catherine Deneuve.

#MeToo habe in der Presse und den sozialen Netzwerken eine «Kampagne der Denunziation und öffentlicher Anschuldigungen» ausgelöst - die Beschuldigten seien auf eine Stufe mit sexuellen Aggressoren gestellt worden, ohne antworten oder sich verteidigen zu können. «Dieses Fieber, die 'Schweine' zur Schlachtbank zu führen (...) dient in Wahrheit den Interessen der Feinde sexueller Freiheit, der religiösen Extremisten, der schlimmsten Reaktionäre und derjenigen die meinen (...), dass Frauen 'besondere' Wesen sind, Kinder mit Erwachsenengesicht, die nach Schutz verlangen.» (aargauerzeitung.ch)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 11.01.2018 04:19
    Highlight Highlight #metoo hat schon längst groteske Formen angenommen. Man kann alles auf ein einziges Wort reduzieren: Respekt. Ob Mann oder Frau. Wer Respekt hat vor dem anderen Geschlecht, wie im übrigen auch vor der Tierwelt, der Natur, einer anderen Gesinnung oder was auch immer, der wird nie zum Täter werden.
    Leider fehlt vielen Menschen genau dies: Respekt.
  • MaskedGaijin 10.01.2018 19:29
    Highlight Highlight Hoffentlich lesen all die Instagram und Twitterfeministinen diesen offenen Beitrag.
  • 7immi 10.01.2018 18:11
    Highlight Highlight ein sehr wichtiges votum. auch medien sollten sich nicht zu wichtig nehmen. sie sind kein gericht, sondern verbreiten informationen. wenn diese falsch sind ist der schaden enorm. werden beschuldigte entschädigt? falschmeldungen auf der titelseite korrigiert? prominent wie die falschmeldung? nein und da liegt das problem. der ruf ist schnell zerstört, auch wenn der mann unschuldig ist.
  • who cares? 10.01.2018 18:07
    Highlight Highlight Bild aus dem verlinkten Artikel: "A right to pester" pester wird von LEO mit belästigen, plagen, jmdn. bedrängen übersetzt. Nix hartnäckiges flirten.
    Ich kenne so viele tolle Männer, gut- und weniger gutaussehend, die flirten können ohne dass ich mich bedrängt oder belästigt fühle. Diese brauchen kein "Recht zu belästigen" für ihre "sexuelle Freiheit". Vielleicht könnten es diese Männer mal denen beibringen, die diese Grenze nicht wahrnehmen, weil als Frau (oder rigide Feministin._.) rede ich bei letzterer Gruppe an eine Wand.
    Benutzer Bild
    • ujay 11.01.2018 11:33
      Highlight Highlight Nun, das Statement von Catherine Deneuve war in französisch. Da ist von belästigen (franz.: tracasser) nicht die Rede. Etwas viel Wind um eine falsche Übersetzung ins Englische.
  • Saraina 10.01.2018 17:31
    Highlight Highlight Hartnäckiges unerwünschtes Flirten seitens eines Vorgesetzten oder einer Person, die Macht über das Opfer seiner Begierde hat, ist sexuelle Belästigung, und das ist kein Kavaliersdelikt.
  • Senji 10.01.2018 16:16
    Highlight Highlight Es geht bei #MeToo aber nicht ums Flirten sondern um den Missbrauch von Macht. Es ist wichtig, zwischen einer Vergewaltigung und ungeschicktem Flirten zu unterscheiden, klar. Die Hand auf dem Knie oder dem Hintern der Mitarbeiterin ist aber eben kein ungeschicktes Flirten.

    Es ist doch ganz einfach. Wer sich fragt ob er das was er tut auch bei einer Vorgesetzten Person tun würde und ob es ihn stören würde, wenn jemand anderes das bei seiner Tochter oder Mutter machen würde, kann nichts falsch machen. Auch wenn er oder sie noch so ungeschickt ist.
    • who cares? 10.01.2018 17:55
      Highlight Highlight Shsh, das wollen die Leute hier nicht hören. Sie wollen sich jetzt bestätigt fühlen, dass alles eine Stufe unter der Vergewaltigung okay ist und sie wieder ohne schlechtes Gewissen der Kellnerin auf den Arsch klapsen können oder der Mitarbeiterin "ausversehen" (ja, ist so passiert) an die Brüste greifen können.
    • River 10.01.2018 20:26
      Highlight Highlight Bei der Hand auf Hintern oder Knie der Arbeitskollegin kommt bei Ablehnung desgleichen die Ausrede, es sei doch nur freundschaftlich gewesen.
      Da kann man auch ruhig mal nachfragen ob er denn die Hand auch auf den Hintern vom Chef legt, oder dem Fritz von HR. Ob der ob ihm umgekehrt wohl wäre, wenn ihm der Kollege ständig den Oberschenkel tätscheln wolle, trotz bitte zu stoppen.
    • who cares? 10.01.2018 21:53
      Highlight Highlight @Petitsuisse Dir würde also der neue Freund deiner Tochter mit dem sie willentlich zusammen ist gleich viel Unwohlsein/Argwohn auslösen, wie der Chef der ihr an den Hintern greift? Dies wäre gleich in zwei Richtungen falsch. 1. Sprichst du deiner Tochter die Kompetenz ab, selbst in der Lage zu sein, eine gute Entscheidung bezüglich ihres Partners zu treffen und 2. Setzt du eine mit übereinstimmenden Willen eingegange körperliche Beziehung mit dem einseitigen Verlangen ihres Chefs, ihren Hintern zu begrapschen gleich.
      Oder verstehe ich hier etwas falsch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 10.01.2018 14:04
    Highlight Highlight Es ist wohltuend zu lesen, dass noch nicht alle Promis wegen #meetoo den Verstand verloren haben.
  • Follower 10.01.2018 14:04
    Highlight Highlight Gute und wichtige Unterscheidung.
  • Karl33 10.01.2018 14:04
    Highlight Highlight Vielen Dank. Es gibt neben den laut schreienden Feministinnen doch noch vernünftige Frauen, die sich jetzt auch mal zu Wort melden.
  • ujay 10.01.2018 13:59
    Highlight Highlight Endlich jemand, die dieses Thema aus den Tiefen des Boulevard auf eine rationale Ebene bringt. Danke Catherine.
  • Fumia Canero 10.01.2018 13:57
    Highlight Highlight Hätten die VerfasserInnen einen Funken Verstand, hätten sie gemerkt, dass es bei #metoo nicht um Frauen und Männer und auch nicht um Sexualität, sondern um Machtmissbrauch geht. Stattdessen faseln sie in ihrer erbärmlichen Anbiederung von sexueller Freiheit. Dass Menschen in Machtpositionen sich Freiheiten herausnehmen können, die eine klare Grenzverletzung Anderen gegenüber bedeuten, auch wenn sie in gesetzlichem Sinne nicht strafbar sind, wird nicht in Frage gestellt.
    • walsi 10.01.2018 14:30
      Highlight Highlight @Fumia: Sie sollten die Aussage von Frau Deneuve und den anderen Mitunterzeichnerinnen noch einmal reflektieren.
    • Scott 10.01.2018 15:51
      Highlight Highlight @Fumia:
      Bitte die Aussage von Frau Deneuve u.a. nochmals lesen und dann erst kommentieren...
    • who cares? 10.01.2018 22:09
      Highlight Highlight Fumia hat schon recht. Deneuve hat die #metoo-Bewegung nicht verstanden. Wenn mich ein Typ ungeschickt anmacht, werde ich ihn schnell wieder los. Belästigung ist aber etwas anderes. Laut Deneuve sollen die Männer aber ein Zitat "right to pester" haben um ihre sexuelle Freiheit ausleben zu können. Also ein Recht zur Aufdringlichkeit. Männer, fragt euch doch selbst, ob ihr dieses Recht wirklich braucht. Die Männer, mit denem ich befreundet sind, kommen gut ohne das durchs Leben.
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